Montag, 23. Februar 2015

Rezension: Liebe zu verschenken von Monica McInerney

Titel: Liebe zu verschenken
Autorin: Monica McInerney
Originaltitel: Odd One Out
Seitenanzahl: 192 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: ab 3,99 EUR
Verlag: Goldmann
Erschienen am 12.10.2009
www.goldmann-verlag.de 

Klappentext:

Sylvie hat eine illustre Familie: Ihre Mutter ist Künstlerin, ihr Vater Poet, ihre Schwestern und ihr Bruder sind Designer. Nur Sylvie wurde nicht von der Muse geküsst und arbeitet als »Mädchen für alles« im Atelier ihrer Schwestern. Ein Tapetenwechsel muss her. Also lässt Sylvie alles stehen und liegen und besucht ihren Bruder in Melbourne, der ein ausgefallenes Kontrastprogramm für sie zusammengestellt hat. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis Sylvie einen außergewöhnlichen Mann kennenlernt …

Meine Meinung:

Wenn man das Buch mit "Das Haus am Hyde Park" vergleicht, dann ist es richtig schlecht. Aber als Erstlingswerk kann man es vielleicht verzeihen.

Es geht um Sylvie, die auf der Hochzeit ihrer Schwester, von ihrem Bruder überredet wird, zu ihm nach Melbourne zu kommen, um ihrer Familie zu entkommen. In Sebastians Augen wird Sylvie von allen nur ausgenutzt.
In Melbourne warten verschiedene Aufgaben auf Sylvie, die Sebastian sich für sie ausgedacht hat. Wie in Kindertagen wird sie auf eine Schatzsuche geschickt und soll Mutproben bestehen.

Die Grundidee des Buches ist wirklich gut. Leider ist die Umsetzung mehr schlecht als recht. Es wirkt, als wäre das Buch nur eine erste Abschrift, eine Idee, die irgendwann mal ein fertiges Buch werden soll. Viele Dinge ergeben gar keinen Sinn. Alles wirkt irgendwie unfertig und die Dialoge ziemlich platt. Manche Witze sind sogar regelrecht albern.

Leider fehlt dem Buch komplett die Entwicklung. Sylvie macht zwar alles was ihr Bruder ihr aufträgt, aber das alles passiert so schnell, dass es unglaubwürdig ist. Auch wenn es ein paar unerwartete Wendungen gibt, konnte mich die Geschichte nicht für sich einnehmen. Der einzige Vorteil ist die große Schrift und die 192 Seiten.

Außerdem hat mir Großtante Mill gefallen. Sie ist etwas verrückt, aber hat das Herz am rechten Fleck und steht Sylvie als Einzige mit ihren Haushaltstipps zur Seite.
Daher finde ich das Ende sehr gelungen, denn es ist doch ein kleines Happy End.

Der Schreibstil ist in Ordnung, aber alle Szenen sind insgesamt zu kurz, so dass man keine Beziehung zu den Personen aufbauen kann. Das ganze Buch ist im Prinzip nur eine nette kleine Kurzgeschichte für zwischendurch. Ich bin froh, dass die Autorin sich in ihren anderen Büchern gesteigert hat. Dieses Buch kann man sich sparen.


Fazit:

Das Buch ist eine nette Kurzgeschichte, die insgesamt unfertig wirkt. Die Grundidee ist gut, die Umsetzung schlecht. Auch wenn man den schönen Schreibstil der Autorin erahnen kann, sollte man lieber die anderen Bücher von ihr lesen. Dieses Buch kann man sich getrost schenken. Zwei gnädige Sterne.

Weitere Bücher:

McInerney, Monica - Das Haus am Hyde Park

Autorin:

Monica McInerney ist mit ihren sechs Geschwistern in Clare Valley in Australien aufgewachsen. Ihre Romane stehen sowohl dort als auch in ihrer neuen Heimat Irland immer wieder auf den Bestsellerlisten. Für »Die Töchter der Familie Faraday« wurde ihr in Australien die Auszeichnung »General Fiction Book of the Year« verliehen, und auch für »Die Frauen von Clare Valley« und »Das Haus am Hyde Park« war sie wieder nominiert. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann in Dublin. (Quelle: Amazon)

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