Samstag, 18. März 2017

Rezension: Schneeweiße Rose: Ein Wintermärchen von Jennifer Alice Jager

Titel: Schneeweiße Rose: Ein Wintermärchen
Autorin: Jennifer Alice Jager
Seitenanzahl: 204 Seiten
Genre: Märchen
Reihe: Nein
Preis: 2,99 EUR

Verlag: Selfpublisher
Erschienen am 30.01.2017
www.amazon.de 


Klappentext:

Frei nach dem bekannten Grimm'schen Märchen "Schneeweißchen & Rosenrot".

Seit dem Tod ihrer Mutter sind die Schwestern Snow und Rose auf sich allein gestellt. Gemeinsam führen sie ein bescheidenes Gasthaus an der Grenze zum verwunschenen Wald. Viele Gefahren drohen dort, doch die Schwestern konnten immer auf sich aufpassen. Bis sie eines Tages einem geheimnisvollen Fremden Obdach gewähren. Denn kaum, dass sich Snow und der junge Mann näher kommen, geraten die Schwestern mitten in den Kampf des Zwergenkönigs gegen die böse Fee des Waldes – ein Kampf um Liebe, für die Freiheit und um das Schicksal eines ganzen Königreichs.


Meine Meinung:

Ein Wintermärchen passt doch sehr gut in die kalte Jahreszeit. Bisher hatte ich noch kein Buch der Autorin gelesen und habe mich daher sehr auf Schneeweiße Rose gefreut.

Die beiden ungleichen Schwestern Rose und Snow leben in einem alten Gasthaus am Rande des dunklen und gefährlichen Waldes. Sie müssen hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten und sind ein eingespieltes Team.
Die 16-jährige Snow ist schüchtern und im Gegensatz zu Rose eher unscheinbar. Die ein Jahr ältere Rose ist impulsiv, direkt und fühlt sich für Snow verantwortlich.
Als ein verletzter Fremder in ihrer Scheune auftaucht kommt die Geschichte in Gang.

Rose und Snow sind zwei starke Charaktere, die mich überzeugen konnten. Besonders Snow wächst im Laufe des Buches über sich hinaus und riskiert alles für ihre große Liebe.
Leider waren die beiden Prinzen mehr als enttäuschend. Chris ist am Anfang noch geheimnisvoll, entwickelt sich dann aber immer mehr zu einem Waschlappen, der null Willenskraft und Entschlossenheit hat. Es ist zwar irgendwie süß, dass die Frauen hier die Heldinnen sind, aber ein bisschen mehr "Mann" hätte der Liebesgeschichte nicht geschadet.

Die Atmosphäre des Buches ist stimmig. Das Leben im Gasthaus hat den Zahn der Zeit gut getroffen. Die Suche im verwunschenen Wald war spannend und magisch. Besonders die Szenen mit dem Zwergenkönig waren interessant gemacht.
Ab der Hälfte wechselt der Schauplatz dann zum großen Schloss und ab hier fing die Story etwas an zu schwächeln. Rose verlor ihre starke Seite und wurde plötzlich zu einem verliebten Teenie. Das war merkwürdig.
So richtig überzeugend fand ich die ganze Geschichte mit der bösen Fee, Chris und dem Zwergenkönig nicht, aber die alten Märchen sind ja auch nicht immer logisch. Einzig Snow konnte mich mit ihren Taten überzeugen. Sie hatte weit mehr Mumm in den Knochen als alle Männer im gesamten Königreich.

Der Schreibstil war angenehm und für ein Märchen passend. Der Plot ist in Ordnung, nicht immer logisch, aber akzeptabel. Die zweite Hälfte war insgesamt zu schnell und blieb etwas zu oberflächlich. Darunter litt dann auch meine Lesestimmung und ich habe lange gebraucht, bis ich Lust hatte das Buch zu Ende zu lesen. Trotzdem ist die Geschichte für eine Märchenadaption gut gemacht. Man sollte nur nicht zu viel erwarten.

Fazit:

Ein schönes Märchen mit starken Heldinnen. Insgesamt etwas zu schnell und nicht immer logisch, dafür aber mit Charme und einem netten Setting. Für Märchenfans gut geeignet. Von mit gibt es vier Sterne.


Autorin:

Jennifer (Alice) Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen. (Quelle: Amazon)

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