Montag, 27. März 2017

Rezension: Die Geschwister Gadsby im Sommerchaos von Natasha Farrant

Titel: Die Geschwister Gadsby im Sommerchaos
Autorin: Natasha Farrant
Originaltitel: All about Pumpkin
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 11 Jahren
Reihe: Teil 3 von (bisher) 4
Preis: 16,99 EUR
ISBN: 978-3-551-58349-9
Verlag: Carlsen
Erschienen am 01.06.2016
www.carlsen.de 

Klappentext:

Sommer auf dem Land! Die Geschwister Gadsby verbringen die Ferien bei Grandma, nur Baby Pumpkin ist bei Mum in London geblieben. Nun machen die Geschwister auf Fahrrädern und Ponys die Gegend unsicher, schwimmen, lernen neue Jungs kennen und Bluebell verliebt sich sogar (in den Falschen). Doch dann nimmt der Sommer eine ernste Wendung: Grandma wird immer tüdeliger und kann bald nicht mehr allein in ihrem abgelegenen Haus leben. Sollen sie etwa das Cottage verkaufen? Das kommt für die Gadsbys nicht in Frage!

Meine Meinung:

Den zweiten Teil der Reihe habe ich erst vor kurzem beendet, daher war es nicht schwer wieder in die Geschichte hineinzufinden.

Familie Gadsby hat Zuwachs bekommen. Baby Pumpkin bringt die anderen Kinder ziemlich durcheinander und jeder versucht für sich seinen Platz in der Familie neu zu finden. Die Mutter ist mit den Nerven am Ende und schickt Jas (10), Twig (12) und Bluebell (14) in den Sommerferien zu ihrer Großmutter nach Devon. Eigentlich kein Problem, da es jedes Jahr so gemacht wurde, doch dieses Jahr ist alles anders.

Bluebell erzählt die Geschichte wieder in Tagebuchform, gemischt mit Filmbeiträgen, sogenannte Transkripte.
Blue, Jas und Twig fühlen sich abgeschoben. Sie vermissen ihre große Schwester Flora, die mit ihrem Dad in Neuseeland bei einem Filmprojekt ist. Auch Baby Pumpkin ist bei allen ständig präsent, da sich jeder seine eigenen Gedanken um den Kleinen macht. 

Abwechslung bringen Skye und Ollie, die sich um Grandma's Ponys kümmern. Blue gerät unfreiwillig zwischen die beiden Jungs und weiß gar nicht, was sie von ihren Gefühlen halten soll. Bei dieser Sache zeigt die Autorin wieder mal, wie genial sie ist. Jeder andere würde eine schnöde Dreiecksgeschichte erzählen, aber bei Familie Gadsby läuft es eben anders und so kann man sich überraschen lassen, wie und was es mit Blue und den Jungs auf sich hat. Am Ende gibt es wieder mal einige Lektionen, die einen dazu bringen, über Dinge nachzudenken. Das gefällt mir.

Grandma wird immer tüdeliger und braucht Hilfe. Die Eltern Gadsby sind wie immer nicht zu erreichen und so kann es wieder mal nur Ex-Kindermädchen Zoran richten, der alles stehen und liegen lässt, um ins Dartmoor zu fahren und den Kindern zu helfen.

Der dritte Teil der Reihe kommt ernster daher. Blue denkt zum ersten Mal viel mehr an ihre verstorbene Zwillingsschwester und gesteht sich ihre Trauer ein. 
Jeder von uns musste sich bewegen, um Platz für die Dinge zu schaffen, die sich geändert hatten, während einer von uns alt wurde und ein anderer plötzlich unser Leben bestimmte, während manche fortgegangen und andere angekommen sind. Menschen kommen und gehen. Man muss bloß lernen, für sie Platz zu schaffen. (Auszug Seite 239)
Die Geschichte ist in der ersten Hälfte weniger turbulent und lustig, wie die ersten zwei Bücher. Für mich fehlte eindeutig Flora. Sie ist einfach das Klebemittel der Familie und das merkt man auch diesmal. Sobald sie auftaucht, läuft alles wie geschmiert. Sie bekommt immer alles hin und jeder tanzt nach ihren Regeln. 
Doch so bekommt Blue endlich mehr Spielraum um sich zu entfalten. Sie steckt ja immer hinter ihren Geschwistern zurück und bekommt endlich ihre Chance einmal die große Schwester zu sein. Das ist einfach schön zu erleben. Die Kinder verbringen einen schönen Sommer mit reiten, baden gehen und müssen dabei lernen, ihre jeweiligen Probleme zu lösen.

Der Schreibstil ist einfach und gleichzeitig tiefgründig. Die Geschichte ist lustig ohne albern zu wirken. Die Autorin schafft es meisterhaft Familienprobleme zu integrieren, mit denen sich jeder identifizieren kann und bietet Lösungen an. Das Buch ist daher nicht nur für Kinder geeignet. Bei Familie Gadsby sind die Kinder irgendwie die besseren Erwachsenen.
Die etwas überzeichneten Charaktere wachsen einem mit jeder Seite mehr ans Herz. 

Im englischen Original ist bereits der vierte Teil erschienen. Ich hoffe sehr, dass er auch übersetzt wird. Ich würde jederzeit mehr über Familie Gadsby lesen wollen.
"All unsere Wünsche gehen in Erfüllung", seufzte
Jas, aber eines habe ich inzwischen über Wünsche gelernt: Sobald einer in Erfüllung geht, stehen auch schon die nächsten vor der Tür. (Auszug Seite 233)

Fazit:

Teil drei der Reihe kommt ruhiger und ernster daher. Nach der Geburt des Babys suchen alle Familienmitglieder ihren neuen Platz. Gleichzeitig muss eine Lösung für die tüdelige Grandma und ihr Haus gefunden werden. Es ist also wieder viel los bei Familie Gadsby, wo die Kinder irgendwie die besseren Erwachsenen sind. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht mit den herzlichen Menschen den Sommer im Dartmoor zu verbringen. Ein wunderschönes Buch für jedes Alter. Vier solide Sterne. 


Reihe:

19685492 
  1. Die Geschwister Gadsby
  2. Die Geschwister Gadsby und die Liebe
  3. Die Geschwister Gadsby im Sommerchaos
  4. Time for Jas (bisher nur in Originalsprache)

Autorin: 

26258981Natasha Farrant arbeitet seit 20 Jahren in der Kinder- und Jugendbuchbranche; seit 10 Jahren betreibt sie eine eigene Scouting-Agentur. Sie hat bereits drei Romane für Erwachsene geschrieben und lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und einer gescheckten Katze in London. »Die Geschwister Gadsby« ist ihre erste Kinderbuchserie. (Quelle: Verlag)

Mittwoch, 22. März 2017

Auslosung des Bloggeburtstagsgewinnspiel

Kommen wir nun zu den Gewinnern des Bloggeburtstagsgewinnspiel.... tatadaaaaaa
(Random.org hat entschieden)
 
 Sandra Regnier - Das geheime Vermächtnis des PAN
gewinnt

Vanessa Adolf


 Colleen Hoover - Looking for Hope
gewinnt
 
Miriam B.

Julie Leuze - Herzmuschelsommer
gewinnt

Alicia Neu

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

Bitte schickt mir doch Eure Adresse, damit ich die Bücher so schnell es geht auf die Reise schicken kann.

anruba-buecher (at) web.de

Montag, 20. März 2017

Mein SUB kommt zu Wort #3 (März)

"Mein SuB kommt zu Wort" 

Diesen Monat kommt mein SUB erneut zu Wort. Ich finde die Aktion echt gut.  

Wer mehr erfahren möchte, kann ja mal bei Anna vorbeischauen: Klick

🌟
Lieber SUB, 
  • Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)
Der heutige Stand beträgt 283 Bücher (Print + Ebooks). Dabei wollte ich doch schrumpfen, wachse aber immer weiter :-(.
 
  • Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze! 
  282668553293214833115621
Der Kindle Deal der Woche treibt Andrea nochmal in den Ruin. Da gibt es immer so viele tolle Bücher im Angebot. Diesmal gab es Digby im Angebot. Klingt echt lustig und spannend.

Der Kuss der Lüge wurde überall so gelobt und da hat Andrea es nicht mehr ausgehalten und musste sofort kaufen. Wirklich Null Selbstdisziplin. Nee Nee.
 
Zimt und zurück wurde im gleichen Kaufrausch ebenfalls eingepackt, da Andrea den ersten Teil in einer Nacht gelesen hat und es total lustig fand. Mal sehen wie lange Teil 2 bei mir rumhängt.
 
    18343407
  • Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  Endlich, endlich hat Andrea es nach über zwei Jahren geschafft, den ersten Teil der PAN-Reihe von Sandra Regnier zu lesen. Sie fand es echt ganz gut, aber es zieht sich zu Beginn echt ewig hin, bis es mal losgeht. Trotzdem kann ich mir Hoffnungen machen, dass Andrea Teil 2 auch bald aus meinen Kreisen befreit. Die Rezi folgt bald, soll ich sagen. 

  • Lieber SuB – ein Jahr ist rum und somit die Probezeit von „Mein SuB kommt zu Wort“ nun offiziell vorbei. Wie sind deine Gedanken zu der Aktion? Möchtest du gerne weiterhin regelmäßig zu Wort kommen? Gibt es Wünsche oder Verbesserungen von deiner Seite aus?  
Ich melde mich heute erst zum dritten Mal zu Wort, aber bisher finde ich das sehr schön. Andrea schaut sich auch immer gerne die SUB Beiträge der anderen Blogger an, daher sollte die Aktion gerne weitergehen. Ich freue mich jedenfalls auf nächsten Monat. Immer schön weiter artig Bücher kaufen :-)

Vielen Dank lieber SUB für Deine Antworten!
Bis zum nächsten Mal.
 

Samstag, 18. März 2017

Rezension: Schneeweiße Rose: Ein Wintermärchen von Jennifer Alice Jager

Titel: Schneeweiße Rose: Ein Wintermärchen
Autorin: Jennifer Alice Jager
Seitenanzahl: 204 Seiten
Genre: Märchen
Reihe: Nein
Preis: 2,99 EUR

Verlag: Selfpublisher
Erschienen am 30.01.2017
www.amazon.de 


Klappentext:

Frei nach dem bekannten Grimm'schen Märchen "Schneeweißchen & Rosenrot".

Seit dem Tod ihrer Mutter sind die Schwestern Snow und Rose auf sich allein gestellt. Gemeinsam führen sie ein bescheidenes Gasthaus an der Grenze zum verwunschenen Wald. Viele Gefahren drohen dort, doch die Schwestern konnten immer auf sich aufpassen. Bis sie eines Tages einem geheimnisvollen Fremden Obdach gewähren. Denn kaum, dass sich Snow und der junge Mann näher kommen, geraten die Schwestern mitten in den Kampf des Zwergenkönigs gegen die böse Fee des Waldes – ein Kampf um Liebe, für die Freiheit und um das Schicksal eines ganzen Königreichs.


Meine Meinung:

Ein Wintermärchen passt doch sehr gut in die kalte Jahreszeit. Bisher hatte ich noch kein Buch der Autorin gelesen und habe mich daher sehr auf Schneeweiße Rose gefreut.

Die beiden ungleichen Schwestern Rose und Snow leben in einem alten Gasthaus am Rande des dunklen und gefährlichen Waldes. Sie müssen hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten und sind ein eingespieltes Team.
Die 16-jährige Snow ist schüchtern und im Gegensatz zu Rose eher unscheinbar. Die ein Jahr ältere Rose ist impulsiv, direkt und fühlt sich für Snow verantwortlich.
Als ein verletzter Fremder in ihrer Scheune auftaucht kommt die Geschichte in Gang.

Rose und Snow sind zwei starke Charaktere, die mich überzeugen konnten. Besonders Snow wächst im Laufe des Buches über sich hinaus und riskiert alles für ihre große Liebe.
Leider waren die beiden Prinzen mehr als enttäuschend. Chris ist am Anfang noch geheimnisvoll, entwickelt sich dann aber immer mehr zu einem Waschlappen, der null Willenskraft und Entschlossenheit hat. Es ist zwar irgendwie süß, dass die Frauen hier die Heldinnen sind, aber ein bisschen mehr "Mann" hätte der Liebesgeschichte nicht geschadet.

Die Atmosphäre des Buches ist stimmig. Das Leben im Gasthaus hat den Zahn der Zeit gut getroffen. Die Suche im verwunschenen Wald war spannend und magisch. Besonders die Szenen mit dem Zwergenkönig waren interessant gemacht.
Ab der Hälfte wechselt der Schauplatz dann zum großen Schloss und ab hier fing die Story etwas an zu schwächeln. Rose verlor ihre starke Seite und wurde plötzlich zu einem verliebten Teenie. Das war merkwürdig.
So richtig überzeugend fand ich die ganze Geschichte mit der bösen Fee, Chris und dem Zwergenkönig nicht, aber die alten Märchen sind ja auch nicht immer logisch. Einzig Snow konnte mich mit ihren Taten überzeugen. Sie hatte weit mehr Mumm in den Knochen als alle Männer im gesamten Königreich.

Der Schreibstil war angenehm und für ein Märchen passend. Der Plot ist in Ordnung, nicht immer logisch, aber akzeptabel. Die zweite Hälfte war insgesamt zu schnell und blieb etwas zu oberflächlich. Darunter litt dann auch meine Lesestimmung und ich habe lange gebraucht, bis ich Lust hatte das Buch zu Ende zu lesen. Trotzdem ist die Geschichte für eine Märchenadaption gut gemacht. Man sollte nur nicht zu viel erwarten.

Fazit:

Ein schönes Märchen mit starken Heldinnen. Insgesamt etwas zu schnell und nicht immer logisch, dafür aber mit Charme und einem netten Setting. Für Märchenfans gut geeignet. Von mit gibt es vier Sterne.


Autorin:

Jennifer (Alice) Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen. (Quelle: Amazon)

Mittwoch, 15. März 2017

Mein Serienmonat Februar #3 (Younger, Shooter & Supernatural)

Als ich den Blog vor drei Jahren ins Leben gerufen habe, hatte er den Titel 
Anruba - Bücher, Filme, Serien....
Und mittlerweile habe ich gemerkt, dass ich auch zu Filmen und Serien Beiträge veröffentlichen möchte.

Heute geht es um die Serien, die ich im Februar gesehen habe.
 
💓💓💓💓

Younger (Staffel 3)

(Bildquelle: fernsehserien.de)

Younger gehört momentan zu meinen absoluten Lieblingsserien. Es geht um die 40-jähirge Liza, die sich für einen Job als 26-jährige ausgibt. Die Serie spielt im Verlagswesen und ist daher auch für Bücherfreunde eine interessante Sache. Das Doppelleben bringt natürlich einige Probleme mit sich und so stand Lizas Lüge auch in Staffel 3 wieder sehr oft vor dem auffliegen. 
Freund Josh möchte gerne mit Liza eine Familie gründen, aber sie ist mit dem Kinderkriegen durch und das stellt die Beziehung der Beiden auf eine harte Probe. Außerdem gibt es ja noch Chef Charles der wieder in Gefühlsdingen mitmischt. Die Folgen sind allesamt witzig, aber auch rührend und können sich weiterhin sehen lassen. Ende leider mit Cliffhanger. Staffel 4 gibt es hoffentlich im Herbst. 
 
 
👄👄👄👄👄
 

Shooter (Staffel 1)

(Bildquelle: fernsehserien.de)

 Die Serie "Shooter" geht in eine ganz andere Richtung. Im Mittelpunkt steht der frühere Marine Bob Lee Swagger (Ryan Phillippe). Er wird von seinem ehemaligen kommandierenden Offizier und jetzigen Secret-Service-Agenten Isaac Johnson (Omar Epps) aus dem selbst gewählten Ruhestand geholt, um ein Attentat auf den US-Präsidenten zu verhindern. Dabei wird er reingelegt und selbst des Attentats verdächtigt. Swagger taucht unter und will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, wozu er alle seine Fähigkeiten aufbieten muss, während er gleichzeitig auf der Flucht vor den Behörden ist.

Mir hat die Serie ziemlich gut gefallen, auch wenn das Ende etwas schwach war. Trotzdem sind die zehn Folgen sehr spannend und Actionlastig. Man sollte Selbstjustiz mögen und Blut sehen können. 
 
👍👍👍👍👍
 

Supernatural (Staffel 11)

(Bildquelle: serienjunkies.de)
   

Supernatural ist eine meiner Lieblingsserien, von denen ich alle Folgen gesehen habe. Auch in Staffel 11 macht die Serie weiterhin Spaß. Wer bis jetzt durchgehalten hat, weiß was einen erwartet. Der rote Faden der Staffel ist diesmal die Finsternis (Gott's böse Schwester), die durch Sam und Dean auf die Erde gekommen ist. Die beiden versuchen alles um sie aufzuhalten. 
Ich persönlich mag die Episoden lieber, wo die beiden Brüder einfach schnöde Fälle auf die altmodische Art lösen. Ich bräuchte diesen Engel und Gott Kram nicht unbedingt. Das Staffelende lässt hoffen, dass es damit auch erstmal gut ist. Wir werden sehen. Bis auf zwei oder drei Folgen fand ich es wieder richtig gut und bin schon auf Staffel 12 gespannt.

😊😊😊😊😊 

Welche Serien schaut ihr denn aktuell? 

Montag, 13. März 2017

Rezension: Die Geschwister Gadsby und die Liebe von Natasha Farrant

Titel: Die Geschwister Gadsby und die Liebe
Autorin: Natasha Farrant
Originaltitel: Flora in Love
Seitenanzahl: 240 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 11 J.
Reihe: Teil 2 von (bisher) 4
Preis: 15,99 EUR
ISBN: 978-3-551-58336-9
Verlag: Carlsen Verlag
Erschienen am 02.07.2015
www.carlsen.de 

Klappentext:

Bei den Gadsbys steht mal wieder alles Kopf: Bluebell hat endlich einen echten Freund, aber irgendwie fühlt sich das gar nicht so gut an, wie sie dachte. Twig vermisst seine zahmen Ratten, denn Dad hat schusseligerweise den Käfig offen gelassen. Jasmin will unbedingt an einem Gedichtwettbewerb teilnehmen, aber der ist nur für Erwachsene – klare Sache, sie braucht einen Strohmann! Und Flora – Flora ist unsterblich und dramatisch verliebt.
Ohne Zoran würde ihnen der ganze Laden um die Ohren fliegen!

Meine Meinung:

Endlich gibt es ein Wiedersehen mit meiner Lieblingsfamilie Gadsby aus London.

Zeitlich ein Jahr nach Die Geschwister Gadsby fängt die 14-jährige Bluebell wieder an Tagebuch zu schreiben. Zusätzlich macht sie Kameraaufnahmen, so genannte Transkripte.

In den Aufzeichnungen geht es um das chaotische Leben aller Familienmitglieder. Jedes der vier Kinder hat so seine Probleme und auch die Eltern mischen kräftig mit. Herr der Lage wird nur Au-Pair Zoran, der eigentlich gar nicht mehr bei den Gadsbys wohnt. Doch so richtig können sie ihn alle nicht in Ruhe lassen und er muss weiterhin viele Dinge in Ordnung bringen.

Flora (17) möchte immer noch Schauspielerin werden und verliebt sich dieses Mal unsterblich. Jas (9) fühlt sich als Jüngste unbeachtet und bringt mit ihren zwei neuen Katzen den Haushalt ordentlich durcheinander. Twig (11) interessiert sich jetzt für Mädchen und muss lernen, dass er sich nicht ausnutzen lassen darf. Und Bluebell (14) hat jetzt auch einen Freund, ist aber gar nicht mal so glücklich darüber.

Es ist also wieder richtig was los am Chatsworth Square in London.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der sympathischen Bluebell erzählt. Sie ist in meinen Augen das typische Sandwichkind. Sie stellt ihre Bedürfnisse immer hinten an und ist ständig dabei den anderen bei ihren Problemen zu helfen. Das Mädchen selbst steckt diesmal in der Klemme, weil sie nicht weiß, ob sie in ihren Freund wirklich verliebt ist oder ob sie nur aus Angst mit ihm zusammen ist, weil sie sich nicht traut ihm einen Korb zu geben.

Im Laufe des Buches fängt sie endlich an, mehr auf ihr Bauchgefühl zu hören und sich durchzusetzen. Besonders in ihrer Beziehung zu ihrem neuen Freund und ihrer besten Freundin Dodi, die ihr immer versucht Vorschriften zu machen.

Der Stil des Buches sind die überzogenen Reaktionen der  Charaktere. Sie sind immer etwas anders als man erwarten würde. Dadurch wird die Geschichte zu etwas ganz Besonderem. Man kann gar nicht anders als die ganze Familie ins Herz zu schließen. Jeder ist auf seine Weise liebenswürdig und interessant. Da stört es nicht weiter, dass nicht immer alles logisch erscheint. Oft merkt man die versteckten Botschaften und die gewisse Tiefgründigkeit erst ein paar Seiten später.

Unterm Strich beeindruckt mich der Familienzusammenhalt. Obwohl immer Chaos herrscht und die Fetzen fliegen, halten am Ende einfach alle zusammen und das ist eine schöne Botschaft.

Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da fast alles in der indirekten Rede erzählt wird. Bluebell schreibt schließlich im nachhinein auf was passiert ist. Die Mischung aus Transkripten und herkömmlichen Tagebucheinträgen ist gelungen. 
Viele Dinge werden nur angedeutet oder kurz abgehandelt. Dadurch wird ein hohes Tempo vorgelegt, es gibt keine langen Szenen und einen guten Lesefluss.

Das Buch hat zwar einen groben roten Faden, aber trotzdem ist hier eher die Reise das Ziel. Das Ende kommt so plötzlich wie der Anfang. Es ist eben nur ein zeitlicher Lebensabschnitt, was aber gar nicht schlimm ist.

Zwar fande ich nicht alle Erlebnisse logisch (gerade was Zach's Mutter anging), aber trotzdem konnte das Buch mit dem Niveau vom ersten Teil mithalten. Das finde ich bei einer Reihe ganz wichtig.

Teil 3 liegt schon bereit und ich freue mich auf die nächste Episode mit den Gadsbys.
 

Fazit:

Chaotisch, herzzerreißend und turbulent geht es im Leben der Familie Gadsby weiter. Auch der zweite Teil ist gleichermaßen tragisch, komisch und unterhaltsam. Die Charaktere sind etwas überzogen, aber dafür umso liebenswerter. Man kann sich in jeder Person wiederfindenund viel lernen. Ein Buch für jede Altersklasse, nicht immer logisch, dafür frisch und unverbraucht. Kann man wirklich lesen. Vier tolle Sterne.

Reihe:

19685492 
  1. Die Geschwister Gadsby
  2. Die Geschwister Gadsby und die Liebe
  3. Die Geschwister Gadsby im Sommerchaos
  4. Time for Jas (bisher nur in Originalsprache)

Autorin:

18627399Natasha Farrant arbeitet seit 20 Jahren in der Kinder- und Jugendbuchbranche; seit 10 Jahren betreibt sie eine eigene Scouting-Agentur. Sie hat bereits drei Romane für Erwachsene geschrieben und lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und einer gescheckten Katze in London. »Die Geschwister Gadsby« ist ihre erste Kinderbuchserie. (Quelle: Verlag)

Samstag, 11. März 2017

Rezension: Looking for Hope von Colleen Hoover

Titel: Looking for Hope
Autorin: Colleen Hoover
Originaltitel: Losing Hope
Seitenanzahl: 416 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14
Reihe: Nein (nur Perspektivwechsel)
Preis: 9,95 EUR
ISBN: 978-3-423-71625-3
Verlag: dtv

Erschienen am 01.04.2015
www.dtv-dasjungebuch.de 

Klappentext:

Auf die Vergangenheit zurückzublicken, das hat Dean Holder seit dem Tod seiner Schwester Les erfolgreich vermieden und stattdessen kräftig an seinem Image als Bad Boy gearbeitet. Bis er Sky trifft, die seine Welt von einem Moment auf den anderen aus den Angeln hebt. Denn Sky erinnert Dean an Hope, seine verschwundene Kindheitsfreundin, nach der er seit Jahren vergeblich sucht. In Skys Gegenwart brechen Gefühle auf, die Dean längst verloren glaubte – doch immer mehr wird klar: Um in die Zukunft blicken zu können, muss Dean sich den Geistern seiner Vergangenheit ebenso stellen wie Sky ...

Meine Meinung:

Als ich vor einem Jahr "Hope forever" gelesen habe, hat mich die Geschichtet echt positiv umgehauen.
Sky und Dean waren für mich das perfekte Paar. Daher war klar, dass ich "Looking for Hope" (=diesselbe Geschichte aus Dean's Sicht) auch lesen möchte.

Trotz bekannter Story hat es die Autorin geschafft mich wieder an das Buch zu fesseln. Dean Holder ist einfach ein sehr leidenschaftlicher und emotionaler Mensch. Sehr intensiv, wie die Autorin ihn beschreiben würde. So war ich von der ersten Seite an gebannt.

Zu Beginn wird die Sache mit Holder's verstorbener Schwester Les thematisiert. Es erklärt wie der 18-jährige so geworden ist, wie wir ihn aus Hope forever kennen. Im Laufe des Buches wird Les' Geschichte anhand von Briefen und Tagebucheinträgen häppchenweise aufgearbeitet. Das hat mir echt gut gefallen und war ein tolles Mittel um die Erlebnisse miteinander zu verknüpfen. Zwar kennt man das Ende bereits, aber die ganze Tragweite wird erst durch Holder's persönliche Aufzeichnungen deutlich.

Durch die Ich-Perspektive lernen wir Dean richtig gut kennen. Seine Handlungen und Reaktionen, die ich im ersten Teil manchmal etwas fragwürdig fand (=Ausraster), werden plötzlich nachvollziehbarer und klarer.

Logischerweise wiederholen sich die gemeinsamen Szenen zwischen Sky und Dean eins zu eins, aber da ich mir zwischen den beiden Büchern ein Jahr Zeit gelassen habe, war es eher eine Auffrischung als langweilig. Wenn man die beiden Geschichten allerdings direkt hintereinander liest, hätte es sich bestimmt etwas gezogen.

Dean ist und bleibt ein absoluter Traumtyp, der lernen muss, mit seinen ganzen Schuldgefühlen umzugehen. Er fühlt sich für das Verschwinden seiner Jugendfreundin Hope immer noch verantwortlich und auch für den Tod seiner Zwillingsschwester Les. Mit seinen ganzen Ängsten und Befürchtungen steht er größtenteils allein da. Dabei tut er für seine Liebsten einfach alles und konnte mich damit wieder komplett für sich einnehmen.
Wenn sie ernsthaft glaubt, sie wäre schon mal geküsst worden, irrt sie sich gewaltig. Denn sie ist noch nie so geküsst worden, wie sie es verdient. Und ich sehe es als meine Aufgabe an, ihr eine Ahnung davon zu vermitteln, wie sich ein echter Kuss anfühlen muss. (Auszug Seite 187)
Sky taucht erst nach gefühlten 100 Seiten zum ersten Mal auf und blieb mir daher fast ein bisschen blass. Das hängt natürlich damit zusammen, dass wir bei vielen Erlebnissen jetzt nicht mehr live dabei waren, sondern es erst im Nachhinein erfahren haben. Das hat mich wieder in dem Glauben bestärkt, dass ich lieber Bücher mag, wo sich die Perspektiven sofort abwechseln, anstatt in einem eigenständigen Buch zu erscheinen (=Geldmacherei ?).
Das hätte die Spannung bei dieser Geschichte auf jeden Fall noch mehr gesteigert. Denn das traumatische Erlebnis aus Hope forever wird man wohl nie vergessen und daher fehlte hier natürlich am Ende dann doch etwas die Spannung. Dafür gibt es bei der Bewertung einen Stern Abzug.

Der Schreibstil ist erneut herausragend. Die Autorin kann einfach wunderbar emotional schreiben und einen damit komplett fesseln. Sie kann zu Tränen rühren und einen gleichzeitig zum schmunzeln bringen. Ein Wechselbad der Gefühle.

Die Dialoge von Sky und Dean sind witzig und schlagfertig, gleichzeitig ehrlich und mitreißend. 
Dadurch wird die Liebesgeschichte herzerwärmend und man kann gar nicht anders als sich mit den beiden zu freuen und zu leiden. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Das macht wirklich Spaß.

Die Geschichte ist abgeschlossen und kann eigenständig gelesen werden. 

Fazit:

In Looking for Hope wird Dean's Sicht der Geschichte erzählt. Es war noch gefühlvoller als Hope forever und sollte daher auf jeden Fall gelesen werden. Trotz bekannter Story gibt es immer wieder Aha-Momente und Überraschungen. Ich hatte richtig Spaß beim Lesen und vergebe daher vier tolle Sterne. 

Reihe:

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  1. Hope forever (aus der Sicht von Sky)
  2. Looking for Hope (selbe Geschichte aus der Sicht von Dean)
  3. Finding Cinderella (Spin-Off: Daniel & Six)

Autorin:

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. (Quelle: amazon)

Freitag, 10. März 2017

Film Tipp: Before We Go


Hallo zusammen,

ich bin ja ein riesiger Fan von Geschichten über Zufallsbekanntschaften wie:

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Für mehr Infos gäbe es hier die Rezis:
  1. Winterzauber in New York
  2. Kiss me in New York
  3. Bevor die Nacht geht
💓💓💓💓💓


Falls Ihr diese Bücher auch so gerne mochtet wie ich, dann kann ich Euch den Film
Before We Go ans Herz legen. Dort geht es um die zufällige Bekanntschaft von Nick und Brooke, eine gemeinsame Nacht in New York, viele tolle Gespräche und Erlebnisse und ganz viele herzige Momente. 



Den Film gibt es gerade kostenlos bei Amazon Prime bzw. als Leihfilm. 

Mir hat er gut gefallen, also schaut dochmal vorbei. 
Beide Personen müssen die Vergangenheit hinter sich lassen und geben sich gegenseitig Kraft und Mut für Neues. Regt zum nachdenken an und ist gar nicht so schnulzig wie man denken würde :-)

PS: Falls ihn schon jemand gesehen hat, wie fandet ihr ihn?

Donnerstag, 9. März 2017

Top Ten Thursday #71 (Beliebte Autoren)

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
10 Autoren, von denen man am meisten Bücher im Regal stehen hat

Jill Mansell
(Bildquelle: Goodreads)

(Bildquelle: goodreads)
 
(Bildquelle: goodreads)
Simone Elkeles
(Bildquelle: goodreads)
(Bildquelle: goodreads)
Nele Neuhaus
(Bildquelle: goodreads)
Meg Cabot
(Bildquelle: goodreads)
Sarah Lark
(Bildquelle: goodreads)
Sarah Dessen
(Bildquelle: goodreads)


Ingrid Noll  
(Bildquelle: goodreads)

    

Ihr dürft heute mal anhand der Fotos raten um welche Autorinnen es sich handelt. :-) 

💓💓💓💓 💓💓💓

Als Hilfe in loser Reihenfolge:
Christiane Gohl, Sarah Dessen, Ingrid Noll, Simone Elkeless, Nele Neuhaus, Charlotte Link, J.K.Rowling, Jill Mansell, Meg Cabott, Kerstin Gier
Von fast allen Autorinnen habe ich 10 oder mehr Bücher im Regal und/oder gelesen. 

Wie sieht es bei Euch aus?

Montag, 6. März 2017

3. Bloggeburtstag mit Dankeschön-Gewinnspiel

Hallo Ihr Lieben

Vor drei Jahren Anfang März ging auf diesem Blog meine erste Buchrezension online. Seitdem ist viel passiert. 670 Posts, über 2300 Kommentare, fast 75000 Seitenaufrufe und ein reger Austausch zwischen uns Bloggern. Dafür nehme ich an den unterschliedlichsten Aktionen teil. Aktuell versuche ich auch etwas mehr zu meinen Lieblingsserien zu posten.
Das Bloggen macht mir also immer noch Freude und daher möchte ich mich zur Feier des Tages mit einem Gewinnspiel bei Euch bedanken.
💓💓💓💓 

Als Preise habe ich ausgesucht:
💓💓💓💓
Sandra Regnier - Das geheime Vermächtnis des PAN




💓💓💓💓

Colleen Hoover - Looking for Hope


💓💓💓💓
Julie Leuze - Herzmuschelsommer 
Für mehr Infos findet ihr hier meine Rezi:
Herzmuschelsommer 
  








Alle drei Bücher haben mir in letzter Zeit sehr viel Lesefreude bereitet und ich hoffe sie werden Euch auch gefallen.
Wer eines der drei Bücher gewinnen möchte, füllt bitte das untenstehende Formular aus.


Das Gewinnspiel richtet sich an meine Leser und geht bis zum 18.03.2017 um 23.59 Uhr.

(Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern. Bitte beachtet, dass ich die Bücher einmal vorsichtig gelesen habe. Ich kann leider keine Haftung für auf dem Postwege verlorene Sendungen übernehmen).
  
 

Samstag, 4. März 2017

Rezension: Der Geschmack des Sommers von Sarah Ockler

Titel: Der Geschmack des Sommers
Autorin: Sarah Ockler
Originaltitel: Fixing Delilah
Seitenanzahl: 416 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14
Reihe: Nein
Preis: 8,99 EUR
ISBN: 978-3-570-30907-0
Verlag: cbt
Erschienen am 09.06.2014
www.cbt-jugendbuch.de 

Klappentext:

Delilahs Leben fällt überall auseinander: ihre schulischen Leistungen sind miserabel, sie hat einen Nicht-Freund, mit dem sie nichts außer der Möglichkeit zu vergessen verbindet, und die Beziehung zu ihrer Mutter Claire ist alles andere als harmonisch. Vor allem der große Familienstreit vor acht Jahren steht zwischen ihnen. Als ihre Großmutter plötzlich stirbt, kehrt Delilah mit Claire in das Haus zurück, in dem sie früher jeden Sommer verbracht haben. Und dort begegnet sie nicht nur der Vergangenheit, sondern auch Patrick – ihrem gut aussehenden Freund von damals …

Meine Meinung:

Um langsam den Sommer einzuläuten, habe ich ein sommerliches Buch vom SUB befreit.

Die 16-jährige Delilah fährt mit ihrer Mutter zum Haus ihrer frisch verstorbenen Großmutter. Sie wollen den Sommer nutzen, um das Haus auf Vordermann zu bringen, um es anschließend zu verkaufen. 
Zusammen mit Tante Rachel fangen sie an den Haushalt aufzulösen und alles in die Wege zu leiten. Je länger sie da sind, umso mehr Kindheitserinnerungen kommen hoch. Acht Jahre ist es her, seitdem die drei Frauen das Haus zuletzt betreten haben.
Doch es gibt so viele Dinge über die niemand spricht. Delilah wird immer beklommender. Sie möchte endlich mehr über den alten Familienstreit erfahren, rennt aber immer gegen Wände. Weder Mutter Claire noch Tante Rachel wollen mit ihr reden oder verraten was die achtjährige Funkstille zwischen der Großmutter und ihren Töchtern verursacht hat.

Der einzige Lichtblick ist Delilahs Jugendfreund Patrick, der immer noch im Nachbarhaus wohnt und sich riesig freut sie wiederzusehen. 

Sarah Ockler ist es erneut gelungen eine vielschichtige Familiengeschichte zu schreiben. Nur Häppchenweise wird dem Leser offenbart, um welches Geheimnis es sich dreht.

Delilah tat mir stellenweise richtig leid. Sie wirkt sehr einsam und unglücklich und möchte doch nur etwas mehr Aufmerksamkeit von ihrer Mutter. Durch die Ich-Perspektive lernen wir sie ziemlich gut kennen.
Das Mädchen stand sich allerdings auch oft selbst im Weg und viele Entscheidungen oder Reaktionen von ihr bezüglich Patrick konnte ich nicht immer nachvollziehen. Im Laufe des Buches macht sie aber eine tolle Entwicklung durch. Sie lernt endlich sich durchzusetzen und findet für sich Ziele, denen sie nachgehen will. Das ist genial gemacht.

Patrick war ein echter Schatz, doch Delilah fiel es schwer sich so richtig auf ihn einlassen. Das war glaubhaft, denn von wem soll sie es bitte gelernt haben. Für Beziehungen braucht man eben auch Erfahrungen und die fehlten ihr noch.  

Claire wird als die harte Geschäftsfrau dargestellt, aber man ahnt schnell, dass es ein gewisser Schutz ist, den sie aufgebaut hat.

Alle Charaktere ergeben eine brisante Mischung und sind alles andere als flach. Jeder wirkt auf seine Weise greifbar und authentisch.

Der Schreibstil ist bildlich und eindringlich. Das Buch ist definitiv ein Mekka für Zitatesammler. Die Autorin verliert sich gerne in langen Sätzen und Metaphern. Das muss man mögen. Ich gestehe, dass ich ihre Anspielungen nicht immer verstanden habe und viele Passagen mehrmals lesen musste

Für mich war es sehr zermürbend, dass man lange warten muss, bis man etwas mehr erfährt. Ich hätte Claire so gerne mal angeschrien oder geschüttelt, doch Delilah lässt sich alles von ihr gefallen und schluckt es immer runter. Das hat mich einerseits wahnsinnig gemacht und andererseits konnte ich dadurch nicht mehr aufhören zu lesen. Ich wollte endlich wissen, was hinter allem steckt.

Im Prinzip kann ich dieselbe Kritik anbringen wie bei "Verlieb dich nie in einen Vargas". Die Geschichte stagniert viel zulange, genauso wie Delilahs Entwicklung. Dann löst sich alles recht schnell und einfach auf. Es klingt aber schlimmer als es ist. 

Unterm Strich hat mir das Buch wieder richtig gut gefallen. Hinter dem sommerlichen Cover versteckt sich eine viel tiefere Geschichte, als man vermuten würde. Es geht um Freundschaft, Familie, Vertrauen, Selbstfindung und Vergebung. Dazu gibt es eine zarte Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Die Beziehung zwischen Claire und Delilah ist traurig mit anzusehen und verbreitet lange eine gewisse Melancholie. 

Ich würde jederzeit wieder ein Buch der Autorin lesen.

Fazit:

Hinter dem sommerlichen Cover versteckt sich eine vielschichtige Familientragödie, gemischt mit einer zarten Liebesgeschichte. Unsere Protagonistin wird über den Sommer erwachsen, man braucht nur etwas Geduld bis alles in Gang kommt. Wer also mal etwas anderes lesen möchte als den üblichen Einheitsbrei, der wird hier viel Freude haben. Von mir gibt es vier Sterne.

Weitere Bücher:

Autorin:

7074259Sarah Ockler lebt mit ihrem Mann in Colorado, und weil sie immer noch an den Spätfolgen ihrer turbulenten Teenagerjahre leidet, hat sie sich aufs Verfassen von Jugendbüchern spezialisiert. Ihre Romane wurden in der Presse gefeiert und haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. ALA's Best Fiction for Young Adults. (Quelle: Verlag)