Montag, 30. September 2019

Rezension: Hotel der Magier von Nicki Thornton

Titel: Hotel der Magier
Autorin: Nicki Thornton
Originaltitel: The Last Chance Hotel
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Fantasy ab 10 J.
Reihe: Teil 1
Preis: ab 10,99 EUR
ISBN: 978-3551521163
Verlag: Chicken House
Erschienen am 30.08.2019
www.carlsen.de

Klappentext:

Magisch und ein bisschen mörderisch!
Gemüse schnippeln, Törtchen aus dem Ofen holen, Gelee umrühren. Küchenjunge Seth hat alle Hände voll zu tun. Denn im abgelegenen Hotel Zur letzten Chance werden besondere Gäste erwartet. Mit ganz speziellen Wünschen und kleinen Geheimnissen. Seth muss sich richtig ins Zeug legen, damit das Willkommensdinner kein Reinfall wird. Doch dann geschieht etwas Schreckliches: Der nette Dr. Thallomius stirbt. Vergiftet durch die Nachspeise – und die hat Seth zubereitet. Auch wenn ihn alle für schuldig halten, Seth hat mit diesem fiesen Mord nichts zu tun. Also muss er selbst ermitteln und mehr über dieses seltsame Treffen der Magier herausfinden.

Meine Meinung:

Ich bin sehr gespannt in die Geschichte gestartet, da das Buch als eine Mischung aus Poirot und Harry Potter angekündigt wurde.

Der Anfang war sehr vielversprechend. Es geht um den Küchenjungen Seth, der im Hotel "Zur letzten Chance" die letzten Vorbereitungen für ein großes Event treffen muss. Es reisen sehr unterschiedliche Leute für ein geheimes Treffen an. 

Man merkt schnell, dass Seth kein einfaches Leben hat, da ihn seine Chefs und deren Tochter Tiffany ordentlich schikanieren. Seth gibt sich alle Mühe und beäugt die neuen Gäste neugierig. Alle scheinen etwas magisches an sich zu haben. Und tatsächlich. Es handelt sich um Magier oder welche, die es mal sein wollen. Seth kann es gar nicht glauben.

Als einer der Teilnehmer vergiftet wird, gerät Seth als Koch schnell ins Visier. Zum Glück bekommt er Hilfe von einem Inspektor und versucht seine Unschuld zu beweisen.

So weit so gut. Ab diesem Zeitpunkt habe ich leider etwas die Orientierung verloren. Die Handlung wurde immer wirrer und ich bin einfach nicht mehr mitgekommen. Es beginnt schon mit den Namen der potentiellen Magier, die mich immer wieder durcheinander gebracht haben. Sie waren so speziell, dass man sie sich einfach nicht merken konnte. Leider blieben auch die Figuren dazu blass und austauschbar. Ob nun Trottelbohne oder Professorin Papperspuk. Es gab kaum etwas, was sie unterschied. Lediglich Angelique oder Inspektor Zinnkrug haben sich bewährt.

Mir fehlte ein roter Faden und der nötige Ernst, den es bei einem Mordfall eigentlich geben sollte.
Der Erzählstil ist sehr überspitzt und immer mit einem gewissen Unterton. Das war interessant, wirkte aber auch an unpassenden Stellen spaßig.
Inspektor Zinnkrug hat die Sache irgendwie immer ins Lächerliche gezogen und Seth, wenn auch liebevoll, herumgeschubst. 

Das Handeln der einzelnen Charaktere war mir suspekt. Besonders Seth war für einen Hauptcharakter sehr naiv. Er hat sich ja quasi selbst zum Hauptverdächtigen gemacht und überhaupt nichts geblickt. Das finde ich schade. Ich habe bis zum Schluss gehofft, dass er sich weiterentwickelt und mal über sich hinauswächst, aber das ist nicht passiert.

Die Handlung rast nur so dahin, dass die Auflösung des Mordfalls fast untergeht. Plötzlich wird ein Bösewicht präsentiert, den man nicht kommen sah, weil es einfach keine nachvollziehbare Erklärung dafür gab.

Der Schreibstil ist kurz, knackig und mit hohem Tempo. Es ist eher eine Aufzählung von Ereignissen mit kurzen Gesprächen, deren Handlung nicht flüssig ineinander über geht.  Es gibt kaum Beschreibungen oder Erklärungen zur Umgebung oder einzelnen Personen. Man konnte sich daher nur schwer eine Vorstellung vom Handlungsort oder den Charakteren machen. Für eine Fantasygeschichte hätte ich mir mehr Bildhaftigkeit gewünscht. So ist komplett die eigene Phantasie gefragt und viele Fragen bleiben offen.

Interessant war allerdings die Möglichkeit der komplexen Magie und ihre Vielfältigkeit. Das Buch bietet ein ganzes Spektrum von magischen Ereignissen und Apparaten, die nicht alle nur Gutes im Sinn haben. Seth und der Leser sind noch weit davon entfernt, alles zu verstehen, aber so war das Buch trotz aller Schwächen ok.

Wahrscheinlich merkt man, wie schwer mir diese Rezension fällt, denn mir hat das Buch nicht gefallen. Mein Lesespaß wurde leider immer weiter gedämpft, desto unplausibler die Personen gehandelt haben. Dass die Geschichte außer dem Setting nichts mit Harry Potter gemeinsam hat, ist ja nicht schlimm, aber es ist leider auch kein überzeugender Kriminalfall. Es ist irgendwie von allem etwas, aber nichts richtig.  
Das Ende lässt natürlich Spielraum für neue Möglichkeiten, doch ich kann mir momentan nicht vorstellen ins Hotel zur letzten Chance zurückzukehren. Tut mir echt Leid. Ich hätte das Buch wirklich gerne gemocht, aber der Funke ist bei mir einfach nicht über gesprungen.

Ich glaube auch nicht, dass es an der Altersempfehlung liegt, denn ich mag heute noch die Bücher die ich damals mochte und ich bin mir daher sehr sicher, dass es mir mit 10 Jahren auch nicht gefallen hätte. Doch bildet euch am besten selbst eine Meinung.


Fazit:

Eine Geschichte voll überquellender Magie, die leider etwas konfus daherkommt und mich mit ihren Charakteren nicht  richtig überzeugen konnte. Es war von allem ein bisschen, jedoch nichts richtig. Ich hätte das Buch wirklich gerne gemocht, aber es konnte mich nicht in seinen Bann ziehen. Ich empfehle euch eine Leseprobe, denn es bleibt Geschmackssache. Von mir gibt es 2,5 Sterne. 

 

Autorin: 

Nicki Thornton erinnert sich an keine Zeit im Leben, in der sie nicht gelesen hat. Sie liebt Bücher und andere zum Lesen zu inspirieren. Bevor ihr Debüt »Hotel der Magier« veröffentlicht wurde, arbeitete sie als Journalistin und führte dann zehn Jahre mit ihrem Mann, viel Herzblut und Leidenschaft einen unabhängigen Buchladen in Abingdon an der Themse. Und während sie dort mit Kindern über Lieblingsbücher plauderte, entstand langsam eine Idee. Was würde passieren, wenn Magier der Mittelpunkt einer Detektivgeschichte wären? Aus der Idee entstand ein Manuskript, mit dem Nicki Thornton den Schreibwettbewerb der Times und Chicken House UK gewann. »Hotel der Magier« wurde nicht nur zum Lieblingsbuch der Buchhändler, sondern auch zum Bestseller. Mittlerweile schreibt die Autorin am zweiten Teil. (Quelle: Verlag)

♛♛♛♛♛


Ich danke dem Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 


Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.
 

Freitag, 20. September 2019

Rezension: Acht Wochen Wüste von Wendelin van Draanen

Titel: Acht Wochen Wüste
Autorin: Wendelin van Draanen
Originaltitel: Wild Bird
Seitenanzahl: 336 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 13 J.
Reihe: Nein
Preis: 17 EUR
ISBN: 978-3-7348-5042-4 
Verlag: magellan Verlag
Erschienen am 17.07.2019
www.magellanverlag.de 

Klappentext:

Um 03:47 Uhr kommen sie Wren holen. Mitten in der Nacht wird sie aus ihrem Bett gezerrt und in ein wartendes Auto, dann in ein Flugzeug, und schließlich auf einen stundenlangen Marsch durch die Wüste geschickt. Warum das alles? Weil Wren so sehr die Kontrolle verloren hat, dass sich ihre Eltern einfach nicht mehr anders zu helfen wissen. Also heißt es für sie: Willkommen im Wildnis-Therapie-Camp. Wren ist stinkwütend, denn sie hat keine Ahnung, womit sie acht Wochen Wüste verdient hat. Oder etwa doch? 

Meine Meinung:

Das Cover ist mir im Laden sofort ins Auge gesprungen und passt sehr gut zum Inhalt des Buches.

Es geht um die 14-jährige Wren, die mitten in der Nacht abgeholt wird, um in ein Resozialisierungscamp in der Wüste gesteckt zu werden. Das Mädchen tobt und zetert, aber nichts hilft. Sie soll die nächsten acht Wochen in der absoluten Einöde verbringen und sich über ihr Verhalten klar werden.
Wren fühlt sich von ihrer Familie verraten und kann sich nur schwer mit ihrer Situation abfinden.

Die Anreise zum Camp wird sehr ausführlich beschrieben, doch es passt um in die Geschichte hineinzufinden, und sich einen Überblick über Wren und ihre Lage zu verschaffen. Denn nichts ist so wie es auf den ersten Blick erscheint. 
Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch man als Leser langsam eine Ahnung bekommt, wie tief Wren wirklich in der Zwickmühle steckt. 

Wren ist trotz ihrer aufbrausenden Art ein liebenswerter Charakter. Die Autorin schafft es, dass man mit ihr mitfühlen kann, obwohl Wren sich auch oft falsch verhält. Durch die Ich-Perspektive bekommt man einen guten Einblick und kann plötzlich nachempfinden, weshalb sie auf die schiefe Bahn geraten ist. 

Im Camp wird Wren gezwungen sich endlich mit ihrem Leben und ihrer Situation auseinanderzusetzen. Das ist ein aufwühlender Prozess und wurde sehr authentisch geschildert.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Durch die Verflechtungen der Handlungstränge zwischen damals und heute ergibt sich ein abwechslungsreiches Lesen, dass einen durchgehend ans Buch fesselt. Die Landschaftsbeschreibungen sind genial, so dass man die Wüste Utahs ständig vor Augen hatte. Mir hat gefallen, dass trotz aller Ernsthaftigkeit der Humor nicht zu kurz kam.

Das Ende ist passend, auch wenn ich mir noch mehr über die Zeit nach dem Camp gewünscht hätte. 

Unterm Strich hat mich das Buch sehr positiv überrascht und ich habe jede Seite gerne gelesen. Es wird gezeigt wie wenig man im Leben braucht um seinen Weg zu finden. Und wie schnell man in eine Abwärtsspirale geraten kann. Es geht um Missverständnisse und Wut und um fehlende Kommunikation innerhalb der Familie.

Die Geschichte wird mich bestimmt noch eine Weile beschäftigen, denn die Autorin gibt einem Einiges zum Nachdenken mit auf den Weg.  
 

Fazit:

Ein junges Mädchen versucht in der Einsamkeit der Wüste wieder auf den richtigen Weg zu finden. Ein tolles Buch, dass zeigt, wie wenig man zum glücklich sein braucht, und wie stark jeder von uns sein kann, wenn er muss. Autenthisch geschildert und unterhaltsam bis zum Schluss. Mir hat es richtig gut gefallen und ich werde das Buch nicht so schnell vergessen. Von mir gibt es alle fünf Sterne. 
 

Autorin:

Wild Bird
Wendelin Van Draanen war lange Jahre Lehrerin, bevor sie das Schreiben zum Beruf gemacht hat. Inzwischen hat sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie eine Kampagne ins Leben gerufen, die sich dafür einsetzt, Kindern Freude am Lesen zu vermitteln. Sie lebt mit ihrer Familie in Kalifornien. (Quelle: amazon)



 
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Ich danke demagellanverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und lovelybooks für die tolle Leserunde.


-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst -

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.

Freitag, 6. September 2019

Rezension: Rebel Hearts - Das Licht in meiner Dunkelheit von Sebastian Thiel

Titel: Rebel Hearts - Das Licht in meiner Dunkelheit
Autor: Sebastian Thiel
Seitenanzahl: 273 Seiten
Genre: Dark Romance / Ab 18 J.
Reihe: Nein
Preis: 4,99 EUR
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS
Erschienen am 25.07.2019
www.digitalpublishers.de 
www.amazon.de 

Klappentext:

Gerade noch trank Samantha, die Erbin eines schwerreichen Familienimperiums, auf den feinsten New Yorker Partys Champagner, als sie vom NYPD verhaftet wird. Und plötzlich befindet sie sich mitten in der schlimmsten Nacht ihres Lebens. Jemand tötete ihren Vater und legte die Spur zu ihr. Schneller als sie die haltlosen Vorwürfe dementieren kann, sitzt Samantha in der Arrestzelle des NYPD und weiß: Nur sie selbst kann ihre Unschuld beweisen. Deswegen zögert sie keine Sekunde, als der geheimnisvolle Biker AJ aus dem Knast ausbricht und schließt sich ihm an. Samantha bleibt keine andere Wahl – um den Mörder zu finden, muss sie selbst zu einer Gesetzlosen werden. Nur gut, dass sie mit dem kriminellen AJ einen ebenso attraktiven wie charmanten Partner gefunden hat. Doch dann steht auf einmal alles auf dem Spiel ...

Meine Meinung:

Durch Zufall bin ich auf dieses eindrucksvolle Cover gestoßen und habe mich gespannt an meinen ersten Dark Romance Roman gewagt.

Es war reizvoll, da ein männlicher Autor aus der Ich-Perspektive einer Frau schreibt. 
Samantha ist gerade 30 Jahre alt geworden, als sie von ihrer Party direkt in den Knast wandert. Den Anfang der Geschichte kann man einfach dem Klappentext entnehmen. Daher war das schnelle Tempo in Ordnung, mit dem das Buch startet.

In der Gefängniszelle lernt Sam den Biker A.J. kennen und heftet sich etwas unfreiwillig an seine Fersen um ihre Unschuld zu beweisen. 
A.J. war ein sehr interessanter Charakter. Er wirkt düster, geheimnisvoll und trotzdem voller Ehre. Er lässt keine Gelegenheit aus und kämpft für seiner Männer bis zum letzten Hemd.

Auch Sam war ziemlich cool, obwohl sie immer als Partyqueen und oberflächliche Person dargestellt wurde. Sie weiß die Waffen einer Frau einzusetzen und hat mich damit immer wieder überrascht. Das hat mir gefallen. 

Zwar fand ich es etwas übertrieben, dass Sam immer sofort heiß auf die Männer war und sich quasi sofort die Kleider vom Leib riss, anstatt sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien, aber vielleicht ist das ja charakteristisch für dieses Genre. Im Bett geht es auf jeden Fall etwas derber zur Sache. 

Der Schreibstil war angenehm. Ich war an die Seiten gefesselt und habe das Buch zügig beendet. Die Handlung verläuft in einem guten Tempo. Zwar sind die Unterhaltungen manchmal etwas klischeehaft und auch die Story wirkte gerade am Ende etwas zu konstruiert, aber das hat nicht weiter gestört. Es passte ziemlich gut zusammen. 

Sam entwickelt sich im Laufe der Story vom Partymäuschen zur starken Persönlichkeit, die alles tut, um das Erbe ihres Vaters zu retten bzw. ihre Unschuld zu beweisen. Da vermischen sich die Grenzen zwischen gut und böse, schwarz und weiß. Und es blieb spannend, ob Sam noch weiter geht und sich an den Verrätern rächt.

Mich hat das Buch positiv überrascht, da es eine gelungene Mischung aus Krimi, Action, Erotik und Lovestory war. Klar kann man nicht alles Ernst nehmen, aber es hat mich gut unterhalten. Was möchte man mehr?
 

Fazit:

Die Geschichte ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Action, Erotik und Lovestory. Ich empfehle es für Leser ab 18 Jahren, die nichts gegen leichte Klischees und heiße Szenen einzuwenden haben. Ich wurde positiv überrascht und hatte ein paar unterhaltsame Lesestunden. Von mir gibt es vier dicke Sterne.
 

Autor:

Sebastian Thiel ist Schriftsteller mit Leib und Seele. Vom idyllischen Niederrhein aus schreibt er seine Romane und Kurzgeschichten. Seit mehreren Jahren ist er freiberuflicher Autor und widmet sich komplett dem Schreiben. (Quelle: amazon

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Ich danke www.digitalpublishers.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und lovelybooks und Sebastian Thiel für die tolle Leserunde.

-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.
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