Freitag, 3. November 2017

Rezension: Sommer ins Glück von Katie Jay Adams

Titel: Sommer ins Glück
Autorin: Katie Jay Adams
Seitenanzahl: 280 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: ab 2,99 EUR
ISBN: 978-1533620996
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen am 21.06.2016
www.amazon.de 

Klappentext:

Was tust du, wenn 504 Stunden zur größten Herausforderung deines Lebens werden?
An das Glück glaubt Annie Clark nicht. Schließlich hat sie gerade ihren Job verloren. Außerdem muss sie dringend 49.904 Dollar und 12 Cent auftreiben, um zu verhindern, dass ihre exzentrische Mutter und ihr autistischer Bruder auf der Straße landen. Für so etwas wie die Liebe hat sie wirklich keine Zeit. Doch dann trifft sie den smarten Jonathan Holden mit den unwiderstehlichen lichtblauen Augen. Er unterbreitet ihr ein unverschämtes Angebot, das sie direkt in die Welt der Reichen und Schönen bringt – für genau 504 Stunden. Ehe Annie sichs versieht, steht sie vor der größten Herausforderung ihres Lebens. Ein spannender, prickelnder Liebesroman unter der Sonne Kaliforniens, die auch für diejenigen scheint, die erst noch lernen, an das Glück der Liebe zu glauben.

Meine Meinung:

Klappentext und Cover versprechen ein leichtes Lesevergnügen. Die Geschichte beginnt mittendrin und springt dann zurück an den Anfang. So können wir Annie und ihre Motive kennenlernen.

Annie ist eine interessante Hauptfigur. Es ist nicht immer einfach sie zu mögen. Sie ist oft zickig und manchmal regelrecht verbittert. Allerdings hat sie auch allen Grund dazu. Seit Jahren rackert sie sich ab und kommt trotzdem nicht so richtig voran. Über allem schwebt die Sorge um ihre Mutter und ihrem jüngeren autistischen Bruder. Beide stehen kurz davor ihr Haus zu verlieren, was für Bruder Marc fatal wäre. Die 26-jährige Annie sieht sich gezwungen, die Freundin des reichen Jonathan Holden zu spielen, um das Geld für die Bank aufzutreiben, welches ihr Jona in Aussicht stellt.

Für mich war die Geschichte eine Mischung aus Pretty Woman und 50 Shades... Zum Glück geht die Autorin ihre eigenen Wege. Einerseits ist das Buch ziemlich vorhersehbar, und doch wurde ich immer wieder in die Irre geführt und überrascht. Leider besteht der Mittelteil komplett aus Missverständnissen, was mich als Leser immer sehr frustriert. Annie und Jona hätten einfach nur mal wirklich miteinander reden müssen, aber stattdessen endet jedes Gespräch in einem Rumgezicke. Das war anstrengend.

Jona ist das ganze Buch über sehr distanziert und undurchschaubar. Durch seine ablehnende Haltung kam für mich leider auch kein echtes prickeln zwischen Annie und ihm auf. Zwar konnte ich verstehen, was Jona an Annie findet, aber andersherum? Das schmeckte verdammt nach Vaterkomplex. Seine Charakterentwicklung hätte wirklich positiver sein können, bzw. besser ausgearbeitet. So waren seine Entscheidungen und sein Verhalten eigentlich nie nachvollziehbar.

Annie sagt immer was sie denkt und hat keine Angst vor unangenehmen Dingen. Sie kämpft verbissen für ihre Familie und konnte mich damit begeistern.

Der Schreibstil ist ok. Man kann das Buch wegschmökern ohne allzu viel nachdenken zu müssen. Genau das, was ich erwartet habe. Trotz aller Kritik konnte ich den E-Reader kaum aus der Hand legen, weil ich doch immer weiterlesen wollte, um herauszufinden wie die Geschichte endet. Durch Jonas schroffen Charakter war irgendwie alles möglich.

Die Handlung wirkte an vielen Stellen überkonstruiert. Es wurden Stolpersteine eingebaut, die dann aber gar nicht weiter zum tragen kamen. Auch die platte Geschichte mit der EX war irgendwie Sinnfrei, von dem drastischen Sinneswandel von Jonas Vater mal abgesehen. Auch Freundin Kira handelte für mich selten nachvollziehbar. Das alles hat dem Buch aber auch nicht geschadet, sondern die Story aufgemischt und alles andere als langweilig werden lassen.

Fazit:

Sommer im Glück ist eine fesselnde Geschichte, die zeigt, dass es sich lohnt für seine Ziele zu kämpfen. Nicht sehr tiefgründig, aber das muss es ja auch nicht immer sein. Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn der Hauptcharakter für mich zu undurchschaubar geblieben ist. Wer eine leichte Unterhaltung für die Couch oder den Strandkorb sucht, sollte zugreifen. Kann man lesen. Von mir gibt es 3,5 Sterne (auf vier gerundet). 
 

Autorin:

Katie Jay Adams ist eine deutsche Schriftstellerin mit italienischen Wurzeln. Sie hat Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und im Ausland studiert. Bevor Katie sich dazu entschied, lieber mit Wörtern statt mit Zahlen zu jonglieren, arbeitete sie lange am Finanzplatz Luxemburg. Im Juni 2016 wurde ihr Debütroman »Sommer ins Glück« veröffentlicht. Die Geschichte von Annie und Jona stürmte innerhalb kürzester Zeit die Amazon-Charts, stieg in die BILD-Bestseller-Liste ein und wurde Kindle Jahresbestseller 2016.
Katie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern auf dem Land, hat eine ausgeprägte Spinnenphobie, ist ein Kaffeejunkie und am glücklichsten, wenn sie einfach nur schreiben darf. Ihre kleine Welt ist ziemlich bunt, mindestens genauso bunt wie die sommerlichen Cover ihrer zauberhaften Liebesromane. 
(Quelle: amazon)

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