Mittwoch, 30. September 2015

Rezension: Smaragdgrün von Kerstin Gier

Titel: Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten
Autorin: Kerstin Gier
Seitenanzahl: 496 Seiten
Genre: Jugendbuch
Reihe: Teil 3 von 3
Preis: 18,99 EUR
Verlag: Arena Verlag
Erschienen am 08.12.2010
www.arena-verlag.de
 

Klappentext:

Gwendolyn ist am Boden zerstört. War Gideons Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain, in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwennys Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann.

Meine Meinung:

Im Abschlussband der Trilogie überschlagen sich die Ereignisse noch einmal Knall auf Fall. Die Story knüpft nahtlos an Rubinrot und Saphirblau an, so dass man die vorherigen Bücher auf jeden Fall gelesen haben sollte.

Gwen ist vor lauter Liebeskummer um Gideon kaum in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen. Dabei wäre es jetzt so wichtig, dass sie sich auf die wesentlichen Dinge konzentriert. Doch sie weiß nicht mehr, was wahr ist oder wem sie trauen kann. 
Mit Hilfe ihrer besten Freundin Leslie und dem Wasserspeierdämon Xemerius versucht sie Antworten auf die offenen Fragen zu bekommen. Warum haben Lucy und Paul den Chronographen gestohlen? Was passiert wenn das Blut aller zwölf Zeitreisenden eingelesen wurde? Welche Ziele verfolgt der Graf von St. Germain wirklich?
Während Gwen weiterhin mit Gideon Seite an Seite für die Loge durch die Vergangenheit reisen muss, kommt sie dem großen Geheimnis langsam auf die Spur.
Doch vorher müssen Gwen und Gideon lernen, sich zu vertrauen. Denn nur gemeinsam können sie das Werk vollenden.

Der Schreibstil ist wieder sehr unterhaltsam und gefühlvoll. Gwen schildert die Dinge aus der Ich-Perspektive. Gideon wird diesmal viel menschlicher und nicht so arrogant dargestellt. Es gibt viele großartige Szenen zwischen den Beiden.

Um den Leser am Ende im Unklaren zu lassen, greift die Autorin etwas in die Trickkiste und "verheimlicht" uns wesentliche Dinge, damit wir am Ende dieses "Aha-Erlebnis" haben. Damit konnte ich gut leben, allerdings kam das Ende dann ziemlich plötzlich und "wusch" war das Buch vorbei. Die wesentlichen Dinge werden geschildert, aber die ein oder andere Erklärung "Wieso-weshalb-warum" hätte jetzt nicht geschadet. 
Mich hätte einfach noch viel mehr interessiert, wie Gideon und Gwen weitermachen und wie es den andern Personen so ergeht.
Das alles gibt es leider nicht und daher muss man viel zu früh Abschied von den tollen Charakteren nehmen. 
Einige Fragen bleiben offen, aber auch damit kann ich leben. So bleibt noch etwas Raum für Fantasie, auch wenn man doch das leichte Gefühl bekam, dass die Autorin das Buch (aus Zeitgründen?) unbedingt beenden wollte/musste.

Ich finde, dass es ein würdiger Abschluss für eine Trilogie ist, denn die Geschichte bleibt sich treu und bringt alles ins Gleichgewicht. Ich bin schon sehr auf den Kinofilm im nächsten Jahr gespannt.


Fazit:

Die Geschichte bleibt sich auch im letzten Teil der Trilogie treu und so ist "Smaragdgrün" ein würdiger Abschlussband. Es gibt noch einmal tolle Szenen mit Gwen und Gideon und Spannung bis zum Schluss. Der kam dann etwas plötzlich mit einigen "Aha-Momenten" und ich hätte mich gefreut, wenn danach noch mehr erklärt worden wäre. So muss man die vielen Brocken erstmal verdauen, die die Autorin einem hinterlassen hat. Von mir gibt es vier tolle Sterne. Ich bin traurig, dass die Reihe vorbei ist.


 

Reihe:

  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün

Autorin:

1995 begann die zu dieser Zeit nicht wirklich ausgelastete Diplom-Pädagogin mit dem Schreiben. Seither hat Kerstin Gier zahlreiche Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Gleich die erste Veröffentlichung, "Männer und andere Katastrophen", wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. 2005 wurde Kerstin Giers Buch "Ein unmoralisches Sonderangebot" mit dem DeLiA-Literaturpreis als bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres ausgezeichnet. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die humorvolle Reihe rund um die "Mütter-Mafia". Unterbeschäftigung wie in der Zeit vor der Schriftstellerei hat die Autorin vermutlich länger nicht mehr erlebt. (Quelle: Amazon)

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