Donnerstag, 27. August 2015

Rezension: Rubinrot von Kerstin Gier

Titel: Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten
Autorin: Kerstin Gier
Seitenanzahl: 352 Seiten
Genre: Jugendbuch
Reihe: Teil 1 von 3
Preis: ab 12,99 EUR
Verlag: Arena Verlag
Erschienen im Januar 2009 
www.arena-verlag.de 

Klappentext:

Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16-jährige Gwendolyn.
Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!


Meine Meinung:

Vor zweieinhalb Jahren habe ich die Trilogie zum ersten Mal gelesen. Als ich neulich den zweiten Teil auf DVD gesehen habe, entstand spontan die Idee alle drei Teile noch einmal zu lesen. In den Filmen wurden doch recht viele Details verändert, was ich aber nicht unbedingt schlecht finde.

"Rubinrot" startet ab der ersten Seite mit voller Fahrt. Wir lernen Gwendolyn und ihre Familie kennen. Die ist alles andere als normal, denn seit Generationen wird in der Linie der Montroses das Zeitreise-Gen an vorher bestimmte Mädchen weitervererbt.
Als Gegenpart gibt es die männliche Linie in der Familie der de Villiers
Gwendolyn dachte bisher, dass sie mit den Zeitreisen nichts zu tun hat, jedoch ändert sich das plötzlich als sie anfängt unkontrolliert in der Zeit zu springen. Ehe sie sich versieht, steckt sie mitten in einem jahrhundertealten Komplott mit Wächtern einer Loge, die ihr erzählen wollen, wie sie sich als Gen-Trägerin zu verhalten hat und welche Aufgaben es zukünftig zu erledigen gibt. 

Bei den Zeitreisemissionen soll Gwendolyn Gideon de Villier unterstützen. Dieser ist jedoch gar nicht von dem eigenmächtig handelnen Mädchen begeistert. Gwen ist vom ersten Tag an auf sich allein gestellt und versucht alles um dem großen Geheimnis auf die Spur zu kommen. Sie wird dabei tatkräftig von ihrer besten Freundin Leslie unterstützt.

Die Autorin hat sich wirklich eine geniale Geschichte ausgedacht, die bis zum Ende spannend bleibt. Da Gwen alles aus der Ich-Perspektive erzählt, wissen wir als Leser immer nur so viel wie sie selbst. Dadurch werden wir auch entsprechend in bestimmte Sackgassen geleitet.
Der Schreibstil ist flüssig und durch Gwens tollen Humor sehr unterhaltsam. Es gibt viele lange Szenen, so dass eine schöne Atmosphäre entsteht. 

Die Charaktere sind wirklich alle besonders und einige werfen uns immer neue Fragen auf. Ganz vorne liegt dabei natürlich Gideon. Mal ist er super nett und dann wieder arrogant und undurchsichtig. Man weiß einfach nie woran man bei ihm ist. Trotzdem konnte ich gut verstehen, warum Gwen anfängt für ihn zu schwärmen.

Die ganze Geschichte spielt in London und ich finde es hätte kaum einen besseren Ort als Setting geben können. Die alte Stadt hat einfach unheimliches Potenzial um dort durch die Jahrhunderte zu reisen.

Der erste Teil endet ziemlich plötzlich und ich bin froh, dass die restlichen Bände schon erschienen sind. Man bleibt mit vielen Ungereimtheiten zurück und möchte einfach nur noch weiterlesen. Wem kann Gwen vertrauen? Was führt Gideon im Schilde? Was hat es mit den ganzen Prophezeiungen auf sich?

Fazit:


"Rubinrot" ist ein sehr gelungener Reihenauftakt, der Lust zum Weiterlesen macht. Die Story ist toll aufgebaut und interessant. Gwen ist eine sehr sympathische Protagonistin, die mich mit ihrem schwarzen Humor und ihren Einfällen einfach auf ihre Seite ziehen konnte. Ich finde diese Bücher sind ein wirkliches Must-Read. Dafür gibt es alle fünf Sterne.


Reihe:

  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün

Autorin:


1995 begann die zu dieser Zeit nicht wirklich ausgelastete Diplom-Pädagogin mit dem Schreiben. Seither hat Kerstin Gier zahlreiche Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Gleich die erste Veröffentlichung, "Männer und andere Katastrophen", wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. 2005 wurde Kerstin Giers Buch "Ein unmoralisches Sonderangebot" mit dem DeLiA-Literaturpreis als bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres ausgezeichnet. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die humorvolle Reihe rund um die "Mütter-Mafia". Unterbeschäftigung wie in der Zeit vor der Schriftstellerei hat die Autorin vermutlich länger nicht mehr erlebt. (Quelle: Amazon)

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