Sonntag, 4. Juni 2017

Rezension: Die verborgenen Insignien des PAN von Sandra Regnier

Titel: Die verborgenen Insignien des PAN
Autorin: Sandra Regnier
Seitenanzahl: 368 Seiten
Genre: Fantasy Jugendbuch ab 14 J.
Reihe: Teil 3 von 3
Preis: ab 3,99 EUR
ISBN: 978-3-551-31435-2
Verlag: Carlsen Verlag
Erschienen am 05.12.2013
www.carlsen.de 

Klappentext:

Eigentlich sollte sich Felicity ja glücklich schätzen. Nicht nur scheinen plötzlich sämtliche Jungen aus ihrer Schule an ihr interessiert zu sein, sie ist auch bereits mit dem bestaussehendsten Typen Londons verlobt. Nur leider ist die Verlobung schon vor Jahrhunderten arrangiert worden und ihr Zukünftiger der etwas zu charmante Halbelf Leander FitzMor, der viel zu vielen Frauen den Kopf verdreht. Felicity kann sich einfach nicht entscheiden, ob sie ihn lieber schlagen oder ihm doch endlich den alles verändernden Kuss geben soll. Zu allem Überfluss spitzt sich auch die Lage in der Anderwelt zu und wieder hängt alles von Felicity ab. Nur sie kann die für die Elfen so wichtigen Insignien finden, muss dafür aber ziemlich durch die Zeit reisen …

Meine Meinung:

Die dunkle Prophezeiung des PAN habe ich gerade beendet und wollte nach dem Cliffhanger sofort wissen wie es weitergeht.

Der Einstieg des Buches war spannend und es sprach für Lee, dass er jedem Geheimnis mal wieder total schnell auf die Spur kam. Leider mochte ich die Richtung nicht so gern, in die sich die Geschichte entwickelt hat. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin entweder nicht weiter wusste oder zu viel wollte. Es gab plötzlich so viele neue Ereignisse und Handlungsstränge, dass die eigentliche Grundidee (Die Insignien des PAN) irgendwie untergegangen ist bzw. immer nur eine Nebenrolle spielte. 

Dabei war die Suche der Insignien doch das Beste und Interessanteste. Ich fand Lee und Faes Reisen in die Vergangenheit am schönsten. Doch die aufkommenden Probleme wurden immer total schnell gelöst oder die Geschichte passend gemacht, dass es schon fast unspektakulär wurde. Leider haben die Zeitreisen auch nicht wirklich etwas zu dem großen Ganzen beigetragen. Das Geheimnis blieb weiterhin im Dunkeln und wurde einem am Ende ohne Vorwarnung und gehetzt vor den Latz geknallt. 

Trotzallem klebte ich weiterhin gebannt an den Seiten und wollte wissen wie es weiterging. Natürlich auch in Fae's und Lee's so genannter Beziehung.

Kommen wir daher zu dem alles entscheidenen Kuss! Haben wir nicht alle die letzten beiden Bände auf diesen Augenblick gewartet? Und dann? 
Erstens: War es total schnell vorbei! Zweitens: Passiert gar nichts! Das hat mich echt geschockt
Plötzlich war gar nichts mehr so, wie es die ganze Zeit angekündigt wurde. 
Das war vielleicht ein taktischer Schachzug der Autorin, hat mich aber eher verstimmt als begeistert. Ich finde es irgendwie daneben, dass plötzlich alle Jungs auf Felicity stehen, auch wenn es witzig gemacht war. Die ganze  Entwicklung hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen, denn ist es überhaupt ehrliche Liebe, wenn einer den anderen mit Magie an sich bindet? Eher nicht.

Außerdem hätte ich mir in diesem Teil einfach mehr Klarheit bezüglich Felicitys Fähigkeiten gewünscht. Was ist sie denn jetzt genau bzw. was kann sie? Ist sie jetzt eine Sirene, eine Elfe, ein Drache, ein Wechselbalg? Es hat mich alles total verwirrt. Und ich glaube Fae war es auch. Anders kann ich mir ihre fortlaufende Passivität in dem Buch nicht erklären. Sie ist die Hauptdarstellerin, aber beim alles entscheidenen Endkampf versteckt sie sich und lässt sich von dem Bösewicht in einem Endlosmonolog totquatschen. Nee, ich weiß nicht. Das Ende kam einfach abrupt. Ja, es war überraschend, aber auch mit so vielen dramatischen Wendungen überladen, dass es mich einfach überfordert hat.

Bei der Handlung hat mich die Autorin in diesem Teil nämlich irgendwann verloren. Es kam immer nur  Schlag auf Schlag und war für mich teilweise nicht mehr nachvollziehbar. Um es glauben zu können, hätte ich Beweise und Entwicklungen gebraucht. Es gab aber immer nur Fakten, Fakten, Fakten und dann Tatsachen. Klar war es unterhaltsam, aber es wirkte irgendwann auch gestellt und konstruiert. (Ich sage nur Phillys- dafür gab es nie einen Hinweis und keinen logischen Aufbau und daher war es für mich als Leser nicht verständlich). Der ganze Handlungstrang um die Drachen hatte einfach viel zu viele Logikfehler. Wo waren denn die Drachenkinder die ganze Zeit? Und wo sind sie zukünftig? Gibt es jetzt ein miteinander? Ach ja, wollte Fae den Krieg zwischen den Drachen und den Elfen mit den Insignien nicht eigentlich verhindern? Es war so ein Hin-und Her, dass ich echte Probleme hatte zu folgen und mir das Ende ein zweites Mal durchlesen musste.

Der Schreibstil war erneut flüssig und angenehm zu lesen. Es sind die sympathischen Figuren mit ihren witzigen Gesprächen, die der Geschichte diese Faszination verleihen.  Die Story weiß einfach zu fesseln, auch wenn die Handlung überladen war. Das ist phänomenal. 

Die meisten offenen Fragen wurden zum Glück beantwortet. Es sind eher die Kleinigkeiten, auf die ich gerne noch eine Antwort hätte. Diese fiesen kleinen Gemeinheiten, die mich unruhig zurücklassen (z.B. warum sieht Ciarans Mutter aus wie Cheryl?). Von Ciaran möchte ich auch gar nicht sprechen. Mit seiner Geschichte hat mir die Autorin das Herz gebrochen.

Nach dem Abschluss der Reihe bin ich nun etwas sentimental. Ich werde Lee und Fae vermissen. Sie sind einfach ein sympathisches Duo und ihr Schlagabtausch wird mir definitiv fehlen. 
Denn die Trilogie lebt einfach von diesen beiden Hauptcharakteren und ihrem Charme. 

Der Prolog ist ein Ausblick auf die Zukunft und für alle Romantiker(innen) ein Gedicht.

Für mich ist das Buch ein guter Abschluss.

Fazit:

Die Autorin hat im Finale noch einmal alles gegeben. Fundamentale Dinge wurden verändert. Nichts ist mehr so wie es scheint. Mich hat sie damit am Ende überfordert, da ich wichtige Dinge nicht wirklich nachvollziehen konnte. Trotzallem habe ich das Buch gerne gelesen. Die Reihe hat eine eigene Faszination, der man sich nur schwer entziehen kann. Ich vergebe 3,5 Sterne und kann mit dem Ende leben, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte und nicht hundertprozentig überzeugt bin. Die Reihe ist und bleibt etwas Besonderes und sollte weiterempfohlen werden.
Aufgerundet ergibt es vier knappe Sterne.
 

Reihe:

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  1. Das geheime Vermächtnis des Pan
  2. Die dunkle Prophezeiung des Pan
  3. Die verborgenen Insignien des Pan 

Autorin:

Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich auswandern. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen. (Quelle: Verlag)

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