Mittwoch, 29. April 2015

Rezension: Zerbrechliches Herz von Rebecca Serle

Titel: Zerbrechliches Herz
Autorin: Rebecca Serle
Originaltitel: When you were mine
Seitenanzahl: 272 Seiten
Genre: Jugendbuch
Reihe: Nein
Preis: 12,99 EUR
Verlag: Baumhaus
Erschienen am 16.05.2014

Klappentext:

Rosaline weiß, dass sie und Rob zusammengehören. Schon ewig beste Freunde, hat Rob sie endlich geküsst. Alles scheint perfekt – bis Julia auftaucht, Rose' Cousine. Sie sieht umwerfend aus und wickelt jeden Typen um den Finger. Im Nu verdreht sie Rob den Kopf, und die beiden tun keinen Schritt mehr ohne den anderen. Als sich das Gerücht verbreitet, Julia sei psychisch labil und selbstmordgefährdet, fürchtet Rose nicht nur um Robs Herz, sondern auch um sein Leben …

Meine Meinung:


Wer sich mit der Geschichte von Romeo und Julia besser auskennt, weiß, dass Romeo zu Beginn eigentlich für ein anderes Mädchen geschwärmt hat. 
Sie hieß Rosaline oder Rosalinde (je nach Übersetzung). Sie war der Grund warum er überhaupt auf den Ball der Capulets kommen wollte, auf dem er dann Julia kennengelernt hat.

Zerbrechliches Herz soll nun Rosies Geschichte erzählen.
Romeo wurde kurzerhand zu Rob, und Julia ist kein unschuldiges Mädchen, sondern eine berechnende Schlange, die sogar selbstmordgefährdet sein soll.

Wie Shakespears Werk wurde auch dieses Buch in fünf Akten erzählt. Rosie schildert alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive. An ihrer Seite sind ihre beiden Freundinnen Olivia und Charlie.
Rosie ist schon seit Kindertagen mit dem Nachbarsjungen Rob befreundet. Seit kurzem ist sie jedoch ganz schön verliebt in ihn und erhofft sich mehr. Als die beiden sich endlich näher kommen, taucht Rosies Cousine Julia wieder in der Stadt auf und macht Rob schöne Augen.
Plötzlich gerät alles durcheinander und Rosie weiß nicht mehr weiter.

Ich bin ziemlich zwiegespalten, denn ich wollte das Buch so gerne mögen. Aber leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Die ersten 100 Seiten waren wirklich furchtbar und ich musste mich richtig zum weiterlesen zwingen. Die Charaktere sind nicht nur oberflächlich, sondern ihre Gespräche ergeben überhaupt keinen Sinn. Jeder sagt irgendetwas belangloses und sie unternehmen Dinge, die gar nicht zur Handlung passen. Außerdem wird total ausführlich über die Schule, die Räume und die Kurse berichtet, was im Nachhinein auch total überflüssig ist. 
Man merkt, dass die Autorin ziemliche Schwierigkeiten hatte in die Geschichte hineinzukommen. Der Beginn ist ein einziger Lückenfüller ohne Sinn.
Danach wurde es zum Glück etwas besser, aber bevor man es richtig mitbekommen hat, war das Buch dann auch schon wieder vorbei.
Ich habe bis zum Ende einfach keinen Zugang zu den Charakteren gefunden. 

Der Schreibstil war für mich verwirrend und teilweise zusammenhanglos. Meine Gedanken sind ständig abgeschweift, weil mich die Geschichte einfach nicht in den Bann ziehen konnte.

Obwohl ein Bezug zu "Romeo und Julia" hergestellt wird, hat die Geschichte doch einen ganz eigenen Stil und eine eigene Entwicklung. Einige Dinge sind daher ziemlich überraschend, andere nicht.

Auch wenn das Ende ziemlich gut gemacht war, konnte es für mich nicht mehr das Ruder rumreißen. 
 

Fazit:


In diesem freien "Spin-Off" zu Romeo und Julia, darf Rosie ihre Geschichte erzählte. Sie ist Robs verschmähte Liebe und kämpft um ihren Liebsten. Leider konnte ich keinen Zugang zu der Geschichte und ihren Charakteren finden. Der lange, unbedeutene Anfang hat mir einfach den Rest vermiest. Von mir gibt es daher nur zwei Sterne. Vielleicht kann es euch ja mehr begeistern.

Autorin: 

Rebecca Serle ist eine Vollzeitschriftstellerin, was heißt, dass sie im Schlafanzug arbeitet. Sie studierte an der University of Southern California und machte ihren Magister in der New School in New York. (Ihr gefällt New York viel besser als L.A., aber erzählt das bloß nicht weiter.) Rebecca mag glänzendes Haar, Kaffee, Yoga und so zu tun, als wäre sie Engländerin. Sie hatte auch schon einmal ein gebrochenes Herz. Es lief letztendlich auf etwas Gutes hinaus, weil sie ihre Erfahrungen in diesem Buch verarbreitet hat. Zerbrechliches Herz ist ihr ersten Roman. Mehr erfahrt ihr unter www.rebaccaserle.com oder unter www.luebbe.de

Kommentare:

  1. Hallo Anruba.

    Die Rezi klingt ja nicht gut, sehr schade. Das Buch steht auf meiner WuLi und ich finde den Klappentext wirklich toll, daher wollte ich es mir schon ein paar mal kaufen, aber nach deiner Rezi bin ich mir nicht mehr sicher.

    LG Dinchen

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    1. Hallo Dinchen,

      ja ich weiß auch nicht. Ich hatte mich so auf das Buch gefreut und war dann dolle enttäuscht. Das liest man aus der Rezi heraus. Aber vielleicht geht es dir ja anders. Bei Amazon etc. findet man auch viele gute Bewertungen...
      Liebe Grüße
      Andrea

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Ich freue mich über Deine Meinung.

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