Samstag, 6. September 2014

Rezension: Ruby, die Jungs und wo man sie findet von E. Lockhart

Titel: Ruby, die Jungs und wo man sie findet
Autorin: E. Lockhart
Originaltitel: The Treasure Map of Boys: Noel, Jackson, Finn, Hutch, Gideon - and me, Ruby Oliver
Genre: Jugendbuch
Reihe: Teil 3 von 4
Seitenanzahl: 304 Seiten
Preis: 9,99 EUR
Verlag: Carlsen
Erschienen am 01.11.2012  www.carslen.de



Klappentext:  

Das 11. Schuljahr ist zur Hälfte vorbei. Und Ruby steckt seit 39 Wochen im Zustand Ohnefreund fest. Ihre Panikattacken sind eine Plage, ihr Liebesleben ist ein Debakel und Jungs sind immer noch ein großes Rätsel:
Noel schreibt ihr Nachrichten.
Jackson schenkt ihr Frösche.
Gideon hilft ihr backen. 
Und Finn verspricht ihr selbst gemachte Brownies.
Die Gerüchteküche brodelt, aber Ruby bastelt eine Jungs-Schatzkarte für ihre Therapie. Ob sie damit endlich den einen findet, der zu ihr passt?


Meine Meinung:  

  Alles was mich in den ersten beiden Teilen begeistert hat, wurde beibehalten.
Ruby kämpft weiterhin mit ihrem Leben, hat Panikattacken, geht zur Therapie bei Frau Z und versucht ihren Freunden eine gute Freundin zu sein. Dabei muss sie feststellen, dass sie nicht glücklich werden kann, wenn sie sich immer für andere verbiegt und ihre Gefühle dafür unterdrückt. Sie tut sich schwer herauszufinden was sie überhaupt will. So ist das eben wenn man sechszehn ist und keine Ahnung davon hat, was das Leben so für einen geplant hat.

Teil 3 unterscheidet sich inhaltlich leider nicht so sehr von Teil 2 (Ruby, die Jungs und wie man sie zähmt). Das war etwas schade, weil ich gerne gesehen hätte, dass es in Rubys Leben endlich mal voran geht. Stattdessen muss sie wieder einige Rückschläge in ihren Freundschaften einstecken. Ihre Freundin Nora mag Noel ebenfalls und schon steht Ruby wieder zwischen einer Freundin und einem Jungen den sie mag. Und wieder schaffen es die Mädchen nicht diesen Konflikt mit Reden zu lösen. Das macht mich auf die Dauer genauso fertig wie Ruby. Am Ende stellt sie sich korrekt die Frage, ob Nora so eine gute Freundin ist, wenn sie sie ihr noch nicht einmal anhört.

Die 300 Seiten lesen sich schnell weg. Ruby hat wieder allerlei interessante Infos als Fußnoten angefügt und auch ihre Listen sind wieder Weltklasse. Ich mag das Mädchen einfach gerne und auch wenn sie mir ziemlich leid tut und ich sie mehr als einmal schütteln möchte für ihre Ungeschicktheit, ist diese Buchreihe doch eine ganz eigene Geschichte für sich. Ganz anders als andere Romanheldinnen. Ruby muss immer viel zu viel einstecken, aber wächst auch über sich hinaus. Echt toll.

Für ein besseres Verständnis sollte man mit Teil 1 der Reihe anfangen, auch wenn in ein paar Rückblicken noch einmal alles erklärt wird.
Der Schreibstil ist flüssig, aber manche Stellen musste ich zweimal lesen, weil ich Rubys neurotische Art nicht immer gleich verstanden habe. Dazu sind ihre Gedankengänge manchmal einfach zu abgefahren.


  


Fazit: 

Auch Teil 3 über Rubys neurotisches Leben auf der Suche nach Normalität und einem Freund, dem Versuch zu Gefallen und dem Kampf gegen ihre Panikattacken haben mich sehr gut unterhalten.
Ich vergebe vier Sterne. Leider passiert in Teil 3 nicht so viel Neues, aber es ist trotzdem keine Sekunde langweilig. Es ist einfach Ruby. 

Zitat: "Und wenn das so ist, selbst wenn es kein Happy End bedeutet, es ist köstlich! (Auszug Seite 298)


Reihenfolge:

15 Jungs, 4 Frösche und 1 Kuss 
Ruby, die Jungs und wie man sie zähmt
Ruby, die Jungs und wo man sie findet
Ruby, die Jungs und die Suche nach dem Richtigen

Autorin:

E.Lockhart wollte schon immer Schriftstellerin werden. In der dritten Klasse hatte sie bereits zwei Romane geschrieben. Später studierte sie Schreiben und Literatur an der Vassar und an der Columbia University. Ihre Bücher sind in zehn Sprachen übersetzt worden, bei Carlsen erschienen bisher "15 Jungs, 4 Frösche und 1 Kuss", "Ruby, die Jungs und wie man sie zähmt" und "Die unrühmliche Geschichte der Frankie Landau-Banks". Letzteres wurde von der New York Times auf die Liste der bemerkenswertesten Jugendbücher 2008 gesetzt.

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