Montag, 7. April 2014

Rezension: Carpe diem von Autumn Cornwell

Titel: Carpe diem
Autorin: Autumn Cornwell
Originaltitel: Carpe Diem
Übersetzerin: Martina Tichy
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Reihe: Nein
Preis: ab 7,99 EUR
Veröffentlicht im April 2010 im Carlsen Verlag
www.carlsen.de 

Klappentext:

"Also", sagte ich, "wie sieht der Plan aus?"
"Der Plan?"
"Die ausführliche Reiseroute für den Sommer."
Grandma Gerd kramte in ihrer riesigen gewebten Tasche und zog einen Umschlag heraus. Ich riss ihn ihr förmlich aus der der Hand und öffnete ihn. "Aber da ist ja gar nichts drin." "Genau. Wir sind Abenteurer, Kleines. Und Abenteurer planen nicht. Sie leben. Sie erleben. LDA- Lebe den Augenblick! Das werden wir diesen Sommer tun - leben im Hier und Jetzt."

Ein Buch über Hocktoiletten. 100 % Luftfeuchtigkeit, einen Cowboy namens Hanks und ein Mädchen, das zum ersten Mal in ihrem Leben keinen Plan hat.



Meine Meinung:

Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite ziemlich speziell, aber auf eine lustige Weise.

Es geht um Vassar Spore. Ein sechzehnjähriges Mädchen, dass die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Ihr ganzes Leben ist bis ins letzte Detail verplant. Ihre Eltern halten mit ihr Besinnungsstunden ab, in der sich alle auf ihre Lebensziele konzentrieren. Es gibt keine Unwägbarkeiten, keine Spontanität. Genau wie ihre drei Freudinnen Amber, Denise und Laurel ist Vassar nur auf ein Ziel aus: Jahrgangsbeste zu werden.

Eines Abends kommt ein Anruf von Grandma Gerd. Eine sechzigjährige Künstlerin, die durch Südostasien reist und dort für ihre Projekte arbeitet.
Vassar ist total verblüfft, als ihre Eltern sie quasi zwingen zu ihrer Großmutter nach Malaysia zu reisen, um mit ihr dort den Sommer zu verbringen. Mit einer Frau, die sie noch nie in ihrem Leben getroffen hat. Vassars Mutter ist plötzlich einem Nervenzusammenbruch nahe, denn Grandma Gerd hat irgendetwas in der Hand, mit dem sie Vassars Eltern erpressen konnte. Das große Geheimnis.

In Malaysia angekommen, trifft Vassar auf den chinesischen Cowboy Hanks, der sie und ihre Großmutter auf der Reise durch Malaysia, Kambodscha und Laos begleiten soll. Auf der Suche nach Fundstücken für eine Collage reisen die drei durch die Welt und erleben dabei wirklich ungewöhnliche, witzige Abenteuer. 
Vassar gerät immer wieder mit dem Gesetz und vor allen Dingen mit sich selbst in Konflikt, weil ihre wohlgeplante Welt plötzlich aus allen Fugen gerät.
Sie trifft einen Ohrlecker, rettet Kühe vor einem Granatenangriff, muss aus einer Toilette befreit werden und wird zum Schluss sogar noch eine Geisel in einem Bergdorf. Ich habe teilweise wirklich Tränen gelacht, weil manche Situationen so komisch waren. Die Autorin hat genau meinen Humor getroffen.

Die Charaktere sind interessant. Vassar ist ein spießiges Mädchen, die Großmutter eine verrückte Hippiekünstlerin und Hanks ein merkwürdiger Cowboy, aber auch Vassars Retter in der Not.

Nebenbei entwickelt sich eine kleine Liebesgeschichte zwischen Vassar und Hanks. Das hätte sich die Autorin in meinen Augen schenken können, denn es war nicht sehr romantisch und teilweise auch etwas unglaubwürdig, wie schnell sich Vassar verliebt hat. Aber wie gesagt, dieser Teil ist nur die Nebenstory.

Das große Geheimnis, das Grandma Gerd hütet, war mir von Anfang an auch klar, aber es ist trotzdem spannend gewesen, wie Vassar der Sache auf den Grund gegangen ist.

Daneben erhält man wunderbare Einblicke in die Welt von Südostasien. Man merkt, dass die Autorin dort selbst herumgereist ist und einige Ereignisse selbst erlebt haben muss.

Ein wirklich tolles stimmiges Buch. Ein Roadtrip durch Südostasien.
 

Fazit:

Genial. Dieses Buch überzeugt mit seiner interessanten Geschichte und seinen außergewöhnlichen Charakteren. Ein echter Geheimtipp für Südostasienfans. Die Liebesgeschichte war etwas lahm, aber das Buch erhält von mir trotzdem eine klare Leseempfehlung. 


Autorin:

Autumn Cornwell, die einen Teil ihrer Kindheit in Papua Neuguinea verbrachte, war schon immer ein Zugvogel. Inzwischen hat sie bereits 22 Länder besucht, wobei ihr Südostasien besonders ans Herz gewachsen ist. Ihre Erlebnisse dort haben sie zu Carpe diem inspiriert. Neben dem Schreiben verbringt sie viel Zeit damit, sich durch den undurchsichtigen Dschungel der amerikanischen Film- und Fernsehindustrie zu schlagen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn Dexter lebt sie in der Nähe von Los Angeles.


Kommentare:

  1. schöne Rezi! Übrigens cooler Blog, bin dir auch gleich gefolgt<3
    LG

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    1. Vielen Dank. Ich schaue bei Dir auch mal vorbei.

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  2. Ich versteh das Cover nicht. :D
    Aber deine Rezi klingt gar nicht mal schlecht.
    Aber dieses Cover. XD

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Du hast Recht. Ich habe bisher noch gar nicht darüber nachgedacht. Doch das Cover macht Sinn. Vassar reist mit zehn Koffer nach Asien und fühlt sich damit für jede Situation gerüstet. Da es dann Probleme beim kleinen und großen Geschäft ;-) gibt, sollen wohl die Klorollen eine Anspielung sein. Denn auch die beste Vorbereitung hilft ihr in diesem Urlaub nicht.

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Ich freue mich über Deine Meinung.

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