Donnerstag, 8. September 2016

Top Ten Thursday #67 (Neues Beuteschema)

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
10 Bücher, die eigentlich gar nicht in mein Beuteschema passen, die ich aber trotzdem toll fand

1617234122557341178552932274709329527221944552025749393184813337748743 

Mein übliches "Beuteschema" sind überwiegend jugendliche (Liebesgeschichten). Ein wenig Fantasy stört mich auch nicht. Die oben genannten Bücher weichen davon ab, haben mir aber echt toll gefallen. Die Titel sind zu den Rezis verlinkt:
  1. Das Ende, der Sterne wie Big Hig sie kannte - Peter Heller
  2. Ein Mann namens Ove - Fredrick Backman
  3. Die seufzende Wendeltreppe - Jonathan Stroud
  4. Glücksdrachenzeit - Katrin Zipse
  5. Fette Fische - Carl Hiaasen
  6. Das Haus am Hyde Park - Monica McInerney
  7. Das Tag der Krokodile - Michael Williams
  8. Tigermilch - Stefanie DeVelasco
  9. Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Katja. K.
  10. Erebos - U. Poznansiki
Und welche Bücher habt ihr ausgesucht? Kennt ihr eins von meinen Schätzen?

Freitag, 2. September 2016

Monatsrückblick August 2016

Hallo zuammen. Wie gehts? 
Heute bin ich mal etwas später mit meinem Monatsrückblick. Doch im August habe ich so tolle Bücher gelesen und die möchte ich Euch natürlich zeigen. "Ich und die Walter Boys" hat mir wahnsinnig gut gefallen. Aber richtig überrascht hat mich die Lilien-Reihe von Sandra Regnier. Im ersten Teil hatte ich noch meine Schwierigkeiten, doch Teil 2 hat mich total umgehauen. Eine klasse Story mit interessanten Ideen. Wer solche historischen Geschichten mag, sollte die Bücher unbedingt lesen. 
Aber noch besser gefällt mir, dass ich alle Rezensionen bereits getippt und veröffentlicht habe. Langsam bin ich wieder auf der Reihe. :-)
Im Fernsehen habe ich diesen Monat die zweite Staffel der Serie Younger angesehen. Kennt ihr die? Ich finde sie wirklich lustig.


Doch nun zu meinen Büchern:

                                
 244946903013756923626289228406112603693928952631

August
  1. Ein Surfer zum Verlieben - Violet Truelove (408 Seiten) 4****
  2. Ich und die Walter Boys - Ali Novak (448 Seiten) 5*****
  3. Opal - Schattenglanz - Jennifer L. Armentrout (464 Seiten) 3***
  4. Die Stunde der Lilie - Sandra Regnier (362 Seiten) 3***
  5. Die Nacht der Lilie - Sandra Regnier (310 Seiten) 5*****
  6. Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen - Petra Hülsmann (Hörbuch)
 

Mein Monatshighlight:

Überrascht von:




 

Die drei beliebtesten Bücher Posts waren:   
1) Ich und die Walter Boys
  2) Opal - Schattenglanz
  3)  Die rote Königin 



Mein Taschenbuch des Monats:

Im September möchte ich folgende Bücher lesen:

  1. Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh
  2. Die kleine Bäckerei am Strandweg von Jenny Colgan 
  3. Das Haus, das in den Wellen verschwand von Lucy Clarke
  4. Broken Hearts (Teil 1) von Gena Showalter

Und wie war Euer Monat August? 

 PS: Wenn ihr mir euren Link da lasst, dann schaue ich mir gerne eure Monatsrückblicke an!


Mittwoch, 31. August 2016

Rezension: Die Nacht der Lilie von Sandra Regnier

Titel: Die Nacht der Lilie
Autorin: Sandra Regnier
Seitenanzahl: 310 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14/ Historisch
Reihe: Teil 2 von 2
Preis: 3,99 EUR
ISBN: 978-3-646-60074-2
Verlag: Impress
Erschienen am 06.08.2015
www.carlsen.de

Klappentext:

Seit Julia durch eine ungewollte Zeitreise an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts gesprungen ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Neben dem ungewohnt höfischen Leben unter der Obhut des Grafen von Montsauvan ist sie nun als Mündel des Sonnenkönigs selbst anerkannt worden. Ein Schutz, der mehr Gefahren als Sonnenseiten in ihren Alltag bringt. Doch Julia ist fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und sich auf eigene Beine zu stellen. Nach wie vor gibt sie die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder in ihre Gegenwart zurückkehren zu können. Um wie viel leichter wäre das aber, wenn ihre einst so unschuldige Zuneigung zum Grafen sich nicht mit jedem Tag vertiefen und verändern würde …

Meine Meinung:

Ich bin wirklich sprachlos. Hatte ich bei Die Stunde der Lilie noch viel zu kritisieren, bin ich von dem zweiten Teil hin und weg. Alles was ich bemängelt hatte, wurde jetzt aufgeklärt und hat plötzlich einen Sinn ergeben. Daher bin ich echt froh, dass ich gleich weitergelesen habe.

Das Buch spielt ein Jahr später als der erste Teil. Julia lebt weiterhin in der Vergangenheit am Hof von Versailles. Sie ist mittlerweile achtzehn und macht sich nun Gedanken was sie weiter aus ihrem Leben machen könnte. Sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, vielleicht doch noch eines Tages zurück in ihre Zeit zu gelangen. 
Währendessen gehen die Intrigen und Giftanschläge am Hof in eine neue Runde. Julia steht natürlich wieder auf der Abschussliste, da sie weiter in der Gunst des Königs gestiegen ist. 
Nun wird auch klar, warum Julia überhaupt unter dem Schutz des Königs steht. Das hat mir gut gefallen, da ich es im ersten Teil ziemlich unlogisch fand. Jetzt ist die Geschichte viel stimmiger.

Überhaupt hat mir Julia in diesem Buch viel besser gefallen. Sie hat sich mehr für andere Dinge und Personen interessiert und wirkte dadurch viel sympathischer und nicht mehr so unnahbar und arrogant. Zwar bringt sie sich mit ihrer vorlauten Klappe weiterhin in Schwierigkeiten, aber es zeigt auch, wie stark sie insgeheim geworden ist.

Auch von Etienne lernen wir andere Seiten kennen. Er ist nicht nur der strenge Lehrer, sondern für Julia der beste Freund und Vertraute geworden. Er ist immer an ihrer Seite und für sie da. Auch als sich die Situation zuspitzt und Julia Versailles verlassen muss. Endlich kam mal Schwung in diese undurchsichtige Beziehung.

Der Spannungsaufbau ist diesmal richtig gut. Die Geschichte ist von Beginn an interessant und die Ereignisse überschlagen sich. Es gibt lustige und traurige Situationen und man weiß wirklich nie was als nächstes passiert. Ich konnte daher gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wer erobert denn nun Julias Herz? Schafft sie es doch noch wieder nach Hause? Stellt der König sich gegen sie und bestraft sie für ihre Ideen? Wer fällt noch alles dem Gift zum Opfer? Es gibt wirklich so viele Fragen, die während des Lesens auftauchen, dass man einfach weiterlesen muss.

Der Schreibstil passt wieder zur damaligen Zeit und ist sehr fesselnd. Die Geschichte wird im Erzählstil aus Julias Sicht geschildert.
Die Story ist wirklich toll, besonders da es die Personen und meisten Ereignisse tatsächlich gegeben hat.
Diesmal ist es mir auch entschieden leichter gefallen, die ganzen verschiedenen Personen am Hof auseinander zu halten.
 

Fazit:

Der zweite Teil der Lilien-Reihe hat mir total gut gefallen und alle meine offenen Fragen beantwortet. Es kommt Schwung in Julia und Etiennes Beziehung und man weiß einfach nie was als nächstes passiert. Zwischen Intrigen, Giftanschlägen und Heiratsplänen versucht Julia einen Weg nach Hause zu finden. Die Spannung steigert sich bis zum Schluss und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Daher gibt es von mir fünf tolle Sterne. Eine echte Steigerung zum ersten Teil und eine Leseempfehlung für alle, die Jugendbücher mit geschichtlichem Hintergrund mögen.

Reihe:

  1. Die Stunde der Lilie
  2. Die Nacht der Lilie
 

Autorin:

Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich auswandern. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen. (Quelle: Verlag)

Dienstag, 30. August 2016

Neuzugänge im August

Hallo Zusammen. Wie gehts? Ich habe diesen Monat echt nur ein Taschenbuch gekauft und ein Buch ertauscht. Allerdings sind noch ein paar E-Books bei mir eingezogen. Aber die nehmen ja zum Glück keinen Platz weg :-). Ich und die Walter Boys habe ich auch schon gelesen und es ist wirklich richtig gut!


Jackie hasst unvorhersehbare Ereignisse. Als perfekte Tochter hat sie ihr Leben in New Yorks High Society fest im Griff und sonnt sich in der Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Mit einer Lawine unvorhersehbarer Ereignisse: 1. Jackie steht plötzlich alleine da. 2. Sie muss zu ihrer Vormundfamilie, den Walters, nach Colorado ziehen. 3. Die Walters haben nicht nur Pferde, sondern auch zwölf Söhne! Mitten in der Pampa, allein unter Jungs von 6 bis 21, für die Privatsphäre ein Fremdwort ist, lautet Jackies erster Gedanke: Nichts wie weg. Und ihr zweiter: Moment ... ein paar der Kerle sehen unfassbar gut aus!





Sommer in St. Ives wurde überall so gelobt und weil ich Cornwall liebe, musste ich das Buch unbedingt haben.

28079295
Lola Lessing stehen turbulente Wochen bevor: Gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Geschwistern reist die junge Frau nach Cornwall, um ihrer Großmutter Elvira einen letzten Wunsch zu erfüllen. Denn Elvira möchte ihre Lieben noch einmal um sich haben, und zwar in dem charmanten Fischerdorf St. Ives, wo sie den glücklichsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Niemand ahnt, dass Elvira hier einst ihre große Liebe gefunden hatte ― und dass die ganze Familie kurz davor steht, in Elviras geheimnisvolle Vergangenheit einzutauchen und den überraschendsten Sommer ihres Lebens zu verbringen …






Die Nacht der Lilie habe ich schon zur Hälfte gelesen und es ist richtig, richtig gut. Viel besser als Teil 1.


26036939Seit Julia durch eine ungewollte Zeitreise an den Versailler Hof des 17. Jahrhunderts gesprungen ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Neben dem ungewohnt höfischen Leben unter der Obhut des Grafen von Montsauvant ist sie nun als Mündel des Sonnenkönigs selbst anerkannt worden. Ein Schutz, der mehr Gefahren als Sonnenseiten in ihren Alltag bringt. Doch Julia ist fest entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und sich auf eigene Beine zu stellen. Nach wie vor gibt sie die Hoffnung nicht auf, irgendwann wieder in ihre Gegenwart zurückkehren zu können. Um wie viel leichter wäre das aber, wenn ihre einst so unschuldige Zuneigung zum Grafen sich nicht mit jedem Tag vertiefen und verändern würde …




Bis jetzt habe ich noch kein Buch von Gena Showalter gelesen, aber dieser Klappentext hat mich sofort angesprochen. Werde es als nächstes lesen.


25500251
Lass dich tätowieren, spring vollbekleidet in einen See, schlepp einen Kerl ab – Brook Lynn hat sich geschworen, mehr Spaß zu haben, und sich einiges vorgenommen. Für die Date-Challenge hätte sie theoretisch auch einen Kandidaten: Jase Hollister, wahnsinnig sexy, Millionär und umgeben von einem Hauch Gefahr. Allerdings hat er mit ihrer Schwester geschlafen … Jase hingegen scheint auch etwas zwischen ihnen zu spüren. Offenbar will er ihr beweisen, das Glück kein Fremdwort sein muss und arbeitet mit ihr gemeinsam die Fun-Liste ab. Schon bald wünscht sich Brook Lynn nichts mehr als eine Zukunft mit Jase. Aber als seine dunklen Geheimnisse ans Licht kommen, muss sie sich fragen, wie weit sie ihm wirklich trauen kann …



Seid "Winterzauber wider Willen" bin ich ein Fan von Sarah Morgan und somit möchte ich auch ihre neue Reihe lesen.


30141875 Puffin Island vor der Küste Maines ist der perfekte Ort, um abzutauchen - und der denkbar schlechteste, wenn man sich wie Emily panisch vor dem Ozean fürchtet. Überall blaues Meer! Doch um ihre kleine Nichte vor dem Hollywood-Wahnsinn zu schützen, stellt sie sich ihrer größten Angst. Bald verfällt sie selbst dem Charme der Insel - sowie ihrer charismatischen Bewohner. Insbesondere dem Yachtclub-Besitzer Ryan Cooper. Ob er alle Frauen so verführerisch küsst, die einen Sommer hier verbringen? Eines weiß Emily bestimmt: Dieser Mann ist mit allen Wassern gewaschen … 



Und irgendwie habe ich nochmal Lust auf eine Zeitreise Geschichte, daher werde ich mal in die Zeitrausch-Reihe reinschnuppern.


21408619Es sollte ein gewöhnlicher Sommerferientag werden. Ausschlafen, frühstücken, vom kleinen Bruder genervt werden, die Sonne genießen. Doch dann muss die siebzehnjährige Alison feststellen, dass ihr Bruder verschwunden ist. Schlimmer noch, es hat ihn nie gegeben - zumindest nicht in dieser Realität. Und damit beginnt das Spiel: Im Rausch durch die Zeiten, vor Millionen von Zuschauern und einer unerbittlichen Jury bekommt Alison die Aufgabe, die Vergangenheit so korrigieren, dass sie wieder in ihre ursprüngliche Gegenwart zurückkehren kann. Eine Aufgabe, die Alison durch sämtliche Jahrhunderte führt, vor unmögliche Herausforderungen stellt und viel schwieriger ist, als sie es sich jemals vorgestellt hat. Gerade mit dem geheimnisvollen Kay an ihrer Seite, der sie viel besser kennt, als es eigentlich möglich sein sollte … 

Und was sagt ihr zu meinen Neuzugängen? 

Montag, 29. August 2016

Rezension: Die Stunde der Lilie von Sandra Regnier

Titel: Die Stunde der Lilie
Autorin: Sandra Regnier
Seitenanzahl: 362 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14/Zeitreise
Reihe: Teil 1 von 2
Preis: 3,99 EUR
ISBN: 978-3-646-60073-5
Verlag: Impress
Erschienen am 07.08.2014
www.carlsen.de 

Klappentext:

Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll… 

Meine Meinung:

Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Buch eigentlich ziemlich genial ist. Zwar hat mir nicht alles gefallen, aber ich habe tagelang über die Geschichte nachgedacht und recherchiert. Was kann man sich als Autor anderes wünschen, als das sein Buch den Leser beschäftigt?

Ehrlich gesagt, hätte ich das Buch am Anfang am liebsten abgebrochen. Die ersten 35% waren so langweilig, dass ich ehrlich an den guten Meinungen zum Buch gezweifelt habe. 

Die Geschichte wird im Erzählstil geschildert. Es geht um die 16-jähirge Julia, die aus der Gegenwart ins Jahr 1676 katapultiert wird. Aus dem deutschen Wald direkt nach Frankreich aufs Gelände von Versailles. Dort trifft sie gleich auf den Sonnenkönig, der allein im Wald herumreitet und sie sofort unter seine Fittiche nimmt. Das nenne ich mal einen großen Zufall!
So schnell sich die Ereignisse am Anfang auch überschlagen, so langweilig wurden sie dann im ersten Drittel.
Julia wird Etienne Flémont, dem Grafen von Montsauvan zugeteilt. Der junge Mann wird ihr Lehrer und Vertrauter. Er bringt ihr alles lebenswichtige bei, um am Hof von Versailles zu überleben.
Die Beziehung zu Etienne ist interessant, denn man wird nicht schlau daraus, ob es zwischen den beiden eine Liebesgeschichte gibt oder nicht.

Leider hat der distanzierte Schreibstil nicht dazu beigetragen, dass ich Julia wirklich mochte. Sie ist mir bis zum Ende fremd geblieben und ich konnte ihre Reaktionen nur selten verstehen oder nachvollziehen. Sie kam mir immer sehr arrogant und stur vor. Ist sie zu Beginn noch eine Person mit Ecken und Kanten, so wird sie doch schnell zum Überflieger. Alles was Etienne ihr beibringt, beherrscht sie perfekt. Alle am Hof lieben sie total und suchen ihre Gesellschaft. Es gibt so gar keine wirklichen Schwierigkeiten. Ich meine, wer ist julia schon? Eben noch das normale Mädchen aus der Eifel und dann plötzlich die Starsängerin am Versailler Hof mit einem perfekten Französisch? Eine Sprache, die sie vorher nur schlecht beherrscht hat?   
Außerdem kommt sie doch aus der Gegenwart. Müsste sie da nicht mal in der Vergangenheit  in ein Fettnäpfchen treten oder sich verraten? Nope! Durch ihren Geschichtslehrer wurde sie schließlich total gut auf die Zeit im siebzehnten Jahrhundert in Frankreich vorbereitet und kennt sich daher perfekt aus. Wer es glaubt, dass die Schulbildung so umfangreich ist, na gut.

Was Julia schon weiß, lernen wir (neu) kennen. Man wird durchgängig mit geschichtlichen Fakten und Personen aus der Zeit überhäuft. Das war einerseits echt toll, aber anderseits einfach zu viel. Manchmal fiel es mir nicht leicht, bei den vielen Madames und Monsieurs den Überblick zu behalten, denn viele spielten keine echte Rolle im Buch, sondern dienten nur zum Klatsch und Tratsch am Hofe. Da hätte es nicht geschadet, sich auf die wesentlichen Personen zu beschränken, das wären immer noch genug gewesen.

Zwischen den Kapiteln gab es immer wieder Briefe einer Madame de Sévigné , die ihrer Tochter geschrieben hat und vom Leben am Hof berichtete. Diese Dame hat es wirklich gegeben und wahrscheinlich sollten die Briefe zur Erheiterung beitragen, aber mir haben sie ehrlich gesagt nichts gebracht.

Der Schreibstil ist der damaligen Art zu Reden nachempfunden. Das hat mir gut gefallen, allerdings ist die Autorin alle paar Seiten (gewollt oder ungewollt) aus der Rolle gefallen. Worte wie bescheuert oder Tunte waren da einfach unpassend. 
Als ich mich an den Stil gewöhnt hatte, wurde die Geschichte immer besser. Ich konnte es zuerst gar nicht glauben. Plötzlich hatte ich mich eingelesen und geriet in einen richtigen Leserausch. Zwar mochte ich Julia immer noch nicht so gerne, aber ich wollte doch wissen, wie es mit ihr weitergeht.

Der Plot ist ansonsten ziemlich dünn. Wie gesagt, dazu geht es in meinen Augen für Julia alles zu glatt. Aber es ist trotzdem spannend, da man auch nicht so richtig weiß, wie es jetzt weitergeht, was passiert und ob Julia wieder nach Hause findet. Ich konnte nämlich auch nicht verstehen, warum sie nicht öfter versucht hat, nach Hause zu kommen. Sie nimmt einfach alles so stoisch hin ohne die Dinge zu hinterfragen oder zu verzweifeln. Ich an ihrer Stelle wäre bestimmt ausgeflippt und nicht so ruhig geblieben.

Ja man merkt, dass ich das Buch zu Anfang wirklich nicht mochte und kurz davor war einen Stern zu vergeben. Doch es hat mich dann noch eingefangen und in den Bann gezogen. Besonders Etienne hat es mir angetan. Ich finde ihn sehr charismatisch und geheimnisvoll. Er ist ein echter Gentlemen und das war mal eine schöne Abwechslung zu den anderen Büchern, die ich sonst so lese.

Wer also gerne Geschichten aus der Zeit von Ludwig XIV liest, der sollte sich das Buch mal näher anschauen. Es ist definitiv anders als andere Jugendbücher und verzichtet auf die übliche Klischees oder Standardliebesgeschichte. Deshalb hat es in meinen Augen noch Punkte gutgemacht und ich werde auch das Folgeband lesen.

Fazit:

Dieses Buch hat mich innerlich zerissen. Einerseits haben mir ganz viele Dinge nicht gefallen. Anderseits konnte ich auch nicht aufhören zu lesen. Die Hauptfigur blieb mir durch den Schreibstil sehr fremd, aber das Setting (Frankreich im Siebzehnten Jahrhundert) war einfach klasse. Die Geschichte verzichtet auf übliche Klischees und die Standardliebesgeschichte. Das war erfrischend. Bildet Euch am besten selbst eine Meinung. Wer historische Bücher mit geschichtlichem Hintergrund und Jugendbücher mag, kann hier nichts falsch machen. Zu viel Story sollte man allerdings auch nicht erwarten. Von mir gibt es dafür drei neutrale Sterne.


Reihe:

  1. Die Stunde der Lilie
  2. Die Nacht der Lilie

Autorin:

Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen.

Mehr Informationen findet man unter www.sandra-regnier.com
(Quelle: amazon)

 

Freitag, 26. August 2016

Rezension: Wie Schnee so weiß von Marissa Meyer

Titel: Wie Schnee so weiß
Autorin: Marissa Meyer
Originaltitel: Winter
Seitenanzahl: 848 Seiten
Genre: Science Fiction/Fantasy
Reihe: Teil 4 von 4
Preis: ab 13,99 EUR
ISBN: 978-3551582898
Verlag: Carlsen
Erschienen am 29.01.2016
www.carlsen.de

Klappentext:

Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das Gesicht mit Schnitten zu verunstalten – doch die Narben können Winters Schönheit nichts anhaben. Schließlich versucht Levana sogar, sie umbringen zu lassen. Da fasst Winter einen verzweifelten Plan: Sie muss die rechtmäßige Thronfolgerin Selene finden, um gemeinsam mit ihr die böse Königin zu stürzen …

Meine Meinung:

Nun neigen sich die Luna-Chroniken also dem Ende zu. Ich habe mir beim lesen des letzten Teils sehr viel Zeit gelassen. Nicht weil es nicht gut war. Im Gegenteil, sondern weil ich einfach nicht wollte das die Geschichte zu Ende geht.

Zu Beginn spielt Prinzessin Winter die Hauptrolle. Sie ist Levanas Stieftochter aus erster Ehe und wird vom Volk geliebt. Als sie Levana's Plänen in die Quere kommt, soll sie deshalb sterben. Die Geschichte ist somit an Schneewittchen angelehnt.
Winter leidet unter ihren Visionen und ist in ihren Jugendfreund und Wächter Jacin verliebt. Diese Liebe spielt Levana gegen die junge Frau und ihren Beschützer aus.
Jacin kennen wir bereits aus "Wie Sterne so golden", wo er ein doppeltes Spiel gespielt hat. Auch diesmal weiß man eigentlich nie, ob man ihm jetzt trauen kann oder nicht. 
Winter ist definitiv ein interessanter Charakter, aber durch ihre abgedrehte Art auch immer etwas nervig. In meinen Augen hätte es ruhig etwas weniger von ihren blutigen Visionen geben können.

Eigentlich kann man gar nicht so viel vom Inhalt erzählen ohne zu spoilern. Nur so viel: Alle Charaktere aus den vorigen Büchern treffen hier zusammen, um den Krieg zwischen Luna und der Erde zu verhindern.
Dabei ist es der Autorin wirklich gut gelungen alle Handlungsstränge miteinander zu kombinieren und eine stimmige Story zu erzählen. Auf den mehr als 800 Seiten lässt sie sich für die Revolution Zeit, so dass wir als Leser wirklich alles Haarklein miterleben. Jede Person hat ihre Aufgabe und so wird zwischen den verschiedenen Schauplätzen gewechselt.
Liegt der Fokus zu Beginn noch auf Winter, kommen auch schnell wieder Cinder, Scarlet und Cress an die Reihe. Die Kapitel wechseln sich ab, so dass alle Charaktere quasi "zu Wort" kommen.
Cress hat mich hier am meisten überrascht. Sie macht eine enorme Entwicklung durch. Vom ängstlichen kleinen Häschen hat sie sich im Laufe der Geschichte zu einer echten Heldin gemausert.
Sehr interessant waren auch die Kapitel über Levana. So erfährt man als Leser ihre Gründe für ihr Handeln und kann es sogar irgendwie nachvollziehen. Das war toll gemacht und hat die Geschichte abgerundet. Dadurch wurde auch deutlich, wie wichtig es ist, dass die Revolution gelingt, damit Levana einfach nicht Herrscherin über die Erde wird.

Das ganze Buch spielt diesmal auf Luna. Jeder hat ja eine eigene Vorstellung vom Mond und Marissa Meyer ist es super und glaubhaft gelungen, die Lunarier dort anzusiedeln. Ich konnte mir die Kuppeln und die karge Mondlandschaft sehr gut vorstellen. 
Durch die Zweiklassengesellschaft (die Adligen leben in Luxus in der Hauptstadt und die Armen in den Baracken in den Vororten) wird die Revolution erst möglich.

Der Schreibstil ist wieder sehr einfach gehalten. Doch es passt einfach. Der Humor und die Sprüche sind toll in Szene gesetzt. Bei den ernsten Stellen kommt Traurigkeit auf. Es entsteht erneut ein absoluter Lesesog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Trotz weniger Worte kommt die Autorin auf den Punkt und schafft es, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. 
Durch den Aufbau der Geschichte sind wir live bei der Revolution dabei. Das hat zwar manchmal etwas die Spannung genommen, denn irgendwie wusste man ja wie die Geschichte ausgehen wird, aber dennoch möchte ich keine Seite missen. 
Die Charaktere müssen wieder ordentlich einstecken. Folter, Qualen und Hinrichtungen trüben die Stimmung. Der"Endkampf" wird richtig blutig. Es wird nichts geschönt. Spätestens ab da, konnte ich nicht mehr eher ruhen, bis ich das Buch fertig gelesen hatte. 

Das Ende war für mich trotz allem überraschend und toll gemacht. Die einzig wahre Herrscherin von Luna ist eben doch sehr modern und für neue Dinge offen. Ich bin wirklich traurig, dass die Geschichte nun vorbei ist.

Ich kann die Reihe nur weiterempfehlen. Es ist einfach genial, wie die Autorin die ganze Story aufgebaut hat. Wie jedes Puzzlestück einen Sinn ergibt und wie die Sache ihren Lauf nimmt. Niemals hätte ich diese Ereigniskette im Voraus erahnt. Daher muss man es einfach selbst erleben.
Natürlich gibt es auch wieder die kleineren Liebesgeschichten, aber die stehen hier dann doch irgendwie eher im Hintergrund. 
Marissa Meyer hat vier tolle Protagonistinnen erschaffen, die die Erde vor der bösen Königin retten wollen. Das darf man sich einfach nicht entgehen lassen. Und mit ihnen kämpfen vier ebenso interessante Männer. Neben Carswell Thorne bleibt Iko meine absolute Heldin ever. Sie ist die beste Freundin die man sich vorstellen kann und bekommt zum Schluss zu Recht eine interessante Darseinsberechtigung.
 

Fazit:

Beim letzten Teil einer Reihe wünscht man sich nur, dass alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden und sich die ganze Geschichte passend zusammensetzt. Genau das hat Marissa Meyer geschafft. Alle Teile fügen sich ineinander, alle Personen bekommen ihre Aufgabe und müssen noch einmal ganz schön was einstecken. Trotz der vielen Seiten wird es nie langweilig und ich bin sehr traurig, dass die Geschichte nun zu Ende ist. Doch es ist ein würdiger Abschlussband, der keine Fragen offen lässt. Besser geht es nicht. Von mir gibt es dafür alle fünf Sterne. Ich kann die Reihe einfach nur weiterempfehlen. 

Reihe:

  1. Wie Monde so silbern
  2. Wie Blut so rot
  3. Wie Sterne so golden
  4. Wie Schnee so weiß

Autorin:

13206900Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Katzen in der Nähe von Seattle. Die vier Bände der »Luna-Chroniken« sind ihr Debüt als Schriftstellerin, wurden aus dem Stand zu New-York-Times-Bestsellern und sind in 27 Länder verkauft. Mehr unter www.marissameyer.com. (Quelle: amazon)

Dienstag, 23. August 2016

Rezension: Opal- Schattenglanz von Jennifer L. Armentrout

Titel: Opal - Schattenglanz
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Originaltitel: Opal
Seitenanzahl: 464 Seiten
Genre: Fantasy Jugendbuch ab 14
Reihe: Teil 3 von 5
Preis: 19,99 EUR
ISBN: 978-3551583338
Verlag: Carlsen
Erschienen am 24.04.2015
www.carlsen.de 

Klappentext:

Auf den ersten Blick ist alles perfekt: Dawson lebt noch und niemand scheint nach ihm zu suchen. Katy wehrt sich nicht länger gegen ihre Gefühle für Daemon und alles könnte so schön sein – aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich ist Blake zurück und mit ihm ein gewagter Plan. Zu Katys großem Erstaunen bittet er sie um Hilfe. Katy weiß nicht, was sie tun soll, denn Blake ist nicht zu trauen, das hat sie schon einmal schmerzlich zu spüren bekommen. Doch für ihre Freunde – und für Daemon – würde sie alles tun. Selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.

Meine Meinung:

Und weiter geht es mit der LUX-Reihe. Opal ist für mich der typische Zwischenband in einer Reihe. Die Handlung plätschert vor sich hin und der Leser wird auf ein großes Ereignis vorbereitet, welches er noch nicht genau kennt. Dabei passiert kaum etwas Neues und kann somit nur eingefleischte Fans in den Bann ziehen.

Die Story geht fortlaufend nach Onyx weiter. Dawson ist wieder zu Hause, aber noch lange nicht "der Alte".  
Katy und Daemon genießen ihre Beziehung und ihre Zweisamkeit. Die Szenen der beiden sind zwar ganz niedlich und süß, aber so richtig umhauen konnten sie mich nicht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Katy nicht zu meinen Lieblingsprotagonisten gehört. Sie ist mir einfach zu stur und uneinsichtig. Zwar hat sie eine interessante Entwicklung durchgemacht, aber leider nichts aus ihren Fehlern gelernt. 
Immerhin haben ihre Entscheidungen schon Menschenleben gekostet. Da sollte man doch meinen, dass sie sich endlich mal zurückhält und auf Daemon hört, aber denkste! Sie behaart darauf bei allem dabei sein zu wollen, als wäre sie jetzt der Super-Alien. Naja und am Ende bekommt sie dann tatsächlich die Quittung für ihre Entscheidungen. Was für ein mieser Cliffhanger!

Daemon hat mich dagegen richtig begeistert. Seine Sprüche sind einfach toll und mit seinem Humor wertet er die Story immer wieder auf. Er ist wirklich einer der tollsten BadBoys dieses Genre.
Auch Blake ist wieder mit von der Partie. Seine Person bleibt weiterhin zwielichtig. Das hat mir gut gefallen. Man weiß nie, woran man bei ihm ist. 

Alle Charaktere bereiten zusammen eine Mission vor und sind voneinander abhängig. Was genau wird natürlich nicht verraten. Leider weiß man immer noch zu wenig über die Geheimgesellschaft Daedalus und die Sache mit den Hybriden. Allerdings bekommt der Opal eine entscheidene Rolle. Infos sind spärlich gesät. Die Story zieht sich ziemlich. Bis auf zwei/drei Schlüsselszenen passiert nichts wirklich spannendes. Wer mehr Antworten möchte, muss die Reihe weiterlesen.

Der Schreibstil ist weiter angenehm und das Buch lässt sich flüssig weglesen. Katy erzählt alles aus der Ich-Perspektive. Die Autorin bleibt ihrer Linie treu. Zwar hätte ich laut aufgeschrien, wenn ich noch einmal öfter gelesen hätte, wie sich Daemons unheimlich lange Wimpern herabsenken (aarg!). Aber mit seinem Gottgleichen Aussehen muss man eben leben :-).
Wie gesagt, der Spannungsaufbau ist zwar da, aber sehr langsam. Am Ende überschlagen sich dann wieder die Ereignisse und man bleibt fassungslos zurück. Solche Aufregung hätte ich mir öfter gewünscht. Zwischendurch ist es eher eine seichte Liebesgeschichte. Habe ich prinzipiell nichts dagegen, aber es war auch nicht wirklich herausragend gemacht. Eben nur für Daemon&Katy Fans.

Für mich bleibt es der bisher schwächste Teil der Reihe.

Fazit:

Opal ist für mich der typische Zwischenband einer Reihe. Die Story plätschert dahin. Es passiert nichts großartig Neues und richtig Spannung gibt es auch nur an drei Stellen. Dazwischen ist es eher eine seichte Teenie-Romanze und daher nur für echte Fans zu empfehlen. Das Buch endet spannend, so dass man weiterlesen sollte. Von mir gibt es drei mittelmäßige Sterne. 
 

Reihe:

  1. Obsidian
  2. Onyx
  3. Opal
  4. Origin
  5. Opposition

Autorin:

13362536Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten. (Quelle: amazon)
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...