Dienstag, 12. Januar 2016

Rezension: Heidewinter von Susanne Schomann

Titel: Heidewinter
Autorin: Susanne Schomann
Seitenanzahl: 304 Seiten
Genre: (Liebes) Roman
Reihe: Teil 3 von 3 (einzeln lesbar)
Preis: 9,99 EUR
Verlag: mtb (MIRA Taschenbuch)
Erschienen am 10.11.2015 
www.mira-taschenbuch.de 


Klappentext:

Eine Liebe, die den Winter in Sinas Herzen vertreibt – der neue Lunau-Roman von Susanne Schomann! Dekadenz, Arroganz und Kaltherzigkeit – das fällt Sina ein, wenn sie an die Adelswelt denkt, in der Philip von Hoven lebt. Sicher ist er als Drehbuchautor lange im Ausland gewesen, aber ein Schnösel bleibt ein Schnösel. Auch wenn er noch so schöne braune Augen hat und sie bei seinem Anblick Herzklopfen bekommt. Sina ist nur nach Lunau gekommen, um nach einer schweren Zeit die Weite der winterlichen Heide zu genießen. Heiße Küsse auf schneeverhangenen Reitpfaden passen jetzt gar nicht … Das glaubt sie jedenfalls, bis Philip ihr die Heidelbeerspuren von den Lippen küsst und das Eis um ihr Herz zum Schmelzen bringt. Hoffnungsvoll könnte Sina in die Zukunft blicken – doch das zarte Pflänzchen ihres Glücks wird bedroht, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war.

Meine Meinung:

Mit "Heidewinter" kommen wir zum dritten Mal nach Lunau und seinen liebenswürdigen Einwohnern zurück.

Diesmal geht es um den Baron Philip von Hoven und Sina, eine selbstbewusste Krankenschwester aus Hamburg. Nachdem Philips Großvater einen Unfall hatte, kann er sich nicht mehr selbst um das Gutshaus und die Aufgaben kümmern. Philip kommt aus den USA zurück um seinen Platz zu übernehmen.
Als Pflegekraft verschlägt es Sina nach Lunau, die dort einen Neuanfang machen möchte und sich um den Großvater kümmern wird.
Alle anderen Charaktere die wir in den ersten beiden Teilen (Wilder Wacholder und Der Holundergarten) kennengelernt haben, spielen auch wieder mit. Dadurch ist alles vertraut und man fühlt sich gleich wohl. Denn in Lunau ist alles sehr perfekt. Die Menschen gehen mit großer Höflichkeit und respektvoll miteinander um.

Aus der Erzählperspektive wird abwechselnd aus Philips und Sinas Sicht berichtet, doch auch die anderen Personen rücken gelegentlich in den Vordergrund. Es geht natürlich vorrangig um die Liebesgeschichte, doch auch diesmal baut die Autorin einen kleinen Kriminalfall mit in die Story ein.

Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Philip und Sina sind sehr interessant und ihre Treffen unterhaltsam. Doch dann ging der Autorin ein bißchen die Luft aus. Leider wiederholen sich viele Dialoge immer und immer wieder. Das war für mich sehr ermüdend. Susanne Schomann hat einen sehr bildhaften Schreibstil, der sehr authentisch ist, so dass man sich immer live im Geschehen sieht. In Wirklichkeit wäre man auch bei jedem Gespräch dabei, aber ich muss nicht immer wieder die gleiche Geschichte hören, nur weil Sina sie zuerst Ruth erzählt, dann am nächsten Tag ihren Freundinnen und dann nochmal Philip. Dadurch wirkte die Geschichte ziemlich in die Länge gezogen.
Die Anschläge auf den Gutshof werden im Gegenzug nur ganz kurz dargestellt und rücken unwichtig in den Hintergrund. Daraus hätte man viel mehr und spannenderes machen können. Eigentlich ist sofort klar, wer der Täter ist. 

Mit ist bewusst, dass diese Geschichten "Balsam für die Seele" sein sollen, aber manchmal hätte etwas mehr Drama nicht geschadet. Das alle immer sooooo nett und soooo verständnisvoll sind, ist einfach überzogen. Denn so wirkt Philips Wut zwischendurch sehr künstlich aufgebauscht und merkwürdig, da es nicht zum Gesamtbild passt.

Unterm Strich bin ich weiterhin ein großer Fan der Lunau-Reihe und werde auch weiterhin Bücher der Autorin lesen, denn sie lassen einfach ein gutes Gefühl zurück.
Im Vergleich zu den beiden anderen Teilen ist "Heidewinter" jedoch inhaltlich deutlich schwächer. Das muss man einfach fairerweise erwähnen.

Am Ende gibt es wieder einige kulinarische Rezepte zum nachkochen, die im Laufe des Buches erwähnt werden. Das inspiriert zum nachmachen.

Fazit:

Die Autorin bleibt ihrem "Balsam für die Seele"- Stil treu und so können wir erneut einige Zeit in Lunau mit seinen liebenswürdigen Einwohnern verweilen. Im Vergleich zu den anderen beiden Teilen ist "Heidewinter" jedoch inhaltlich deutlich schwächer. Fans der Reihe dürfte das aber kaum stören. Von mir gibt es drei Sterne, denn die letzte Hälfte hat sich sich für mich einfach zu lang gezogen, ohne mich groß fesseln zu können.


Reihe:

  1. Schomann, Susanne - Wilder Wacholder
  2. Schomann, Susanne - Der Holundergarten 
  3. Schomann, Susanne - Heidewinter


Autorin:

Susanne Schomann stammt aus Hamburg. Sobald sie Buchstaben erkennen konnte, wurde sie zu einer sprichwörtlichen Leseratte. Inspiriert zu ihrem romantisch-erotischen Debüt haben sie Nora Roberts, Julia Quinn – und die grenzenlose Weite von Ost- und Nordsee, wo sie regelmäßig ihre Urlaube verbringt. Die Autorin ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über Deine Meinung.