Mittwoch, 31. Januar 2018

Rezension: Secret Woods - Das Reh der Baronesse

Titel: Das Reh der Baronesse (Secret Woods)
Autorin: Jennifer Alice Jager
Seitenanzahl: 260 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14 J./ Fantasy
Reihe: Teil 1 von 2
Preis: 3,99 EUR
ISBN: 978-3-646-60280-7 
Verlag: Impress
Erschienen am 04.08.2016
www.carlsen.de


Klappentext:

Anstatt den Zwängen des Königshofs zu unterliegen, trainiert Nala lieber das Bogenschießen und gerät in Raufereien mit ihrem Bruder Dale. Aber als ihr Vater, der Baron von Dornwell, eine neue Frau auf das Anwesen bringt, sieht sie ihr Glück schwinden. Die Komtesse ist hochnäsig und böswillig, dennoch ist Nalas Vater ihr vollkommen verfallen. Als Nala schließlich das dunkle Geheimnis der Komtesse aufdeckt, ist es bereits zu spät. Sie setzt alles daran, ihre Familie vor der bösen Stiefmutter zu retten. Doch schon bald steht nicht nur das Leben ihres Bruders auf dem Spiel. Auch ihr eigenes Herz ist in Gefahr – und das des fremden Jägers mit dem verschmitzten Lächeln und den blaugrauen Augen…

Meine Meinung:

Jennifer Alice Jager konnte mich vor einem Jahr bereits mit der Märchenadaption zu Schneeweißchen und Rosenrot begeistern. Daher wollte ich auch ihre Geschichte zu "Brüderchen & Schwesterchen" lesen. Ich habe schon von dem Märchen gehört, aber könnte es nicht im Detail wiedergeben, daher kann ich nicht sagen, wieviel Freiheiten sich die Autorin genommen hat.

Im Erzählstil wird überwiegend aus Nalas Sicht berichtet. Sie und ihr größerer Bruder Dale sind ohne Mutter aufgewachsen und genießen ein sorgenfreies Leben. Trotzdem bilden sie sich nichts auf ihren Status als Kinder des Barons ein. Die Geschwister sind hitzköpfig und impulsiv und jagen lieber durch den Wald, als offiziellen Anlässen nachzugehen.

Als der Baron wieder heiraten möchte, ändert sich ihr Leben schlagartig. Nala kann die Komtesse und ihre Tochter Amelia auf den Tod nicht ausstehen. Sie spürt etwas Böses aufkommen und tatsächlich verhält sich Nalas Vater eher wie ein Liebeskranker Trottel anstatt wie ein Baron.

Dale und Nala versuchen gegen die Komtesse vorzugehen und geraten damit in ihre Schusslinie. Die böse Hexe lässt nichts unversucht um die Geschwister aufzuhalten. 

Die Geschichte ist märchenhaft erzählt und lässt sich Zeit mit der Entwicklung. Nala und Dale müssen viel erleiden und somit auch der Leser. Es ist ein ständiges Auf-und-Ab, dass an den Nerven zehrt. Immer wenn man denkt, jetzt haben die beiden es irgendwie geschafft, gibt es einen neuen Dämpfer. Einerseits war das sehr unterhaltsam, andererseits ging es auch oft so schnell, dass ich gefühlsmäßig nicht mitgekommen bin.

Ich hatte während des ganzen Buches großen Spaß beim lesen, aber das Ende hat mich doch enttäuscht. Endet das Märchen auch so? Hätte man das nicht anders lösen können? Zwar kann ich mit dem Ende leben, aber für ein Märchen erwarte ich eben doch mehr ein Happy End und keinen zweiten Teil. Da hätte ich mir eine andere Umsetzung gewünscht und wenn es eben 100 Seiten mehr gewesen wären.

Besonders überrascht hat mich der geheimnisvolle Prinz, der wirklich Rückgrat gezeigt hat. Und das wäre auch momentan der einzige Grund warum ich den zweiten Teil lesen würde. Ansonsten lebe ich eben mit dem Ende der Geschichte.

Fazit:

Ein tolles Buch für Märchenfans, dass den Leser bis auf kleinere Durststrecken gut unterhält. Die Charaktere sind unterhaltsam und kampfeslustig. Ich hatte bis zum Ende großen Spaß beim Lesen, wurde vom Ende selbst aber eher enttäuscht. Daher gibt es vier tolle Sterne.


Reihe:

 

Autorin:

Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen. (Quelle: Verlag)

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