Sonntag, 2. November 2014

Rezension: Die Ankunft von Ally Condie

Titel: Die Ankunft
Autorin: Ally Condie
Originaltitel: Reached
Seitenanzahl: 608 Seiten
Reihe: Teil 3 von 3
Genre: Jugendbuch/ Dystopie
Preis: 16,99 EUR
Verlag: Fischer FJB
Erschienen am 07.01.2013
www.fischerverlage.de

Klappentext:

In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen?
Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …

 

Meine Meinung:

"Die Flucht" spielte noch in den Canons der äußeren Provinzen. Im dritten Teil ändert sich der Schauplatz erneut. Diesmal wurden die drei Hauptpersonen auf die Städte verteilt.

Neben Cassia und Ky bekommt auch Xander eine eigene Stimme. Alle drei erzählen abwechselnd aus ihrer Sicht. 
Sie alle haben sich der Erhebung angeschlossen, einer Widerstandsgruppe, die die Gesellschaft zu Fall bringen will. Zu Beginn wartet jeder an seinem Standort auf den Beginn der Rebellion. 
Ky wird als Flugzeugpilot ausbildet. In seiner Einheit ist auch Indie untergekommen.
Xander arbeitet als Funktionär und medizinischer Assistent. Cassia ist Sortiererin und betreibt nebenbei Handel mit ihrer Gedichten, die sie in den Canons gefunden hat.

Dann ist der Tag X gekommen. Eine Seuche bricht aus. Ursprünglich von der Gesellschaft erschaffen um die Erhebung bzw. die Feinde auszuschalten, greift der Virus die gesamte Bevölkerung an. Die Gesellschaft ist machtlos und kann nicht mehr vertuschen was vor sich geht. Nun ist die Sternstunde gekommen. Die Erhebung tritt in Erscheinung und der Steuermann spricht zu den Menschen.....
---> Ihr meint das klingt alles echt spannend? Ist es aber leider nicht. 
Die Autorin schafft es erneut eine spannende Grundstory so gähnend langweilig mit ihrem blumigen Erzählstil zu töten, dass es schon fast lachhaft ist. Die Geschichte ist langatmig und öde. Einziger Stern am Horizont ist Xander.
Nach Ausbruch der Seuche arbeitet er als Arzt im medizinischen Zentrum und verabreicht den Menschen das Heilmittel, damit hat er noch die spannensten Sachen zu berichten. 
Frau Condie wusste anscheinend nicht so richtig was sie mit Cassia machen sollte, denn für eine Hauptfigur bleibt sie einfach nur blass. Um sie herum sterben Menschen und die Gesellschaft bricht auseinander, aber Cassia hat nichts anderes im Kopf als Buchstaben in den Dreck zu schreiben und sich über Poesie Gedanken zu machen. Hallo??? 

Ky fliegt den ganzen Tag mit Indie durch die Gegend um das Heilmittel zu verteilen. Auch er bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es gibt einfach kaum Entwicklung. Die einzige Sorge die alle haben ist, ob es dem jeweils anderen gut geht, wo er gerade ist.
So vergehen die ersten 250 Seiten.
Dann verändert sich die Seuche und gerät außer Kontrolle... Aber keine Angst, spannend wird es auch weiterhin nicht. In diesem Buch gibt es einfach nichts was wirklich Böse oder Gefährlich ist. Ja, theoretisch ist es da, aber man merkt es einfach nicht. Der Fokus liegt auf nebensächlichen Geblubber was einfach nichts zur Sache tut.
Ich habe es dann versucht mit Humor zu nehmen, als ich gemerkt habe, dass auch dieses Buch sich nicht von den Vorgängern unterscheidet. Einmal unterhält sich Xander mit einem Virologen und nennt dabei zwei, drei Fachwörter aus dem medizinischen Bereich. Da schaut ihn der Virologe an und Xander denkt sich: "Ha, er hätte wohl nicht gedacht, dass ich nach drei Monaten als Arzt solche Fachkenntnisse habe!" BITTE? Was für Helden lässt die Autorin denn da bitte auf die Menschheit los. 
Außerdem was ist denn nun mit der furchtbaren Gesellschaft? Angeblich ist sie doch so mächtig. Aber nichts da. Die Erhebung taucht auf und man merkt null Widerstand. Das System wird einfach unterjocht. Das macht mich einfach fassungslos.
Wie kann man aus einer solch tollen Grundidee einfach so wenig machen. Hatte die Autorin denn keine Hilfe bei der Umsetzung des Buches?

Ich würde gerne schreiben, dass sich die Story noch gebessert hat, aber das stimmt leider nicht.
Es gibt ein Ende und ich konnte damit leben, aber ich bin auch froh, dass es endlich vorbei ist.
Cassia, Ky und ich werden einfach keine Freunde. Der Schreibstil gefällt mir einfach nicht. Er ist ausschweifend und öde. Ständig wird alles wiederholt. Die Bösen sind nicht böse. Der Steuermann ist eine Witzfigur und die ganze Story einfach nur total schlecht umgesetzt. Sorry, aber ich bin echt fertig damit.... zum Schluss hat es mich einfach nur noch aggressiv gemacht.
Danke und nächstes Buch! 


Fazit:

Wer das Gefühl hatte, das ihm "Die Auswahl" nicht so richtig gefallen hat, der sollte auf keinen Fall weiterlesen. Die Reihe wird nicht besser. Dieser dritte Teil hat mir zwar besser gefallen, als "Die Flucht", aber es bleibt für mich eine Enttäuschung. Die Charaktere entwickeln sich nicht weiter und verhalten sich der Situation entsprechend unlogisch, die Liebesgeschichte geht einfach unter und die Geschichte verliert sich in Nebensächlichkeiten. Von mir gibt es zwei Sterne und die gehen beide auf Xanders Konto. Er ist mein heimlicher Held dieses Buches!


Reihe:

Die Auswahl
Die Flucht  
Die Ankunft

Autorin:

Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die phänomenal fesselnde Serie Cassia & Ky wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und war ein überwältigender internationaler Erfolg.

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