Donnerstag, 9. Juni 2016

Top Ten Thursday #62 (Titel mit "B")

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
10 Bücher, deren Titel mit einem "B" beginnen

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Die ersten neun Bücher habe ich gelesen und Nr. 10 liegt noch auf dem SUB. "B" scheint ein beliebter Buchstabe für Buchtitel zu sein, denn ich hätte noch viel mehr gehabt :-). Wer mehr wissen möchte, hier geht es zu meinen Rezis!

Spychalski, Patrycja - Bevor die Nacht geht
Harrington, K. A. - Bis aufs Haar 
Martini, Caro - Beim nächsten Mann links abbiegen
Meyer, Stephenie - Biss zum Morgengrauen
Millman, Christine - Bist du ein Star?
Siebern, Hannah - Barfuß im Regen
MacAlister, Katie - Blind Date mit einem Vampir
Sporrer, Teresa - Blind Date mit einem Rockstar  
Dessen, Sarah - Because of you
Blackman, Malorie - Boys dont't cry

Nächste Woche geht es um das schöne Thema: 
Die 10 besten Einzelbände

Mittwoch, 8. Juni 2016

Aktion Stempeln (Rückblick Juni 2014)

 

Dieses ist eine Aktion, die derzeitig von Favolas Lesestoff weitergeführt wird. 




Ziel des ganzen ist es, einen Rückblick auf vergangene Jahre und ihre Bücher zu werfen. Sind die gelesenen Bücher immer noch präsent? 

Ich werfe einen Blick auf den Juni 2014:


1) 15, Jungs, 4 Frösche + 1 Kuss hatte mir total gut gefallen und ich weiß daher noch recht viel. Ruby musste für meinen Geschmack ganz schön einstecken. Das war eine neue Erfahrung für mich...

2) Der Geschmack von Sommerregen ist ein wirklich zauberhaftes Buch. Tolle Gefühle und nachvollziehbare Probleme. Ein echter Geheimtipp. Das kann man nicht vergessen.

3) Sechs Richtige und eine Falsche war so mittelmäßig, ich fand die Idee aber ganz gut und kann mich daher noch gut erinnern.

4) Jersey Angel werde ich wohl leider auch nie vergessen. Mein wohl furchtbarstes Buch seit Jahren. Hat nur einen Stern bekommen und weil ich mich immer noch aufrege, habe ich es leider auch noch vor Augen.

5) So lebe ich jetzt hatte bei meinem Buch einen irreführenden Klappentext. Daher war ich sehr geschockt, als es sich zu einem Kriegsdrama entwickelte. Werde ich auch nicht so schnell vergessen.

  
6) Chucks Welt mochte ich ganz gerne, aber irgendwie weiß ich wirklich gar nichts mehr von der Geschichte. Schade.

7) Der Geschmack von Glück war mir im Mittelteil zu langweilig und daher habe ich es wohl auch so schnell vergessen... Hm.

8) Viermal Paradies und zurück fand ich echt toll. Ungefähr weiß ich auch noch worum es ging, aber es tun sich auch große Lücken auf.... 

Und wie ist es bei Euch? Könnt ihr euch noch an die Bücher von vor zwei Jahren erinnern?

Montag, 6. Juni 2016

Rezension: Der Sog der Schwerkraft von Gae Polisner

Titel: Der Sog der Schwerkraft
Autorin: Gae Polisner
Originaltitel: The Pull of Gravity
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 12
Reihe: Nein
Preis: 14,99 EUR
Verlag: cbj
Erschienen am 31.03.2014
www.cbj-verlag.de 

Klappentext:

Nicks Vater hat sich aus dem Staub gemacht, seine Familie droht zu zerbrechen und sein bester Freund Scoot, der Freak, liegt im Sterben. Da taucht Jaycee Amato in Nicks Leben auf, das durchgeknallte Mädchen mit den Husky-Augen. Sie verspricht Scoot, ihm einen letzten Wunsch zu erfüllen, und nötigt Nick, dabei zu helfen. Und so machen sich die beiden ausgerüstet mit der Weisheit Yodas und den Geschichten von John Steinbeck auf einen Road-Trip, um Scoots unbekannten Vater zu finden. Eine schwierige und gleichzeitig wunderschöne Reise beginnt, auf der Nick reifer, reicher und weiser wird. Am Ende hat er zwar nicht Scoots Vater gefunden, dafür aber eine über den Tod hinausgehende Freundschaft und ... die große Liebe.

Meine Meinung:

Die Inhaltsangabe klang ein bisschen nach Roadtrip und daher musste ich das Buch natürlich unbedingt lesen.

Der 14-jährige Nick erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er gibt sich die Schuld, dass sein Vater ausgezogen ist um sich über einige Dinge klar zu werden. Durch eine Fernsehreportage lernt der Junge seine Mitschülerin Jaycee Amato näher kennen. Überrascht muss Nick feststellen, dass Jaycee ebenfalls mit seinem besten Freund Scoot befreundet ist.
Als es dem Scoot durch seine Krankheit immer schlechter geht, beschließen Jaycee und Nick Scoots Vater zu finden, der vor vielen Jahren abgehauen ist.

Trotz der ernsten Themen hat das Buch sehr viele humorvolle Stellen. Nick ist ein bisschen verpeilt und wirkt in Jaycees Nähe immer etwas trottelig. Aber das macht ihn auch sehr liebenswürdig. Er weiß eben noch nicht, wie das so mit den Mädchen funktioniert und ist daher sehr unsicher.

Jaycee ist definitiv das Highlight der Geschichte. Schwer zu sagen, ob sie wirklich so cool und taff ist, oder ob Nick sie nur so darstellt. Er zeigt sich ihr gegenüber als guter Freund, denn er ist einfach für Jaycee und ihre Ideen da, auch wenn er insgeheim nicht dahinter steht. Das ist ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und echte Freundschaft.
Unterm Strich spielt Jaycee Nick allerdings an die Wand. Er wirkt blass und unscheinbar gegen das quirlige Mädchen.

Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich richtig gut gefallen. Die Charaktere sind alle etwas schräg und trotzdem wirken sie authentisch. Einerseits wirkt die Story übertrieben, doch andererseits hätte sie sich vielleicht so abspielen können.
In den Mitte des Buches geht der Autorin aber irgendwie die Luft aus. Es wirkt fast so, als hätte sie nicht weiter gewusst. Vorher lief alles in flottem Tempo ab und plötzlich wird alles ziemlich unrealistisch. Der Sinn der Reise (den Vater zu finden) wird mit einem Satz abgewischt und wem möchte die Autorin bitte die Sache mit dem Busfahrer glaubhaft verkaufen?
Ich weiß, dass die Autorin damit zeigen möchte, dass Pläne schief gehen können und dass man akzeptieren muss, dass sie fehl schlagen. Schließlich reden Jaycee und Nick ständig über das Buch Von Mäusen und Menschen von John Steinbeck. Dieser Roman spielt in der Geschichte eine entscheidene Rolle. Doch so hat man die ganze Zeit das Gefühl, dass gleich etwas tolles und spannendes passiert, aber es kommt einfach nicht. Das ist sehr enttäuschend.

Es werden viele ernste Themen behandelt. Trennung der Eltern, Verlust eines Elternteils, Verlust des besten Freundes, erste Liebe, neue Freunde, Geschwisterprobleme und das schlichte Erwachsenwerden. Insgesamt findet die Autorin eine gute Balance, aber durch die Kürze wird das meiste nur oberflächlich angekratzt.
Jaycee bringt Nick auf die richtige Spur und hilft ihm sich seinen Problemen zu stellen. Die Botschaft habe ich verstanden, fand die Umsetzung aber insgesamt zu unspektakulär.

Der Schreibstil ist etwas zu gewollt auf jugendlich gemacht, aber ich konnte mich damit anfreunden. Was ich nervig fand, waren die ständigen Ankündigungen (Vorwegnahmen wie wir gelernt haben), was denn bald passieren wird, aber es passierte halt nicht wirklich was. Es ist wie die fehlende Pointe beim Witz. Man wartet und wartet und dann kommt nichts. Das hat mich wirklich frustriert, denn ich hätte das Buch so gerne gemocht.
Leider ist der Roadtrip auch kein Roadtrip, sondern lediglich eine Busreise und die Auflösung am Ende ist ebenfalls etwas weit hergeholt.   

Ich habe das Buch gerne gelesen, bin aber nach dem Ende etwas ernüchtert. Leider passiert nichts wirklich Überraschendes, so dass man die Story nach Lesen des Klappentextes im Prinzip schon kennt. Daher hätte etwas Spannung nicht geschadet.




Fazit:

Eine schöne Grundidee mit liebenswerten Charakteren und vielen versteckten Botschaften. Leider ist die Umsetzung dann doch zu unspektakulär, da man den Inhalt durch den Klappentext schon kennt. Ich habe das Buch gerne gelesen. Ein bisschen mehr Spannung hätte aber nicht geschadet. Von mir gibt es drei gute Sterne.

Autorin:

12350670Gae Polisner ist Ehefrau, Mutter und Rechtsanwältin und nebenbei auch noch Schriftstellerin. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Jungs und zwei Nymphensittichen auf Long Island, New York. Der Sog der Schwerkraft ist ihr erster Jugendroman, aber wenn es nach den euphorischen Stimmen der Kritiker geht, ganz bestimmt nicht ihr letzter. (Quelle: Amazon)

Freitag, 3. Juni 2016

Rezension: Mein Leben als Pinguin von Katarina Mazetti

Titel: Mein Leben als Pinguin
Autorin: Katarina Mazetti
Originaltitel: Mitt liv som pingvin
Seitenanzahl: 304 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: 8,99 EUR
Verlag: List Taschenbuch
Erschienen am 15.07.2011 
www.ullsteinbuchverlage.de 

Klappentext:

Wilma, Lehrerin und tapfere Optimistin mit Unterbiss, und Tomas, gutaussehender, aber eher trauriger Journalist, reisen an Bord der MS Orlowskij in die Antarktis. Zwischen Albatrossen, orangefarbenen Schwimmwesten und dem Kapitänsdinner erfüllt sich für Wilma endlich ein großer Traum, nachdem so viele nicht in Erfüllung gingen. Denn Touristen im ewigen Eis sind wie Pinguine - sie finden zueinander. 

Meine Meinung:

Keine Ahnung wie ich mal auf die Idee gekommen bin, dieses Buch auszuleihen. Das Cover passt so gar nicht zum Titel, aber der Klappentext klang interessant.

Nach einigen Seiten zeigt sich bereits das Besonderes an diesem Buch. Es gibt drei Hauptpersonen, die jeweils aus der Ich-Perspektive von ihrer Reise auf dem Schiff durch die Antarktis berichten.
Da wäre Wilma, Anfang dreißig, tollpatschig und liebenswürdig, immer gut gelaunt. Und Tomas, versunken in Selbstmitleid, der in Schweden alle Zelte hinter sich abgebrochen hat.
Außerdem Alba, eine ältere Dame, die alle anderen Reisegäste ständig mit Tieren vergleicht und nach ihrem Tod selbst gerne ein Albatros wäre.
Nach Aussage der Autorin könnte man sich eine Person aussuchen und nur ihre Reiseberichte lesen, dann würde man das Buch trotzdem verstehen. Das bedeutet, dass alle Charaktere mehr oder weniger auf jede Szene eingehen. Das klingt vielleicht überfrachtet, ist es aber nicht. Jede Person hat zu derselben Sache eine andere Meinung und das ist interessant gemacht.
Außerdem gibt es einzelne Kapitel zu den anderen Passagieren, die mich jedoch nicht so überzeugen konnten. Es reicht um die Hintergründe der Personen etwas zu erklären, aber fungiert doch eher Lückenfüller.

Wilma, Tomas und Alba haben alle ihre Päckchen zu tragen. Alle haben ein Geheimnis bzw. etwas aus ihrer Vergangenheit was sie vergessen oder verarbeiten möchten. Als Leser erfährt man nach und nach das ganze Ausmaß der Geschichte.
In meinen Augen hat es Wilma am härtesten getroffen und doch ist sie die größte Optimistin die herumläuft. Es ist fast schon tragisch, wie doll sie versucht, aus allem das Beste zu machen und ich kann überhaupt nicht verstehen, warum sie sich gerade an den öden Tomas hängt, der alle anderen für sein verkorkstes Leben verantwortlich macht.
Doch irgendwie macht jede Person für sich aus dieser Geschichte etwas besonderes und am Ende ergänzt sich fast alles.

Was mich aber am meisten beeindruckt hat, waren die Tier- und Landschaftsbeschreibungen der Antarktis. Es war alles so detailreich beschrieben, dass man die vielen Vögel, Meerestiere und Pinguine selbst vor seinem inneren Augen sehen konnte. Als wäre man selbst an Bord des Schiffes und bei den Ausflügen dabei. Alba hat die Ornithologen auch immer etwas auf die Schippe genommen, was eine witzige Anekdote war.

Der Schreibstil ist etwas ganz besonders. Er ist so leicht und stimmig und trotz der ganzen Tragik auch immer leicht humorvoll. Die Sätze sagen so viel aus, dass es fast philosophisch wirkt und auch wieder nicht. Durch die besondere Erzählart, die eben eher an eine Aneinanderreihung von Reiseberichten erinnert, geht vielleicht etwas der Schwung verloren, da es kein wirkliches vorankommen gibt. Immer wenn ein Kapitel vorbei ist, startet der nächste Erzähler und so liest man bereits erlebtes evtl. nochmal aus einer anderen Perspektive. Da muss man sich öfter gedulden.

Die Charaktere sind alles andere als normal und trotzdem kann man sich mit ihnen identifizieren. Durch ihre Probleme wachsen sie einem ans Herz und man möchte wissen wie es weitergeht.
Wilma, die alles andere als hübsch ist und mit ihrer Krankheit klar kommen muss. Tomas, der als Ehemann und Vater versagt hat, aber durch Wilma neuen Lebensmut fasst. Und Alba, die durch die Auflebung ihrer Romanze mit dem Schiffsarzt, doch noch einmal jemanden näher an sich heranlässt.

Das Ende hat mir zwar persönlich nicht so zugesagt, aber trotzdem hat mir das Buch echt super gefallen.
 

Fazit:

Ein besonderes Buch über drei unterschiedliche Menschen, die eine Reise durch die Antarktis machen. Durch ihre Reiseberichte dürfen wir an ihren Leben teilnehmen und geraten dabei selbst auf das Schiff und können uns an den tollen Landschafts- und Tierbeschreibungen erfreuen. Ein Buch das sicher nicht jedem gefallen wird, aber mir hat es tolle Lesestunden verschafft. Es gibt daher vier echt tolle Sterne. 



13184643Autorin:

Katarina Mazetti, geboren 1944 in Stockholm, war bis 1989 als Schwedisch- und Englischlehrerin im nordschwedischen Umeå tätig. Heute lebt sie in Lund und arbeitet als Journalistin bei Sveriges Radio. Mazetti schreibt für Erwachsene und Jugendliche. (Quelle: Amazon)

Mittwoch, 1. Juni 2016

Monatsrückblick Mai 2016

Diesen Monat habe ich weniger gebloggt, dafür war ich im Urlaub :-) und krank :-(. Aber alle meine gelesenen und gehörten Bücher waren echt topp! Das hatte ich zuletzt selten. Besonders "Ein Mann namens Ove", dass ich als Wanderbuch zugeschickt bekommen habe, hat mir super gefallen.

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 Mai

  1. Fuck you Leben! - Non Pratt (420 Seiten) 4****
  2. Miss Apfelblüte - Sonja Bullen (192 Seiten) 4****
  3. Hummeln im Herzen - Petra Hülsmann (Hörbuch) 5*****
  4. Ein Mann namens Ove - Fredrik Backman (368 Seiten) 5*****
  5. Elena - Ihr größter Sieg - Nele Neuhaus (304 Seiten) 5*****
  6. Nur einen Klick entfernt - Kira Gembri (252 Seiten)
  7. Liam (The Diamond Guys) - Jade McQueen (232 Seiten)

Mein Monatshighlight:

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Die drei beliebtesten Bücher Posts waren:


  1. Fette Fische
  2. Der Kuss des Raben
  3. Kein Rockstar für eine Nacht


Das Taschenbuch des Monats

 Zum Beitrag: Klick!    


Im Juni möchte ich folgende Bücher lesen:

  1. Der Sog der Schwerkraft - Gae Polisner
  2. Liebe ist was für Idoten.Wie mich - Sabine Schoder
  3. ??? (Weiss ich noch nicht :-) )


Und wie war Euer Monat Mai? 

 PS: Wenn ihr mir euren Link da lasst, dann schaue ich mir gerne eure Monatsrückblicke an!



Dienstag, 31. Mai 2016

Steckbrief: Nur einen Klick entfernt von Kira Gembri

Titel: Nur einen Klick entfernt
Autorin: Kira Gembri
Seitenanzahl: 252 Seiten
Genre: Liebesroman/New Adult
Reihe: Nein
Preis: ab 2,99 EUR
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen am 01.02.2016
Bei Amazon kaufen? 

Klappentext:

Der junge Programmierer Tom glaubt, am Tiefpunkt seines Lebens angekommen zu sein, als er an Silvester in einem Erotik-Chatroom landet. Dabei braucht er gerade einfach nur jemanden zum Reden.
Auch Luna könnte sich etwas Besseres vorstellen, als die Neujahrsnacht damit zu verbringen, sich vor ihrer Webcam und einem völlig Fremden auszuziehen. Niemals hätte sie geahnt, dass ein missglückter Flirt zwischen ihr und Tom zu einem monatelangen E-Mail-Wechsel führen könnte! Die zwei schreiben einander bald jeden Tag - mal lustig, mal nachdenklich und mit immer mehr Herzklopfen zwischen den Zeilen. Doch Tom hat ein Geheimnis, das ein Happy End für ihn und Luna so gut wie unmöglich macht. Oder ist die große Liebe wirklich nur einen Klick entfernt ...?


Meine Meinung:

Lesegrund: Im letzten Jahr konnte mich Wenn du dich traust
von Kira Gembri sehr begeistern und daher wollte ich gerne noch ein weiteres Buch von ihr lesen. Im Nachwort wünscht sich die Autorin, dass man nicht so viel vom Inhalt dieses Buches verrät, so dass ich deshalb nur einen kurzen Steckbrief als Rezension wähle.
 
Romanidee: In diesem Buch geht es um Tom und Luna, beide Mitte zwanzig, die in ihrem Leben in einer Sackgasse angekommen sind. Als sich zwischen den beiden eine E-Mail Freundschaft entwickelt, führen sie tagelange Diskussionen und fühlen sich dem anderen immer mehr verbunden. Doch wie ehrlich ist man in der Anonymität des Internets wirklich?
 
Einstieg: Die Geschichte startet mit einem Überblick über Toms Aktivitäten im Internet und man kann ihn quasi dabei verfolgen, wie er in Lunas Private Booth landet. Ohne große Einleitung ist man also mittendrin im Geschehen.
 
Handlungszeitraum: Ein halbes Jahr.

 
Ort: Eine größere Stadt
 
Hauptpersonen: Da es sich um einen reinen E-Mail Roman handelt, lernen wir nur Tom und Luna direkt kennen. Beide schreiben sich abwechselnd E-Mails oder chatten. 
  
Nebenfiguren: Ozzie der Hund
 
Erzählperspektiven: Es handelt sich um einen reinen E-Mail Roman, so dass man sämtlichen Schriftverkehr zwischen den Protagonisten verfolgen kann. 
 
Positiv: Die Geschichte entwickelt sofort einen Sog. Man ist der Voyeur und linst heimlich über die Schulter, wenn Tom und Luna ihre Mails lesen. Ungeduldig möchte man wissen wie es weiter geht und wie die andere Person auf die Fragen antwortet oder wie ein Ereignis abgelaufen ist.
Mit viel Humor und tollen Anspielungen auf Filme und Serien werden die Unterhaltungen niemals langweilig. Immer wieder musste ich lauthals lachen und war dann im nächsten Moment geknickt, wenn es doch nicht so weiterging wie erhofft.
Obwohl man ahnt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt, konnte mich die Autorin mehrmals mit geschickten Wendungen überraschen und beeindrucken. Topp. 
 
Negativ: Die Idee ist natürlich nicht neu und insgesamt fehlte mir ein bisschen die Romantik. Das liegt aber einfach an der Art des Buches. Es gibt eben nur die Dialoge und die E-Mails. Man ist nie live bei den Ereignissen dabei, sondern bekommt sie nur zusammengefasst erzählt. Daher muss man der Autorin zu Gute halten, dass sie das Beste aus diesem Genre rausgeholt hat.

Cover/Titel: Ich finde Titel und Cover sehr gut gewählt und hatte fast erwartet, dass Tom auf der anderen Straßenseite wohnt (aber keine Angst, so ist es nicht!)
 
Schreibstil: Der Stil ist so leicht und unbeschwert. Man fühlt sich wohl und möchte einfach nur weiterlesen. Dazu gibt es perfekt dosierten Humor und auch die ernsten Themen bekommen genügend Aufmerksamkeit und ihren verdienten Respekt. Was möchte man mehr!

Fazit:

Jeder der E-Mail Romane mag, sollte sich die Zeit für Tom und Luna nehmen. Zusammen könnt ihr lieben, lachen und einen Weg aus den festgefahrenen Welten finden, hinter denen ihr Euch verschanzt habt. Glaubt mir, die Geschichte wird euch mehrmals überraschen und begeistern. Es ist ein echtes Wohlfühlbuch zum Mutmachen und Träumen. Da kann man nur fünf Sterne geben. Ein perfektes Buch für einen verregneten Abend zu Hause.

 

Weitere Bücher:

Autorin:

Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes von fünf Kindern in Wien geboren. Dieser schönen Stadt blieb sie auch nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft treu. Wenn sie nicht gerade Tandem fährt, Cello spielt, ihrem Kater - einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat - hinterherjagt oder in einem der Bücher schmökert, die sich in ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten. (Quelle: Amazon)

Sonntag, 29. Mai 2016

Rezension: Elena - Ihr größter Sieg von Nele Neuhaus

Titel: Elena - Ihr größter Sieg
Autorin: Nele Neuhaus
Seitenanzahl: 304 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 12
Reihe: Band 5
Preis: 11,99 EUR
Verlag: Planet!
Erschienen am 15.02.2016
www.thienemann-esslinger.de 

Klappentext:

Was ist bloß mit Tim los? Seit Elenas Rückkehr aus Amerika ist er völlig verändert und sie weiß nicht mehr, woran sie bei ihm ist. Als Elena auf dem letzten Turnier der Saison mit ihrem Pferd stürzt und sich schwer verletzt, ist es nicht Tim, der sie im Krankenhaus besucht, sondern Farid. Doch warum sollte sich der gut aussehende Fußballstar ausgerechnet in sie verlieben? An Elena nagen Selbstzweifel – seit dem Sturz mit Bittersweet weiß sie nicht mehr, ob sie jemals wieder so unbefangen reiten kann wie zuvor. Als eines Abends auch noch Tims kleine Schwester verschwindet, hat Elena keine Wahl und macht sich auf zu einem Ritt auf Leben und Tod ...

Meine Meinung:

Ich bin wirklich ein großer Fan der Elena Reihe und habe mich daher sehr auf den fünften Teil gefreut.

Die Geschichte beginnt nach den Sommerferien und dem Ende der Amerika Reise (vgl. Das Geheimnis der Oaktree Farm ). Elena und ihre beste Freundin Melike erwarten ihre neuen Pferde aus den USA. Alles könnte so schön sein, wenn sich Elenas Freund Tim nicht plötzlich so merkwürdig verhalten würde. Er wirkt ständig genervt und scheint sich gar nicht mehr für Elena zu interessieren. Als er sie immer wieder enttäuscht, fängt sie an sich zurückzuziehen und die Trennung zu akzeptieren.

Als Elena den 17-jährigen Farid kennenlernt, hat sie plötzlich wieder Schmetterlinge im Bauch. Doch dann stürzt sie mit ihrem Pferd auf einem Tunier und bekommt plötzlich Angst vor dem Reiten. Ihre Minderwertigkeitskomplexe und Selbstzweifel fressen sie fast auf. Kann Elena mit Hilfe ihrer Freunde ihre Ängste überwinden?

Elena erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Der Schreibstil ist jugendlich und umgangssprachlich. Die Autorin packt diesmal sehr viel Inhalt in die wenigen Seiten, so dass sich die Ereignisse überschlagen und aneinanderreihen. Dadurch werden einige Dinge ziemlich schnell abgehandelt (z.B. Elenas Ängste nach ihrem Unfall oder Ginas Rettungsaktion). 
Während in den letzten Büchern oft eine Krimigeschichte im Vordergrund stand, geht es diesmal ausschließlich um Elena und ihre Beziehungen. Sie wird definitiv erwachsener und muss lernen, sich von Menschen zu distanzieren, die ihr nicht gut tun. Für viele Dinge bekommt das Mädchen einen anderen Blick. 
Dadurch wirkt Tim auf einmal wie ein anderen Mensch. Zuerst hatte ich damit ziemliche Probleme, doch im Nachhinein war es von der Autorin gut gemacht, denn es ist glaubhaft, dass sich ein Jugendlicher so verändern kann bzw. Elena einfach nur ihre rosa Brille bezüglich Tim abgesetzt hat.
 
Die Beziehung zu Farid ist mir persönlich ein bisschen zu perfekt. Er ist schon der absolute Traumtyp ohne Fehler, dazu noch berühmt und sofort in Elena verliebt. Aber naja, süß ist es schon.
Etwas übertrieben war auch der Streit zwischen Elena und ihrem Bruder. Das war mir alles etwas zu dramatisch. Doch unterm Strich habe ich an der Geschichte nichts auszusetzen.

Mir hat dieses Buch wieder richtig gut gefallen. Es geht um echte und falsche Freunde, die Definition von Beziehungen und die Überwindung von Ängsten und der eigenen Unsicherheit. Dazu setzt die Autorin auf aktuelle Medien wie WhatsApp und Youtube.
Es ist ein tolles Mädchenbuch zum Träumen.

Fazit:

In diesem Buch wird Elena deutlich erwachsener und muss einiges einstecken. Es geht um echte und falsche Freunde und die Überwindung von Ängsten und Selbstzweifeln. Dazu kommt ein neuer Freund ins Spiel. Zwar waren einige Dinge wieder etwas übertrieben oder schnell gelöst, doch ich finde die Geschichte trotzdem genial. Jeder der Mädchen-/Pferdegeschichten mag, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Von mir gibt es alle fünf Sterne, denn das Buch hat mich wieder sehr gut unterhalten.
 

Reihe:

  1. Gegen alle Hindernisse
  2. Sommer der Entscheidung
  3. Schatten über dem Tunier
  4. Das Geheimnis der Oaktree Farm
  5. Ihr größter Sieg 

Autorin: 

Nele Neuhaus, geboren in Münster/Westfalen, lebt heute im Taunus. Sie reitet seit ihrer Kindheit und schreibt bereits ebenso lange. Nach ihrem Jurastudium arbeitete sie zunächst in einer Werbeagentur, bevor sie begann, Erwachsenenkrimis zu schreiben. Mit diesen schaffte sie es auf die Bestsellerlisten und verbindet nun ihre zwei größten Leidenschaften: Schreiben und Pferde. Ihre eigenen Pferde Fritzi und Won Da Pie standen dabei Pate für die gleichnamigen vierbeinigen Romanfiguren. (Quelle; Verlag)
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