Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: Alles, was du suchst von Marie Force (Green Mountain #1)

Titel: Alles, was du suchst (Die Green-Mountain-Serie #1)
Autorin: Marie Force
Originaltitel: All You Need Is Love
Seitenanzahl: 512 Seiten
Genre: Liebesroman
Reihe: Teil 1 von 5
Preis: 9,99 EUR

ISBN: 978-3-596-03628-8
Verlag: Fischer Taschenbuch
Erschienen am 22.09.2016
www.fischerverlage.de 

Klappentext:

Als die New Yorker Webdesignerin Cameron den Auftrag erhält, für einen familiengeführten Country-Store einen Online-Shop mit Landlust-Ambiente zu gestalten, ahnt sie nicht, was sie in Vermont, USA, finden wird: eine charmante Kleinstadt, unberührter Natur, eine warmherzige Großfamilie und den Sohn des Auftraggebers, Will. Weil dieser nicht begeistert von der Idee eines Internetauftritts ist, fliegen zwischen Cameron und Will zuerst die Fetzen, dann die Funken und schließlich die Gefühle.

Meine Meinung:

Der Klappentext klingt jetzt nicht gerade nach einer neuen Idee, aber mich hat das Buch trotzdem angesprochen.

Und ich war von der ersten Seite an verzaubert. Wir lernen die New Yorkerin Cameron kennen, wie sie sich auf die Reise ins verschneite Vermont macht, um dort einen Auftrag für eine Website zu bekommen, den sie dringend benötigt, damit ihre Firma nicht pleite geht.
Bevor die junge Frau den Ort Butler erreicht, hat sie einen Unfall und wird von Will gerettet. Er ist der Sohn ihres Auftraggebers und zuerst nicht erfreut über ihr Auftauchen. 

Da abwechselnd im Erzählstil aus Camrerons und Wills Sicht erzählt wird, lernen wir die beiden Protagonisten ziemlich gut kennen. 
Cameron ist von Will und seiner Großfamilie (9 Geschwister) fasziniert. Sie selbst ist immer allein gewesen und sehnt sich nach einer Familie.
Will fühlt sich ebenfalls gleich zu Cameron hingezogen, aber er sucht eine Frau für eine feste Beziehung und hat bisher keine guten Erfahrungen mit Stadtmädchen gemacht. Daher geht er lieber auf Abstand.

Um den Inhalt der Website mit Leben füllen zu können, verbringt Cameron viel Zeit mit den Abbotts und nimmt uns automatisch mit in dieses wunderbare Leben.
In Butler sind alle Charaktere etwas perfekter als in anderen Teilen der Welt. Sie sind freundlich, selbstlos und tun immer das Richtige. Es entsteht eine absolute Wohlfühlatmosphäre. Da macht es gar nichts, dass es vielleicht unrealistisch ist. Man kann sich einfach zurücklehnen und genießen.

Die ersten fünfzig Prozent des Buches habe ich inhaliert und konnte die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen. Es passte einfach alles. Ein wohldosierter Humor, unterhaltsame Dialoge und eine knisternde Spannung zwischen Will und Cameron. 
Fairerweise muss man sagen, dass dem Buch dann irgendwann etwas die Luft ausging. Es war immer noch schön zu lesen, zumal auch die anderen Charaktere aus den Nachfolgebänden der Weg geebnet wurde, aber die zweite Hälfte war insgesamt zu langatmig. 100 Seiten hätte man ohne Probleme streichen können.

Man ahnt ja, dass es ein Happy End geben wird (wie auch immer das aussehen mag). Es kommt halt immer darauf an, wie interessant der Autor die Geschichte bis zum vorgezeichneten Ende gestaltet. 
Das war in diesem Buch leider ziemlich belanglos. Die ganze Story hätte großes Konfliktpotenzial gehabt (alle Geschwister sind immerhin gegen die Website), aber hier bleibt alles bis zum Ende total harmonisch (und damit auch unspannend). 
Normalerweise stört mich das nicht, doch hier hätte etwas Pfeffer in der Suppe nicht geschadet. 
Die zweite Hälfte besteht aus einigen erotischen Szenen, die mir persönlich zu gestelzt waren (Will hätte nicht vor jedem Küsschen fragen müssen, ob es für Cam so in Ordnung ist!). Das war schon teilweise langweilig, anstatt zu prickeln. Aber wer's mag.

Der Schreibstil ist einfach, kann aber wirklich fesseln. Man muss halt den leicht schwülstigen Touch mögen und außerdem eine gute Prise Schmalz ertragen können. 
Der Plot ist unterm Strich zu dünn, aber das meiste wird durch die wunderbaren Charaktere wieder ausgebügelt. Das I-Tüpfelchen ist das Setting Vermont. Durch die bildhaften Beschreibungen und malerischen Darstellungen kann man sich leicht an den Ort des Geschehens träumen.

Mich konnte die Autorin mit dem ersten Teil begeistern und ich werde bestimmt auch die anderen Geschichten weiterverfolgen.

Fazit:

"Alles, was du suchst" ist eine absolute Wohlfühllektüre. Eine Mischung aus New Adult und Familienroman. Die Geschichte ist vielleicht etwas zu vorhersehbar und in der zweiten Hälfte zu langatmig, aber ich habe es trotzdem richtig gerne gelesen. Ich mochte die tollen Charaktere und war traurig, als ich Butler und die Abbotts verlassen musste. Man muss die große Prise Schmalz und schwülstigen Touch mögen, dann kann man viel Freude mit dem Buch haben. Von mir gibt es vier gute Sterne.

Reihe:

Green Mountain Serie

 
  1. Alles, was du suchst
  2. Kein Tag ohne dich
  3. Mein Herz gehört dir
  4. Schenk mir deine Träume (erscheint am 23.03.2017)
  5. Sehnsucht nach dir (erscheint am 24.05.2017)

Green Mountain Kurzgeschichten


Autorin:

Marie Force ist Autorin von über 25 zeitgenössischen Liebesromanen, von denen etliche sich auf den Bestsellerlisten der New York Times, der USA Today und des Wall Street Journal platziert haben. Unter dem Pseudonym M. S. Force hat sie zudem die Erotikserie »Quantum« veröffentlicht.

15828695Als Marie Force Urlaub in Vermont, USA, machte, spürte sie sofort, dass diese wunderschöne, unberührte Landschaft die perfekte Kulisse für unwiderstehlichen Lesestoff bietet. Auf der Suche nach Souvenirs entdeckte sie in einer idyllischen Kleinstadt den Green Mountain Country Store und lernte dessen Besitzer kennen: eine moderne und sympathische Familie, die mit großer Freude heimische Produkte verkauft. Und sch.on sah Marie Force das Setting für die Romane vor sich. Fehlt nur noch die Liebe … aber die findet sich in Butler, dem fiktiven Städtchen in dieser Serie, zum Glück an jeder Ecke.
Marie Force lebt mit ihrer Familie in Rhode Island, USA, sie ist New-York-Times-Bestsellerautorin, und allein in den USA verkauften sich ihre Bücher über 4 Millionen Mal.
(Quelle: Verlag)

Donnerstag, 9. Februar 2017

Film Fazit: Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe (Spoilerfrei)



Na, seid ihr auch im Shades of Grey Fieber?

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich eigentlich kein Fan der Reihe bin. Aber die Filme wollte ich natürlich trotzdem gerne sehen. Mich interessiert vor allem  der Hype an dieser Geschichte. Wie kann es ein Autor schaffen, dass allein 2000 Frauen aus einer Stadt zu einer einzigen Kinovorpremiere kommen?  Das ist echt genial!




Mit Sekt und dem Anblick von sexy Tänzern konnten wir uns auf den Film einstellen. :-)

Ich möchte Euch auch gar nicht zuviel verraten. 

Im ersten Teil hat mir Jamie Dornan ja so überhaupt nicht gefallen. Ich habe in ihm immer den Jäger aus Once Upon A Time gesehen. Er war total stoisch und hatte für die Rolle des Christian Grey null Präsenz. Das ihm dann auch noch die Synchronstimme von Twillight-Edward verpasst wurde, hat mich echt gestört.

Doch was soll ich sagen! In diesem Film wirkte er viel charismatischer und überzeugender. Ana stellt ja selbst fest, dass ihm der Bart gut steht.


Inhaltlich lässt sich der Film mit zwei Sätzen zusammenfassen. (Aber mehr hatte das Buch ja auch nicht zu bieten.)


Ana geht zu Beginn eigene Wege, dann kommt sie wieder mit Christian zusammen und es tauchen Ex-Partner auf, die Probleme machen. Aber die beiden halten zusammen, obwohl sie nicht wissen, ob sie ihre unterschiedlichen Bedürfnisse je unter einen Hut bekommen.
Friede, Freude, Eierkuchen! 😇

 
Trotz der spärlichen Handlung, war der Film unterhaltsam. Tolle Bilder (z.B. auf der Jacht), erstklassiger Soundtrack und witzige Dialoge. Die erotischen Szenen waren unterm Strich sehr zahm und dürften niemanden erschrecken.

Für mich olle Romantikerin war es sogar noch viel schöner, da die beiden sehr verliebt miteinander umgingen. 

Der erste Teil wirkte an vielen Stellen billig produziert. Diesmal hatte es schon bedeutend mehr Stil (z.B. beim Maskenball). 

Kim Basinger als Elena konnte mich jedoch nicht so richtig überzeugen. Sie wirkte eher wie die geschiedene, angefresse EX, als wie Christians Lehrerin.

Dafür hat mir Dakota Johnson diesmal umso besser gefallen. Sie wirkte taffer und reifer und hat die Dinge glaubwürdig hinterfragt. Das kommt der Rolle sehr nah.

Insgesamt war es also ein schöner Kinoabend. 

Teil 3 ist wohl schon abgedreht und kommt in einem Jahr in die Kinos. Ich bin gespannt.

Fazit:

In meinen Augen hat es sich gelohnt, dass sich ein neuer Regisseur der Reihe angenommen hat. Aus der kargen Handlung wurde ein ganz netter Film. (->Bei der Reihe erwartet ja wohl auch niemand ein literarisches Highlight, oder?).
Toller Soundtrack und witzige Dialoge ergeben insgesamt einen (für Fans) gelungenen romantisch-erotischen Film. 
Für Nicht-Fans der Reihe aber eher ungeeignet.

Wie hat es Euch gefallen?  




Mittwoch, 8. Februar 2017

Let's talk about #1: Melancholie nach einem guten Buch?

Melancholie nach einem guten Buch

Im Januar habe ich richtig viel gelesen, und was noch wichtiger ist: Es waren echt tolle Bücher dabei. Doch jetzt bin ich nach dem Beenden meines letzten Buches in ein Leseloch gefallen.
Ich vermisse meine letzte Protagonistin Laura, möchte zurück nach Neuseeland und den Delfinen und kann mich seit dem auf kein neues Buch mehr einstellen *snief!

💬 Kennt ihr das auch? 💬


Ich habe jetzt fünf neue Bücher angefangen, aber keines kann mich richtig fesseln. Das ist total deprimierend. 
Es ist mir schon öfter passiert und ich nenne es: Melancholie nach einem guten Buch. 
Normalerweise hilft es mir, wenn ich eine Rezi über das spezielle Buch schreibe. Dann kann ich ganz gut mit der Geschichte abschließen, doch auch das hat diesmal nicht geholfen.

Jetzt wollte ich einfach mal wissen, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt und was ihr dagegen tut.

Bitte her mit den Tipps!

Samstag, 4. Februar 2017

Rezension: Das Jahr der Delfine von Sarah Lark

Titel: Das Jahr der Delfine
Autorin: Sarah Lark
Seitenanzahl: 463 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: 18,00 EUR
ISBN: 978-3-431-03967-2
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen am 09.12.2016
www.luebbe.de 

Klappentext:

Köln, Gegenwart: Wie soll mein Leben weitergehen?, fragt sich Laura. Jetzt, da ihre beiden Kinder zunehmend selbstständig werden und sich ihr Mann immer weiter von ihr entfernt, denkt Laura an ihren einstigen Traum zurück, Meeresbiologin zu werden. Als sich die Chance bietet, für einige Zeit im Bereich der Wal- und Delfinbeobachtung in Neuseeland zu arbeiten, ergreift sie diese mit gemischten Gefühlen. In Neuseeland eröffnet sich Laura eine ganz andere Welt, und sie findet völlig überraschend eine neue Liebe. Doch kann diese von Dauer sein?

Meine Meinung:

Ich kannte bisher nur die Jugendbücher von Christiane Gohl und wollte daher auch mal ein Buch mit Schauplatz Neuseeland lesen, dass sie unter dem Pseudonym Sarah Lark veröffentlicht hat.

Meine Erwartungen waren nicht so hoch, da die Rezensionen bei amazon eher schlecht waren. Trotzdem wollte ich dem Buch eine Chance geben.

Es geht um die 31-jährige Laura, die nach einer frühen Mutterschaft und verpassten beruflichen Chancen, ihr Leben in die Hand nehmen möchte. Ihre Kinder sind 9 und 13 Jahre, und für sie hat Laura ihren Kindheitstraum Meeresbiologin zu werden, aufgegeben. Um ihren geliebten Walen und Delfinen nah zu sein, möchte sie für ein Jahr als Tourguide nach Neuseeland gehen, um dort Walbeobachtungen für Touristen durchzuführen. Ihr Mann Tobias unterstützt diese Entscheidung leider nicht.

Am Anfang war ich sehr geschockt über Lauras Entscheidung. Wer selbst Kinder hat, kann sich wahrscheinlich nur schwer vorstellen, einfach mal ein Jahr wegzugehen, um seine Träume zu verwirklichen. Aber dann dachte ich mir: Warum nicht? Lauras Zerrissenheit kommt im Laufe des Jahres immer mal wieder zur Sprache. Sie vermisst ihre Kinder und würde gerne alles unter einen Hut bringen. Das hat mich etwas versöhnt. 
Klar, ist sie auf eine Art egoistisch, aber man muss es ja nicht nachmachen. Ich finde es immer gut, wenn man seinem Herzen folgt und versucht glücklich zu werden. Dafür sollte man andere Leute nicht verurteilen.

Die ersten 20 Prozent des Buches musste ich mich daran gewöhnen, wie ausführlich die Autorin die Geschichte erzählt. Jede Kleinigkeit des Jobs wurde erklärt und dargestellt. Ich hatte schon das Gefühl selbst den Job bei Eco-adventures anfangen zu können. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Geschichte in den Bann gezogen. Alles wird ruhig und bildlich erzählt. 
Die Beschreibungen von Neuseeland und den Delfinen sind wirklich gelungen. Man bekommt große Lust, die Orte selbst einmal zu besuchen.

Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, wohin die Geschichte führen soll. Antwort: Hier ist eindeutig der Weg das Ziel. Im Vordergrund steht Laura und ihre Liebe zu den Walen. Mit der Zeit verändern sich ihre Ansichten zu den Walbeobachtungen und anderen Reiseevents, die Eco-adventures noch anbietet, da sie mit Umweltaktivisten in Kontakt kommt.
Mir hat gut gefallen, dass man als Leser automatisch anfängt, auch über diese Dinge nachzudenken.

Durch den Erzählstil bleiben Laura und die anderen Charaktere recht oberflächlich. Man erfährt kaum etwas über ihre Gedanken. Sie fallen eher durch ihre Handlungen auf. Trotzdem weiß man nie, was als nächstes passiert. Das war für mich ein echter Pluspunkt. 

Zwar ist die Liebesgeschichte auch eher dezent und unspektakulär, aber das war gar nicht mal so schlimm. Ich wollte einfach wissen, wie das Jahr für Laura zu Ende geht und welche Entscheidungen sie aus dieser Erfahrung mitnimmt. Das allein hat mir gereicht.

Für mich war das Buch eine echte Erholung und pure Entspannung. Daher empfehle ich die Geschichte gerne weiter. 

Außerdem ist das Buch wundervoll gestaltet. Schutzumschlag, Lesebändchen und im Einband Karten über die Schauplätze, sowie liebevolle Illustrationen. Ein echter Hingucker und für Buchliebhaber ein Schatz. 

Fazit:

Nach dem Ende des Buches kann ich schon verstehen, warum einige Leser von der Geschichte enttäuscht sein dürften, aber mir hat es gut gefallen. Es kommt hier auf die Erwartungen an. Da ich keine Vergleiche zu den anderen Büchern von Sarah Lark habe, konnte ich "Das Jahr der Delfine" genießen. Es gibt sicher bessere Geschichten, aber wer einfach mal etwas ruhiges lesen möchte, mit einem spektakulären Schauplatz, der kann mit dem Buch nichts falsch machen. Ich kann es weiterempfehlen. Vier zarte Sterne.


Autorin:

Christiane Gohl (* 1958 in Bochum) ist eine deutsche Autorin. Gohl veröffentlicht ihre Romane auch unter den Pseudonymen Ricarda Jordan, Sarah Lark und Elisabeth Rotenberg. Neben Kinder- und Jugendbüchern rund um das Thema Pferde veröffentlicht Gohl auch Romane für Erwachsene.

Sie studierte Pädagogik und arbeitete als Fachjournalistin und Werbetexterin. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin betreibt Gohl eine kleine Pferdezucht in Spanien.
(Quelle: goodreads)

Freitag, 3. Februar 2017

Rezension: Heartbeat Hawaii-Oh-Wei von Anna Engel

Titel: Heartbeat Hawaii-Oh-Wei
Autorin: Anna Engel
Seitenanzahl: 169 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein

Preis: 1,99 EUR
Verlag: Indie

Erschienen am 27.10.2014
www.amazon.de 

Klappentext:

Filipa, 32, leitet in München eine Firma für Gartenbedarfsartikel. Die Liebe ist bei ihr eher Laubhaufen als Springbrunnen. Als ihre Kindheitsfreundin Leni Sandberg ihr eine Mail schickt, kann es Filipa kaum fassen: Leni, die mittlerweile als Reiseführerin auf Hawaii lebt und arbeitet, hat sich ein Bein gebrochen und bittet Filipa um Hilfe. Sie soll nach Hawaii kommen und sie drei Wochen lang in ihrem abenteuerlichen Job vertreten. Als beide noch kleine Mädchen waren haben sie einen Barbie-und-Ken-Tomatenketchupblut-Schwur abgelegt, der anderen zu helfen, wenn sie Hilfe braucht. Kurzentschlossen fliegt Filipa nach Hawaii. Dort findet sie nicht nur eine innige Freundschaft wieder, sondern es taucht auch noch der knackige Surflehrer Scott aus den Wellen des Ozeans auf. Er bittet Filipa um ein Date. Da pocht ihr Herz ganz schnell. Während der Touren mit den Touristen geht einiges drunter und drüber. Und merkwürdige Dinge geschehen um Lenis kleines Häuschen herum. Das ruft den attraktiven Police Officer Lee Keala auf den Plan. Viel los auf Hawaii. Oh wei!
 

Meine Meinung:

Das schöne Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Außerdem mag ich Hawaii und hatte Lust auf eine lustige, romantische Geschichte.

Nach dem Lesen bin ich allerdings etwas ernüchtert. Der Klappentext verrät leider schon so ziemlich alles, was im Buch passiert. Wirkliche Überraschungen gibt es nicht. Das war aber gar nicht mein Problem, mich hat vielmehr der Schreibstil erschüttert. 
Ich lese immer mal wieder Bücher von Self-Pubilishern und habe meistens gute Erfahrungen damit gemacht. Heartbeat Hawaii-Oh-wei wirkte auf mich jedoch noch so unfertig, wie eine Rohfassung, die auf ein gutes Lektorat wartet. Viele der Sätze sind ungelenk und es gibt ständige Wort-Wiederholungen. Das hat mein Lesevergnügen erheblich gemindert. Von den vielen Logikfehlern mal abgesehen.
Hans-Joachim reichte ihr die Hand. "Hallo, ich bin der Hans-Joachim", sagte der Hans-Joachim. "Hans-Joachim Zude." Filipas Gehirn sandte das Signal: Sei freundlich, hebe die Hand und reiche sie ihm. Aber ihre Hand wollte das nicht tun. Mit voller Muskelanstrengung schaffte sie es und reicht Hans-Joachim die Hand. usw. (Auszug 7%)

Klar, kann man bei einem Preis von 1,99 EUR vielleicht kein literarisches Meisterwerk erwarten. Das mache ich auch nicht, aber es gibt so viele andere tolle Autoren, die mir mit ihren selbstverlegten Büchern (in der Preisklasse) das Gegenteil bewiesen haben. 

Die Story war theoretisch ganz gut. Ein bisschen unrealistisch, doch damit konnte ich leben. (Ich bezweifle zwar stark, dass jemand ohne Ortskenntnisse und Tourerfahrungen gleich Touristengruppen durch den hawaiianischen Wald führen kann, aber da ja genug schief ging, lasse ich das mal dahingestellt.)
Aber ein bisschen Know-how sollte ein veröffentlichtes Buch trotzdem haben. Schreiben ist ein Handwerk und braucht hier und da den letzten Schliff. Der fehlte hier in meinen Augen eindeutig. Es wirkte immer so, als hätte die Autorin das Buch an einem Wochenende geschrieben und dann montags bei amazon hochgeladen.

Ich würde daher jedem der sich für das Buch interessiert eine Leseprobe empfehlen. Da sollte man schnell merken, ob einem die Art gefällt oder nicht.

Der Schreibstil ist sehr umgangsprachlich und einfach gehalten. Es wirkte manchmal recht lieblos und abgehackt.
Außerdem waren die Szenen so schnell vorbei, dass man keine Zeit hatte, sich auf irgend etwas einzustellen. Dadurch kommt weder Spannung noch eine eine andere Art von Emotion auf. Als es am Ende eskaliert, war es auf der nächsten Seite auch schon wieder vorbei. Für mich ist es nie ein gutes Zeichen, wenn mich die Geschichte nicht fesseln und berühren kann. 

Außerdem war es einfach auch nicht mein Humor und so haben mich die Sprüche der "nervigen" Touristen nicht erheitert, sondern ich habe mich fremdgeschämt. Genau wie bei der Grillszene am Anfang, als Hans-Joachim auftauchte. Da war ein kurzer Moment, wo ich das Buch abbrechen wollte.

Die Charaktere sind etwas klischeebehaftet und haben auf den 170 Seiten kaum Zeit sich großartig zu entfalten oder eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Man muss sie so nehmen, wie sie sind.

Filipa war die ersten Seiten noch sehr unnahbar. Erst als sie auf Hawaii gelandet ist, wurde es besser.
Scott ist der heiße Surflehrer, der sich gleich in Filipa verliebt. Sie ist eben anders als andere Frauen. Warum, wird nicht weiter erklärt. Macht aber auch nichts.
Leni ist total gutaussehend und trotzdem eine tolle Freundin. Durch ihr Gipsbein kann sie eigentlich nichts beisteuern, außer sich von dem gutaussehenden Polizisten Lee beschützen zu lassen. 

Unterm Strich konnte das Buch bei den Beschreibungen über Hawaii punkten. Man kann sich die grüne Insel mit dem feuchten Klima gut vorstellen. 

Ja (Oh-wei!), man merkt total, dass das Buch überhaupt nicht mein Fall war und mich daher diese Rezension den letzten Nerv kostet. Ich würde wirklich lieber etwas positives schreiben, weiß aber echt nicht was. Das ist mir noch nie vorher passiert. 
Zum Glück kann sich ja jeder eine eigene Meinung bilden.
 

Fazit:

Mein Fall war das Buch leider nicht, was nicht unbedingt an der Story lag, sondern vielmehr am holprigen und umgangssprachlichen Schreibstil. Zwei kleine Sterne vergebe ich für das Setting Hawaii (das ist wirklich gut angekommen) und das schöne Cover. Wer sich für das Buch interessiert, dem empfehle ich zuerst eine Leseprobe. 

Donnerstag, 2. Februar 2017

Serienabend #2 (Younger)

Hallo zusammen,

heute bin ich zum zweiten Mal beim Serienabend von kosmeticca dabei. Mehr Infos gibt es hier: Klick!
 

Younger

(Bildquelle: serienjunkies)

Steckbrief meiner aktuellen Serie:


Inhalt: 
Nachdem sie ihr Mann verlassen hat und ihre Tochter auf dem College ist, kehrt Liza Miller (Sutton Foster) im Alter von 40+ auf den Jobmarkt zurück. Allerdings will niemand eine so „alte“ Berufseinsteigerin anwerben. Nach einer Verwechslung beginnt Liza sich mit Hilfe ihrer Freundin Maggie (Debi Mazar) als 26-jährige auszugeben. So erhält sie einen Job in der PR-Firma von Diana (Miriam Shor), wo die „gleich alte“ Kelsey (Hilary Duff) ihre Kollegin ist. (Quelle: fernsehserien.de)

♫♫♫♫♫♫ 

Staffel: 3 / Folge: Nr. 10 - Pigeons, Parrots & Storks

Wie wird es für Liza und Josh weitergehen? Diese Frage drängt sich geradezu auf, als die beiden nach einem Beinahe-Unfall völlig unterschiedlich reagieren.

♪♪♪♪♪♪♪♪♪

 

Fragen/Aufgaben:

1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Panne, Lebensentscheidungen, Zukunft!
 
2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Note 1

Ich muss gestehen, dass Younger zur Zeit meine absolute Lieblingsserie ist. Liza, die sich als 26jährige ausgibt, steht immer noch zwischen dem 26jährigen Josh und ihrem "gleichalten" Chef Charles. In der aktuellen Folge passiert Josh und Liza ein Unfall und so müssen sie sich über die Kinderfrage unterhalten. Liza hat ja bereits eine Tochter und ist mit dem Thema durch. Josh wünscht sich plötzlich etwas anderes. Das stellt mal wieder die ungleiche Beziehung auf die Probe. Es war wie immer witzig und emotional. Für mich eine tolle Folge, die langsam das Staffelfinale einläutet.
 
3.Schaust du Arzt-/Krankenhausserien? Wenn ja, welche davon magst du am Liebsten? Wenn nein, gibt es einen bestimmten 
Grund, dass du diese Thematik ablehnst?

Ich war nie ein Fan von Krankenhausserien, weil ich das Geschehen meistens nicht glaubwürdig finde.
Ich schaue lediglich "Club der roten Bänder" und liebe, liebe, liebe diese Sendung. Allerdings geht es da um die Patienten und nicht um das Personal.
 

♫♫♫♫♫♫

Was schaut ihr denn gerade?

 

Mittwoch, 1. Februar 2017

Monatsrückblick Januar 2017

Hallo Zusammen,

ich bin sehr zufrieden mit meinem Lesemonat, denn ich habe gleich 10 Bücher geschafft und die waren bis auf eine Ausnahme alle echt gut. Darunter war eine SaB Leiche (Stapel alter Bücher) :-) Ziel erfüllt!
Außerdem habe ich beschlossen wieder einen Tag auf die Leipziger Buchmesse zu fahren und habe mir dafür schon eine Zugfahrkarte gekauft (freu!).
Ich hatte auch Zeit etwas über meine Lieblingsserien zu schreiben und möchte das in Zukunft regelmäßig machen. Vielleicht kommt auch noch ein Beitrag über Filme hinzu.

Hier findet ihr meine gelesenen Bücher:

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Januar
  1. Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land - Jennifer Ryan (384 Seiten) 3***
  2. Hummeldumm - Tommy Jaud (320 Seiten) 4****
  3. Nixenjagd - Susanne Mischke (200 Seiten) 3***
  4. Winterzauber in New York - Julia K. Stein (221 Seiten) 4****
  5. George - Alex Gino (208 Seiten) 4****
  6. 43 Gründe, warum es AUS ist - Daniel Handler (368 Seiten) 4****
  7. Herzmuschelsommer - Julie Leuze (352 Seiten) 5*****
  8. Heartbeat & Hawaii-Oh wei - Anna Engel (169 Seiten) 2**
  9. Alles was du suchst - Marie Force (512 Seiten) 4****
  10. Das Jahr der Delfine - Sarah Lark (416 Seiten) 4****
 Insgesamt: 3150 Seiten

👍👍👍

Meine Monatshighlights:

1795158130344813

Aber auch "Alles, was du suchst" und "George" waren wunderschön.

 👎👎👎

Gelangweilt von:

23786182 

Die Idee des Buches ist nicht schlecht, aber ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte gar nicht lektoriert wurde und das hat den Lesespaß komplett getrübt. (Rezi)
 💓💓💓

Die drei beliebtesten Bücher Posts waren:  

  1)  Fette Fische


💓💓💓

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Schande über mein Haupt, im Januar habe ich lediglich 
48 Kommentare auf fremden Blogs geschrieben (Mein Ziel war 90). Das muss ich im Februar auf jeden Fall steigern.  

💓💓💓

Im Februar möchte ich folgende Bücher lesen:


  1. Dein Leuchten - Jay Asher (zu Ende lesen)
  2. Das geheime Vermächtnis des Pan - Sandra Regnier 
  3. Sinabell - Zeit der Magie - Jennifer Alice Jager
  4. Solange wir lügen - E. Lockhart

Und wie war Euer Monat Januar? 


 PS: Wenn ihr mir euren Link da lasst, dann schaue ich mir gerne eure Monatsrückblicke an!

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