Sonntag, 14. Mai 2017

Rezension: Requiem von Lauren Oliver

Titel: Requiem
Autorin: Lauren Oliver
Originaltitel: Requiem
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Jugendbuch
Reihe: Teil 3 von 3
Preis: 18,90 EUR
Verlag: Carlsen
Erschienen am 24.01.2014
www.carlsen.de 

Klappentext:

Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen.
 

Meine Meinung:


Wer sich mit der Amor-Trilogie beschäftigt hat, weiß, dass der dritte Teil bei den meisten Lesern nicht so gut angekommen ist. Ich war daher sehr gespannt und habe meine Hoffnungen heruntergeschraubt. 
Ich verzichte bewusst auf eine Zusammenfassung des Inhalts um nicht zu viel zu verraten.
 "Pandemonium" hatte genau wie "Delirium" einen gemeinen Cliffhanger, so dass ich neugierig auf die Fortsetzung war.
Der dritte Teil unterscheidet sich von den ersten beiden, weil diesmal abwechselnd aus Hanas und Lenas Sicht erzählt wird. Das war sehr interessant, da man auch einmal die Seite der Geheilten live miterleben konnte.

Das Buch braucht leider gut 100 Seiten bis überhaupt etwas passiert. Die Story plätschert dahin und ich hatte schon fast aufgegeben, dass wir noch einmal live bei einem Kampf oder einer Aktion der Widerstandsbewegung dabei sein würden. Doch dann wendete sich das Blatt und es gibt spannende Kampfszenen, Verrat und auch Tote.

Insgesamt bleibt das ganze Buch aber zu schwammig. Die Dreiecksbeziehung zwischen Lena, Alex und Julian bleibt schwammig, da sie sich einfach nicht entwickelt und man weder Alex' noch Lena's Reaktionen nachvollziehen kann. Vom Ende wollen wir gar nicht reden.
Auch die Widerstandsbewegung und ihre Motive bleiben schwammig. Es gibt einfach keine befriedigenden Antworten auf die ganzen aufgekommenen Fragen der ersten beiden Bücher.

Das Ende war im Prinzip in Ordnung. Es bleibt Raum für Fantasie. Allerdings hätte die Autorin die aufkommenden Fragen einfach früher im Rahmen der Geschichte beantworten müssen. So hat man das Gefühl ihr wären zwischendrin die Ideen ausgegangen und sie hätte dann einfach mal aufgehört.

Der Schreibstil ist wieder sehr bildlich und manchmal regelrecht blumig (Beispiel: Das sich im Wind verändernde Diamantmuster der Blätter verschmilzt perfekt mit der sich verändernden unscharfen Masse aus Männern und Frauen... Seite 225)

Lena hat sich erneut weiterentwickelt. Sie ist knallhart geworden und schreckt vor keinem Kampf zurück. Ihre aufkeimende Wut auf alles und jeden finde ich aber nachvollziehbar wenn man die Gesamtumstände betrachtet.

Hana als zukünftige Frau des Bürgermeisters, die Angst hat eine "Fehlerhafte" zu sein und nach und nach ihre zukünftige Hochzeit in Frage stellt, hat mir ebenfalls gut gefallen.

Wie gesagt, insgesamt war die Story in Ordnung, aber als Reihenabschluss zu schwammig. Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein.

Am Ende des Buches gibt es noch eine Kurzgeschichte aus der Sicht von Alex.


Fazit:


Das Buch ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Es ist allerdings frustrierend, dass man auf seine Fragen keine wirklichen Antworten erhält. Gut war die abwechselnde Erzählung aus Hanas und Lenas Sicht. Das Ende muss man so hinnehmen und sich selbst seinen Teil denken. Von mir gibt es neutrale drei Sterne.

Reihe:


Annabel (0,5)


Hana (1,5)


Raven (2,5)

Requiem

Alex (3,5)

Autorin:

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.

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