Mittwoch, 12. November 2014

Rezension: Liebe und andere Projekte von Henrike Curdt

Titel: Liebe und andere Projekte
Autorin: Henrike Curdt
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Reihe: Nein
Preis: 12,95 EUR
Verlag: Ueberreuter Verlag
Erschienen am 10.03.2014
www.ueberreuter.de 



Klappentext:

Keine Frage, irgendwann wird Illy groß rauskommen. Auch wenn die bisherige Bilanz ihrer schrägen Ideen eher ernüchternd ausfällt. Mit ihrem Horror-Kasperletheater ist sie ebenso baden gegangen wie mit ihrer "Ugly Escort" Partybegleitagentur oder ihrem Alibi-Service. Aber hetzt hat Illy eine todsichere Erfolgsidee: Mold, ein Computerspiel um einen größenwahnsinnigen Schimmelpilz, der nach der Weltherrschaft strebt. Mit dem verkappten Künstlergenie Neo und dem nerdigen Informatikstudenten Geier an ihrer Seite, denkt Illy, für alle Schwierigkeiten gewappnet zu sein. Aber dann passiert die Sache mit dem Schokopudding und plötzlich fahren ihre Gefühle Achterbahn...

Meine Meinung:

Ich habe mir unter diesem Buch etwas anderes vorgestellt, wurde aber dennoch positiv überrascht.

Die Geschichte wird in Erzählform geschildert. Es geht um die 17-jährige Illy, die laut ihrer Familie bisher nichts auf die Reihe bekommen hat. Schule abgebrochen, keinen Plan für die Zukunft usw. 
Als sie ihren Freund zum Geburtstag überraschen möchte, muss sie feststellen, dass er sie gar nicht vermisst, sondern sich mit anderen Mädels vergnügt. Das passt Illy gar nicht in den Kram, denn schließlich braucht sie Neo für die Umsetzung ihrer neusten Idee. Mold, ein Schimmelpilz, der als Adventure den Computerspielemarkt erobern soll. 
Illy quartiert sich kurzerhand in der WG von Neo und seinem Mitbewohner Geier ein um ihrer Schwester endlich zu beweisen, dass sie es im Leben doch zu etwas bringen kann.

Obwohl die Geschichte viele lustige Elemente hat, ist sie doch viel ernster, als ich gedacht habe. Illy hat keine Person in ihrem Leben die zu ihr steht oder sie wirklich unterstützt. Als sie auch noch ihr Freund hängen lässt, weiß sie sich nicht anders zu helfen, als trotzdem in seiner Nähe zu bleiben. Neo's Weibergeschichten sind nicht ohne und haben mich anstelle von Illy persönlich verletzt.
Leider bleibt Illy mir durch den Erzählstil etwas fremd, was vielleicht auch an der "dicke" des Buches liegt. Die Seiten fliegen nur so dahin und an manchen Stellen mangelt es etwas an Tiefe.
Trotzdem ist die Story interessant und mit überraschenden Wendungen. Es ist etwas komplett Neues, was ich so noch nie vorher gelesen habe.
Geier, Neo und Illy sind alle interessante Personen, die für mich bis zum Ende undurchschaubar und dadurch spannend bleiben.

Der Schreibstil ist flüssig und man kann die Seiten einfach weglesen. Ich bin durch das tolle Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Es ist in meinen Augen wirklich gelungen.    


Fazit:

Eine interessante Geschichte um ein Mädchen, dass versucht mit einem Computerspiel anderen zu beweisen, dass man es im Leben zu etwas bringen kann. Daneben geht es um Freundschaften und den steinigen Weg des Erwachsenwerdens. Leider bleibt es an manchen stellen etwas oberflächlich. Trotzdem wirklich lesenswert. Vier dicke Sterne.



Autorin: 

Henrike Curdt, Jahrgang 1970, wollte eigentlich schon immer Schriftstellerin werden. Zunächst absolvierte sie jedoch eine Bankausbildung und ein Wirtschaftsstudium und setzte eine PR-bezogene Promotion obendrauf. Das literarische Schreiben hat sie indessen nie losgelassen, so dass sie heute nicht nur als Leiterin der Kommunikationsabteilung in einer Bank, als selbstständige PR-Beraterin und als freie Redakteurin in einem Entwicklerstudio für Computerspiele arbeitet, sondern auch als freie Schriftstellerin. Ihr Alltag überrascht sie immer wieder und liefert täglich neue Ideen für ihre Geschichten. Sie lebt mit Mann und zwei Söhnen in Nordrhein-Westfalen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über Deine Meinung.