Sonntag, 30. November 2014

Rezension: Jener Sommer von Sarah Dessen

Titel: Jener Sommer
Autor: Sarah Dessen
Originaltitel: That Summer
Seitenanzahl: 192 Seiten
Genre: Jugendbuch
Reihe: Nein
Preis: nur noch gebraucht erhältlich
Verlag: Esslinger Edition
Erschienen 1997


Klappentext:

In diesem Sommer scheint sich für die 15-jährige Haven alles nur noch ums Heiraten zu drehen. Erst wird Lorna Queen, "Wettermaus" vom lokalen Fernsehsender, die neue Ehefrau ihres Vaters. Und im August soll sie Brautjungfer bei der Hochzeit ihrer Schwester Ashley sein.
Während sich um sie herum alles verändert, muss Haven immer wieder an einen ungetrübten Sommer vor fünf Jahren zurückdenken,. Damals ging Ashley noch mit Sumner Lee, der mit seinem Charme alle um sich herum verzauberte. Plötzlich taucht Sumner wieder auf und Haven wird das Gefühl nicht los, dass seine Rückkehr in ihr Leben kein Zufall sein kann.
Das gelungene Debüt der jungen Autorin Sarah Dessen erzählt von Beziehungen zwischen Menschen, die sich nahe stehen, von Erinnerungen und Zukunftsängsten und davon, wie einem der rosige Schimmer der Vergangenheit im Wege stehen kann. Manchmal hilft es beim Erwachsenwerden, vergangene Ereignisse neu zu durchleben, um sich von ihnen trennen zu können.

Meine Meinung:

Als großer Sarah Dessen Fan wollte ich immer schon mal ihr Debüt "That Summer" lesen. In Amerika wurde es 1996 veröffentlicht und in Deutschland im Laufe der Jahre unter den Titeln: "Jener Sommer" oder auch "Der eine Sommer mit dir" oder "Sweetheart". Wieder mal ein Beispiel wie der Leser hinters Licht geführt wird, wenn der Titel ständig geändert wird und man immer denkt: "Oh ein neues Buch" und dann ist es wieder nur ein altes neu aufgelegt. 

Die 190 Seiten lassen sich sehr schnell lesen. Der Schreibstil ist noch etwas holprig, was ggf. auch an der deutschen Übersetzung liegt. Teilweise wirkt der Stil auch etwas altbacken. Es ist sicher kein Meisterstück der Autorin, aber sie zeigt in ihren späteren Werken einfach ihre Stärke, daher konnte ich es diesmal verzeihen.

Durch den Klappentext weiß man bereits alles und wird nicht mehr groß überrascht.
Trotz der wenigen Seiten schafft es die Autorin den Figuren Charakter zu verleihen und erzählt bildlich wie Haven sich in diesem Sommer zurecht finden muss. Sie fühlt sich von ihrem Vater verlassen, will ihre Mutter nach der Scheidung nicht allein lassen und hat Angst davor, ihre Schwester durch deren Hochzeit zu verlieren.

Dabei hängt Haven ihren alten Erinnerungen nach. Sie denkt an einen Sommer, an dem ihre Eltern noch glücklich waren und indem ihre Schwester mit dem nettesten aller Jungen zusammen war.
Dieser Sumner taucht jetzt wieder auf und Haven und er laufen sich immer wieder über den Weg.

Haven konnte ich nicht so richtig einschätzen. Sie hält sich für zu groß (sie ist knapp 1,80 m) und das wird alle drei Seiten von allen Personen immer wieder erwähnt.
Am Ende fügt sich natürlich alles zusammen, nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

Fazit:

Ich finde es schwer über das Buch etwas zu schreiben. Es ist eine nette Geschichte über Freundschaften und Familienprobleme ohne große Highlights. Ich würde es nicht unbedingt weiterempfehlen, sondern lieber auf Sarah Dessens spätere Bücher verweisen. Als Fan vergebe ich drei Sterne. Es ist weder besonders gut noch schlecht.



Autorin:

Sarah Dessen, geboren 1970 in North Carolina, hat mit 26 ihren ersten Roman veröffentlicht und war ein Shootingstar in der amerikanischen Jugendliteraturszene. Nach sieben äußerst erfolgreichen Romanen gehört sie längst zur Top-Liga und ist bei ihren Leserinnen so beliebt, weil sie die Gefühlslage junger Mädchen genau erfasst.


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