Montag, 12. Januar 2015

Rezension: M+E von Elisabeth Zöller

Titel: M+E
Autorin: Elisabeth Zöller
Seitenanzahl: 176 Seiten
Genre: Jugendroman
Reihe: Nein
Preis: nur noch gebraucht erhältlich
Verlag: Carlsen
Erschienen im Jahr 2005 (zuerst 1995)
www.carlsen.de 

Klappentext:

Eva liebt Martin und Martin liebt Eva. Für beide ist es die erste große Liebe mit allem, was dazugehört: sich treffen, stundenlang telefonieren. Liebesbriefe schreiben, der erste Kuss, das erste Mal. Der totale Wahnsinn" Doch Eva merkt gar nicht, wie sie in ihrem Gefühlschaos alles andere vernachlässigt und sich und Martin immer mehr isoliert...


Meine Meinung:

In dieser Geschichte geht es um die erste Liebe und die Probleme die dabei entstehen. Wie bekommt man seine Freunde, Familie und den Liebsten unter einen Hut?

Eva sieht nur noch Martin und macht sich viele Gedanken um alles. Was sie anziehen soll? Wie sie wirkt? Was er denkt? Wie dolle sie ihn liebt. Ob sie mit ihm schlafen soll?
Das ihr alle sagen, sie solle doch mal wieder etwas ohne Martin machen, nervt sie. Sie hört auf niemanden mehr, wird in der Schule schlechter.
Das komplette Programm.

Ich hatte eine süße Liebesgeschichte erwartet, wurde allerdings ein bißchen enttäuscht. Die Geschichte ist schon toll, auch wenn die Botschaft: Vernachlässige dein restliches Leben nicht, wenn Du verliebt bist! viel zu groß über allem schwebt. Aber der Schreibstil ist einfach unmöglich. Die Sätze sind kurz und abgehackt und erschweren ein flüssiges Lesen. Teilweise bauen sie nicht mal aufeinander auf oder wirken, als hätte sie ein Kleinkind geschrieben.

Martin schaut auf die Eiskarte. Eva schaut zu Martin. Martin schaut hoch. Eva wird rot, sie schaut schnell auf die Eiskarte. Martin schaut Eva an. Eva schaut hoch, Martin wird rot, er schaut schnell auf die Eiskarte. Eva schaut zu Martin. Er grinst. Mensch, Lachgrübchen hat der! Und was für welche!....(Auszug Seite 21)

Die Charaktere bekommen auch nicht so richtig Tiefe, was wohl an der Länge des Buches liegt. Es gibt die klassischen Eifersuchts-Missverständnisse, aber ansonsten gehen die beiden total lieb miteinander um und das war schon wieder süß.  Auch die vielen Gedichte mit denen die Geschichte ausgeschmückt wird, sind echt toll.
Trotz allem konnte mich das Buch nicht überzeugen, was eindeutig am Schreibstil lag. Mein Fall war das nicht. Es wirkte wie eine Schullektüre und ein bißchen am Leben vorbei....


Fazit:

Eine süße Geschichte um die erste Liebe und ihre Probleme, aber grauenvoll geschrieben. Von mir gibt es zwei Sterne und keine Weiterempfehlung.


Autorin:

Elisabeth Zöller, 1945 in Brilon geboren, studierte Deutsch, Französisch, Kunstgeschichte und Pädagogik in Münster, München und Lausanne. Sie war 17 Jahre an verschiedenen Gymnasien tätig und schreibt seit 1987.

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