Sonntag, 4. November 2018

Rezension: Wilde Horde - Die Pferde im Wald

Titel: Die Pferde im Wald
Autorin: Katrin Tempel
Seitenanzahl: 272 Seiten
Genre: Pferde/Jugendbuch ab 10 J.
Reihe: Teil 1
Preis: 12 EUR
ISBN: 978-3-551-65084-9
Verlag: Carlsen
Erschienen am 28.02.2018
www.carlsen.de 
www.buchschwestern.de 

Klappentext:

Zaz verbringt ihren Sommer in der Pension ihrer Oma am Waldrand – Ferien hat sie sich anders vorgestellt! Doch dann begegnen ihr im Wald zwei Jungs und zwei Mädchen. Die vier nennen sich die "Wilde Horde" – und streifen zusammen mit ihren Pferden durch die Wildnis. Sie wollen Zaz nicht in ihrem Wald haben, aber sie ist ohnehin lieber allein. Doch plötzlich ist alles anders. Denn Zaz lernt das fünfte Pferd kennen: Monsun. Als er nicht mehr von Zaz‘ Seite weichen will, gibt es kein Zurück. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt ... 

Meine Meinung:

Bei einem neuen Pferdebuch kann ich selten widerstehen und daher habe ich mich gleich in das schöne Cover verliebt.

Die Story wirkt auf den ersten Blick etwas abgekupfert, denn Zaz wird gegen ihren Willen wegen schlechter Zensuren zur ihrer unbekannten Großmutter aufs Land abgeschoben. Dort trifft sie auf ein unreitbares Pferd, dass sich nur von ihr anfassen lässt. Da der Hof kurz vor der Pleite steht, hat mich die Geschichte schon sehr an Ostwind erinnert. Allerdings funktioniert das Konzept eben richtig gut und so auch hier.

Zaz wirkt zu Beginn etwas ruppig, doch man merkt schnell, dass sie sich von ihren Eltern ziemlich allein gelassen fühlt und einfach noch keinen richtigen Weg gefunden hat, damit umzugehen. Gegen ihren Frust hat sie sich angewöhnt zu laufen. Wo kann man das besser, als in dem riesigen Wald der direkt an den Hof ihrer Oma grenzt.

Unterwegs trifft das 13-jährige Mädchen nicht nur auf eine kleine Pferdeherde samt Reiter, sondern auch auf eine Clique von Bikern. Beide Gruppen beanspruchen den Wald für sich und fühlen sich von der jeweils anderen Gruppe gestört. Zaz wird unfreiwillig in den Streit hineingezogen und am Ende geht es in einem wilden Rennen um die Vorherrschaft des Waldes.

Mir hat die Idee ziemlich gut gefallen. Die Story ist durch das Wettrennen und die Vorbereitung darauf, sehr actionlastig. Ich könnte mir die Geschichte super als Film vorstellen. 
Der Schreibstil ist flüssig und kommt sofort auf den Punkt. Durch den Erzählstil bleiben die Figuren etwas distanziert, aber man konnte sich trotzdem super in Zaz und ihre Lage hineinversetzen.

Die Charaktere ergeben eine bunte Mischung. Es gibt den klugen Arpad, einen nerdigen Computerfreak namens Lukas, die unnahbare Schönheit Ann-Sophie und die sensible, blinde Fee. Zusammen bilden sie die Wilde Horde. Sie reiten ohne Zaumzeug und Sattel und sind eins mit ihren Pferden. Mein Pferdemädchenherz fand es total schön, wie Zaz sich mit dem fünften Pferd angefreundet hat und sie so ebenfalls ein Mitglied der Horde geworden ist.

Außerdem wird das Thema Freundschaft sehr gut beleuchtet. Zaz muss herausfinden, wer wirklich ihre Freunde sind und das man für eine Freundschaft auch etwas tun muss. Mutig bestreitet sie den Weg und wächst innerhalb der Geschichte über sich hinaus. Eine tolle Botschaft.  

Als Erwachsener würde ich manche Details zwar kritisch hinterfragen (ein blindes Mädchen, dass nachts allein im Wald herumreitet oder das man ein ungerittenes Pferd ohne Reitkenntnisse nach zwei Wochen in einem Rennen reitet), aber als kleines Pferdemädchen würden mich diese Dinge nicht stören. Im Gegenteil. Es ist der Stoff aus dem Pferdemädchenherzen sind. Jeder möchte doch die sein, die das unreitbare Pferd zähmt oder nicht? Daher hat mir das Buch echt gut gefallen und ich würde jederzeit die Fortsetzung lesen, die hoffentlich im Frühjahr 2019 erscheint. 


Fazit:

Ein Mädchen ohne Reiterfahrung freundet sich mit einem bisher unreitbaren Pferd an. Kein neues Konzept, aber ein Stoff der Pferdemädchenherzen höher schlagen lässt. Egal, ob es wirklich realistisch ist. Es macht Spaß mit der Wilden Horde durch den Wald zu jagen, denn die Story ist sehr temporeich und voller Action. Es geht um Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Ich hatte großen Spaß beim lesen und vergebe 4,5 Sterne. 
 

Autorin:

Katrin Tempel wurde in Düsseldorf geboren und wuchs in München auf. Nach ihrem Geschichtsstudium arbeitete sie als Journalistin, heute ist sie Chefredakteurin der Zeitschrift »LandIdee«. Außerdem schreibt sie Drehbücher (unter anderem den historischen ZDF-Zweiteiler »Dr. Hope«) und Romane. Mit »Holunderliebe« und »Mandeljahre« gelangen ihr große Publikumserfolge. Unter dem Namen Emma Temple veröffentlicht sie bei Piper weitere Romane, zuletzt »Die Nebel von Connemara«. Sie lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Bad Dürkheim an der Weinstraße. (Quelle: Verlag)

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Nach Weihnachten, ist vor Weihnachten - Der Pixi-Adventskalender von Carlsen

Im letzten Herbst bin ich auf der Suche nach einem tollen Adventskalender schnell auf den Pixi-Adventskalender von Carlsen gestoßen. Da ich gerne lese, war mein Interesse schnell geweckt. Für knapp 20 EUR bekommt man 22 Mini- und zwei Maxi-Pixi Bücher, die alle das Thema Schnee oder Weihnachten beinhalten. 

Anstatt nun morgens nur schnell ein Stückchen Schokolade in sich hineinzustopfen, wie bei den üblichen Adventskalendern, haben wir unser Türchen abends geöffnet und uns zusammen unter eine Decke gekuschelt und dann das neue Büchlein durchgeblättert. Ich war begeistert, wie toll die Kinder die Geschichten fanden und wie lange sie sich damit beschäftigt haben. 


Nach zwölf Tagen dreht man den Kalender um und kann die restlichen 12 Türchen auf der Rückseite öffnen. 

Der Kalender hat zwar eine beachtliche Größe (ca. 50 cm x 60 cm), aber die liebevollen Illustrationen auf denn beiden Seiten lassen selbst die Verpackung zu einem kleinen Highlight werden, die die Kleinen lange bestaunen und die Bilder begutachten.

Insgesamt hatte ich soviel Freude daran, dass ich auch in diesem Jahr einen neuen Kalender bestellt habe und bin schon sehr gespannt wie er dieses Jahr bei den Minis ankommt.


Nur ein Nachteil hatte das Ganze: Wir mussten leider das ganze Jahr über immer wieder die Weihnachtsgeschichten lesen. Diese Jahr werde ich die Bücher dann wohl im Januar heimlich einsammeln und bis zum nächsten Weihnachten verstecken :-) 


Fazit:
Wenn ihr also noch einen schönen Adventskalender sucht, dann schaut Euch den Kalender mal an. Es ist eine tolle Alternative zu Schokokalendern und kann Kinder im Alter von 2-7 Jahren bestimmt begeistern.
(Link zur Carlsen-Verlagsseite: Klick

Achtung: Ich kenne noch nicht den Inhalt des neuen Kalenders für 2018 und kann daher nur meine Meinung zu dem Kalender aus dem Jahr 2017 abgeben.

Freitag, 26. Oktober 2018

Rezension: Nur um dich lächeln zu sehen von Emery Lord

Titel: Nur um dich lächeln zu sehen
Autorin: Emery Lord
Originaltitel: When We Collided
Seitenanzahl: 353 Seiten
Genre: Liebe/Drama/Jugendbuch ab 14 J.
Reihe: Nein
Preis: 15,00 EUR
ISBN: 9783570165164
Verlag: cbj

Erschienen am 26.03.2018 
www.randomhouse.de 

Klappentext:

Als Vivi neu nach Verona Cove kommt, das kleine Nest an der Westküste, spürt sie sofort: Hier ist ein Neuanfang möglich. Als ihr dann der hinreißende Jonah mit seinen phänomenalen Kochkünsten begegnet, verfällt sie ihm augenblicklich - und Jonah ihr. Mit unbändiger Lebenslust und einem Feuerwerk aus Gedanken und Gefühlen wirbelt Vivi durch Jonahs Leben und das seiner Familie. Und mit jedem Tag ihres Zusammenseins spürt Jonah die Last, die er seit dem Tod seines Vaters mit sich schleppt, leichter werden. Doch Vivis Dämonen sind mächtig, und obwohl dieser gleißende Sommer fast unbeschwert ist, wird er sie beide für immer verändern ...

Meine Meinung:

Im Buchladen ist mir sofort das schöne Cover ins Auge gefallen. Daher war ich sehr neugierig auf die Geschichte.

Abwechselnd schildern der 17-jährige Jonah und die gleichaltrige Vivi die Erlebnisse aus ihrer Sicht.  
Jonah versucht mit dem Rest seiner großen Familie immer noch den Verlust seines Vaters zu verarbeiten. Alle Personen sind in einer Art Trauer - Schockstarre gefangen, als Vivi in ihr Leben stolpert. Verrückt, extrem und wie ein alles vernichtender Wirbelsturm holt das aufgekratzte Mädchen die Familie Stück für Stück wieder aus ihrer Lethargie.
Dabei merkt man schnell, dass Vivi's aufgesetzte Art nicht normal ist, nicht normal sein kann. Im Laufe der Zeit kommt immer mehr über ihre Krankheit ans Licht. 

Mich als Leser hat das in eine schwierige Lage gebracht. Ich wusste, dass ich Mitleid und Verständnis für das Mädchen haben müsste. Schließlich ist sie krank, doch oft konnte ich ihr Handeln eben nicht gutheißen und hatte eben kein Verständnis für ihre Launen. 
Meine Lesefreude hat dadurch etwas gelitten. Doch wenn man sich klar macht, wie genial die Autorin damit den Kernpunkt getroffen hat, dann muss man zugegeben, dass das Buch wirklich etwas besonderes ist.

Jonah liebt das Kochen und erinnert sich dabei immer an seinen Vater, der ein Restaurant hatte. In regelmäßigen Abständen bereitet er in der Geschichte köstliche Gerichte zu, was mir echt gut gefallen hat. Insgesamt mochte ich den stillen Jungen sehr, der sich aufopfernd um seine kleinen Geschwistern kümmert. Dabei brauchte er eigentlich selbst eine starke Schulter zum anlehnen. 
In Jonah konnte ich mich gut hineinversetzen und seine Lage verstehen.

Bei Vivi bleibt man als Leser bis zum Ende außen vor. Man liest was sie bewegt, kann aber nicht immer den Zusammenhang verstehen. Alles was sie macht ist extrem. Sie schreit rum, entblößt sich, hat fixe Ideen, denen sie nachrennt. Es war oft wie bei einem Autounfall. Man möchte eigentlich nicht hinsehen und muss es doch. Sie hat Jonah einerseits gut getan, weil er sich bei ihr endlich wieder wie er selbst fühlen kann, doch andererseits hat sie ihm mit ihrer wegstoßenden Art auch geschadet. Das sind alles Auswirkungen der Krankheit und daher gut geschildert. Doch mein Herz für Jonah hat deshalb oft geblutet.

Jonah's und Vivi's Hintergrundgeschichte ist zwar krass, aber doch sehr glaubwürdig. Es ist der Autorin sehr gut gelungen die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere darzustellen. 
Unterm Strich konnte mich das Buch fesseln und überzeugen. Die Liebesgeschichte ist hierbei eher zweitrangig. Eigentlich ist sie sogar sehr oberflächlich, denn die beiden fühlen sich doch eher wegen ihres guten Aussehens zueinander hingezogen. Gemeinsam haben sie fast nichts. Doch genau darum geht es in dieser Geschichte
 In diesem einen Sommer sind die beiden perfekt füreinander. Sie tun sich gut und helfen einander. Es ist keine Liebesgeschichte für immer. Es zeigt, dass man manchmal jemanden zur richtigen Zeit trifft und sich dadurch dein Leben verändert. Danach ist alles besser, auch wenn man wieder getrennte Wege geht.

Und obwohl ich verstehe worauf die Autorin hinausmöchte, hätte ich mir für die Liebesgeschichte mehr Raum gewünscht und nicht so nebenbei abgewickelt.  Es standen immer andere Probleme oder Dinge im Vordergrund. Das fand ich schade.

Der Schreibstil ist angenehm und detailreich. Ich mochte besonders das Setting von Verona Cove. Ein verträumter Küstenort, wo sich alle Bewohner kennen und schätzen. Sie halten zusammen und treten füreinander ein. Ein ziemlicher Gegensatz zu den Geschehnissen, die sich dadurch gleich doppelt so schlimm anfühlen. Doch man muss einfach alle Personen irgendwie in sein Herz schließen. Besonders Jonah Daniels und seine Geschwister.

Ich habe das Buch daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Es war eine wirklich schöne Geschichte, aber jetzt brauche ich Zeit, die Geschehnisse zu verarbeiten und weiterzuziehen.

Fazit:

Das Buch ist eine Achterbahn der Gefühle. Es ist extrem. Es knallt und hallt nach. Obwohl ich mir viele Dinge anders gewünscht hätte, konnte mich die Autorin mit dieser Geschichte berühren. Es geht um zwei unterschiedliche Menschen, die sich eine zeitlang guttun und helfen. Mir ging nur die Liebesgeschichte etwas zu sehr unter. Die andere Dinge standen immer im Vordergrund. Unterm Strich ist es keine leichte Sommerlektüre, sondern ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Vivi war hier. Ja genau. Man wird die Geschichte und sie nie vergessen. Ein unvergesslicher Sommer in Verona Cove. Von mir gibt es vier tolle, außergewöhnliche Sterne. 

Autorin:

25663637Emery Lord ist Autorin von bisher vier Jugendromanen und wurde an der amerikanischen Ostküste geboren. Heute lebt sie in Cincinnati mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter sowie zwei ausgebildeten Rettungshunden. Emery glaubt an die Magie des Geschichtenerzählens, sie liebt Riesenräder und besitzt eine beeindruckende Sammlung an unpraktischen Schuhen. (Quelle: Verlag

Dienstag, 2. Oktober 2018

Rezension: Worte, die leuchten wie Sterne von Brigid Kemmerer

Titel: Worte, die leuchten wie Sterne
Autorin: Brigid Kemmerer
Originaltitel: More Than We Can Tell
Genre: Young Adult
Reihe: Teil 2 (einzeln lesbar)
Preis: 16 EUR
ISBN: 978-3-95967-216-0
Verlag: HarperCollins

Erschienen am 01.08.2018
www.harpercollins.de 


Klappentext:

Rev hat immer noch mit den Schatten seiner harten Kindheit zu kämpfen. Aber seine liebevolle neue Familie hilft ihm dabei zu heilen.

Emma ist ein Computerfreak und hat selbst ein Online-Spiel entwickelt. Die virtuelle Welt ist wie ihr zweites Zuhause.

Doch plötzlich erhält Rev Briefe von seinem leiblichen Vater, der ihm nicht nur seelische Narben zugefügt hat. Und auch Emma erhält beängstigende Nachrichten von einem Online-Troll, der ihr das Leben zur Hölle macht. In dieser schweren Zeit treffen die beiden aufeinander – und fühlen sofort eine besondere Verbindung. Können sie sich gegenseitig helfen, die traumatischen Ereignisse zu überwinden?


Meine Meinung:

In Der Himmel in deinen Worten haben wir Rev bereits als Nebencharakter kennengelernt. Er war dort ein Mensch weniger Worte, doch was er sagte, war immer sehr tiefgründig. Außerdem gab es einige Hinweise auf seine harte Kindheit und deshalb war ich sehr neugierig auf seine eigene Geschichte.

Am Anfang des Buches erhält Rev unerwartet einen Brief von seinem leiblichen Vater, den er seit über 10 Jahren nicht gesehen hat. Das wirft den 18-jährigen ziemlich aus der Bahn, denn er weiß nicht wie er damit umgehen soll. Er war seinem Vater stets hörig und deshalb wird Rev von dem Brief in die Vergangenheit gezogen. Sein Vater hat ihn misshandelt und Rev ist immer noch nicht darüber weg. Statt mit seinen liebevollen Pflegeeltern zu reden, frisst er das Problem immer mehr in sich hinein, bis er komplett unter Strom steht, weil er sich plötzlich nicht mehr selbst über den Weg traut. Ist gewalttätiges Verhalten vererbbar? Ich finde, die Autorin hat damit einen interessanten Ansatz gefunden.

Emma ist der sprichwörtliche Computernerd. Sie programmiert und versteckt sich am liebsten hinter ihrem PC. Der Rollentausch gefällt mir. Endlich ist mal das Mädchen technisch versiert und etwas spleenig. Wir erfahren schnell, dass sie damit ihrem Vater nacheifert, was bei ihrer Mutter nicht so gut ankommt und immer zum Streit führt. Die Hass-Nachrichten von einem anderen Computerspieler sind erschreckend und ich kann Emma verstehen, dass sie sich angegriffen fühlt.

Rev und Emma kennen sich bisher nur flüchtig aus der Schule. Als sie bei einem Spaziergang zufällig ins Gespräch kommen, vertrauen sie sich Dinge an, die sie zu diesem Zeitpunkt niemanden anderes sagen können. Und so baut sich ganz langsam ein Vertrauensverhältnis auf.

Erneut bin ich einfach nur begeistert von dem eindringlichen Schreibstil. Die Autorin ist eine Meisterin der Worte und erschafft damit eine einzigartige Atmosphäre
Die Liebesgeschichte ist keine einschlagende Bombe, sondern etwas schleichendes, das wie ein zartes Pflänzchen erblüht. Sie steht nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, dass Emma und Rev erstmal in ihrem Leben aufräumen müssen, bevor dort Platz für jemand anderes ist.

Meine Highlights sind die interessanten Unterhaltungen zwischen den verschiedenen Charakteren. Gerade wenn sich Rev und sein bester Freund Declan austauschen (Absolute Bro-Momente) oder später auch die Unterhaltungen mit Pflegebruder Matthew wissen zu fesseln.

Durch die abwechselnde Ich-Perspektive lernen wir Emma und Rev gut kennen und können mit ihnen fühlen.
Dabei treffen beide Charaktere wahrlich nicht immer die besten Entscheidungen. Im Gegenteil. Manchmal hätte ich bei ihren selbstzerstörerischen Handlungen am liebsten laut geschimpft, über so viel (Verzeihung!) Dummheit, doch gerade weil sie Charaktere mit Ecken und Kanten sind, hat es die Geschichte auch so lebendig gemacht.  

Rev wollte ich abwechselnd in den Arm nehmen, ihm gut zureden und sagen, dass er sich unnötig Gedanken macht. Und dann wollte ich ihn anschreien und rufen: Jetzt sag deinen Eltern endlich Bescheid! 

Emma mochte ich gerne, auch wenn sie sich ihren Eltern gegenüber wie ein bockiges Kleinkind verhält. Das war oft sehr anstrengend. Aber Rev stellt ja treffend fest, dass Emma ansonsten nur von selbstsüchtigen und kontrollwütigen Menschen umgeben ist und es daher nicht besser wissen kann. Es ist ihre Art um Hilfe zu schreien.

Die Hintergrundstorys sind schon krass. Kindesmisshandlung, Gewalt und Demütigung. Rev steckt so voller Ängste und Selbstzweifel, dass man es gar nicht begreifen kann. Zusätzlich hat die Autorin Rev sehr gläubig dargestellt. Immer wieder gibt es Gespräche über Gott und den Sinn von Glauben. Eine Menge Stoff zum Nachdenken.

Emma schlägt sich mit Cyber-Mobbing und den Kommunikationsproblemen ihrer Eltern herum. Die Sache mit ihrem Computerspiel wurde sehr glaubwürdig geschildert. Im anonymen Internet werden leider viel zu viele Menschen zu der schlechtesten Version ihrer selbst. 

Zwar hätte ich mir das Ende der Geschichte etwas anders gewünscht, doch ich kann die Autorin verstehen, weshalb sie diesen Weg gewählt hat. Sie möchte natürlich auf das Problem "Der falschen Internetfreunde" aufmerksam machen, aber ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass Emma auch eine schöne Erfahrung mit Leuten aus dem Internet macht und nicht alle Gamer als merkwürdige Einsiedler dargestellt werden.  
 
Einige der Kapitel waren echt emotional und haben mich sehr berührt. Rev's Hilflosigkeit konnte mich zu Tränen rühren. Er hat solch eine tolle Familie gefunden und muss endlich lernen, dass er in Sicherheit ist und geliebt wird.

Es gab eine Kuss-Szene, die war sooooo toll und romantisch geschrieben. Mir ist richtig das Herz aufgegangen. Die Autorin schafft es einen einfach wunderbar in eine emotionale Stimmung zu versetzen.
 
Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich würde jederzeit wieder eine Geschichte der Autorin lesen. 

Fazit:

Mit dieser emotionalen und eindringlichen Geschichte konnte mich die Autorin erneut überzeugen und fesseln. Ihre Charaktere haben Ecken und Kanten, treffen falsche Entscheidungen und sind trotzdem liebenswert, dass einem das Herz aufgeht. Die Liebesgeschichte ist eher Nebensache, es geht darum sich der Vergangenheit und seinen Ängsten zu stellen, dann ist Platz für jemand anderes.  Zwar hätte ich mir ein weniger dramatisches Ende gewünscht, aber ich kann es nachvollziehen. Von mir gibt es alle fünf Sterne. Eine klare Leseempfehlung.

Reihe:

Der Himmel in deinen Worten Worte, die leuchten wie Sterne  

  • Meine Rezi zu: Der Himmel in deinen Worten -->Klick

     

Autorin:

34236194Brigid Kemmerer denkt sich Geschichten aus, seit sie auf der Highschool war. Sie schreibt, wo immer sie einen Platz zum Sitzen findet, je mehr Lärm, desto besser. Das ist auch gut so, denn sie hat vier Söhne zwischen Kleinkind- und Teenageralter und daher eher geringe Chancen auf stille Stunden. Sie lebt in der Nähe von Baltimore. (Quelle: Verlag)




♛♛♛♛♛



Ich danke Harper Collins für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und lovelybooks für die tolle Leserunde.



-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 


Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.

Sonntag, 23. September 2018

Rezension: Beim zweiten Kuss verwechselt von Sonja Kaiblinger

Titel: Beim zweiten Kuss verwechselt
Autorin: Sonja Kaiblinger
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 12 J.
Reihe: Teil 2
Preis: 17,00 EUR
ISBN: 978-3791500782
Verlag: Dressler

Erschienen am 20.08.2018
www.dressler-verlag.de 

Klappentext:

Manchmal sind Ophelias Verwandlungskünste praktischer als gedacht. Immerhin kann sie (in Gestalt von Amalia) endlich ihren Schwarm Cliff küssen. Doch dann heißt es für die ganze Schule: Auf zum Wettkampf in die Highlands. Und weil nicht nur Cliff und die echte Amalia mitfahren, sondern auch Ophelias Zwillingsschwester, ihre drei verrückten Tanten und Adrian, der total in Ophelia verschossen ist, sind Herzschmerz und Chaos vorprogrammiert. Seltsame Dinge passieren, und Ophelia weiß: Im Zeltlager treibt sich inkognito ein weiterer Verwandter herum.

Meine Meinung:

Nach dem ersten genialen Band wollte ich wissen, wie es mit Ophelia und ihrer verrückten Familie weitergeht, in der sich fast alle Mitglieder in fremde Personen oder Tiere verwandeln können.

Diesmal fahren die 16-jährige Ophelia und ihre Zwillingsschwester Lora in die Highlands, um dort an den jährlichen schottischen Highland-Games teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um Wettspiele, in denen verschiedenen Schulen in festen Teams gegeneinander antreten. Fernab von jeglicher Zivilisation wollen die Schwestern ohne den ganzen Verwandlungskram ihre Kindheitstradition aufrecht erhalten. Besonders Ophelia möchte Abstand zu Cliff und ihren verwirrenden Gefühlen bekommen. Ohne großen Erfolg versucht sie sich wieder auf ihre Verliebtheit mit Adrian zu konzentrieren, ihrem eigentlichen Schwarm. Doch am Ende landen ausgerechnet Cliff, seine Freundin Amalia und auch Adrian in Ophelias Gruppe und das Gefühlschaos ist vorprogrammiert. 

Das Setting in den schottischen Highlands ist wirklich genial. Der Wald, die Holzhütten und die Abende am Lagerfeuer haben sich echt angefühlt und großen Spaß gemacht. Auch die Wettspiele wie Schafe scheren oder in gruseligen Hütten zu übernachten waren witzig. 

Ophelia erzählt die Geschichte wieder aus der Ich-Perspektive. Schnell stellt sie fest, dass dieser Sommer wohl nicht ohne Verwandlungen ablaufen kann, denn Ophelias Onkel beobachtet in seiner gruseligen Geiergestalt die Geschehnisse im Camp. Was hat MacBiggs vor und warum interessiert er sich plötzlich für die Wettkämpfe von Jugendlichen?
Auch die neue Mitschülerin Eleanor, die Zwietracht in der Gruppe säht, sorgt für große Unruhe und bringt ordentlich Spannung und unerwartete Wendungen in die Geschichte. So wird es nie langweilig.

Die Schwestern habe eine Menge zu tun um ihr Team auf Siegeskurs zu halten. Ophelia muss dafür einmal mehr die Gestalt wechseln und gerät immer wieder in Versuchung sich als Amalia an Cliff zu hängen. Das sorgt wieder für ordentlich Verwirrungen und viele witzige Schlagabtausche.

Mir fehlte diesmal ein bißchen der rote Faden. Die einzelnen Episoden waren witzig, wirkten jedoch auch immer etwas abgehackt bzw. passend gemacht. Da endete ein Kapitel total spannend und dann ging es plötzlich am nächsten Morgen beim Frühstück weiter, als wäre nichts passiert und niemand ist weiter auf die letzte Nacht oder so eingegangen. Besonders wenn sich Ophelia in eine andere Person verwandelt hat, aber die "echte" Ophelia nicht mal wirklich vermisst wurde. Das wirkte dann schon etwas doll konstruiert. Doch unterm Strich ist es meckern auf hohen Niveau.
Etwas merkwürdig fand ich die Geschichte mit Mae und ihrem erfunden Flirt um Roger eifersüchtig zu machen. Das passte gar nicht zu ihr. 

Dafür hat mir Lora in diesem Buch viel besser gefallen. Sie hat sich in eine echte Sympathieträgerin verwandelt, auch wenn sie am Ende wieder in alte Verhaltensmuster fällt. Man konnte endlich spüren, dass Ophelia und sie echte Zwillinge sind und füreinander einstehen. Das hat mir gut gefallen.
Tante Mildred und Tante Rose spielen leider nur am Rande mit, dafür steht Tante Helly Ophelia wieder hilfsbereit zur Seite und kann die ein oder andere Sache (an)richten.

Insgesamt lebt die Geschichte nämlich von den vielen skurrilen, aber herzensguten Charakteren, die durch ihre Spleens und Eigenarten eine bunte und unterhaltsame Mischung ergeben. Der Schreibstil ist leicht und fesselt durch die vielen verschiedenen Ideen rund um die Verwandlungen. Ich fand die Story wieder echt lustig und am Ende auch gruselig. Unterm Strich ist es eine tolle Fortsetzung, auch wenn mir der erste Teil noch ein Spur besser gefallen hat.

Im Laufe des Buches erfährt man dann auch endlich mehr über die Verwandlungen und die Machenschaften des Onkels. Am Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Der Schluss ist interessant und macht definitiv Lust auf einen dritten Teil. Ich bin gespannt.


Fazit:

In dieser humorvollen und spritzigen Fortsetzung geht es in die schottischen Highlands, wo jemand die Schulwettkämpfe manipuliert, und wo zwischen Wald und Holzhütten ordentlich Gefühlschos herrscht. Das Buch fesselt durch die einzigartigen Charaktere und die vielen verschiedenen Ideen rund um die Verwandlungen. Spannend, witzig und teilweise echt gruselig, hatte ich wieder großen Spaß beim lesen. Eine echt tolle Reihe, nicht nur für junge Mädchen. Von mir gibt es vier dicke Sterne, da es im Vergleich zum ersten Band doch etwas schwächer ist.

Reihe:

3820586041144010

Autorin:

Sonja Kaiblinger, Jahrgang 1985, ist Theaterwissenschaftlerin und ausgebildete Sprecherin. Und sie hat unter anderem als Werbetexterin, Redaktionsleiterin und Lehrerin gearbeitet. Ihre erfolgreiche Kinderbuchserie »Scary Harry« wird derzeit fürs Kino verfilmt. Mittlerweile schreibt die vielseitige Autorin auch für Jugendliche. (Quelle: Verlag)  

♛♛♛♛♛

Ich danke dem Dressler Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und lovelybooks für die tolle Leserunde.

-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.

 

Donnerstag, 20. September 2018

Mein SUB kommt zu Wort #20 (September)

"Mein SuB kommt zu Wort" 
 
SUBBI wächst und wächst und wächst und darf daher auch wieder seine Meinung abgeben.

Wer mehr über die Aktion erfahren möchte, kann ja mal bei Anna vorbeischauen: Klick
 
🌟 

Lieber SUB,

  • Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)
Der September war eigentlich sehr ruhig. Andrea hatte zwar Geburtstag, doch es gab nur zwei Geburtstagsbücher ;-) und trotzdem bin etwas gewachsen. Hm. Wo haben sich denn noch die anderen Bücher angeschlichen?  Ich zähle jetzt 341 Bücher. Oh oh!

  • Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!
255870893915194035841424
   
Andrea sammelt weiterhin die Königskinder und so geht es weiter mit Die wahre Geschichte von Regen und Sturm.
 
Auf Always and forever, Lara Jean freut sich Andrea auch sehr, obwohl sie erst noch den zweiten Teil lesen müsste. *hust! 
 
Über Beautiful Liars hat Andrea in letzter Zeit soviel positives gelesen, dass sie es jetzt haben musste, als es als Kindle Schnäppchen zu haben war.  
 
 
30177864
 
  • Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)? 
  Andrea hat mit absolut großer Begeisterung: Eine Woche voller Montage gelesen und es ist ein heißer Kandidat auf ihr Jahreshighlight. Das Buch war einfach umwerfend. Lustig, herzergreifend und total originell. Ein absoluter Lesetipp. Und dazu noch eine echte SUB Leiche, was für eine Schande!
 
  • Lieber SuB, mit dem Herbst kommen auch die prächtigen Farbenspiele der Natur in rot und orange – zeig uns drei deiner Bücher, die nach Indian Summer (rot, orange, gelb) aussehen oder sogar im Herbst spielen!
349104613483607821408619 

Ob die Bücher im Herbst spielen, weiß ich leider nicht, aber die Cover sind definitiv herbstlich. :-)
Kennt ihr eines der Bücher und könnt es empfehlen?
 
♛♛♛♛♛
 
So Andrea schimpft drängelt. Meine Zeit ist schon wieder vorbei. Ich muss aufhören. Wir sehen uns.
Bis demnächst
Euer SUBBI
 

Montag, 17. September 2018

Rezension: Auf den ersten Blick verzaubert von Sonja Kaiblinger

Titel: Auf den ersten Blick verzaubert
Autorin: Sonja Kaiblinger
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 12 J.
Reihe: Teil 1
Preis: 17,00 EUR
ISBN: 978-3791500713
Verlag: Dressler

Erschienen am 19.02.2018
www.dressler-verlag.de 

Klappentext:

Verwandlung garantiert, verlieben nicht ausgeschlossen. Bis zu diesem Freitag war in Ophelias Leben alles stinknormal, so normal, wie es eben sein kann, wenn man drei Tanten und eine Zwillingsschwester hat, die sich spontan in Clownfische oder die Kellnerin verwandeln. Ophelia, 15, hat genug damit zu tun, das Chaos in Schach zu halten, und das wirklich Letzte, was sie wollte, war, diese magische Gabe ebenfalls zu bekommen. Vielleicht hilft ihr das Verwandeln ja dabei, sich ihren Traumtyp Adrian zu angeln? Oder ist sie dafür lieber ganz sie selbst?

Meine Meinung:

Nachdem mir die Verliebt-in-Serie Bücher der Autorin sehr gut gefallen haben, wollte ich auch die neue Reihe lesen.

In Ophelias Familie können sich einige Mitglieder verwandeln, d.h. sie können das Aussehen von anderen Menschen annehmen. Bis kurz vor ihrem 16. Geburtstag dachte Ophelia, dass diese Gabe an ihr vorbeigegangen wäre. Doch dann wächst ihr in der Schule plötzlich ein Vollbart, der dem ihres Sportlehrers sehr ähnlich sieht. Und damit beginnt die Geschichte.

Künftig steht das Mädchen unter der Aufsicht ihres mysteriösen Onkels, der sich um die Verwandlungen kümmert und das Familiengeheimnis bewahrt. 
Ophelia hat zwei Wochen Zeit um zu beweisen, dass sie die Verwandlungsfähigkeit unter Kontrolle hat. Ihre Zwillingsschwester Lora ist ihr dabei leider keine große Hilfe. Dann doch schon eher Tante Helly, die reichlich Kreativität zeigt, wenn es um das Erreichen von bestimmten Zielen geht.

Um sich in eine andere Person fehlerfrei verwandeln zu können, muss man so gut es geht über sie Bescheid wissen. Und Ophelia hat als Zielobjekt ausgerechnet den allseits beliebten Clifford MacAllister genannt bekommen. Cliff ist ein toller Fußballer, hat eine nervige, aber herzensgute Freundin und scheint überall Erfolg zu haben. Ophelia muss sich ordentlich ins Zeug legen um hinter Cliffs perfekte Fassade schauen zu können. Dafür muss sie einiges einstecken und sich natürlich oft genug verwandeln. Was nicht immer freiwillig passiert.

Ophelia tappt als Verwandlungsneuling in allerhand Fettnäpfchen und beschert dem Leser damit viele witzige Szenen. Sie erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive, so dass wir bei allem wichtigen dabei sind.

Der Schreibstil ist locker leicht und total witzig. Ich habe wirklich richtige Tränen gelacht. Inhaltlich gab es einige Aha-Momente und unerwartete Wendungen. Die Autorin hat viel Fantasie und Einfallsreichtum bewiesen. So ist eine gelungene und fesselnde Geschichte entstanden, die vor neuen Ideen nur so übersprudelt.
Da es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt, werden die meisten Fragen über die Verwandlungen an sich oder den geheimnisvollen Geier-Onkel noch nicht beantwortet, doch so ist die Neugier auf den zweiten Teil umso größer. 

Abgerundet wurde die interessante Idee von den liebevoll gestalteten Charakteren. Ob es nun die drei verschrobenen Tanten waren, bei denen Ophelia und Lora leben, Ophelias beste Freundin Mae, die erfolgreich boxen kann, oder Cliffs vegane, tierliebe Freundin Amalia, sie alle haben zu der gelungenen Story beigetragen.  
Die Liebe steckt wirklich im Detail und ich werde das Buch bestimmt noch öfter lesen. Es ist wirklich ein kleines Highlight.
 

Fazit:

Eine witzige und unterhaltsame Geschichte über die Fähigkeit des Gestaltenwandelns und ein Mädchen, dass sich für ihre Verwandlungsfreigabe in den vermeindlich langweiligen Schulschwarm verwandeln muss. Dafür muss spioniert und improvisiert werden. Charmant, herzergreifend und zum totlachen. Ich habe jede Seite geliebt. Dafür gibt es alle fünf Sterne.
 

Reihe:

3820586041144010 


Autorin:

Sonja Kaiblinger, Jahrgang 1985, ist Theaterwissenschaftlerin und ausgebildete Sprecherin. Und sie hat unter anderem als Werbetexterin, Redaktionsleiterin und Lehrerin gearbeitet. Ihre erfolgreiche Kinderbuchserie »Scary Harry« wird derzeit fürs Kino verfilmt. Mittlerweile schreibt die vielseitige Autorin auch für Jugendliche. (Quelle: Verlag)
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...