Mittwoch, 15. Juni 2016

SUB Destroyer #8 - Mit der Bitte um Abstimmung

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/ 

Diese Aktion gibt es bei Schlunzenbücher.


Jeden Monat am 15. gibt es drei Aufgaben, zu denen SUB Bücher herausgesucht und auf dem Blog vorgestellt werden dürfen. 
 

Beim letzten Mal habt ihr für mich: 

Liebe ist was für Idioten.Wie mich von Sabine Schoder ausgesucht.



 



Ein echt tolles Buch. Es ist mal eine andere Geschichte, nicht so 0815 kitschig klischeehaft. Sabine Schoder lässt ihre Protagonisten durch echte Abgründe laufen und erzählt viele ungeschönte Wahrheiten.
Es geht um Viki, die sich in Jay verliebt, obwohl sie ihn zuerst nicht ausstehen kann. Doch der Junge fasziniert sie. Er hat Geheimnisse und versucht sie vor ihr zu verstecken. Ganz langsam kommt Viki auf die richtige Spur. Doch da hat sie sich längst in ihn verliebt. 
Man kann eigentlich nicht mehr vom Inhalt verraten um nicht zu spoilern. Ihr müsst es einfach selbst lesen. Es ist wirklich super und sehr aufwühlend.
  

Die ausführliche Rezi folgt umgehend.


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In diesem Monat gibt es folgende Kategorien:


1. Ein Buch aus eurem Lieblingsverlag.
2. Ein Buch, das ihr selbst gerne endlich von eurem SUB befreien wollt.
3. Ein Buch mit einem nichtssagendem Cover.



Aus meinem SUB habe ich folgende Bücher ausgesucht:

  1. Heat of the moment von Lauren Barnholdt
  2. Wie mein Sommer in Flammen aufging von Jennifer Salvato Doktorski
  3. Die Nacht der gestohlenen Küsse von Kasie West




Wie geht es weiter? 


Ihr stimmt für ein Buch ab, welches ich bis zum nächsten SUB Destroyer (15.07.) lesen werde. Entweder per Kommentar oder in der Umfragetabelle (oben rechts!).


Die Abstimmung geht bis 22.06.16 um 23.59 Uhr.



Ich würde mich freuen, wenn ganz viele Leute mitmachen. :-)

Samstag, 11. Juni 2016

Rezension: The Diamond Guys (Liam) von Jade McQueen/Kira Gembri

Titel: The Diamond Guys - Liam
Autorin: Jade McQueen (Kira Gembri)
Seitenanzahl: 232 Seiten
Genre: Liebesroman/Erotik
Reihe: Teil 1 von 6 (einzeln lesbar)
Preis: ab 2,99 EUR
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen am 02.03.2015
Bei Amazon kaufen? 

Klappentext:

Rayne Adams ist am Boden zerstört – nicht nur, dass ihr Exfreund sie zu seiner Hochzeit eingeladen hat (via Facebook!), nun wurde sie auch noch aus ihrer Streetdance-Truppe geworfen.
Als sie sich in einer Disco den Frust von der Seele tanzt, wird der Stripper Liam auf sie aufmerksam. Dieser hat ebenfalls gerade Stress in seinem Job: Dank seines dezent übersteigerten Selbstbewusstseins hat er sich bisher immer auf sein attraktives Äußeres verlassen, kann aber tänzerisch nicht mit den anderen "Diamond Guys" mithalten. Rayne erklärt sich bereit, ihm bis zum nächsten großen Event im Diamond Club ein paar heiße Moves beizubringen, doch nur unter einer Bedingung: Er muss für die Dauer des Trainings enthaltsam bleiben. Und das bedeutet für den Frauenhelden eine noch viel größere Herausforderung als das Tanzen ... 



Meine Meinung:

Laut Amazon ist : "Liam (The Diamond Guys)" der erste Band einer Serie romantischer und prickelnder Geschichten rund um eine Tanztruppe aus Miami. Jede Geschichte ist in sich abgeschlossen und kann einzeln gelesen werden. 

Wer den Film "Magic Mike" gesehen hat, kann sich das Setting bildlich vorstellen. In einem Prolog lernen wir Liam und die anderen Diamond Guys in ihrem Club kennen. Ein wichtiger Auftritt steht bevor und jeder der Jungs soll seine Performance verbessern. Als Liam zufällig die Streetdancerin Rayne kennenlernt, überzeugt er sie, ihm einige neue Schritte zu zeigen um seine Choreographie zu verbessern.

Rayne erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Sie ist ein Mädchen, dass sich irgendwie immer selbst im Weg steht. Sie fliegt aus ihrer Streettanzgruppe und bemitleidet sich die ganze Zeit selbst, weil ihr Ex sie hintergangen hat. Um auf andere Gedanken zu kommen, nimmt sie Liams Angebot an und gibt ihm Tanznachhilfe. Dabei bleibt es natürlich nicht.

Was in einem Film gut funktioniert (eine tolle Bühnenshow), ist natürlich schwerer in einem Roman überzeugend darzustellen. Trotzdem konnte ich mich ganz gut mit den Tanzszenen anfreunden.

Mit Rayne hatte ich allerdings so meine Probleme. Ich konnte ihr Handeln oft nicht nachvollziehen und hätte ihr gerne mal die Meinung gesagt. Außerdem stand sie mir viel zu oft auf der Leitung, dass war schon unglaubwürdig. So naiv kann man doch nicht sein, wenn man mit siebzehn von zu Hause ausgezogen ist, um in der weiten Welt Erfolg zu haben. 
Sie war mir zu widersprüchlich. Einerseits ist sie total verklemmt und verlangt gleich absolute Enthaltsamkeit von Liam, um dann am nächsten Tag eine erotische Duschshow abzuziehen. Das passte einfach nicht. Aber vielleicht bin ich auch zu kleinlich.

Liam ist dagegen ein echter Schatz, auch wenn er als Charaker viel zu blass bleibt. Man erfährt kaum etwas über ihn. Er wird einfach nur klischeehaft über seine äußeren Vorzüge definiert. Das ist etwas schade. Ich hätte ihn als Person gerne noch näher kennengelernt.

Inhaltlich bleibt die Story leider auch etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Geschichte ist sehr durchschaubar und im Prinzip weiß man schon alles aus dem Klappentext. So richtig überzeugend fand ich Liam und Rayne als Paar jetzt nicht, dazu war einfach alles zu oberflächlich. Sie finden sich zwar sofort körperlich anziehend, aber mir fehlte einfach das Kennen-lernen oder das In-einander-verlieben. Es gibt so gar keine Gespräche zwischen den Beiden. Dafür kommen aber Fans von erotischen Szenen auf ihren Geschmack, die hier insgesamt sehr ansprechend, aber relativ zahm erzählt werden.

Warum sollte man das Buch trotzdem lesen?
Es ist erneut der leichte und humorvolle Schreibstil von Kira Gembri der diese Geschichte auszeichnet. Die Seiten fliegen nur so dahin und es gibt eine Menge zu lachen. Ich hatte einfach Spaß beim Lesen und habe mich wohl gefühlt. Da konnte ich auch über die inhaltlichen Schwächen hinwegsehen. 

In einigen Szenen lernen wir schon mal den ein oder anderen Diamond Guy kennen und so kann man sich auf die Folgebände freuen. Ich hätte schon Lust weiterzulesen.

Fazit:

Das Buch ist wie ein Schokoriegel. Es macht dich kurzfristig glücklich, aber dann vergisst du es auch bald wieder. Ich hatte beim Lesen sehr viel Spaß, aber wirklich herausragend ist die Story nicht. Dafür war es leider zu vorhersehbar und blieb zu oberflächlich. Wer jedoch leicht erotische Liebesgeschichten mag, der kann hier nichts verkehrt machen. Gelacht werden darf auch. Von mir gibt es drei gute Sterne. Tolle Idee, sehr gut geschrieben, aber inhaltlich noch Luft nach oben. 

Reihe:

  1. "Liam"
  2. "Fynn"
  3. "Jared"
  4. "Matt"
  5. "Sebastian"
  6. "Kyle" 

Autorin:

Jade McQueen ist das Pseudonym befreundeter Autorinnen, die bereits unabhängig voneinander erfolgreich Liebesromane veröffentlicht haben. Nun schlagen sie sich mit gemeinsamem Plotten und Schreiben die Nächte um die Ohren und haben riesigen Spaß dabei. Wie genau sie für diese spezielle Serie recherchiert haben, wollen sie allerdings nicht verraten ... (Quelle: Amazon)

Donnerstag, 9. Juni 2016

Top Ten Thursday #62 (Titel mit "B")

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
10 Bücher, deren Titel mit einem "B" beginnen

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Die ersten neun Bücher habe ich gelesen und Nr. 10 liegt noch auf dem SUB. "B" scheint ein beliebter Buchstabe für Buchtitel zu sein, denn ich hätte noch viel mehr gehabt :-). Wer mehr wissen möchte, hier geht es zu meinen Rezis!

Spychalski, Patrycja - Bevor die Nacht geht
Harrington, K. A. - Bis aufs Haar 
Martini, Caro - Beim nächsten Mann links abbiegen
Meyer, Stephenie - Biss zum Morgengrauen
Millman, Christine - Bist du ein Star?
Siebern, Hannah - Barfuß im Regen
MacAlister, Katie - Blind Date mit einem Vampir
Sporrer, Teresa - Blind Date mit einem Rockstar  
Dessen, Sarah - Because of you
Blackman, Malorie - Boys dont't cry

Nächste Woche geht es um das schöne Thema: 
Die 10 besten Einzelbände

Mittwoch, 8. Juni 2016

Aktion Stempeln (Rückblick Juni 2014)

 

Dieses ist eine Aktion, die derzeitig von Favolas Lesestoff weitergeführt wird. 




Ziel des ganzen ist es, einen Rückblick auf vergangene Jahre und ihre Bücher zu werfen. Sind die gelesenen Bücher immer noch präsent? 

Ich werfe einen Blick auf den Juni 2014:


1) 15, Jungs, 4 Frösche + 1 Kuss hatte mir total gut gefallen und ich weiß daher noch recht viel. Ruby musste für meinen Geschmack ganz schön einstecken. Das war eine neue Erfahrung für mich...

2) Der Geschmack von Sommerregen ist ein wirklich zauberhaftes Buch. Tolle Gefühle und nachvollziehbare Probleme. Ein echter Geheimtipp. Das kann man nicht vergessen.

3) Sechs Richtige und eine Falsche war so mittelmäßig, ich fand die Idee aber ganz gut und kann mich daher noch gut erinnern.

4) Jersey Angel werde ich wohl leider auch nie vergessen. Mein wohl furchtbarstes Buch seit Jahren. Hat nur einen Stern bekommen und weil ich mich immer noch aufrege, habe ich es leider auch noch vor Augen.

5) So lebe ich jetzt hatte bei meinem Buch einen irreführenden Klappentext. Daher war ich sehr geschockt, als es sich zu einem Kriegsdrama entwickelte. Werde ich auch nicht so schnell vergessen.

  
6) Chucks Welt mochte ich ganz gerne, aber irgendwie weiß ich wirklich gar nichts mehr von der Geschichte. Schade.

7) Der Geschmack von Glück war mir im Mittelteil zu langweilig und daher habe ich es wohl auch so schnell vergessen... Hm.

8) Viermal Paradies und zurück fand ich echt toll. Ungefähr weiß ich auch noch worum es ging, aber es tun sich auch große Lücken auf.... 

Und wie ist es bei Euch? Könnt ihr euch noch an die Bücher von vor zwei Jahren erinnern?

Montag, 6. Juni 2016

Rezension: Der Sog der Schwerkraft von Gae Polisner

Titel: Der Sog der Schwerkraft
Autorin: Gae Polisner
Originaltitel: The Pull of Gravity
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 12
Reihe: Nein
Preis: 14,99 EUR
Verlag: cbj
Erschienen am 31.03.2014
www.cbj-verlag.de 

Klappentext:

Nicks Vater hat sich aus dem Staub gemacht, seine Familie droht zu zerbrechen und sein bester Freund Scoot, der Freak, liegt im Sterben. Da taucht Jaycee Amato in Nicks Leben auf, das durchgeknallte Mädchen mit den Husky-Augen. Sie verspricht Scoot, ihm einen letzten Wunsch zu erfüllen, und nötigt Nick, dabei zu helfen. Und so machen sich die beiden ausgerüstet mit der Weisheit Yodas und den Geschichten von John Steinbeck auf einen Road-Trip, um Scoots unbekannten Vater zu finden. Eine schwierige und gleichzeitig wunderschöne Reise beginnt, auf der Nick reifer, reicher und weiser wird. Am Ende hat er zwar nicht Scoots Vater gefunden, dafür aber eine über den Tod hinausgehende Freundschaft und ... die große Liebe.

Meine Meinung:

Die Inhaltsangabe klang ein bisschen nach Roadtrip und daher musste ich das Buch natürlich unbedingt lesen.

Der 14-jährige Nick erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er gibt sich die Schuld, dass sein Vater ausgezogen ist um sich über einige Dinge klar zu werden. Durch eine Fernsehreportage lernt der Junge seine Mitschülerin Jaycee Amato näher kennen. Überrascht muss Nick feststellen, dass Jaycee ebenfalls mit seinem besten Freund Scoot befreundet ist.
Als es dem Scoot durch seine Krankheit immer schlechter geht, beschließen Jaycee und Nick Scoots Vater zu finden, der vor vielen Jahren abgehauen ist.

Trotz der ernsten Themen hat das Buch sehr viele humorvolle Stellen. Nick ist ein bisschen verpeilt und wirkt in Jaycees Nähe immer etwas trottelig. Aber das macht ihn auch sehr liebenswürdig. Er weiß eben noch nicht, wie das so mit den Mädchen funktioniert und ist daher sehr unsicher.

Jaycee ist definitiv das Highlight der Geschichte. Schwer zu sagen, ob sie wirklich so cool und taff ist, oder ob Nick sie nur so darstellt. Er zeigt sich ihr gegenüber als guter Freund, denn er ist einfach für Jaycee und ihre Ideen da, auch wenn er insgeheim nicht dahinter steht. Das ist ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und echte Freundschaft.
Unterm Strich spielt Jaycee Nick allerdings an die Wand. Er wirkt blass und unscheinbar gegen das quirlige Mädchen.

Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich richtig gut gefallen. Die Charaktere sind alle etwas schräg und trotzdem wirken sie authentisch. Einerseits wirkt die Story übertrieben, doch andererseits hätte sie sich vielleicht so abspielen können.
In den Mitte des Buches geht der Autorin aber irgendwie die Luft aus. Es wirkt fast so, als hätte sie nicht weiter gewusst. Vorher lief alles in flottem Tempo ab und plötzlich wird alles ziemlich unrealistisch. Der Sinn der Reise (den Vater zu finden) wird mit einem Satz abgewischt und wem möchte die Autorin bitte die Sache mit dem Busfahrer glaubhaft verkaufen?
Ich weiß, dass die Autorin damit zeigen möchte, dass Pläne schief gehen können und dass man akzeptieren muss, dass sie fehl schlagen. Schließlich reden Jaycee und Nick ständig über das Buch Von Mäusen und Menschen von John Steinbeck. Dieser Roman spielt in der Geschichte eine entscheidene Rolle. Doch so hat man die ganze Zeit das Gefühl, dass gleich etwas tolles und spannendes passiert, aber es kommt einfach nicht. Das ist sehr enttäuschend.

Es werden viele ernste Themen behandelt. Trennung der Eltern, Verlust eines Elternteils, Verlust des besten Freundes, erste Liebe, neue Freunde, Geschwisterprobleme und das schlichte Erwachsenwerden. Insgesamt findet die Autorin eine gute Balance, aber durch die Kürze wird das meiste nur oberflächlich angekratzt.
Jaycee bringt Nick auf die richtige Spur und hilft ihm sich seinen Problemen zu stellen. Die Botschaft habe ich verstanden, fand die Umsetzung aber insgesamt zu unspektakulär.

Der Schreibstil ist etwas zu gewollt auf jugendlich gemacht, aber ich konnte mich damit anfreunden. Was ich nervig fand, waren die ständigen Ankündigungen (Vorwegnahmen wie wir gelernt haben), was denn bald passieren wird, aber es passierte halt nicht wirklich was. Es ist wie die fehlende Pointe beim Witz. Man wartet und wartet und dann kommt nichts. Das hat mich wirklich frustriert, denn ich hätte das Buch so gerne gemocht.
Leider ist der Roadtrip auch kein Roadtrip, sondern lediglich eine Busreise und die Auflösung am Ende ist ebenfalls etwas weit hergeholt.   

Ich habe das Buch gerne gelesen, bin aber nach dem Ende etwas ernüchtert. Leider passiert nichts wirklich Überraschendes, so dass man die Story nach Lesen des Klappentextes im Prinzip schon kennt. Daher hätte etwas Spannung nicht geschadet.




Fazit:

Eine schöne Grundidee mit liebenswerten Charakteren und vielen versteckten Botschaften. Leider ist die Umsetzung dann doch zu unspektakulär, da man den Inhalt durch den Klappentext schon kennt. Ich habe das Buch gerne gelesen. Ein bisschen mehr Spannung hätte aber nicht geschadet. Von mir gibt es drei gute Sterne.

Autorin:

12350670Gae Polisner ist Ehefrau, Mutter und Rechtsanwältin und nebenbei auch noch Schriftstellerin. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Jungs und zwei Nymphensittichen auf Long Island, New York. Der Sog der Schwerkraft ist ihr erster Jugendroman, aber wenn es nach den euphorischen Stimmen der Kritiker geht, ganz bestimmt nicht ihr letzter. (Quelle: Amazon)

Freitag, 3. Juni 2016

Rezension: Mein Leben als Pinguin von Katarina Mazetti

Titel: Mein Leben als Pinguin
Autorin: Katarina Mazetti
Originaltitel: Mitt liv som pingvin
Seitenanzahl: 304 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: 8,99 EUR
Verlag: List Taschenbuch
Erschienen am 15.07.2011 
www.ullsteinbuchverlage.de 

Klappentext:

Wilma, Lehrerin und tapfere Optimistin mit Unterbiss, und Tomas, gutaussehender, aber eher trauriger Journalist, reisen an Bord der MS Orlowskij in die Antarktis. Zwischen Albatrossen, orangefarbenen Schwimmwesten und dem Kapitänsdinner erfüllt sich für Wilma endlich ein großer Traum, nachdem so viele nicht in Erfüllung gingen. Denn Touristen im ewigen Eis sind wie Pinguine - sie finden zueinander. 

Meine Meinung:

Keine Ahnung wie ich mal auf die Idee gekommen bin, dieses Buch auszuleihen. Das Cover passt so gar nicht zum Titel, aber der Klappentext klang interessant.

Nach einigen Seiten zeigt sich bereits das Besonderes an diesem Buch. Es gibt drei Hauptpersonen, die jeweils aus der Ich-Perspektive von ihrer Reise auf dem Schiff durch die Antarktis berichten.
Da wäre Wilma, Anfang dreißig, tollpatschig und liebenswürdig, immer gut gelaunt. Und Tomas, versunken in Selbstmitleid, der in Schweden alle Zelte hinter sich abgebrochen hat.
Außerdem Alba, eine ältere Dame, die alle anderen Reisegäste ständig mit Tieren vergleicht und nach ihrem Tod selbst gerne ein Albatros wäre.
Nach Aussage der Autorin könnte man sich eine Person aussuchen und nur ihre Reiseberichte lesen, dann würde man das Buch trotzdem verstehen. Das bedeutet, dass alle Charaktere mehr oder weniger auf jede Szene eingehen. Das klingt vielleicht überfrachtet, ist es aber nicht. Jede Person hat zu derselben Sache eine andere Meinung und das ist interessant gemacht.
Außerdem gibt es einzelne Kapitel zu den anderen Passagieren, die mich jedoch nicht so überzeugen konnten. Es reicht um die Hintergründe der Personen etwas zu erklären, aber fungiert doch eher Lückenfüller.

Wilma, Tomas und Alba haben alle ihre Päckchen zu tragen. Alle haben ein Geheimnis bzw. etwas aus ihrer Vergangenheit was sie vergessen oder verarbeiten möchten. Als Leser erfährt man nach und nach das ganze Ausmaß der Geschichte.
In meinen Augen hat es Wilma am härtesten getroffen und doch ist sie die größte Optimistin die herumläuft. Es ist fast schon tragisch, wie doll sie versucht, aus allem das Beste zu machen und ich kann überhaupt nicht verstehen, warum sie sich gerade an den öden Tomas hängt, der alle anderen für sein verkorkstes Leben verantwortlich macht.
Doch irgendwie macht jede Person für sich aus dieser Geschichte etwas besonderes und am Ende ergänzt sich fast alles.

Was mich aber am meisten beeindruckt hat, waren die Tier- und Landschaftsbeschreibungen der Antarktis. Es war alles so detailreich beschrieben, dass man die vielen Vögel, Meerestiere und Pinguine selbst vor seinem inneren Augen sehen konnte. Als wäre man selbst an Bord des Schiffes und bei den Ausflügen dabei. Alba hat die Ornithologen auch immer etwas auf die Schippe genommen, was eine witzige Anekdote war.

Der Schreibstil ist etwas ganz besonders. Er ist so leicht und stimmig und trotz der ganzen Tragik auch immer leicht humorvoll. Die Sätze sagen so viel aus, dass es fast philosophisch wirkt und auch wieder nicht. Durch die besondere Erzählart, die eben eher an eine Aneinanderreihung von Reiseberichten erinnert, geht vielleicht etwas der Schwung verloren, da es kein wirkliches vorankommen gibt. Immer wenn ein Kapitel vorbei ist, startet der nächste Erzähler und so liest man bereits erlebtes evtl. nochmal aus einer anderen Perspektive. Da muss man sich öfter gedulden.

Die Charaktere sind alles andere als normal und trotzdem kann man sich mit ihnen identifizieren. Durch ihre Probleme wachsen sie einem ans Herz und man möchte wissen wie es weitergeht.
Wilma, die alles andere als hübsch ist und mit ihrer Krankheit klar kommen muss. Tomas, der als Ehemann und Vater versagt hat, aber durch Wilma neuen Lebensmut fasst. Und Alba, die durch die Auflebung ihrer Romanze mit dem Schiffsarzt, doch noch einmal jemanden näher an sich heranlässt.

Das Ende hat mir zwar persönlich nicht so zugesagt, aber trotzdem hat mir das Buch echt super gefallen.
 

Fazit:

Ein besonderes Buch über drei unterschiedliche Menschen, die eine Reise durch die Antarktis machen. Durch ihre Reiseberichte dürfen wir an ihren Leben teilnehmen und geraten dabei selbst auf das Schiff und können uns an den tollen Landschafts- und Tierbeschreibungen erfreuen. Ein Buch das sicher nicht jedem gefallen wird, aber mir hat es tolle Lesestunden verschafft. Es gibt daher vier echt tolle Sterne. 



13184643Autorin:

Katarina Mazetti, geboren 1944 in Stockholm, war bis 1989 als Schwedisch- und Englischlehrerin im nordschwedischen Umeå tätig. Heute lebt sie in Lund und arbeitet als Journalistin bei Sveriges Radio. Mazetti schreibt für Erwachsene und Jugendliche. (Quelle: Amazon)

Mittwoch, 1. Juni 2016

Monatsrückblick Mai 2016

Diesen Monat habe ich weniger gebloggt, dafür war ich im Urlaub :-) und krank :-(. Aber alle meine gelesenen und gehörten Bücher waren echt topp! Das hatte ich zuletzt selten. Besonders "Ein Mann namens Ove", dass ich als Wanderbuch zugeschickt bekommen habe, hat mir super gefallen.

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 Mai

  1. Fuck you Leben! - Non Pratt (420 Seiten) 4****
  2. Miss Apfelblüte - Sonja Bullen (192 Seiten) 4****
  3. Hummeln im Herzen - Petra Hülsmann (Hörbuch) 5*****
  4. Ein Mann namens Ove - Fredrik Backman (368 Seiten) 5*****
  5. Elena - Ihr größter Sieg - Nele Neuhaus (304 Seiten) 5*****
  6. Nur einen Klick entfernt - Kira Gembri (252 Seiten)
  7. Liam (The Diamond Guys) - Jade McQueen (232 Seiten)

Mein Monatshighlight:

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Die drei beliebtesten Bücher Posts waren:


  1. Fette Fische
  2. Der Kuss des Raben
  3. Kein Rockstar für eine Nacht


Das Taschenbuch des Monats

 Zum Beitrag: Klick!    


Im Juni möchte ich folgende Bücher lesen:

  1. Der Sog der Schwerkraft - Gae Polisner
  2. Liebe ist was für Idoten.Wie mich - Sabine Schoder
  3. ??? (Weiss ich noch nicht :-) )


Und wie war Euer Monat Mai? 

 PS: Wenn ihr mir euren Link da lasst, dann schaue ich mir gerne eure Monatsrückblicke an!



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