Donnerstag, 19. April 2018

Rezension: Teestunde mit Todesfall (Ein Fall für Wells & Wong)

Titel: Teestunde mit Todesfall
Autorin: Robin Stevens
Originaltitel: Arsenic for Tea
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendkrimi ab 12 J.
Reihe: Teil 2
Preis: 15 EUR
ISBN: 978-3-86873-908-4
Verlag: Knesebeck Verlag
Erschienen am 16.02.2017
www.knesebeck-verlag.de 

Klappentext:

Daisy und Hazel verbringen die Ferien bei Daisys Familie in Fallingford. Zu Daisys Geburtstag reist die gesamte Verwandschaft an - von der exzentrischen Tante Saskia bis zum schneidigen Onkel Felix. Nur der zwielichtige Mr Curtis passt nicht so recht ins Bild. Er scheint etwas im Schilde zu führen. Doch als Mr Curtis vor den Augen aller vergiftet wird, ist klar, dass einer der Gäste der Mörder ist.

Während ein Sturm die Verdächtigen im Haus und die Polizei draußen hält, ermittelt Detektei Wells & Wong in ihrem zweiten Fall, diesmal im Kreis der eigenen Familie. Bei so vielen dunklen Geheimnissen wirkt Fallingford auf einmal gar nicht mehr so heimelig ...

Meine Meinung:

Nachdem mich der erste Teil (-> Mord ist nichts für junge Damen) der Reihe so fesseln konnte, wollte ich so schnell es geht weiterlesen.

Die Freundinnen Daisy und Hazel sind diesmal nicht im Mädcheninternat Deepdean, sondern verbringen ihre Osterferien bei Daisy's Familie in Fallingford, einem englischen Herrenhaus auf dem Land. Wir haben das Jahr 1935 und Lady Hastings möchte Daisy's 14. Geburtstag feiern. Dazu hat sie einige Gäste eingeladen. Als Mr. Curtis, der gute Freund von Daisy's Mutter, eintrifft, gehen die Spannungen los. Was führt der Mann im Schilde? Am Ende der Feier gibt es eine Leiche und die Detektei Wells & Wong nimmt die Ermittlungen auf.

Daisy ist wieder forsch dabei Verdächtige zu befragen und Beweise zu sammeln. Doch mit jedem Beweisstück wird der Fall persönlicher, da ihre gesamte Familie als Täter in Frage kommt. Für die sensible Hazel wird es harte Arbeit Daisy auf Kurs zu halten. Doch diesmal erhält sie Unterstützung von ihren Schulfreundinnen Küken und Kitty, die fleißig mitmachen. 


Erneut konnte mich die Autorin komplett in ihren Bann ziehen. Die Mischung aus Hazel und Daisy ist einfach genial
Daisy ist unerschrocken, nüchtern und neugierig, während Hazel eher schüchtern und überlegen ist. Beide Mädchen ergänzen sich perfekt, auch wenn ihre verschiedenen Ansichten oft zu Unstimmigkeiten führen. Das ist für die schnell schmollende Daisy nicht immer einfach. Sie hat gerne Recht und möchte alles bestimmen, während sich Hazel eher fürchtet und diesmal auch großes Heimweh hat. 

Hazel schreibt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Das Buch ist quasi ihr Fallbuch. Dort wird alles notiert und so kann man als Leser mitraten. Erneut werden wir mit Irrungen und Wirrungen bei Laune gehalten. Theoretisch könnte jeder der Mörder sein, alle hätten irgendwie ein Motiv und am Ende gibt es dann wieder eine schlüssige und überraschende Auflösung. Der Fall wird altmodisch nach dem Ausschlussprinzip á la Miss Marple gelöst. Das alles gepickt mit einer feinen Note Humor.
Zur besseren Übersicht befindet sich im Buch eine Karte des Hauses, sowie eine Namensliste und ein Glossar.

In meinen Augen ist der zweite Teil sogar noch spannender und besser als Band eins. Die Atmosphäre in dem alten, etwas heruntergekommenden Herrenhaus ist düster und unheimlich. Jeder Gast hat seine Geheimnisse, die aufgedeckt werden wollen. Dazu kommt das Unwetter, dass die Stimmung drückt, da niemand das Haus verlassen kann. So kann man das Buch gar nicht mehr aus Hand legen bis der Mörder gefasst wird.

Ich kann die Reihe wirklich weiterempfehlen und freue mich schon auf "Mord erster Klasse".
 

Fazit:

Auch der zweite Fall der Detektei Wells & Wong konnte mich komplett überzeugen. Die Geschichte ist spannend, raffiniert und originell. Die Mischung und Chemie der beiden Hauptfiguren ist genial. Dazu gibt es eine Prise Humor, viele Geheimnisse und Intrigen, sowie den Miss Marple Charme der 30er Jahre. Für jeden Krimifan ein absolutes Must-Have. Von mir gibt es alle fünf Sterne.
 

Reihe:

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Meine Rezi zu Mord ist nichts für junge Damen -> Klick!

 

Autorin:

25641597Robin Stevens wurde zwar in Kalifornien geboren, wuchs aber in einem College in Oxford, gleich neben dem Wohnhaus von Alice im Wunderland, auf. Schon in frühester Kindheit wollte sie entweder Hercule Poirot oder Agatha Christie werden. Als das mit dem beeindruckenden Schnauzbart nichts wurde, entschied sie sich für eine Karriere als Krimiautorin. (Quelle: Verlag

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Oh wie schön! Das ist ja mal etwas das uns beiden gefällt :D Ist zwar selten, aber diese Reihe liebe ich auch sehr! Band 4 ist ja mittlerweile erschienen, was ich völlig verplant habe! Der muss dringend auch bald bei mir einziehen!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    Antworten
    1. Hey Du,

      ja das ist witzig, dass wir das noch erleben dürfen :-). Den Tag streiche ich mir gleich im Kalender an.
      Ich werde jetzt auch erstmal Teil drei lesen, aber wenn die Reihe weiterhin so gut bleibt, kommt bestimmt auch bald Nr. 4 an die Reihe.
      Hab einen schönen Tag.
      Liebe Grüße
      Andrea

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