Samstag, 28. Februar 2015

Rezension: Wie Blut so rot von Marissa Meyer (ohne Spoiler)

Titel: Wie Blut so rot                
Autorin: Marissa Meyer
Originaltitel: Scarlet
Seitenanzahl: 432 Seiten
Genre: Sciene Fiction
Reihe: Teil 2 von 4
Preis: 13,99 EUR (als E-Book)
Verlag: Carlsen
Erschienen am 24.01.2014
www.carlsen.de 


Klappentext:

Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt.
Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

Meine spoilerfreie Meinung:

Nachdem mich "Wie Monde so silbern" gefesselt hatte, musste ich gleich weiterlesen.

"Wie Blut so rot" startet 24 Stunden nach dem Ende von Band 1. Der Schauplatz wurde zu Scarlet nach Frankreich verlagert. Ihre Großmutter wird vermisst, allerdings scheint das niemanden außer ihr zu interessieren. Alle denken, dass die alte verrückte Dame einfach abgehauen ist.

Mit Scarlet hat Marissa Meyer eine neue starke Protagonistin erschaffen. Sie ist wirklich taff und sagt immer was sie denkt. Durch ihre hitzige Art gerät sie öfter in brenzlige Situationen, was sie jedoch nicht davon abhält das Richtige zu tun.
Als Wolf in ihr Leben tritt, weiß sie nicht ob er Freund oder Feind ist. Um ihre Großmutter zu finden, muss sich Scarlet zwangsläufig mit ihm auseinandersetzen.

Auch wenn die Geschichte größtenteils aus der Sicht von Scarlet erzählt wird, erfahren wir auch wie es mit Cinder und Kai in Neu-Peking weitergeht. 
Cinder versucht die ganzen neuen Erkenntnisse um ihre Person zu verarbeiten. Gleichzeitig muss sie sich aus ihrer brenzligen Situation befreien, nachdem der Ball für sie nicht gerade friedlich zu Ende gegangen ist. An ihre Seite wird der junge und eitle Thorne gestellt. Zufälligerweise ist er Kapitän und hat ein Raumschiff. 
Cinder ist viel härter und abgebrühter als im ersten Teil, aber das ist nach den ganzen Umständen auf jeden Fall glaubhaft.

Mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt sagen. Jeder sollte sich selbst von dieser tollen Geschichte fesseln lassen.
Die Autorin hat es geschafft sich noch einmal zu steigern. "Wie Blut so rot" ist spannungsgeladener und auch blutiger als Band 1.
Mir hat die Atmosphäre zu Beginn in Frankreich richtig gut gefallen. Die ländlichen Szenen waren eine interessante Abwechslung zu der Großstadt Neu-Pekings.

Das Buch ist wieder in vier Teile aufgeteilt, wobei das Märchen "Rotkäppchen" nur an wenigen Punkten wieder zu erkennen ist. Der Großteil der Handlung ist erneut frei erfunden. Es gibt zwar eine Großmutter und einen "bösen" Wolf, aber alles andere hat Frau Meyer wieder märchenhaft und futuristisch gestaltet.
Die Geschichte ist von Anfang an spannend und es gibt kleine Rückblicke, so dass man noch einmal erfährt, was in Band 1 passiert ist.

Der Schreibstil ist ziemlich genial und sehr bildlich. Es gibt diesmal einige spritzige Dialoge und so fliegen die Seiten nur so dahin.

Am Ende verflechten sich die Handlungsstränge zwischen Cinder und Scarlet und es bleibt einem nichts anderes übrig, als gleich den dritten Teil hinterher zu lesen. 


Fazit:


Auch in diesem Buch hat die Autorin wieder eine wundervolle Geschichte geschrieben, die spannend und blutiger ist, als ihr Vorgänger. Scarlet ist eine tolle Protagonistin und auch über Cinder erfährt man einiges mehr. Ich bin auf den dritten Teil gespannt, denn besser geht es fast gar nicht. Dafür gibt es alle fünf Sterne.

Reihe:

0,1 - Das mechanische Mädchen 
1 - Wie Monde so silbern 
1,5 - Die Armee der Königin 
2 - Wie Blut so rot 

3 - Wie Sterne so golden  

4 - Winter (Herbst 2015) 

Autorin:

Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin.

Kurzrezension: Die Armee der Königin von Marissa Meyer

Titel: Die Armee der Königin
Autorin: Marissa Meyer
Originaltitel: The Queen's Army
Seitenanzahl: 38 Seiten
Genre: Sciene Fiction
Reihe: Teil 1,5 von 4
Preis: 0,99 EUR
Verlag: Carlsen
Erschienen am 24.01.2014
www.carlsen.de 

Klappentext:

Unbemerkt von den Menschen erschafft die Königin von Luna eine schlagkräftige Armee. Die Kämpfer: von Thaumaturgen erschaffene Mischwesen, teils Wolf, teils Mensch. Doch einer von ihnen will sich der Rangordnung im Rudel nicht unterwerfen: Ze'ev Kesley kämpft sich an die Spitze, wird zu Alpha - und gibt sich schließlich bei seinem Einsatz auf der Erde einen neuen Namen: Wolf. Ein Spin-Off zum zweiten Band der Luna-Chroniken, "Wie Blut so rot".

Meine Meinung:

Was schon gut bei Das mechanische Mädchen und Wie Monde so silbern funktioniert hat, klappt genauso gut bei "Die Armee der Königin" und "Wie Blut so rot".

Einer der Hauptcharakter des nächsten Buches wird in dieser kurzen Geschichte vorgestellt, so dass man etwas über die Umstände seiner Erschaffung und die Hintergründe erfährt.

Wer den ersten Teil der Reihe gelesen hat, weiß das die Königin von Luna eine Armee aufgestellt hat. Durch diese Geschichte erfährt man etwas über die genauen Abläufe und eine wage Vorstellung was geplant wird. Allerdings wird auch nichts wichtiges verraten. Es reicht um neugierig auf das nächste Buch zu werden.

Als ich mit "Wie Blut so rot" angefangen habe, wusste ich gleich mehr über den mysteriösen Straßenkämpfer mit Namen Wolf.

Die Geschichte ist wirklich kurz, auch wenn es noch eine Leseprobe von "Delirium" dazu gibt, aber für o,99 Cent gerade noch akzeptabel.

 

Fazit:


Die Geschichte verrät gerade so viel, dass man neugierig auf "Wie Blut so rot" wird ohne gespoilert zu werden. Man erfährt wie Wolf zu der Person geworden ist, die er jetzt ist. Für den Preis gerade noch akzeptabel. Allerdings nur für Fans der Reihe geeignet. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.


Reihe:



1,5 - Die Armee der Königin

2 - Wie Blut so rot 
3 - Wie Sterne so golden  
4 - Winter (Herbst 2015) 

Autorin:

Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin.

Freitag, 27. Februar 2015

Rezension: Der Anfang von Danach von Jennifer Castle

Titel: Der Anfang von Danach
Autorin: Jennifer Castle
Originaltitel: The Beginning of After
Seitenanzahl: 416 Seiten
Genre: Jugendbuch
Reihe: Nein
Preis: 18,90 EUR
Verlag: Carlsen
Erschienen am 21.02.2014
www.carlsen.de

Klappentext:

Als eines Abends ein Polizist bei Laurel vor der Tür steht, wird ihr Leben von einem Moment auf den anderen in zwei Teile gerissen: das Davor und das Danach. Denn ihre Familie wird von der kurzen Fahrt zur Eisdiele nie mehr zurückkehren, sie ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Mit im Auto saßen auch die Eltern von David, nur er blieb wie Laurel verschont. Die beiden versuchen auf ganz verschiedene Weise, zurück ins Leben zu finden. Laurel sieht sich in ihrer Trauer und Verzweiflung mit ganz banalen Problemen konfrontiert: Was tun mit den Jacken ihrer Eltern, die noch im Flur hängen? Was soll sie mit dem plötzlichen Interesse ihrer Mitschüler an der „Überlebenden“ anfangen? Und soll sie trotz allem zum Abschlussball gehen und versuchen, Spaß zu haben? Langsam, ganz langsam, findet Laurel ihren Weg und lernt dabei auch den unnahbaren David immer besser kennen.

Meine Meinung:

Die Rezension zu diesem Buch fällt mir richtig schwer, denn es ist weder herausragend gut, noch wirklich schlecht.

Ich habe nach der Inhaltsangabe eine Geschichte mit großen Emotionen erwartet, Trauer die einen berührt und bewegt, ein Schicksal, dass einen zu Tränen rührt, aber davon ist leider nichts eingetreten.

Ziemlich nüchtern erfahren wir als Leser was Laurels Familie zustößt. Sie nimmt die Situation ziemlich abgeklärt hin. Die Beerdigung, der erste Schultag danach, alles fliegt so schnell vorbei, da die Autorin auf jeder Seite einen Szenenwechsel einbaut. So kann man sich gar nicht auf die Situation einstellen. Bevor etwas passiert ist, ist es schon wieder vorbei.
Nach 100 Seiten konnte ich mich etwas mit Laurel anfreunden, auch wenn mir ihre Motive und Handlungen weiter fremd blieben. Ich bin einfach nicht schlau aus der Geschichte geworden.
Es passte einfach nichts zusammen. Ich kann das gar nicht erklären, es ist einfach ein Gefühl.

Laurel schildert die Geschichte aus ihrer Sicht. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Mich haben die vielen Szenenwechsel genervt und das ständige verrennen in Nebensächlichkeiten. 

Es passiert einfach nichts Besonderes (von dem Verlust der Familie mal abgesehen). Das ganze Buch wartet man auf den großen GAU, aber er kommt nicht. Dadurch wirkt die Geschichte aber auch wieder authentisch, denn auch in unserem Leben passiert ja nicht immer etwas Herausragendes.

Ich hätte mir mehr Emotionen gewünscht. Das erwartet man einfach bei der Inhaltsangabe und dem tollen Cover. Natürlich ist es schön, wie Laurel versucht ihr Leben zu leben und mit der Situation fertig zu werden. Ganz anders als David, der vor allem davonrennt. Aber so wirkte es einfach zu unglaubwürdig. 
Einerseits wollte sie wieder von ihren Mitschülern "normal" angesehen werden und keine Sonderbehandlung, aber wenn sie fremde Menschen dann "normal" behandelt haben, hat sie wieder die Sonderbehandlung gewünscht. Das war mir alles zu suspekt.

Genau wie ihre Gefühle für Joe und David. Als Leser wurde mir nicht klar, was sie fühlt und möchte. Keine Ahnung, ob das die Autorin so gewollt hat oder ob es ihr einfach nicht gelungen ist, sich besser auszudrücken. So wirkte Laurel die meiste Zeit gefühlskalt und abgestumpft.

Auch das Ende sehe ich etwas zwiegespalten, denn die Autorin hat es sich in meinen Augen zu einfach gemacht. Alles was sich die ganze Zeit im Buch hätte entwickeln sollen, was aber nicht passiert ist, wird dann man schnell im Epilog abgehandelt. Das finde ich etwas schwach.

Ich finde es sehr schade, denn die Geschichte hätte wirklich Potenzial gehabt, aber so verpufft das Buch einfach im Bücherhimmel und ich denke nicht, dass es mir lange im Gedächtnis bleibt.


Fazit:

Wenn man sich bewusst macht, dass es in diesem Buch einfach darum geht, wie ein Mädchen und ein Junge nach dem Verlust ihrer Familie versuchen weiterzumachen, und es einfach nur um die Bewältigung des Alltags ohne große Höhepunkte geht, dann ist man bei diesem Buch richtig. Wer weinen und großen Emotionen möchte, der sollte lieber die Finger von der Geschichte lassen. Von mir gibt es drei neutrale Sterne.


Autorin:

Jennifer Castle studierte Englische Literatur und Kreatives Schreiben an der Brown University; danach arbeitete sie als Werbetexterin und Drehbuchschreiberin und entwickelte Webseiten für Kinder. „Der Anfang von Danach“ ist ihr erstes Buch. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Katzen im Hudson Valley, New York.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Rezension: Plötzlich Amor! von Stefanie Diem

Titel: Plötzlich Amor!
Autorin: Stefanie Diem
Seitenanzahl: 201 Seiten
Genre: Romantic Fantasy
Reihe: Nein
Preis: 3,99 EUR
Verlag: Impress
Erschienen am 13.02.2014
www.carlsen.de 

Klappentext:

Von der Liebe hält die siebzehnjährige Valerie wirklich gar nichts, seit sie vor kurzem – und absolut grundlos! – von ihrem Freund abserviert wurde und ihn auch noch in den Armen einer anderen sieht. Doch dann läuft ihr ausgerechnet am Valentinstag der Liebesengel Amor persönlich über den Weg und bietet ihr seine zweiwöchige Urlaubsvertretung an. Die einzige Bedingung ist: Sie muss einen kühlen Kopf bewahren und darf sich nicht selbst verlieben. Na, das sollte ja mal wirklich gar kein Problem sein, denkt sich Valerie. Doch das Spiel mit dem Pfeil und Bogen stellt sich schnell als gar nicht so leicht heraus – und das Ding mit dem Sich-nicht-Verlieben als das Schwierigste von allem … 


Meine Meinung:

Die Grundidee des Buches hat mich sofort angesprochen. Während des Lesens habe ich aber gemerkt, dass ich mir durch die Klappentext etwas anderes vorgestellt habe.

Es geht um Valerie, die durch Zufall vom Liebesengel Valentin verpflichtet wird, in seinem Urlaub für die Liebe zu sorgen. Mit Pfeil und Bogen macht sich das Mädchen an die Arbeit.
Ich habe mir ausgemalt, dass Valerie Probleme mit den "Liebenen" bekommen würde, aber darum geht es gar nicht. Das Buch entwickelt sich zu einem Katz- und Mausspiel, da Valerie als Sterbliche in das Visier der Bösen gerät und ihr jemand die Macht als "Liebesengel" nehmen möchte.

Der Schreibstil ist sehr einfach und das ganze Buch nicht sehr anspruchsvoll. Es ist einfach eine Geschichte die man nebenbei lesen kann und die keine tiefe Entwicklung hat. Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen, aber dann nahmen die Logikfehler überhand und ich konnte sie auch nicht mehr ignorieren, weil es immer unglaubwürdiger wurde, als wäre der Autorin irgendwann die Ideen ausgegangen.

Valerie erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Sie ist in der Liebe ziemlich flatterhaft und ihre plötzliche Liebe zu Valentin war nicht sehr glaubwürdig. 
Warum Valentin sich zu ihr hingezogen fühlt, klärt sich dann auf, aber auch das konnte mich dann nicht mehr mitreißen.

Mir ist bewusst, dass eine Geschichte mit Engeln und Geistern nicht realistisch ist, aber trotzdem sollte der Plot logisch und/oder spannend und überraschend sein. Das ist hier nur bedingt der Fall und ich weiß nicht, ob es nur an meinen falschen Vorstellungen lag.
 

Fazit:

Die Grundidee des Buches hat mich angesprochen, leider konnte mich die Umsetzung nicht richtig überzeugen. Ich habe mir einfach etwas anderes vorgestellt. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die man nicht hinterfragen darf, da nicht alles logisch ist. Von mir gibt es drei knappe Sterne. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Autorin:

Stefanie Diem lebt und arbeitet im ländlichen Allgäu. Schon als kleines Kind verfügte sie über eine lebhafte Fantasie und dachte sich die tollsten Geschichten aus, die sie, sobald sie schreiben konnte, endlich auch zu Papier brachte. Das Schreiben hat sie seither nicht mehr losgelassen und zählt neben dem Lesen zu ihren größten Leidenschaften. Mit ihrem Debütroman "Plötzlich Amor" gewann Sie den CarlsenImpress-Autorenwettbewerb mit dem romantischsten Valentinstagsroman!

Weitere Informationen: www.stefanie-diem.de 

(Quelle: Amazon)

Top Ten Thursday #30 (Wetter)

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um: 
10 Bücher, in denen dir die Wetter- oder Umgebungsbeschreibungen besonders aufgefallen sind  


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  1. Morgan Matson - Amy on the summer road (man kann die Route bildlich vor Augen sehen)
  2. Siebern, Hannah - Barfuß im Regen
  3. Leuze, Julie - Der Geschmack von Sommerregen
  4. McDonald, Abby - Mein perfekter Sommer
  5. Manzetti, Katarina - Mein Leben als Pinguin (lese ich gerade, tolle Beschreibungen der Antarktis)
  6. Morgan, Sarah - Winterzauber wider Willen
  7. Philbin, Joanna - Strawberry Summer
  8. Williams, Michael - Der Tag der Krokodile  
  9. Evans, Nicholas - Der Pferdeflüsterer (sehr bildgewaltiger Schreibstil)
  10. Noël, Alyson - Hibiskussommer
     
 
Nächste Woche geht es um das Thema:
10 Rezensionen, die deiner Meinung nach mehr Beachtung finden sollten
(unabhängig davon, ob es die eigene ist)
 

Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension: Wie Monde so silbern von Marissa Meyer

Titel: Wie Monde so silbern
Autorin: Marissa Meyer
Originaltitel: Cinder
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: ScieneFiction
Reihe: Teil 1 von 4
Preis: 18,90 EUR
Verlag: Carlsen
Erschienen am 20.12.2013
www.carlsen.de


Klappentext:

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Meine spoilerfreie Meinung:

Für die Rezension habe ich mir etwas Zeit gelassen, da ich die ganzen Eindrücke aus dem Buch erstmal ordnen musste.

Vor dem Lesen hatte ich so meine Bedenken, ob mir die Mischung aus ScieneFiction und Märchen gefallen würde. Nach der Vorgeschichte Das mechanische Mädchen wollte ich aber unbedingt mehr erfahren.

Mit dem ursprünglichen Märchen "Aschenputtel" hat die Geschichte im Prinzip nicht viel zu tun. Ja es gibt einen Prinz, einen Ball und eine böse Stiefmutter, aber alle anderen Sachen sind zum Glück völlig frei gestaltet.
Cinder lebt als Cyborg bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Töchtern. Als Mündel hat sie nicht viel zu lachen und muss den Lebensunterhalt als Mechanikerin bestreiten. Ihre beste Freundin ist die Androidin Iko, die mir wirklich gut gefallen hat, da sie eine komplexe Persönlichkeit hat.

Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Erde ist in verschiedene Staaten aufgeteilt, die nach dem vierten Weltkrieg friedlich zusammenleben. Es gibt jedoch zwei große Bedrohungen. Zum einen greift die Blaue Pest um sich, an der immer mehr Menschen erkranken und zum anderen, droht die Königin von Luna (dem Mondvolk) mit Krieg.

Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt und die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Cinder erzählt. Jedoch erfahren wir auch einiges über Prinz Kai und die Friedensverhandlungen mit Luna.
Cinder gerät durch Zufall zwischen die Fronten und lernt Kai näher kennen. Zwar kam es für mich etwas überraschend, dass sich Kai so für Cinder interessierte und ihr gleich vertraute, aber das habe ich so hingenommen.

Der Schreibstil ist sehr angenehn. Da sich die Geschichte nur grob am Märchen orientiert, ist es ziemlich spannend. Es gibt immer wieder Überraschungen und neue Aspekte, die man sich so gar nicht vorgestellt hätte.
Für meinen Geschmack hat sich der zweite Buchteil etwas in die Länge gezogen. Es fühlte sich alles wir Vorgeplänkel an. Dann hat die Story aber endlich an Fahrt aufgenommen und ich konnte nur noch atemlos umblättern. 

Mir hat gut gefallen, was die Autorin aus der Geschichte gemacht hat. Die Charaktere sind gelungen und überall gibt es Geheimnisse und unerwarte Wendungen.
Es sollte einem jedoch bewusst sein, dass es der erste Band einer Reihe ist und somit einige Dinge ungeklärt bzw. offen bleiben. Zum Glück ist der nächste Teil schon erschienen.



Fazit:

Eine Geschichte wie ein Märchen und irgendwie doch nicht. Vorhersehbar und dann wieder nicht. Das Buch bietet neue Ideen und viele überraschende Wendungen. Eine Mischung aus Star Wars und Aschenputtel, altmodisch und futuristisch. Mir hat es gut gefallen. Definitiv ein gelungener Reihenauftakt, der sich gern noch steigern lässt.

Reihe:

1 - Wie Monde so silbern
1,5 - Die Armee der Königin
2 - Wie Blut so rot

3 - Wie Sterne so golden

4 - Winter (Herbst 2015) 

Autorin:

Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin.

Dienstag, 24. Februar 2015

Rezension: Hundert Jahre ungeküsst von Gabriella Engelmann

Titel: Hundert Jahr ungeküsst
Autorin: Gabriella Engelmann
Seitenanzahl: 280 Seiten
Genre: Jugendbuch
Reihe: Teil 2 von 5 (jedoch einzeln lesbar)
Preis: 9,99 EUR
Verlag: Arena
Erschienen im Februar 2011
www.arena-verlag.de 

Klappentext:

Rosalie ist glücklich: Gerade ist sie von zu Hause ausgezogen, hat ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau angefangen und sich verliebt. Das Problem: Auf Rosalie lastet ein Fluch und ihr siebzehnter Geburtstag soll in einer Katastrophe enden. Kein Grund zur Panik, denkt Rosalie, denn sie glaubt nicht an Märchen - zumindest bis zur Nacht vor ihrem Geburtstag, als sie das verbotene Turmzimmer des Schlosshotels betritt.

Meine Meinung:

Ich habe schon so viel Gutes über die Märchen Reihe von Gabriella Engelmann gehört, dass ich endlich auch mal ein Buch davon lesen wollte.

Ich war gespannt, wie die Autorin das Märchen "Dornröschen" in die heutige Zeit bringen wollte. Leider bin ich nach dem Lesen sehr ernüchtert, denn das Buch hat mich doch sehr enttäuscht.

Aus Dornröschen wurde Rosalie Dorn. Das Schloß ist ein Hotel, indem die 16-jährige ihre Ausbildung als Hotelkauffrau beginnt. Der Prinz ist der Sohn des Hotelbesitzers und trägt den Titel nur noch als Nachnamen (René Prinz). Soweit ist noch alles in Ordnung.

Die Geschichte beginnt mit der Verfluchung auf der Babyparty nach Rosalies Geburt. Das die Darstellung etwas übertrieben ist, damit konnte ich noch leben. (Theoretisch hätte man die "böse Fee"/Freundin der Mutter wohl eher mit Zwangsjacke in die geschlossene Abteilung eingeliefert). 

Die Geschichte geht weiter im Jahr 2011. Abwechselnd wird aus der Sicht von Rosalie und René erzählt. Dabei ist Rosalies Erzählung sehr naiv und blumig. Sie freut sich, endlich alleine zu wohnen, um der überfürsorglichen Mutter zu entgehen.
René's Darstellung hat mir aber gar nicht gefallen. Seine Ausdrucksweise sollte wohl jugendlich "hipp" sein, aber mit den Begriffen wie "spuky", "freaky", "Bullshit" usw. wirkte das ganze total daneben. Außerdem war seine Entwicklung vom "Frauenaufreißer" zum verliebten Traumtyp total unglaubwürdig.
Das ewige Hin-und Her zwischen Rosalie und René war dann eher nervig, als romantisch. Die eingebaute Geistergeschichte war auch mehr als unlogisch, aber Rosalie brauchte schließlich einen Grund um ins Turmzimmer zu gehen um dort 100 Jahre lang zu schlafen. Das Ende habe ich dann mal so hingenommen, denn es blieb der Autorin keine andere Wahl.

Keine Ahnung, aber mich konnte die Geschichte nicht überzeugen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Prinzip mit anderen Märchen funktioniert, aber "Hundert Jahre ungeküsst" halte ich für nicht gelungen.

Zu Beginn des Buches gibt es ein Personenregister. Das ist vom Prinzip auch eine nette Idee, aber leider spoilert es und/oder berichtet nur über unwichige Dinge, die im Buch gar keine Rolle spielen. Am Ende des Buches wäre die Auflistung besser aufgehoben.

Die Unterhaltungen von Rosalie und René waren mir leider zu platt und flach, so dass ich vergeblich auf den Sinn gewartet habe. Auch Melli und Rocco's Liebesgeschichte als beste Freunde war nicht sehr glaubwürdig. Von den ganzen Unfällen die Rosalie zustoßen mal ganz abgesehen.

Der Schreibstil ist angenehm, aber sehr seicht. Der Versuch jugendlich "rüber" zu kommen, wirkt in meinen Augen sehr gestellt. Gut gefallen hat mir dagegen als Handlungsort Hamburg, da man zwischen den Zeilen viel von der Stadt mitbekommt.

Irgendwann würde ich nochmal ein anderes Buch der Reihe lesen, denn ich kann mir vorstellen, dass man Aschenputtel besser in die heutige Zeit versetzen kann. 

Fazit:

Leider konnte mich die Story um Rosalie als modernes "Dornröschen" nicht begeistern. Für mich muss nicht immer alles logisch sein, aber hier war es dann doch zu viel des Unglaubwürdigen. Außerdem waren mir die Unterhaltungen und Entwicklungen der Personen einfach zu flach. 
Ich kann mir vorstellen, dass andere Bücher dieser Reihe besser gelungen sind. Von mir gibt es daher nur zwei Sternchen.

Reihe: 

  1. Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid
  2. Hundert Jahre ungeküsst
  3. Cinderella Undercover
  4. Küss den Wolf
  5. Goldmarie auf Wolke 7

Autorin:

Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder - und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann veröffentlicht ebenfalls unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.

Gemeinsam Lesen #37 (Der Anfang von Danach)

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Dieses ist eine Gemeinschaftsaktion von


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?  
Ich lese "Der Anfang von Danach " von Jennifer Castle und bin auf Seite 73.



Inhaltsangabe:
Als eines Abends ein Polizist bei Laurel vor der Tür steht, wird ihr Leben von einem Moment auf den anderen in zwei Teile gerissen: das Davor und das Danach. Denn ihre Familie wird von der kurzen Fahrt zur Eisdiele nie mehr zurückkehren, sie ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Mit im Auto saßen auch die Eltern von David, nur er blieb wie Laurel verschont. Die beiden versuchen auf ganz verschiedene Weise, zurück ins Leben zu finden. Laurel sieht sich in ihrer Trauer und Verzweiflung mit ganz banalen Problemen konfrontiert: Was tun mit den Jacken ihrer Eltern, die noch im Flur hängen? Was soll sie mit dem plötzlichen Interesse ihrer Mitschüler an der „Überlebenden“ anfangen? Und soll sie trotz allem zum Abschlussball gehen und versuchen, Spaß zu haben? Langsam, ganz langsam, findet Laurel ihren Weg und lernt dabei auch den unnahbaren David immer besser kennen.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Wenn ich daran rieche, dachte ich, wird er nach ihm riechen oder einfach nur ekelhaft?


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!
Der Klappentext verspricht ein trauriges Buch, und obwohl die Eltern bereits gestorben sind, hat es die Autorin noch nicht geschafft mich mit der Geschichte emotional zu berühren. Das finde ich etwas schade. Trotzdem bin ich gespannt wie es weitergeht und hoffe, dass Laurel die schwere Zeit gut schafft.

4. Mit wem (ausser im Netz) tauscht ihr euch noch über eure Leseleidenschaft aus? Habt ihr gleichgesinnte Feunde im Familien- oder Bekanntenkreis?
Da mein Lesegeschmack etwas untypisch ist, finde ich kaum Gleichgesinnte in meinem Bekanntenkreis, mit denen ich mich über Bücher austauschen kann. Aber ich frage immer was jeder gerade liest und bin daran auch wirklich interessiert. So konnte ich schon ein paar Geheimtipps aufschnappen.

Montag, 23. Februar 2015

Rezension: Liebe zu verschenken von Monica McInerney

Titel: Liebe zu verschenken
Autorin: Monica McInerney
Originaltitel: Odd One Out
Seitenanzahl: 192 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: ab 3,99 EUR
Verlag: Goldmann
Erschienen am 12.10.2009
www.goldmann-verlag.de 

Klappentext:

Sylvie hat eine illustre Familie: Ihre Mutter ist Künstlerin, ihr Vater Poet, ihre Schwestern und ihr Bruder sind Designer. Nur Sylvie wurde nicht von der Muse geküsst und arbeitet als »Mädchen für alles« im Atelier ihrer Schwestern. Ein Tapetenwechsel muss her. Also lässt Sylvie alles stehen und liegen und besucht ihren Bruder in Melbourne, der ein ausgefallenes Kontrastprogramm für sie zusammengestellt hat. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis Sylvie einen außergewöhnlichen Mann kennenlernt …

Meine Meinung:

Wenn man das Buch mit "Das Haus am Hyde Park" vergleicht, dann ist es richtig schlecht. Aber als Erstlingswerk kann man es vielleicht verzeihen.

Es geht um Sylvie, die auf der Hochzeit ihrer Schwester, von ihrem Bruder überredet wird, zu ihm nach Melbourne zu kommen, um ihrer Familie zu entkommen. In Sebastians Augen wird Sylvie von allen nur ausgenutzt.
In Melbourne warten verschiedene Aufgaben auf Sylvie, die Sebastian sich für sie ausgedacht hat. Wie in Kindertagen wird sie auf eine Schatzsuche geschickt und soll Mutproben bestehen.

Die Grundidee des Buches ist wirklich gut. Leider ist die Umsetzung mehr schlecht als recht. Es wirkt, als wäre das Buch nur eine erste Abschrift, eine Idee, die irgendwann mal ein fertiges Buch werden soll. Viele Dinge ergeben gar keinen Sinn. Alles wirkt irgendwie unfertig und die Dialoge ziemlich platt. Manche Witze sind sogar regelrecht albern.

Leider fehlt dem Buch komplett die Entwicklung. Sylvie macht zwar alles was ihr Bruder ihr aufträgt, aber das alles passiert so schnell, dass es unglaubwürdig ist. Auch wenn es ein paar unerwartete Wendungen gibt, konnte mich die Geschichte nicht für sich einnehmen. Der einzige Vorteil ist die große Schrift und die 192 Seiten.

Außerdem hat mir Großtante Mill gefallen. Sie ist etwas verrückt, aber hat das Herz am rechten Fleck und steht Sylvie als Einzige mit ihren Haushaltstipps zur Seite.
Daher finde ich das Ende sehr gelungen, denn es ist doch ein kleines Happy End.

Der Schreibstil ist in Ordnung, aber alle Szenen sind insgesamt zu kurz, so dass man keine Beziehung zu den Personen aufbauen kann. Das ganze Buch ist im Prinzip nur eine nette kleine Kurzgeschichte für zwischendurch. Ich bin froh, dass die Autorin sich in ihren anderen Büchern gesteigert hat. Dieses Buch kann man sich sparen.


Fazit:

Das Buch ist eine nette Kurzgeschichte, die insgesamt unfertig wirkt. Die Grundidee ist gut, die Umsetzung schlecht. Auch wenn man den schönen Schreibstil der Autorin erahnen kann, sollte man lieber die anderen Bücher von ihr lesen. Dieses Buch kann man sich getrost schenken. Zwei gnädige Sterne.

Weitere Bücher:

McInerney, Monica - Das Haus am Hyde Park

Autorin:

Monica McInerney ist mit ihren sechs Geschwistern in Clare Valley in Australien aufgewachsen. Ihre Romane stehen sowohl dort als auch in ihrer neuen Heimat Irland immer wieder auf den Bestsellerlisten. Für »Die Töchter der Familie Faraday« wurde ihr in Australien die Auszeichnung »General Fiction Book of the Year« verliehen, und auch für »Die Frauen von Clare Valley« und »Das Haus am Hyde Park« war sie wieder nominiert. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann in Dublin. (Quelle: Amazon)

Sonntag, 22. Februar 2015

Rezension: Sternschnuppen von Anne Hertz

Titel: Sternschnuppen
Autorin: Anne Hertz
Seitenanzahl: 477 Seiten
Genre: Frauenroman
Reihe: Nein
Preis: 8,99 EUR
Verlag: Knaur Taschenbuch
Erschienen am 01.10.2007 
www.knaur.de 

Klappentext:

Bei Svenja läuft alles nach Plan: Gerade hat sie ihren Traumjob angenommen und ist auf dem Sprung nach ganz oben. Doch dann wird sie schwanger - und ist kurze Zeit später auch noch ihren Freund los. Was nun? Svenja hat nicht vor, zu verzweifeln. Eine echte Karrierefrau zieht Kinder auch ohne Kerl mühelos auf! Man muss sich nur organisieren. zu Svenjas ausgefeiltem Plan gehört natürlich ein Kindermädchen. Aber das will sich einfach nicht finden lassen - bis der junge Russe Alexej auftaucht. Seine Qualifikation: fünf jünger Geschwister. Sein Lebensstil: abenteuerlich. Seine Wirkung auf Frauen: enorm. Kann das gutgehen?

Meine Meinung:

"Sternschnuppen" war mein erstes Buch von Anne Hertz, dass ich 2007 zum ersten Mal gelesen habe. Damals hat es mir richtig gut gefallen, da ich aber kaum noch etwas über den Inhalt wusste, wollte ich es unbedingt nochmal lesen.

Svenja hat sich komplett auf ihre Karriere konzentriert, nachdem man festgestellt hatte, dass sie keine Kinder bekommen kann. Als sie Direktorin im Fürstenberger Hotel in Hamburg werden kann, sieht sie ihre große Chance.
Kurz nach dem Umzug überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Ihr Freund Karsten kommt doch nicht mit nach Hamburg und vergnügt sich lieber anderweitig in München. Dafür stellt Svenja fest, dass sie doch schwanger geworden ist. Mit Zwillingen. Was nun?
Während ihrer Arbeit im Hotel hat sie schon öfter die Bekanntschaft von Alexej, genannt Sascha, gemacht. Der Russe ist äußerst erfinderisch, wenn es ums Geldverdienen geht und treibt Svenja damit öfter zur Weißglut. Doch sie kann ihm nie wirklich böse sein. Im Gegenteil. Sie nimmt ihn immer wieder in Schutz und in ihrer Not stellt sie ihn dann sogar als Kindermädchen ein. Damit fangen die Turbulenzen an...

Und auch jetzt bin ich der Meinung, dass "Sternschnuppen" einfach mit das beste Buch von Anne Hertz ist. Ich habe mich wieder königlich amüsiert. Es ist einfach ein "Gute-Laune-Buch". 
Svenja ist eine taffe Frau, die ihre Situation als alleinerziehende Mutter couragiert meistert. Sascha ist einfach nur der Hit. Seine Warmherzigkeit und sein Ideenreichtum sind einfach klasse. Man schließt ihn einfach sofort ins Herz und muss über seine Eskapaden lachen. 
Und auch die anderen Angestellten des Hotels sind gut dargestellt. Eigentlich erzählt Svenja die Geschichte aus ihrer Sicht, aber durch E-Mails, die teilweise auch hinter Svenjas Rücken geschrieben werden, erhalten wir einen Einblick in die "Machenschaften" der Hotelangestellten.

Der Schreibstil ist locker leicht. Die Seiten lassen sich einfach weglesen. Es ist weder kitschig noch langatmig. Auch wenn Svenjas Job als Mutter und Direktorin doch recht glatt läuft, kann das Buch mit einigen überraschenden Wendungen punkten. Am besten ist jedoch der Humor, denn hier gibt es wirklich viel zu lachen. Das fehlte mir in einigen anderen Büchern von Anne Hertz.

Wer also mal etwas von dem Autorinnen-Duo lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch.

Fazit:

Wer mal wieder ein "Gute-Laune-Buch" mit Humor und ein wenig Romantik lesen möchte, der sollte dieses Buch lesen. In meinen Augen ist es eines der besten Bücher von Anne Hertz. Tolle, warmherzige Charaktere und überraschende Wendungen. Dafür gibt es von mir fünf Sterne.

Weitere Bücher:


Autorin:

 "Anne Hertz" ist ein Pseudonym - und bezeichnet gleich zwei Autorinnen: die Schwestern Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die 1969 bzw. 1972 in Düsseldorf geboren wurden. Anne Hertz wurde im Jahr 2006 erschaffen, als die beiden ihr Anglistik- bzw. Jurastudium beendet hatten und Journalistinnen wurden. Der erste Roman "Glückskekse" erschien 2006 und wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Die romantische Komödie "Sternschnuppen" wurde ebenfalls ein Bestseller. Über den Vorteil des gemeinschaftlichen Schreibens sagen sie: Zu Lesungen können sie zusammen gehen, was viel mehr Spaß mache, oder sie können sich abwechseln. Frauke Scheunemann ist verheiratet und Mutter von drei Töchtern, Wiebke Lorenz ist Single. Sie leben zusammen in einem Haus in Hamburg.

Samstag, 21. Februar 2015

Rezension: Das Haus am Hyde Park von Monica McInerney

Titel: Das Haus am Hyde Park
Autorin: Monica McInerney
Originaltitel: The House of Memories
Seitenanzahl: 480 Seiten
Genre: (Liebes) Roman
Reihe: Nein
Preis: 9,99 EUR
Verlag: Goldmann
Erschienen am 16.12.2013
www.goldmann.de 

Klappentext:

Ein schrecklicher Unfall zerstört das Leben der jungen Australierin Ella O’Hanlon. Bei Nacht und Nebel verlässt sie daraufhin ihre große Liebe Aidan, den sie für die Tragödie verantwortlich macht. Ihr liebenswerter, weiser Onkel Lucas Fox überredet sie schließlich, zu ihm nach London zu kommen. Der Professor lebt in einer alten Villa am Hyde Park, die voller Bücher und wundervoller Erinnerungen steckt. Was Ella nicht weiß, gemeinsam mit dem Rest der kunterbunten Fox-Familie schmiedet Lucas einen Plan, um seiner Nichte die Freude am Leben zurück- und sie wieder mit der Liebe ihres Lebens zusammenzubringen.

Meine Meinung:

Bei dem Titel und nichtssagendem Cover habe ich mir eine ganz andere Geschichte vorgestellt. Doch die Lektüre hat mich so überwältigt, dass ich zwischendurch regelrechte Lesepausen einlegen musste, weil mich das Thema so berührt hat.

Es geht um eine junge Frau, die nach dem Tod ihres Kindes alle Zelte hinter sich abbricht und vor ihrem Kummer flieht. 
Ihre Familie sieht sich das über ein Jahr mit an, dann überlegen sie sich einen Plan um Ella nach London zu locken und sie zu "zwingen" sich ihren Problemen zu stellen.
In London lebt Ellas einziger Onkel Lucas. Er ist immer ihr Vertrauter gewesen. Bei ihm hat sie sich ausgeweint, als ihre Eltern sich scheiden ließen und ihre Mutter neu geheiratet hat. Bei ihm hat sie auch ihren Ehemann kennengelernt. 
Alles scheint in dem Haus am Hyde Park zusammenzulaufen. Das Haus spielt eine zentrale Rolle und daher ist der Titel des Buches im Nachhinein doch gut gewählt.

Im Laufe der Geschichte erfahren wir durch Erinnerungen und Rückblenden was passiert ist. Dabei erzählt Ella die Geschichte aus ihrer Sicht. Gleichzeitig bekommt man Auszüge aus dem Tagebuch ihrer Halbschwester Jess und E-Mails ihres Stiefbruders Charlie zu lesen. Das schafft einen guten Überblick.

Mit ihrem Schreibstil fesselt die Autorin den Leser regelrecht an die Seiten und schafft mit den richtigen Worten tiefe Emotionen. Ellas Schmerz war immer und überall spürbar. Das hat mich tief berührt.

Auch die anderen Charaktere hat die Autorin liebevoll ausgearbeitet. Der Stiefbruder Charlie, ein Hausmann mit vier Kindern, der seine wöchentlichen E-Mails aus Boston schreibt. 
Die verrückte Mutter, die eine eigene Kochshow im Fernsehen hat, obwohl sie gar nicht kochen kann.
Die kleine Halbschwester Jess, die immer und überall im Mittelpunkt stehen muss.
Der verschrobene Onkel Lucas, der umsonst Studenten in seinem Haus aufnimmt und ihnen Arbeit besorgt.
Seine Freundin Henrietta, die Ella mehr als einmal zum weinen bringt.
Ellas liebevollen Ehemann Aidan, der ebenfalls vor Kummer vergeht und nicht weiß, wie er je wieder mit Ella in Kontakt treten soll.

Dieses Buch beschreibt Ellas Weg ihren Kummer um ihr verstorbenes Kind zubewältigen, den Leuten zu verzeihen, die an dem Unglück beteiligt waren und endlich wieder weiterzuleben.
Nachdem die ganze Tragweite der Tragödie sichtbar wurde, war ich wirklich sprachlos.
Gerade als Mutter ist es wohl das Allerschlimmste auf diese Weise ein Kind zu verlieren. Ich fande Ellas Trauer daher auf keinen Fall überzogen. Ich habe mit ihr gelitten, aber gleichzeitig hat sie mich mit ihrer verbohrten Art auch manchmal wütend gemacht. Sie hat immer nur sich und ihren Schmerz gesehen. Alle anderen hat sie komplett ausgeklammert. Doch darauf möchte die Geschichte ja hinaus. 

Die Geschichte fügt sich wie ein Puzzle zusammen. So wird es nie langweilig, weil man immer nur häppchenweise etwas erfährt. Wenn man denkt, jetzt wüsste man alles, dann wirft die Autorin den nächsten Brocken hin. Echt toll gemacht.

Das alles ist so liebevoll geschildert, dass man jede Person in sein Herz schließt und einfach nur mitfühlt und Ella endlich etwas Lebensmut und Glück wünscht. Das ganze Buch ist so lebendig, wie ich es selten erlebt habe.

Besonders schön waren auch die vielen detailierten Beschreibungen von London, aber auch von Washington und Australien. 

Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen.

Fazit:

Wer Familiengeschichten und herzzereißende Momente mag, sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Es gibt so viele überraschende Wendungen und liebevollen Details, dass man die Personen in sein Herz schließt und mit ihnen liebt und leidet. Ein bewegener Familienroman mit großen Emotionen. Ich bin wirklich begeistert und vergebe alle fünf Sterne.


Autorin:

Monica McInerney ist mit ihren sechs Geschwistern in Clare Valley in Australien aufgewachsen. Ihre Romane stehen sowohl dort als auch in ihrer neuen Heimat Irland immer wieder auf den Bestsellerlisten. Für »Die Töchter der Familie Faraday« wurde ihr in Australien die Auszeichnung »General Fiction Book of the Year« verliehen, und auch für »Die Frauen von Clare Valley« und »Das Haus am Hyde Park« war sie wieder nominiert. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann in Dublin. (Quelle: Amazon)
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