Freitag, 22. Januar 2016

Rezension: Von wegen Liebe von Kody Keplinger

Titel: Von wegen Liebe
Autorin: Kody Keplinger
Originaltitel: The Duff
Seitenanzahl: 352 Seiten
Genre: Liebesroman (ab 13 Jahren)
Reihe: Nein
Preis: 8,99 EUR
Verlag: cbt
Erschienen am 11.02.2013
www.cbt-jugendbuch.de 

Klappentext:

Das hat Bianca gerade noch gefehlt. Der eingebildete Wesley, dem alle Mädchen an ihrer Schule zu Füßen liegen, spricht sie an. Und hat die Stirn, ihr rundheraus zu sagen, dass er das nur tut, um an ihre hübsche Freundin ranzukommen. Schneller, als er denken kann, hat er ihre Cola im Gesicht. Auf so jemand fällt Bianca nicht rein. Aber als zu Hause alles schief geht, lässt sie sich doch mit ihm ein. Heimlich und völlig unverbindlich, versteht sich. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Oder?

Meine Meinung:

Vor drei Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen, doch nachdem ich den Kinofilm "The Duff" gesehen habe, wollte ich das Buch unbedingt noch einmal lesen.
Mit dem Film hat das Buch gar nichts gemeinsam, außer das die Namen der Hauptpersonen übernommen wurden und der Begriff "The Duff" (= Die Unattraktive Fette Freundin). 

Im Buch ist Bianca ein bodenständiges Mädchen, dass mit ihrem Zynismus versucht, ihre Unsicherheit zu überspielen. Ihre Probleme macht sie lieber mit sich selbst aus, als sich ihren besten Freundinnen Casey und Jess anzuvertrauen. Trotzdem verbindet die Mädchen eine tolle Freundschaft, für die jeder auf seine Art seinen Beitrag leistet.
Als sich der Frauenschwarm Wesley an Biancas Fersen heftet um über sie an ihre Freundinnen heranzukommen, ist Bianca mehr als nur genervt. Er betitelt sie als DUFF und obwohl Bianca es nicht möchte, kränkt und verfolgt sie dieser Begriff von da an ständig. Sie fängt an zu glauben, dass sie wirklich die "Hässlichste" in der Dreier-Clique ist. Trotzdem kommen sich Wesley und Bianca näher.
Das Ganze beginnt zuerst nur körperlich. Die Anziehung beruht auf ganz unterschiedlichen Gründen. Bianca versucht sich mit der Sache abzulenken und merkt doch ziemlich schnell, dass sie vor ihren familiären Problemen nicht flüchten kann.
Als man langsam hinter Wesleys Fassade schauen kann, merkt man ebenso schnell, dass dort viel mehr vorhanden ist, als sein oberflächliches Geplapper. Bianca schafft es mit ihrer direkten Art ihn aus der Reserve zu locken.

In diesem Buch geht es um Selbstvertrauen und Selbstfindung. Bianca fühlt sich ruhelos und sucht verzweifelt einen Ausweg aus ihrer Situation. Sie erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive und die Autorin schafft es mit dem lockeren Schreibstil und der witzigen Situationskomik der ganzen Geschichte ein wunderbares Flair zu verpassen. 
Trotz allem kommt auch das Tragische nicht zu kurz. Es gibt eine interessante Mischung aus Eifersucht, Hilflosigkeit und Verlustängsten. Freundschaften werden auf die Probe gestellt, familiäre Hintergründe hervorgekramt. 

Mir hat gut gefallen, dass es einmal keine typische romantische und "keusche" Liebesgeschichte ist, sondern das die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Es wirkt viel authentischer, weil Bianca einfach Ecken und Kanten hat, Fehler macht und daraus lernt. Dazu ist sie eine echt sympathische Protagonistin, die man einfach in sein Herz schließen muss. Die typischen amerikanischen Klischees mit den üblichen Stereotypen kommen hier höchstens am Rande vor und werden gekonnt auf die Schippe genommen.
Die Probleme sind nachvollziehbar und wirken nicht künstlich aufgebauscht. Somit hat es wieder großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Ich kann es allen ans Herz legen, die Geschichten von Morgan Matson oder Simone Elkeles mögen.

Fazit:

Diese Geschichte ist erfrischend anders, da sie ohne die typischen amerikanischen Klischees auskommt und gleichzeitig witzig wie tragisch erzählt wird. Die Personen sind liebenswert und authentisch, die Probleme nicht künstlich erzeugt. Der flotte Schreibstil macht das ganze Buch zu einem echten Lesevergnügen. Da kann man nur fünf Sterne vergeben.

Autorin:

Ihren ersten Roman „Von wegen Liebe“ schrieb Kody Keplinger mit 17, als sie selbst noch auf die Highschool ging. Sie sagt darüber: „In der Schule hab ich mich immer das ,hässliche Mädchen‘ gefühlt. Als dann zum ersten Mal der Ausdruck DUFF (die unattraktive fette Freundin) fiel, wusste ich sofort, was damit gemeint war – jemand wie ich. Die Idee, ein Buch darüber zu schreiben, war erst nur als Witz gedacht. Aber als ich begriff, dass meine Freundinnen sich genauso fühlten, war mir klar, ich muss diese Geschichte schreiben.“ Inzwischen geht die junge Autorin in New York aufs College und hat bereits einen weiteren Roman geschrieben. (Quelle: Amazon

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