Donnerstag, 31. März 2016

Rezension: Auf eine wie dich habe ich lange gewartet von Patrycja Spychalski

Titel: Auf eine wie dich habe ich lange gewartet
Autorin: Patrycja Spychalski
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch (ab 14)
Reihe: Nein
Preis: 9,99 EUR
Verlag: cbt
Erschienen am 13.07.2015
www.randomhouse.de 

Klappentext:

Ab ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura – dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem Laura sich auf Anhieb versteht, Musik hört, am Bach herumliegt und … dann passiert es: Auf einer Party küsst Irina Laura – und Laura küsst Irina. Doch so unerwartet schön, so schrecklich verwirrend sind ihre Küsse auch. Bin ich lesbisch?, googelt Laura. Und wenn ja, warum dann dieses irre Kribbeln, wenn sie Enzo sieht?

Meine Meinung:

Patrycja Spychalski gehört schon länger zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihre Romane sind immer so echt und die Charaktere authentisch. Ihre Geschichten brauchen keine große Dramatik um zu überzeugen, denn sie sind wie das reale Leben. Sowas liebe ich.

Diesmal geht es um die 16-jährige Laura, die mit ihren Eltern unfreiwillig von der Großstadt aufs Land ziehen muss. Obwohl sie mit der Entscheidung nicht einverstanden ist, gibt sie sich ihren Eltern zuliebe große Mühe um sich einzuleben. 
Sie lernt zuerst Enzo kennen und später Irina. Beide Personen rufen aufregende Gefühle in Laura wach und das Mädchen weiß nicht so richtig wie sie damit umgehen soll.
Als Irina sie küsst, fragt Laura sich, ob sie jetzt lesbisch ist und muss sich erst mit diesen ganzen Emotionen auseinandersetzen. Außerdem merkt sie, am eigenen Leibe wie sie durch die ganze Sache von ihren Mitschülern ausgegrenzt wird. Gleichzeitig findet sie aber auch Enzo interessant und fühlt sich auch zu ihm hingezogen.

Zum Glück artet die Geschichte nicht in eine komische Dreiecksbeziehung aus. Es geht einfach um Laura und ihre Gefühle. Es ist teilweise sogar etwas unspektakulär, aber damit auch umso glaubwürdiger. Die Geschichte könnte jedem jederzeit passieren. Man glaubt der Autorin die Story einfach und fühlt sich in dem Buch von der ersten Seite an wohl. Alle Charaktere sind toll ausgearbeitet und sehr sympathisch. 
Laura erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, weshalb wir sie sehr gut kennenlernen. Der Schreibstil ist leicht und jugendlich. Man ist sofort in dem Buch zu Hause und möchte einfach alles in einem Rutsch weglesen.

Es geht um Selbstfindung und stellt die Frage in den Raum, ob jede Beziehung unbedingt immer ein Etikett braucht. Schließlich verliebt man sich in den Menschen, egal welches Geschlecht er hat. Diesen Themenansatz finde ich wirklich gut.
Gleichzeitig werden auch viele andere Dinge angesprochen, wie Mobbing, psychische Probleme, Sexualität und Liebe(skummer).

Die Geschichte spielt im Sommer und ich finde das spürt man auf jeder Seite. Der bildliche Schreibstil lässt einen einfach alles vor Augen erscheinen.

Das Ende fande ich gut gemacht, denn es hätte ja in alle Richtungen ausgehen können. 
 

Fazit:

Auch mit diesem Buch konnte mich die Autorin wieder sehr begeistern. Das Thema ist interessant umgesetzt und mal etwas anderes. Der bildliche Schreibstil und die sympathischen Charaktere machen das Buch zu einem echte Leseerlebnis. Ich kann es jedem weiterempfehlen der jugendliche Liebesgeschichten mag. 
 

Weitere Bücher:


Autorin:

Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten für Anthologien, bevor sie ihren ersten Roman Ich würde dich so gerne küssen verfasste.
(Quelle: cbt)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über Deine Meinung.