Donnerstag, 9. Mai 2019

Hörbuch-Rezension: Ich werde fliegen von Dana Czapnik

Titel: Ich werde fliegen
Autorin: Dana Czapnik
Originaltitel: The Falconer
Hördauer: ca. 529 Minuten (ungekürzte Lesung)
Gelesen von: Anna Carlsson
Reihe: Nein
ISBN: 978-3837145731
Verlag: cbj audio
Erschienen am 11.03.2019
www.randomhouse.de 
 

Klappentext:

New York, 1993: Die 17-jährige Lucy Adler ist klug und auf dem Basketballplatz ein Ass. Angesehen wäre sie jedoch nur, würde sie mit dem Strom schwimmen und die Jungs vom Rand aus anfeuern. Lucy ist seit einer gefühlten Ewigkeit in Percy verliebt, doch er ist mit einer oberflächlichen Cheerleaderin zusammen. Wie kann sie einen Weg in sein Herz finden? Und wie ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft, in der sie alle Freiheiten hat wie ein Junge, aber trotzdem eine junge Frau bleibt?

Meine Meinung:

Ich konnte das Buch vorher überhaupt nicht einordnen und war daher sehr neugierig, besonders weil ich ein Fan der 90er Jahre bin.
Irgendwie hatte ich eine rosarote Liebesgeschichte erwartet und war daher von der Entwicklung der Story positiv überrascht, als ich gemerkt habe, dass es kein übliches Klischeebuch ist. 

Die Geschichte ist intelligent, schroff, teilweise rotzig und ziemlich ehrlich geschrieben. Lucy ist ein normales 17-jähriges Mädchen, dass lieber Basketball spielt, als sich um ihr Aussehen und Make-up zu kümmern. Sie schwärmt heimlich für ihren besten Freund Percy, mit dem sie kifft, Basketball spielt und die Tage rumbringt. Sie machen auf Underdogs, bis Lucy hinterfragt, ob ihre Freundschaft echt ist oder nur Show. Überhaupt macht sich Lucy um alles und jeden Gedanken. Besonders um die Rollenverteilung der Frau in der Gesellschaft im Allgemeinen und im Besonderen
Sie hat viele Vorurteile und ist sehr zynisch, wenn es um Beziehungen und Gefühle geht.

Dabei möchte Lucy einfach nur von anderen gesehen werden. Sie möchte Anerkennung für ihre Leistung als Basketballerin und sie möchte als Mädchen wahr genommen werden. Jedoch möchte sie sich dafür nicht verstellen oder verbiegen. Sie möchte sie bleiben! 

Das ist eine echt tolle Botschaft. Jedoch ist Lucy sehr frustriert, weil es nicht so einfach klappen will. Ihre größte Angst ist langweilig und angepasst zu sein (wie in ihren Augen die meisten Erwachsenen). Sie fühlt sich ungerecht behandelt, weil ein Junge an ihrer Stelle, viel mehr Freiheiten und Anerkennung hätte.

Ich konnte Lucy nie einschätzen. Einerseits durchsucht sie beim Babysitten die Sachen der Nachbarn, andererseits spielt sie den Moralapostel. Sie ist oft wütend und dickköpfig, will die Welt verändern und ist dann zu feige, die Sache mit Percy zu klären.

Das Buch hat keinen roten Faden im herkömmlichen Sinne. Wer also eine abgeschlossenen Handlung erwartet, lieber Finger weg. Die Geschichte begleitet Lucy in ihrem letzten Highschool Jahr und zeigt ihre Entwicklung. Es sind einzelne Sequenzen aus ihrem Leben, Szenen zu denen Lucy viel zu sagen hat. Ja, manchmal zu viel. Sie schweift aus und davon. 
Im Hörbuch hat mich das nicht weiter gestört. Im Gegenteil. Es war wie mit einer Freundin Auto zu fahren, die sich über gesellschaftliche Fragen Gedanken macht. (Hierfür ein großes Lob an die Sprecherin.) Ich kann schwer einschätzen, ob mich die gelesenen Worte ebenso gefesselt hätten, oder ob meine Gedanken dabei eher abgeschweift wären.

Ich mochte besonders das Setting. Man kann das New York der 90er Jahre förmlich riechen und schmecken. Lucy beschreibt die Gebäude an denen sie langgeht. Es gibt Telefonzellen und viele Anspielungen auf die damalige Musik (Nirvana-Konzert!). Alles ist sehr bildlich und realistisch dargestellt.

Da Lucy viel hinterfragt, bekommt sie irgendwann auch Antworten und muss feststellen, dass sie einige Dinge falsch eingeschätzt hat (zum Beispiel die Rolle ihrer Mutter). Sie merkt, dass ihre geschätzte Cousine Violett, doch nicht so unabhängig und locker ist, wie Lucy dachte. Und sie muss lernen in Bezug auf Percy ihre rosarote Brille abzusetzen. 

Die "Beziehung" zwischen Percy und Lucy wird von der Autorin sehr echt und schonungslos dargestellt. Es ist keine klischeehafte Lovestory, sondern das wahre Leben mit Fehlern auf beiden Seiten.

In meinen Augen wird der Drogenkonsum in diesem Buch zwar viel zu verharmlost, jedoch ist die Story so niveauvoll, dass die Leser(innen), die sich für die Geschichte interessieren, sicher nicht davon beeinflussen lassen. 

Insgesamt hat mir das Hörbuch echt gut gefallen. Es regt zum Nachdenken an, bietet Diskussionsstoff und wirft viele Fragen auf. Ein intelligentes Buch, fernab vom Mainstream, dass für alle Mädchen geeignet ist, die sich auch oft von der Jungs-/Männerwelt ungerecht behandelt fühlen.
 

Fazit:

Ein interessantes Hörbuch über eine junge Frau, die versucht ihre Rolle in der "Jungs-"Gesellschaft zu finden, ohne sich zu verbiegen. Überzeugt hat das 90er Jahre Setting in New York. Die Geschichte ist intelligent, schroff, teilweise rotzig und ziemlich ehrlich. Die Sprecherin macht eine gute Arbeit, so dass ich ihr immer gerne zugehört habe. Jedoch waren mir Lucys ausschweifende Gedanken manchmal zu langatmig. Unterm Strich brauchen wir mehr solche Bücher, weil sie anders sind und zum nachdenken anregen. Trotz kleiner Schwächen ein echter Lesetipp. Vier tolle Sterne. 


Autorin:

Dana Czapnik wurde in New York geboren und studierte dort die schönen Künste. Anschließend arbeitete sie als Redakteurin für das Sportmagazin ESPN, die United States Tennis Association und die Arena Football League. 2017 wurde sie für ihre literarischen Texte mit dem Förderpreis des Center for Fiction ausgezeichnet. 2018 war sie Literaturstipendiatin der New York Foundation for the Arts. »Ich werde fliegen« ist ihr Debütroman. Sie lebt mit ihrer Familie in Manhattan. (Quelle: Verlag)

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Ich danke dem Bloggerportal von Randomhouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.

Dienstag, 30. April 2019

Rezension: Annähernd Alex von Jenn Bennett

Titel: Annähernd Alex
Autorin: Jenn Bennett
Originaltitel: Alex, Approximately
Seitenanzahl: 480 Seiten
Genre: Young Adult
Reihe: Nein
Preis: ab 13,99 EUR
ISBN: 978-3-646-92926-3 
Verlag: Königskinder/Carlsen Verlag
Erschienen am 29.09.2016
www.carlsen.de 


Klappentext:

Seinem Online-Schwarm im echten Leben zu begegnen kann böse Überraschungen mit sich bringen. Was, wenn er ein Idiot ist? Oder ein Langweiler? Bailey erzählt Alex aus dem Film-Forum deswegen erst mal nicht, dass sie in genau den kalifornischen Küstenort zieht, in dem er wohnt. Sie erzählt auch nichts von ihrem furchtbaren Job in der Tourifalle von Museum, bei dem sie sich jeden Tag halb tot schwitzt. Und erst recht nichts erzählt sie von Porter, Surfwunder und Aufschneider zugleich. Als Bailey und Porter nachts im Museum eingeschlossen werden, kommen sie einander näher. Damit wird die Sache allerdings kompliziert...

Meine Meinung:

Die 17-jährige Bailey zieht zu ihrem Vater an die Westküste der USA. Ihre Eltern haben sich vor einigen Jahren scheiden lassen und da Bailey jegliche Art von Konfrontation vermeidet, nimmt sie lieber einen Umzug in Kauf, als sich weiterhin mit ihrem Stiefvater auseinander zu setzen.
Einen Vorteil gibt es. In der kalifornischen Küstenstadt lebt auch ihr Internetfreund Alex. Er weiß allerdings nicht, dass Bailey zu Besuch ist bzw. zukünftig in derselben Stadt leben wird. Bailey möchte sich lieber langsam vortasten, um keine unangenehme Überraschung zu erleben. Sie nennt sich selbst eine notorische Ausweicherin. Gibt es ein Problem, dann duckt sie sich weg.

Wider erwarten lebt sich Bailey schnell ein. Sie bekommt einen Ferienjob in einer cooler Museumshöhle und findet schnell eine Freundin. Allerdings ist die Arbeit ein Knochenjob. Dazu kommt noch der nervige Wachmann Porter, der Bailey ständig aufzieht und sich über sie lustig macht. 

Doch während sich Bailey heimlich auf die Suche nach Alex macht, läuft ihr Porter immer wieder über den Weg und verwandelt sich langsam in einen echt tollen Typen. 

Das Setting der Küstenstadt fand ich sehr gelungen. Bailey bekommt einen Roller und kurvt über die Meeresstraßen, besucht die Verkaufsstände auf dem Pier und ist ständig am Strand, da auch das Surfen eine große Rolle spielt. Hinzu kommt die geniale Idee mit der Museumshöhle

Bailey erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Sie tritt öfter in Fettnäpfchen, ist vorsichtig und verschlossen, so dass man sich gut mit ihr identifizieren kann. Zeitgleich steht sie auf alte Filme und kleidet sich auch wie die Damen in den 30er Jahren. Nur am Ende wurde sie mir viel zu naiv dargestellt. Jeder Blinde mit dem Krückstock hätte erkennen können, weshalb Porter sauer auf sie ist. 

Das Ende ist auch mein kleiner Wehrmutstrophen. Bis Seite 430 habe ich das Buch total geliebt und hatte ständig Herzchen in den Augen, weil es einfach lustig, traurig und spannend zu gleich war. Doch dann hat die Autorin es mit der Auflösung von Alex etwas übertrieben. Bailey wurde einfach total naiv dargestellt, auch wenn es schlüssig erklärt wurde, konnte es mich nicht überzeugen. 

Porter ist ein interessanter Charakter. Er wurde selbst sehr verletzt, so dass er Mädchen gegenüber vorsichtig ist. Außerdem muss er zwei Jobs meistern um seine Familie mit über Wasser zu halten. Das alles hat ihn zwar zu einem beliebten Typen, aber auch zu einer Art Außenseiter gemacht. 

Bailey und Porter ergeben ein interessantes Gespann ab. Die Liebesgeschichte ist eher unkonventionell, aber umso glaubhafter, da man die Unsicherheit auf beiden Seiten spürt. Sie sind beide verbrannte Kinder, so dass es glaubhaft ist, weshalb sie ständig in Streit geraten und sich Missverständnisse ergeben.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Film-Zitat was ich total super fand. Zwischendurch gibt es immer wieder Chat-Verläufe zwischen Alex und Bailey.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Inhaltlich geht es um Baileys Entwicklung von einem verschlossenen Mädchen zu mehr Offenheit gegenüber den Menschen, die sie gerne hat. 
Es gibt viele unerwartete Wendungen und tragische Ereignisse aus der Vergangenheit, die bewältigt werden müssen. Man hat es nie kommen sehen und wurde deshalb immer irgendwie überrascht. 

Unterm Strich hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Geschichte hat Ecken und Kanten und ist nicht immer perfekt, doch gerade das hat sie so besonders gemacht. Ich kann das Buch nur empfehlen.
 

Fazit:

Ein sommerlicher Roman über die erste Liebe und ein Mädchen, dass sich ändern möchte, um ein schlimmes Ereignis zu verarbeiten. Ich hatte Herzchen in den Augen, weil die Charaktere so sympathisch waren und es gleichzeitig traurig, lustig und spannend war. Lediglich die Auflösung über Chatfreund Alex fand ich zu gestellt, doch es konnte meine Begeisterung kaum trüben. Von mir gibt 4,5 Sterne (also fünf) und ich empfehle das Buch wegen dem tollen sommerlichen Setting gerne weiter. 
 

Autorin:

30312700
Jenn Bennett wurde in Deutschland geboren, zog dann aber in die USA. Sie reist gern, u.a. nach Europa und Südostasien. Sie arbeitet hauptberuflich als Autorin und hat u.a. eine sehr erfolgreiche Fantasyserie geschrieben, bevor sie nun mit "Die Anatomie der Nacht" ihr erstes realistisches Jugendbuch vorlegt. Jenn Bennett lebt mit ihrem Mann in Georgia. (Quelle: Verlag)

Mittwoch, 24. April 2019

Rezension: Niemalswelt von Marisha Pessl

Titel: Niemalswelt
Autorin: Marisha Pessl
Originaltitel: Neverworld Wake
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14 J./Thriller
Reihe: Nein
Preis: 18 EUR
ISBN : 978-3-551-58400-7
Verlag: Carlsen Verlag

Erschienen am 22.03.2019
www.carlsen.de 

Klappentext:

Seit Jims ungeklärtem Tod hat Bee keinen ihrer Freunde mehr gesprochen. Als sich die fünf ein Jahr später in einem noblen Wochenendhaus an der Küste wiedertreffen, entgehen sie nachts nur knapp einem Autounfall. Unter Schock und vom Regen durchnässt kehren sie ins Haus zurück. Doch dann klopft ein geheimnisvoller Unbekannter an die Tür und eröffnet ihnen das Unfassbare: Der Unfall ist wirklich passiert und es gibt nur einen Überlebenden. Die Freunde sind in einer Zeitschleife zwischen Tod und Leben gefangen, in der sie dieselben elf Stunden immer wieder durchlaufen – bis sie sich geeinigt haben, wer von ihnen überlebt. Der Schlüssel zur Entscheidung scheint Jims Tod zu sein – in ihrer Verzweiflung beginnen die Freunde nachzuforschen, was wirklich mit ihm passiert ist, in jener Nacht, in der er in den Steinbruch stürzte. Und langsam wird klar, dass sie alle etwas zu verbergen haben …

Meine Meinung:

Ich konnte das Buch überhaupt nicht einschätzen und war daher sehr gespannt auf die Story.

Den Einstieg fand ich etwas holprig. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Bee erzählt. Sie hat gerade das erste Jahr College hinter sich und möchte die Sommerferien bei ihrer Familie verbringen.

Eines Abends fährt sie zu einem Wochenendhaus an die Küste um ihre alten Schulfreunde Martha, Whitley, Kipling und Cannon wiederzutreffen. Seitdem ihr gemeinsamer Freund Jim bei einem Unfall ums Leben kam, haben sie sich nicht mehr gesehen. Bee möchte endlich wissen wie Jim gestorben ist, und verdächtigt die anderen etwas darüber zu wissen. Am Ende des Abends kommt es zu einem Autounfall und damit beginnt die Zeit in der Niemalswelt.
Ich finde es schade, dass der Klappentext soviel verrät, denn die nächsten Kapitel wären bestimmt spannender und überraschender gewesen, wenn man nichts von der Niemalswelt gewusst hätte bzw. der Zeitschleife in der die Jugendlichen festsitzen.

Doch man irrt sich, wenn man glaubt, dass man weiß wie es weitergeht. Die Autorin lässt ihre Charaktere bewusst oberflächlich erscheinen, denn so kann sie sie immer wieder in eine andere Richtung schubsen. Niemand ist so wie man glaubt, selbst Bee kann immer wieder mit Überraschungen und Kehrtwenden punkten.

Leider brauchte das Buch eine Weile um mich mitzureißen. Die ersten 120 Seiten habe ich als mühsam empfunden. Die Charaktere haben sich versucht in der Niemalswelt zurecht zu finden. Jeder ist anders mit der Zeitschleife und dem "Täglich-grüßt-das-Murmeltier-Zustand" umgegangen. Das konnte ich nachvollziehen, aber ich konnte keinen Zusammenhang oder Sinn erkennen. Der ergibt sich erst viel später. Je weiter ich gelesen habe, desto spannender und fesselnder wurde es. Plötzlich mochte ich das schnelle Tempo, dass die Autorin von Anfang an vorgibt. Auch wenn dadurch wichtige Dinge (wie Jim's Tod oder das Ergebnis der Abstimmung) fast untergehen. Es fügt sich alles gekonnt ineinander und lässt einen sprachlos zurück.

Immer wenn mir manche Erlebnisse zu glatt und vorhersehbar waren, dann hat die Autorin wieder eine Bombe platzen lassen und alles geändert. Das hat mich beeindruckt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es war temporeich und fesselnd
Inhaltlich ist die Story clever und faszinierend. Es hat Spaß gemacht, durch die Zeit zu springen und die Gesetzmäßigkeiten der Niemalswelt zu entdecken. 

Bee war mir zwar durchgängig zu distanziert, auch wenn es sich am Ende erklärt, aber so ging mir ihr Schicksal leider auch nicht so nahe, wie es hätte sein können. Man merkt irgendwie, dass sie dem Leser gegenüber nicht ehrlich ist, und so war ich immer misstrauisch.

Insgesamt hat mir das Buch trotzdem gut gefallen. Es hatte einfach etwas erfrischend Neues und großen Unterhaltungswert.



Fazit:

Nach einem zähen Einstieg konnte mich das Buch mit jeder Seite mehr fesseln. Es bietet wirklich ein Feuerwerk an Überraschungen und unerwarteten Wendungen. Nichts ist wie es scheint und alle Charaktere haben ein Geheimnis, dass gelöst werden möchte. Es hat Spaß gemacht die Gesetzmäßigkeiten der Niemalswelt kennenzulernen. Die Story ist clever und erfrischend mit großem Unterhaltungswert. Von mir gibt es vier dicke Sterne.

Autorin:

36545927Marisha Pessl stammt aus Asheville, North Carolina, und lebt mittlerweile in New York. Ihr Debütroman Die alltägliche Physik des Unglücks wurde ein internationaler Bestseller, hat diverse Preise gewonnen und ist von der New York Times als eines der 10 Best Books of the Year ausgewählt worden. Niemalswelt ist ihr erstes Buch für Jugendliche und junge Erwachsene. Mehr über Marisha auf MarishaPessl.com und auf Facebook, Twitter und Instagram. (Quelle: Verlag)


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Ich danke dem Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 





Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.

Mittwoch, 10. April 2019

Rezension: Ich gehöre ihm von Angela Gilges

Titel: Ich gehöre ihm
Autorin: Angela Gilges
Seitenanzahl: 304 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14
Reihe: Nein
Preis: 9,00 EUR
ISBN: 978-3-8415-0571-2
Verlag: Oetinger

Erschienen am 01.02.2019
www.oetinger.de

Klappentext:

Caro ist eine 15-Jährige mit den klassischen Unsicherheiten der Pubertät. Und die weiß einer auszunutzen: Nick. Erst trägt er seine »Prinzessin« auf Händen, dann mitten in den Teufelskreis aus Manipulation und Abhängigkeit. Man möchte »Stop!« schreien, wenn Ich-Erzählerin Caro morgens zur Schule, nachmittags auf den Straßenstrich und abends zu den ahnungslosen Eltern geht. Wenn »Loverboy« Nick sie immer wieder um den Finger wickelt. Findet sie einen Ausweg aus dieser Situation?

Meine Meinung:

Mir ist das Buch zuerst im Buchladen aufgefallen, denn ich habe wirklich geglaubt, dass jemand auf dem Cover herumgekritzelt hat. Als es dann eine Leserunde gab, habe ich mich neugierig angeschlossen. Zwangsprostitution ist mir natürlich ein Begriff, aber von dem Begriff "Loverboys" hatte ich vorher noch nie direkt gehört. 

Unbedarft habe ich angefangen zu lesen. Ehrlich gesagt war ich skeptisch, denn das Buch ist gerade mal 300 Seiten dick und ist nach einer Filmvorlage geschrieben worden. Bisher mochte ich "Bücher zum Film" eher nicht, aber jeder verdient eine faire Chance. Außerdem habe ich den Film noch nicht gesehen, daher kann ich hier keinen direkten Vergleich ziehen. Vermisst habe nichts und die Autorin hat einen geschickten Weg gewählt, indem sie prekäre Szenen aus Caro's Ich-Erzählungen herausnimmt und sie von einem unabhängigen Erzähler berichten lässt.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite in den Bann gezogen. Die 15-jährige Caro lernt einen jungen Mann namens Nick kennen und lässt sich von ihm schnell um den Finger wickeln. Was vielleicht in anderen Büchern süß und romantisch ist, wirkt hier beklemmend. Da man weiß worauf es hinausläuft, war der Verlauf für mich nur schwer zu ertragen. Trotzallem bangt man doch die ganze Zeit, ob Caro den Schwindel erkennt und noch rechtzeitig den Absprung schafft. Das Geheimnis für einen echten Pageturner.

Nick schafft es nach kurzer Zeit Caro zur Prostitution zu überreden. Geschickt hält er die Zügel in der Hand. Caro geht weiterhin zur Schule und nachmittags anschaffen. Ein Teufelskreislauf, der umso tragischer ist, da Caro nichts unternimmt, und immer weiter isoliert wird. Die geschickte Masche der so genannten Loverboys, die junge, naive Mädchen in sich verliebt machen, um sie dann für sich anschaffen zulassen. 

Ich hätte nie gedacht, dass mich das Buch so mitnimmt. Mich hat Caro's Schicksal bis in meine Träume verfolgt und auch jetzt hallt die Geschichte immer noch nach. 

Der Schreibstil ist bildlich, einnehmend und gewaltig. Schonungslos wird über Vergewaltigung, Manipulation, Abhängigkeit und Gewalt berichtet. Ich brauchte manchmal regelrechte Lesepausen um das Geschehene zu verarbeiten. 

Caro's Familie die hilflos zusieht, weil sie gar nicht versteht, was mit ihrer Tochter und Schwester passiert. Niemand ahnt etwas oder will es nicht wahrhaben. 

Nach dem Ende des Buches war ich erschüttert und baff. Entsetzt darüber, dass es eine Geschichte stellvertretend für ganz viele "reale" Fälle ist. Es sind normale Mädchen, denen es passiert. Und es sind "normale" Männer, die diese jungen Prostituierten aufsuchen. Familienväter, die selbst eine 15-jährige Tochter haben. Deshalb finde ich es gut, dass das Buch auf dieses Thema aufmerksam macht und sensibilisiert. 
Vielleicht kann es junge Mädchen dazu bringen, Typen wie Nick zu durchschauen und seine ausgedachten Geschichten zu hinterfragen. Ich wäre total glücklich, wenn das passiert.

Also Leute, lest dieses Buch. Sprecht mit euren Töchtern oder kleinen Schwestern darüber. Macht euch stark und macht es Typen wie Nick nicht so leicht. Niemand der einen liebt, würde einen durch solch eine Hölle schicken. Das muss man sich immer sagen.

Fazit:

Ein wichtiges Buch, dass einem das Thema Loverboys und ihre Machenschaften näherbringt. Die Geschichte ist eindringlich und beklemmend und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Caro's Schicksal hat mich berührt und mich lange beschäftigt. Ich hoffe, dass es die Geschichte schafft, junge Mädchen zu sensibilisiseren und sie vor Typen wie Nick zu bewahren. Ich kann es daher nur weiterempfehlen. Eine Geschichte die man gelesen haben sollte, um sie mit seiner Tochter oder jüngeren Schwester zu besprechen. Von mir gibt es alle fünf Sterne, denn ich bin immer noch sprachlos.

Autorin:

Angela Gilges ist eine der Autorinnen des "Ich gehöre ihm" Fernsehfilms mit 4,43 Millionen Zuschauern im Ersten. 

♛♛♛♛♛


Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und lovelybooks für die tolle Leserunde.


-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 



Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.

Samstag, 30. März 2019

Rezension: Feuerschuh und Windsandale von Ursula Wölfel

Titel: Feuerschuh und Windsandale
Autorin: Ursula Wölfel
Seitenanzahl: 128 Seiten
Genre: Kinderbuch (8-10 Jahre)
Reihe: Nein
Preis: 4,99 EUR
ISBN: 978-3-551-35390-0
Verlag: Carlsen
Erschienen im Januar 2005 (Erstveröffentlichung 1961)
www.carlsen.de 

Klappentext:

Tim ist unzufrieden: Sein Name gefällt ihm nicht, er möchte nicht so pummelig sein und überhaupt will er ein ganz anderer werden. Zum Glück hat er bald Geburtstag und sein Vater hat ihm bereits ein Geschenk versprochen, das all seine Probleme lösen soll. Als der große Tag dann endlich da ist, bekommt Tim ein Zelt, nagelneue rote Schuhe und, was das Beste ist: Sein Vater nimmt sich vier Wochen Zeit für ihn, um mit ihm auf Wanderschaft zu gehen - vier Wochen! Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der Tim "Feuerschuh" und sein Vater "Windsandale" jede Menge erleben, und als sie zurückkehren, weiß Tim, dass er eigentlich alles hat, um glücklich zu sein: Eltern, die ihn lieben, die Zeit für ihn haben und ihn ernst nehmen.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist schon vor über 50 Jahren das erste Mal veröffentlicht worden, aber trotz allem sind die Themen immer noch aktuell: Ein dicker Junge, der von seinen Mitschülern ausgegrenzt wird und aus ärmlichen Verhältnissen kommt. Heute würde man wahrscheinlich von Mobbing sprechen.

Als Kind habe ich das Buch bereits mehrmal gelesen.
Zu seinem 7. Geburtstag bekommt Tim von seinen Eltern neue Schuhe und einen Rucksack geschenkt. Zuerst ist er ziemlich traurig, weil er lieber etwas zum spielen wollte, aber dann erklärt sein Vater ihm, dass sie zusammen auf Wanderschaft gehen würden. Denn Tim wollte lieber jemand anderer sein. Nicht mehr der dicke Junge ohne Freunde.

Sein Vater nennt ihn kurzerhand Tim Feuerschuh und sich selbst Windsandale und als die Ferien beginnen, ziehen die beiden los.
Tims Vater ist Schuster und sie besuchen weit entfernte Höfe, bei deren Einwohnern er den Leuten die Schuhe repariert. 
Unterwegs erzählt Tims Vater dem Jungen tolle Geschichten und sie erleben einige Abenteuer.

Am Ende kommt Tim mit neuem Selbstvertrauen nach Hause.

Die Geschichte ist mit ganz niedlichen Zeichnungen illustriert, so dass Kinder auch etwas zu entdecken haben, wenn man ihnen vorliest.

Der Schreibstil ist ganz einfach gehalten. Kurze Sätze in kurzen Kapiteln. So lässt sich das Buch ganz schnell lesen.

Fazit:

Diese Geschichte ist auch nach 50 Jahren noch aktuell. Ein Junge, der sich in seinem Körper nicht wohl fühlt und lieber jemand anderes sein möchte. Auf einer aufregenden Wandertour lernt er neues Selbstvertrauen. Ein Buch für Jung und Alt. Von mir gibt es fünf Sterne.

Autorin:

Ursula Wölfel stammte aus Duisburg-Hamborn im Ruhrgebiet. Sie studierte Germanistik in Heidelberg und arbeitete nach dem Krieg als Schulhelferin im Odenwald. Nach abgeschlossener Lehrerausbildung und Pädagogikstudium unterrichtete sie als Sonderschullehrerin in Darmstadt. Ab 1961 lebte Ursula Wölfel als freie Schriftstellerin im Odenwald. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie den 1991 erstmals verliehenen Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. Ursula Wölfel verstarb im Juli 2014. (Quelle: Verlag)

Mittwoch, 20. März 2019

Mein SUB kommt zu Wort #24 (März)

"Mein SuB kommt zu Wort"
 
Hallo Ihr Lieben,
 
heute wird es mal wieder Zeit sich dem SUB zu widmen. In den letzten drei Wochen bin ich zwar kaum zum lesen gekommen, aber SUBBI darf trotzdem seinen Senf abgeben.

Wer mehr über die Aktion erfahren möchte, kann ja mal bei Anna vorbeischauen: Klick
 
🌟 

Lieber SUB,

  • Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)
Andrea hat im letzten Monat an vier Leserunden teilgenommen, dass hat dem SUB Abbau etwas geschadet, aber sie ist immer noch sehr zurückhaltend was den Kauf von neuen Büchern angeht, daher will ich mal nicht so streng sein. Ich bin wie im letzten Monat 328 Bücher schwer.

  • Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!
3929530440057619Geschwister als Team: Ideen für eine starke Familie. Ein artgerecht-Buch
   
Andrea konnte nicht widerstehen. Als es Dream- Frei und ungezähmt im Kindle Deal gab, hat sie gleich zugeschlagen. Eine Pferdegeschichte in Neuseeland. Klingt traumhaft 
 
Froschröschen stand schon eine Weile auf Andreas Wunschliste und daher hat sie es jetzt gekauft und auch schon angefangen zu lesen. Märchenhaft, aber eben ganz anders mit dem tollen Humor der Autorin. Halo Summer ist ein echter Geheimtipp.
 
Geschwister als Team hat Andrea gekauft, weil sie auch mal einen Erziehungsratgeber lesen wollte. Doch so richtig konnte er sie bisher nicht packen oder überzeugen. Man sollte eben doch auf sein Bauchgefühl bei der Kindererziehung hören.

  • Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  Andrea hat Ein Glück für immer gerne gelesen.
Eine wundervolle Geschichte über eine junge Frau, die im Untergrund von New Orleans der 50er Jahre versucht ihr Glück und ihren Weg zu finden. Das Buch steckt voller Herzblut, Charme und überzeugt mit herausragenden Charakteren. Der einnehmende Schreibstil hat sie begeistert und sie hat jede Seite geliebt. Zur Rezi geht es hier: Klick!
 
  • Lieber SuB, der Frühling beginnt und mit ihm blüht und grünt es überall – deswegen: Hast du Bücher auf deinem Stapel, deren Cover hauptsächlich grün sind? 
Grün, grün, grün sind alle meine Kleider... äh Bücher!

24675524235941292075465322874482172103766137963255006872270439923835991299942763438830835876464Der Himmel über Appleton House 
Habt ihr Lust ein Buch für Andrea auszuwählen, dass sie bis zum 20. April lesen soll?

♛♛♛♛♛
 
Mal schauen, ob Andrea meine SUB Diät weiter durchzieht. Jetzt muss ich jedenfalls aufhören. 
Wir sehen uns.
 
Bis demnächst
Euer SUBBI
 

Donnerstag, 14. März 2019

Rezension: Die Penderwicks am Meer von Jeanne Birdsall

Titel: Die Penderwicks am Meer
Autorin: Jeanne Birdsall
Originaltitel: The Penderwicks at Point Mouette
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 10 J.
Reihe: Teil 3
Preis: 7,99 EUR
ISBN: 978-3-551-31320-1
Verlag: Carlsen
Erschienen am 22.02.2012
www.carlsen.de 

Klappentext:

Endlich ist es soweit, die Ferien haben begonnen! Skye und Jane, Batty und Hound fahren mit Tante Claire in ein winziges Häuschen direkt am Meer. Hier ist Skye die älteste Penderwick vor Ort. Doch so viel Verantwortung gepaart mit so viel Temperament, das ist nicht immer einfach. Weder für Skye selbst, die ab und zu gegen einen Baum treten muss, noch für die kleine Batty, die ihre Rettungsweste gar nicht mehr ausziehen darf. Dass es ein gänzlich unvergesslicher Sommer wird, dafür sorgen aber auch ein Klavier, neue Haarschnitte und ein verstauchter Knöchel – und nicht zuletzt der sympathische Nachbar Alec mit seinem Hund Hoover.

Meine Meinung:

Von den Penderwicks zu lesen ist wie ein schöner Urlaub. Ich habe die vier Schwestern vermisst und mich daher sehr auf den dritten Teil gefreut.

Diesmal fährt Rosalind (13 J.) getrennt von ihren Geschwistern in die Ferien. Für Skye (12 J.) ist das eine große Verantwortung, denn nun ist sie die ÄPO (=Älteste Penderwick vor Ort). Solche Regeln nehmen die vier Schwestern sehr ernst. Ihre Mutter ist vor fünf Jahren gestorben und so mussten sie früh lernen aufeinander aufzupassen.

Tante Claire nimmt die übrigen Penderwick-Schwestern mit ans Meer. Zum Glück darf im letzten Moment auch noch ihr gemeinsamer Freund Jeffrey (12 J.) mitkommen, den die Penderwicks im letzten Sommer kennengelernt haben (Band 1). Skye nimmt ihre Aufgabe als ÄPO sehr ernst, worunter besonders die 5-jährige Batty leiden muss. Denn Skye ist dummerweise ein Missgeschick mit der Liste passiert, die Rosalind ihr für Notfälle geschrieben hat, und so glaubt Skye, dass Batty vielleicht explodieren könnte.

Im Nachbarhaus wohnt ein Musikbegeisterter Mann namens Alec. Sie kommen bald ins Gespäch, als sein Hund Hoover und Tante Claire einen kleinen Unfall haben. Unfälle gibt es viele in den nächsten Tagen. Manche enden mit abgeschnittenen Haaren, obwohl da auch irgendwie ein Feuergott oder Liebeskummer dran Schuld sein könnte.

Langweilig wird der Urlaub jedenfalls nicht. Es gibt erste Küsse, Liebesgedichte, Liebeskummer, Elchbeobachtungen, Lagerfeuer mit Ritualen und Wünschen, Musik, ungeahnte Talente, einen Golfballhandel, und alte Familiengeheimnisse die gelüftet werden. 
Batty findet eine neue Freundin und Jane (11 J.) kann ihre Schreibblockade überwinden und ein neues Sabrina Starr- Buch schreiben.

Denn eins steht fest: Die Penderwicks halten zusammen. Egal was passiert. Und das macht diese Geschichte wahrscheinlich so schön. Obwohl die Erlebnisse der Schwestern auf den ersten Blick ungewöhnlich sind, wirkt die Geschichte doch normal und glaubwürdig. Die Charaktere sind einerseits skurril, aber andererseits auch total liebenswürdig. Das Buch hat eine unglaubliche Sogwirkung. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen und fühlt sich der Familie zugehörig.

Der Schreibstil ist sehr eigen und teilweise ausschweifend, aber trotzdem flüssig. Manchmal wirkt es fast etwas steif, doch das ist eben genau das Markenzeichen dieser Geschichte. Ich hatte wieder großen Spaß beim lesen und freue mich schon auf den vierten Teil.


Fazit:

Diesmal geht es für einen Teil der Penderwick Schwestern ans Meer. Eine weitere tolle Geschichte, die zum schmunzeln und mitfühlen einlädt. Ungewöhnliche Charaktere und Erlebnisse verwandeln das Buch mit einer dicken Portion Herzlichkeit in eine fesselnde Lektüre. Ich hatte wieder ein paar schöne Lesestunden. Von mir gibt es alle fünf Sterne. Wer die anderen Bücher mochte, kann nichts verkehrt machen.

Reihe:

2874928132802281659005226047677

 

1) Die Penderwicks (Link zu meiner Rezi:--> Klick!) 
2) Die Penderwicks zu Hause (Links zu meiner Rezi: --> Klick!) 
3) Die Penderwicks am Meer
4) Neues von den Penderwicks
5) Die Penderwicks im Glück erscheint am 31.05.2019
 

Autorin:

9252036Jeanne Birdsall, in den Fünfzigerjahren aufgewachsen in einem Vorort von Philadelphia, wollte bereits als 10-Jährige Kinderbücher schreiben. Doch erst im Alter von 42 begann sie ihre schriftstellerische Laufbahn. Ihr Debütroman »Die Penderwicks« erhielt bereits kurz nach seinem Erscheinen zahlreiche Auszeichnungen. Die Autorin lebt heute in Northampton, Massachusetts. (Quelle: Verlag)
 
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