Dienstag, 27. März 2018

Rezension: Mord ist nichts für junge Damen (Ein Fall für Wells & Wong)

Titel: Mord ist nichts für junge Damen
Autorin: Robin Stevens
Originaltitel: Murder Is Bad Manners
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendkrimi ab 12 J.
Reihe: Teil 1

Preis: 15 EUR
ISBN : 978-3-86873-904-6
Verlag: Knesebeck Verlag
Erschienen am 18.08.2016
 www.knesebeck-verlag.de

Klappentext:

Deepdean-Mädchenschule, 1934. Als Daisy Wells und Hazel Wong ihr eigenes, streng geheimes Detektivbüro gründen, gibt es zuerst gar kein wirklich aufregendes Verbrechen zum Ermitteln. Doch dann entdeckt Hazel die Lehrerin Miss Bell tot in der Turnhalle. Zuerst denkt sie, es sei ein schrecklicher Unfall gewesen. Aber als Daisy und sie fünf Minuten später zurückkommen, ist die Leiche verschwunden. Jetzt sind die Mädchen sicher: Hier ist ein Mord geschehen ! Und nicht nur eine Person in Deepdean hätte ein Motiv gehabt ...

Nun haben Daisy und Hazel nicht nur einen Mordfall aufzuklären – zuerst müssen sie beweisen, dass es überhaupt ein Mord war. Fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, bevor der Mörder wieder zuschlagen kann (und bevor die Polizei eingeschaltet wird, natürlich), müssen Hazel und Daisy nach Beweisen suchen, Verdächtige ausspionieren und all ihre Intuition einsetzen. Doch werden sie Erfolg haben? Und wird ihre Freundschaft diese Herausforderung bestehen?


Meine Meinung:

Angekündigt als eine Mischung aus Hanni&Nanni und Miss Marple war ich sehr neugierig auf das Buch. 

Die 13-jährige Hazel erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Als Schriftführerin des Wells & Wong Detektivclubs protokolliert sie alles was wichtig sein könnte und lässt uns an ihren Gedanken teilhaben. Der Charme der 30er Jahre war sofort spürbar. Die Geschichte spielt 1934 in dem englischen Mädcheninternat Deepdean.

Die Vorsitzende des Clubs ist Daisy Wells. Hazel und Daisy könnten nicht unterschiedlicher sein. Daisy ist als blonde Engländerin furchtlos, sportlich, neugierig und berechnend, während die asiatische Hazel tollpatschig, ängstlich und zurückhaltend jedem Ärger aus dem Weg geht. Obwohl Hazel ziemlich unter Daisy's Pantoffel steht, sind sie doch die besten Freundinnen.

Als im Internat ein Mord geschieht und niemand außer Hazel davon etwas mitbekommt, kann der Detektivclub der beiden Mädchen zum ersten Mal beweisen, was in ihm steckt. Dabei gerät die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe. Während sich Daisy forsch in die Ermittlungen stürzt, hat Hazel ziemliche Angst vor dem Täter. Akribisch sammeln sie Beweise und nehmen ihre Verdächtigen unter die Lupe. Das hat wirklich Spaß gemacht und man konnte gut mitfiebern, wer denn nun der Täter sei.

Im Laufe des Falles wächst Hazel immer weiter über sich hinaus. Zwar tanzt sie immer noch nach Daisy's Pfeife und macht jede ihrer Ideen anstandslos mit, aber Hazel schafft es immer öfter sich gegen die Freundin zu behaupten. Daisys scharfe Auffassungsgabe bringt den Fall immer weiter voran. Am Ende besitzt diese die Stärke Hazels Anmerkungen zu akzeptieren und auf sie Rücksicht zu nehmen. Das war echt klasse und passte perfekt zu der Zeit.

Am Anfang des Buches gibt es eine Übersichtskarte des Internats, sowie eine Namensliste. Ähnlich wie das Glossar am Ende war alles sehr hilfreich um sich gleich zurechtzufinden.
Die meisten Charaktere nehmen während des Buches nur eine Statistenrolle ein. Ausführlicher werden die möglichen Verdächtigen beleuchtet. Da es sich um ein Jugendbuch handelt, bleiben die Motive eher einfach, aber das hat der Spannung keinen Abbruch getan.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen und teilweise echt witzig.

Seite 43: Tag für Tag gleitet sie in vernünftigen Schuhen durch die Korridore, auf vernünftigen Absätzen, die gerade hoch genug sind, um zu klacken. Wenn ich sie anfangs während des Unterrichts hörte, musste ich immer vage an einen Automaten aus der Zukunft denken.
Es war von Anfang bis Ende unterhaltsam und ich hatte die ganze Zeit großen Spaß. Am Ende wird der Täter per Ausschlussprinzip und mit Fakten überführt und ich war überrascht. Denn die Autorin hat es prima geschafft mich mit Irrungen und Wirrungen bei Laune zu halten.

Unterm Strich ist das Buch nicht nur etwas für junge Mädchen, sondern für jeden der englische Kriminalgeschichten mag. Ich fand es großartig und werde den zweiten Teil auf jeden Fall lesen. 

Fazit:

Eine Krimigeschichte a lá Miss Marple mit Internatsflair und dem Charme der 30er Jahre. Zwei starke Hauptfiguren, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird, als die eine lernt, sich gegen die andere durchzusetzen, um den Fall zu lösen Ich hatte großen Spaß beim Lesen und habe bis zum Ende mitgerätselt. Ein echter Geheimtipp für jeden englischen Krimifan. Von mir gibt es alle fünf Sterne. 

Reihe:

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Autorin:

22546619Robin Stevens wurde zwar in Kalifornien geboren, wuchs aber in einem College in Oxford, gleich neben dem Wohnhaus von Alice im Wunderland, auf. Schon in frühester Kindheit wollte sie entweder Hercule Poirot oder Agatha Christie werden. Als das mit dem beeindruckenden Schnauzbart nichts wurde, entschied sie sich für eine Karriere als Krimiautorin. (Quelle: Verlag)

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