Montag, 30. Januar 2017

Rezension: Herzschmuschelsommer von Julie Leuze

Titel: Herzmuschelsommer
Autorin: Julie Leuze
Seitenanzahl: 352 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14
Reihe: Nein
Preis: 14,99 EUR
ISBN: 978-3-473-40101-7
Verlag: Ravensburger
Erschienen am 18.05.2016
www.ravensburger.de 


Klappentext:

Als Kim erfährt, dass sie nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht worden ist, fährt sie kurz entschlossen zu ihren leiblichen Eltern in die Bretagne, um dort den Sommer zu verbringen. Diese Begegnung allein wäre schon aufwühlend genug, doch dann trifft Kim auch noch Padrig. Der nachdenkliche Junge, der viel Zeit auf einer Klippe am Meer verbringt, berührt ihr Herz sofort. Doch er hat ein dunkles Geheimnis ...

Meine Meinung:

"Herzmuschelsommer" ist mein drittes Buch von der Autorin und ich habe mich sehr auf den Roman gefreut.

Die Geschichte beginnt am Anfang der Sommerferien, als die 16-jährige Kim in Frankreich ankommt, um ihre leiblichen Eltern kennenzulernen. Obwohl die Grundstory (=als Baby bei der Geburt vertauscht) schon sehr an die Fernsehserie Switched at Birth erinnert, hat die Autorin doch etwas eigenes daraus gemacht.

Kim erzählt aus der Ich-Perspektive wie sich die Gegenwart entwickelt und führt uns mit Rückblenden zum Anfang der Vertauschung zurück. In Deutschland hat sie ihre "anderen Eltern" zurückgelassen, von denen sie im Moment nicht weiß, was sie von ihnen halten soll. Liebt ihre Mutter sie noch, auch wenn sie gar nicht ihr echtes Kind ist? Diese und andere Fragen brennen dem Mädchen unter den Nägeln. Ruhe findet Kim beim Zeichnen. Und Ruhe gibt es im malerischen Dörfchen in der Bretagne genug.

Nach ein paar Tagen kommt sie mit Padrig ins Gespräch. Der französische Junge ist ganz anders, als alle Jungs die Kim bisher getroffen hat. Zusammen erkunden sie die umliegenden Strände und verbringen einen wunderschönen Sommer zusammen. Doch nach einiger Zeit kommen auch ungeahnte Geheimnisse ans Licht, die sich mit einer eigenen Dynamik verselbständigen.
Für dieses Part hat die Autorin in die Trickkiste gegriffen und alte bretonische Sagen mit eingebunden. Das hat mir an der ein oder anderen Stelle schon eine leichte Gänsehaut beschert.

Kim war mir zwar durchweg sympathisch, aber sie konnte auch ganz schön anstrengend werden. Sie wirkte oft zerrissen und wusste nicht, welche Entscheidung sie treffen sollte. Das finde ich für ein Mädchen in dem Alter sehr treffend. Sie hat eine glaubhafte Entwicklung durchgemacht und versucht aus ihren Fehlern zu lernen. Das ist eine wunderbare Botschaft. Außerdem wird die wichtige Frage aufgeworfen, mit wem man sein erstes Mal haben sollte, und das man sich als Mädchen sehr wohl auf sein Gefühl verlassen darf, und sich nicht von den Jungs drängen lassen sollte.

Der malerische Schreibstil hat mir die Bretagne träumerisch vor Augen geführt und den Wunsch geweckt, selbst einmal hinzufahren.
Leicht und trotzdem tiefgründig hat Julie Leuze das Thema Vertauschte Kinder aufgegriffen und glaubwürdig in die Geschichte verpackt. Sie schickt Kim in eine Selbstfindungskrise und lässt sie allein hinausfinden. Dafür muss nicht jede Frage beantwortet werden. Es zählt das Gesamtergebnis. Nebenbei geht es um Schuldgefühle, Mut, Vertrauen, Freundschaft und die erste Liebe.

Padrig ist ein sehr sympathischer Typ, was wieder mal beweist, dass nicht jeder Typ ein Bad Boy sein muss, damit man ihn lieben kann. Er hat ebenfalls sein Päckchen zu tragen und fängt an sein Leid mit Kim zu teilen. Wie es in einer guten Beziehung sein sollte.
Doch die Geschichte ist alles andere als eine leichte Sommerlektüre. Es ist immer wieder überraschend und wird mit jeder Seite spannender. Das hätte ich so gar nicht erwartet.

Nur mit den leiblichen Eltern hatte ich wirklich meine Probleme. Sie blieben mir bis zum Ende suspekt, weil ihre Reaktionen so untypisch waren. Unterm Strich muss es Kim wohl ähnlich gegangen sein, denn sonst hätte sie vielleicht einige Dinge anders gemacht.

Mir hat Herzmuschelsommer richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.


Fazit:


Eine wunderschöne, jugendliche Geschichte, über Mut, Vertrauen und die erste Liebe. In der malerischen Bretagne muss sich ein Mädchen selbst finden, um über ihr weiteres Leben entscheiden zu können. Romantisch, spannend und mystisch. Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Dafür gibt es alle Sterne. 

 

Weitere Bücher:

3285423018758160
 

Autorin:

Julie Leuze, geboren 1974, studierte Politikwissenschaften und Neuere Geschichte in Konstanz und Tübingen, bevor sie sich dem Journalismus zuwandte. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben von Romanen für Erwachsene und Jugendliche. Ihr Buch "Der Geschmack von Sommerregen" wurde als bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres 2013 mit der "Delia 2014" ausgezeichnet.

Julie Leuze lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Stuttgart.

Mehr zur Autorin: www.julieleuze.de
(Quelle: amazon)

Freitag, 27. Januar 2017

Mein SUB kommt zu Wort #1 (Januar)

"Mein SuB kommt zu Wort" 

Ich wollte schon so lange mal bei Annas Aktion "Mein SUB kommt zu Wort" mitmachen. Jetzt bin ich eine Woche zu spät, aber ich denke ihr könnt mir verzeihen :-).

Wer mehr über die Aktion wissen möchte, kann ja mal bei Anna vorbeischauen: Klick

🌟
Lieber SUB, 
  • Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)
Als ich das letzte Mal am 31.12.2016 gezählt wurde, stand mein Wert bei 271 Büchern (Print + Ebooks)
 
  • Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!
290977663383603525995898 

Bei Tauschticket hat Andrea endlich Infernale ergattert und das ist heute eingetroffen. Ich freue mich so sehr über diesen Zugang. Da rücke ich doch gern etwas zusammen.

Richtig schön klang auch "Eliza will Fahrrad fahren". Andrea ist ja ein großer Fan von Roadtrips bzw. Selbstfindungstrips und dieses Buch klingt nach einer tollen Geschichte.

Tja und dann gibt es da ja noch diese doofe Sache mit den Kindle Deals der Woche. Da gibt es immer so viele tolle Angebote, da kann Andrea nie nein sagen. Daher ist auch "Die Welt hinter den Buchstaben" auf dem E-Reader eingezogen. Nimmt ja zum Glück nicht so viel Platz weg :-)
 
  • Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
 
23786182Das war "Heartbeat & Hawaii- Oh-wei" von Anna Engel. Es lag knapp zwei Jahre bei mir rum. Andrea hat es gerade zu Ende gelesen, war aber glaube ich nicht so begeistert. Ihr werdet es dann demnächst in ihrer Rezension lesen.





  • Das neue Jahr steckt noch in den Kinderschuhen und SuB-Besitzer sind nun besonders motiviert, SuB-Abbau in Form von Challenges und Kaufverboten zu betreiben. Lieber SuB, hast du davon auch bei dir etwas mitbekommen? Welche Maßnahmen möchte dein Besitzer ergreifen und wie fühlst du dich dabei?
Andrea hat sich tatsächlich etwas ausgedacht um mich klein zu halten (schnief!). Sie möchte:
1) Jeden Monat ein mind. "zwei Jahre" altes SUB Buch lesen.
2) Am Ende des Jahres nicht mehr als 271 Bücher auf dem SUB haben.
 
Na, ich bin ja mal gespannt, ob sie das schafft!

Vielen Dank lieber SUB für Deine Antworten!
Bis zum nächsten Mal.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Serienabend #1 (Shameless)

Hallo zusammen,

heute schaffe ich es auch endlich mal beim Serienabend von kosmeticca mitzumachen: Klick!

 

Shameless

Shameless
(Bildquelle: Serienjunkies)

Steckbrief meiner aktuellen Serie:


Inhalt
In der amerikanischen Version der gleichnamigen britischen Fernsehserie lebt Frank Gallagher (William H. Macy) mit seinen sechs Kindern in einem gemeinsamen Haushalt. Doch eine Vaterfigur ist der Loser überhaupt nicht. Das wenige Geld, das der Großfamilie zur Verfügung steht, versäuft Frank lieber in der Bar als den Kühlschrank zu füllen. So muss die älteste Tochter Fiona (Emmy Rossum) als Mutterersatz für ihre Geschwister fungieren. Lip (Jeremy Allen White) ist hochintelligent, lebt aber lieber in den Tag hinein, als sich um gute Noten zu bemühen. Ian (Cameron Monaghan) verbirgt seine Homosexualität vor seiner Familie und leidet immens unter seinen versteckten Gefühlen. Debbie ist ein umsorgendes Mädchen, doch auch sie stößt immer wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Der zehnjährige Carl (Ethan Cutkosky) wiederum kompensiert fehlende Struktur im Leben mit Gewalt. Und dann ist da noch der zweijährige Liam, der augenscheinlich einen anderen Vater als Frank zu haben scheint. Gemeinsam versuchen sie, das Leben zu meistern – bei einem Trunkenbold wie Frank nicht wirklich einfach. (Quelle: fernsehserien.de)

♫♫♫♫♫♫ 

Staffel: 6 / Folge: Nr. 4 - Sternzeichen Krebs

Fiona stellt Patrick wegen des Räumungsbescheids zur Rede, doch eine Zwangsversteigerung scheint inzwischen unausweichlich. Ihre einzige Chance, das Haus zu behalten, besteht darin, bei der Bank eine Hypothek aufzunehmen und bei der angesetzten Auktion auf die Immobilie mitzubieten. Wird der Plan funktionieren? Als Dankeschön dafür, dass die Feuerwehr ihm das Leben gerettet hat, backt Ian unterdessen Plätzchen und bringt diese bei der Wache vorbei. Dort erfährt er, dass es sich bei seinen Helfern in der Not ausgerechnet um die Schwuleneinheit handelt …

♪♪♪♪♪♪♪♪♪

Fragen/Aufgaben:

1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Schuld, Umbruch, schockierend!
 
2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Note 1-

Verlieren die Gallaghers ihr Haus diesmal wirklich? Das kann ich gar nicht glauben. Ein echter Schockmoment. Frank versucht Debbie in eine Familie einzuschleusen, wo die Mutter todkrank ist, damit sie den Ehemann anbaggern kann. Nachbar Kevin spricht sich endlich mit seinem griechischen Nachbar aus und das alles endet als lebendige Fackel.
Die Serie schafft es wirklich jedesmal wieder mich zu überraschen. Es wird nie langweilig. Ich freue mich schon darauf, gleich weiterzugucken.
3.Schaust du Arzt-/Krankenhausserien? Wenn ja, welche davon magst du am Liebsten? Wenn nein, gibt es einen bestimmten Grund, dass du diese Thematik ablehnst?

Ich war nie ein Fan von Krankenhausserien. Ich schaue lediglich "Club der roten Bänder" und liebe, liebe, liebe diese Sendung. Allerdings geht es da um die Patienten und nicht um das Personal.

♫♫♫♫♫♫

Was schaut ihr denn gerade?

Dienstag, 24. Januar 2017

Rezension: 43 Gründe warum es AUS ist von Daniel Handler

Titel: 43 Gründe warum es AUS ist
Autor: Daniel Handler
Orginaltitel: Why We Broke Up
Seitenanzahl: 368 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 14
Reihe: Nein
Preis: ab 7,99 EUR (eBook)
ISBN: 978-3446243132
Verlag: Carl Hanser Verlag
Erschienen am 29.07.2013 
www.hanser-literaturverlage.de 

Klappentext:

Ed ist der Star der Basketballmannschaft, Min eine sensible, künstlerisch angehauchte Filmnärrin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Als sich beide auf einer Party begegnen, funkt es gewaltig. Doch beim näheren Kennenlernen zeigt sich, wie grundverschieden sie sind. Ihre Beziehung wird kurz, aber heftig – voller Überraschungen und Entdeckungen, voll Bemühen und Enttäuschung. Als es aus ist, schreibt Min einen glühenden, virtuosen Brief und gibt Ed all die Dinge zurück, die in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt haben. Dieses einfühlsame Jugendbuch erzählt vom Erwachsenwerden, von Liebe und Trennung – anhand von 43 illustrierten Objekten, die am Ende zurückbleiben.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch (leider) als Ebook gelesen. Leider, weil es wunderschöne Zeichnungen enthält (von den 43 Gegenständen, die an den Ex zurückgegeben werden). Auf dem E-Reader sind die Illustrationen zu meinem Leidwesen ziemlich untergegangen. In Papierform stelle ich mir die Darstellung viel schöner vor.

Der Erzählstil des Buches ist ein langer Abschiedsbrief. Geschrieben von Min - kurz für Minerva. Sie war eine kurze Zeit mit dem Co-Captain der Basketballmannschaft zusammen - Ed Slaterton
Die Beziehung war kurz und intensiv. Als es vorbei ist, nimmt Min ihren Karton mit den gesammelten Erinnerungsstücken und möchte sie Ed an die Haustür schmeißen. Vorher schreibt sie noch diesen Brief um ihm zu erklären, warum es AUS ist.

Als Leser ist man quasi Ed. Man bekommt einen Einblick in Mins Gedanken, erlebt ihre Sicht der Dinge und arbeitet die Geschichte chronologisch auf. Sie hangelt sich dabei an den 43 Gegenständen entlang. Der Karton enthält z.B. zwei Flaschendeckel, ein Filmticket, eine Schachtel mit Streichhölzern, eine Lochkamera, eine gefaltete Notiz, ein Gummiband, einen High School Wimpel, einen Spielzeug-LKW, ein Kochbuch, einen Winkelmesser, eine Feile, eine Konzertkarte, ein Polaroid, einen Kamm aus einem Motelzimmer, ein Paar Hässliche Ohrringe, und viele weitere Dinge, die alle etwas mit der Beziehung zu tun haben. Der entsprechende Gegenstand ist vor dem jeweiligen Kapitel illustriert, so dass man sich sofort fragt, was z.B. das Geschirrtuch für eine Rolle spielt.

Ich finde die Grundidee der Geschichte total genial. Auch wenn ich natürlich Happy Ends mag und man hier weiß, dass es keines im eigentlichen Sinne geben wird. Der Weg ist das Ziel.
Die Idee mit dem Karton ist klasse. Ich denke jedes Mädchen, dass verliebt ist, sammelt doch das ein oder andere Beziehungsding in einer Kiste oder in einem Tagebuch. Und am Ende der Beziehung versteckt man dann alles oder vernichtet es hasserfüllt.

Min und Ed sind zwei komplett verschiedene Charaktere. Min ist einfach anders (und das wird ziemlich oft hervorgehoben). Sie steht auf alte Schwarz-Weiß-Filme, die in der Geschichte kein Mensch kennt (und außerhalb auch nicht, weil die Filme fiktiv sind). Sie möchte Regisseurin werden und stellt daher ständig Vergleiche zwischen Geschehnissen im echten Leben und den alten Filmen an. Das erfordert als Leser Durchhaltevermögen, da sie sehr oft sinniert und ausschweift.

Ed ist auf den ersten Blick das typische Klischee eines beliebten High Schooljungen. Er hat viele Exfreundinnen und meint es mit keinem Mädchen wirklich ernst. Basketball steht an erster Stelle. Trotzdem konnte ich mich während der Beziehung auch mit ihm anfreunden, denn er hat mich mit vielen Dingen überrascht.

Die Handlung ist interessant aufgebaut. In Rückblenden erleben wir das Kennenlernen und Verlieben von Ed und Min. Er ist von ihrer Andersartigkeit fasziniert und sie ist wohl zuerst von seiner Aufmerksamkeit geschmeichelt. Sie wissen das sie beide komplett verschiedene Interessen haben, geben sich aber Mühe, den anderen in ihre Welt mit einzubeziehen. 
Min hasst Basketball und langweilt sich bei den Spielen, trotzdem begleitet sie Ed. Umgekehrt geht er mit ihr ins Kino und schaut sich die alten Filme an. Als Leser weiß man ja, dass es nicht gut enden wird, und sieht daher wie bei einem tragischen Unfall zu, wie sich alles entwickelt und wartet auf den Knall.

Da ich mich vorher nicht mit dem Buch beschäftigt hatte, war für mich das Ende der Beziehung genauso wenig vorhersehbar, wie für Min. Automatisch habe ich nach Anzeichen gesucht, wann ich es hätte merken müssen und habe nichts gefunden. Das hat mich wirklich fertig gemacht.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber mich konnte er komplett begeistern. Es ist sehr oft theatralisch und emotional, aber immer ehrlich. 
Daniel Handler hat eine geniale Art mit langen Aufzählungen zu arbeiten und das mag ich. Außerdem mochte ich das "Du" als Anrede. Das machte alles ziemlich außergewöhnlich und mal zu etwas anderem.

Mir gefällt, dass die Probleme einer ersten Liebe so locker in die Geschichte eingebaut wurden. (Wie bringe ich Liebe und Freundschaften unter einen Hut? Wie gehe ich mit meinen Familienproblemen um? Was darf der Freund von mir erfahren? Wie gehe ich mit Ex-Partnern um? Wie doll muss/ sollte ich mich für den Anderen verbiegen, um mir noch treu zu bleiben? Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Mal? usw.)

Min schafft es gut ihre Gefühle zu verdeutlichen. Ich habe mich mit ihr verliebt und mit ihr getrauert. Ja, sie ist auf ihre Art etwas anstrengend und stellenweise echt naiv, aber das hat sie so interessant gemacht. Außerdem zieht sie in dem Brief ein eigenes Fazit und stellt oft fest, was sie damals falsch gemacht hat und gerne geändert hätte. Auch in Bezug auf ihren besten Freund Al ("Ich habe dazu keine Meinung!").

Einerseits wirkt die Geschichte ziemlich ausgedacht, andererseits ist schon wieder so schräg, dass sie wirklich jedem hätte passieren können

Das Buch wird sicher nicht jedem gefallen, aber wer sich darauf einlässt, kann eine einmalig gute Geschichte lesen. Ich werde sie jedenfalls nicht so schnell vergessen. Was möchte man mehr?
 

Fazit:

In meinen Augen ist das Buch wirklich etwas besonderes. Ein echtes Schmuckstück (äußerlich, wie inhaltlich). Trotz bekanntem Ende bleibt man neugierig dabei und verfolgt den Weg. Der theatralische und emotionale Schreibstil hat mich mitgerissen. Die Charaktere berühren, weil sie so doll nerven, wie sie liebenswürdig sind. Mit 43 Gegenständen wird die Beziehung aufgearbeitet und somit weiß man am Ende, warum es AUS ist. Warum nur vier Sterne? Die fiktiven Filmvergleiche waren dann doch manchmal zu viel. 
Aber egal, lest das Buch trotzdem. Wer sich darauf einlässt, kann eine einmalig gute Geschichte erleben!
 

Autor:

10798418Daniel Handler, 1970 in San Francisco geboren, ist ein erfolgreicher US-Schriftsteller und Drehbuchautor mit deutschen Wurzeln. Darüber hinaus ist er Musiker und war u. a. Mitglied der New Yorker Band Magnetic Fields. Unter dem Pseudonym Lemony Snicket veröffentlichte Handler 1999 A Series of Unfortunate Events (dt.: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse), eine 13-bändige Kinderbuchreihe über drei Waisenkinder, die von ihren Verwandten um ihre Erbschaft gebracht werden sollen. Die Serie verkaufte sich weltweit 65 Millionen Mal und wurde mit Jim Carrey, Jude Law und Meryl Streep als Darsteller verfilmt. In den USA sind außerdem die Romane The Basic Eight (1998) und Watch your Mouth (2000) erschienen, sowie die Kurzgeschichtensammlung Adverbs (2006). Für seinen ersten Jugendroman 43 Gründe, warum es AUS ist wurde Handler 2012 mit dem Michael L. Printz Honor Award ausgezeichnet. Das von Maira Kalman illustrierte Buch erschien 2013 bei Hanser. (Quelle: Verlag)

 

Sonntag, 22. Januar 2017

Rezension: Nixenjagd von Susanne Mischke

Titel: Nixenjagd
Autorin: Susanne Mischke
Seitenanzahl: 200 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 12/ Thriller
Reihe: Nein
Preis: ab 6,66 EUR
ISBN: 978-3401507392
Verlag: Arena 

Erschienen am 01.06.2007
www.arena-verlag.de 

Klappentext:

Bei einem mitternächtlichen Badeausflug zum See kippt die ausgelassene Stimmung, als plötzlich eine aus der Clique fehlt: Katrin war hinausgeschwommen und nicht zurückgekehrt. Ein Badeunfall? Franziska, Katrins beste Freundin, kann das nicht glauben. Doch auf der Suche nach einer Erklärung gerät sie selbst in Gefahr und muss bald feststellen, dass sie niemandem trauen kann – nicht einmal sich selbst.

Meine Meinung:

Susanne Mischke hat mich als Autorin schon länger gereizt und da der Klappentext von Nixenjagd sehr spannend klang, habe ich das Buch angefangen zu lesen.

Die Geschichte wurde im Erzählstil geschrieben. Es gibt zwei Handlungsstränge. Zum einen geht es um die 16-jährige Franziska und zum anderen, um die Kommissarin Petra Gerres, die den Badeunfall von Katrin aufklären möchte.
Franziska verliebt sich wie viele andere Mädchen in den neuen Jungen in ihrer Klasse. Paul ist sehr ruhig und verschlossen. Ausgerechnet er wurde als letztes mit Katrin vor ihrem Verschwinden gesehen. Doch Franziska glaubt ihm, dass er nichts mit Katrins Unfall zu tun hat. Aber nach und nach verdichten sich die Beweise gegen Paul.

Der Schreibstil ist leicht und sehr bildhaft. Mir hat auch der Plot unterm Strich gut gefallen. Allerdings wirkte die Geschichte oft zu konstruiert und war durchschaubar. Das finde ich bei einem Jugendthriller aber nicht schlimm. Leserinnen der Zielgruppe (12-15 Jahre) haben ja wahrscheinlich weniger Erfahrungen mit dem Genre und könnten daher wirklich überrascht werden.

Hier hat mich eher gestört, was ich schon öfter bei Autoren bemängelt haben, die auch Erwachsenenliteratur schreiben. Die jugendlichen Charaktere wirkten leider unecht und ihre Unterhaltungen gestellt. Das hat es mir schwer gemacht, zu Franziska eine Bindung aufzubauen. Ihre Wortwahl war oft ungelenk und konnte mich nicht so richtig überzeugen.

Der Thrilleraspekt wurde gut umsetzt, aber die Beziehung zwischen Paul und Franziska war einfach nur lahm. War da überhaupt irgendetwas zwischen den beiden? Vielleicht habe ich es ja überlesen? Echte Gefühle hätten hier jedenfalls nicht geschadet. Sollten welche da gewesen sein, sind sie leider nicht bei mir angekommen.
Dafür fand ich den Flirt zwischen Petra und ihrem Braunschweiger Kollegen ganz unterhaltsam. Auch das Ende ist dann nochmal richtig spannend und ich gestehe, dass mich die Autorin sogar kurzzeitig mit dem Täter täuschen konnte.

Fazit:

Die Geschichte ist für ein Jugendbuch gut aufgebaut. Für Erwachsene mit Thrillererfahrung wird das Rad aber nicht neu erfunden. Mich konnten leider die Charaktere nicht so richtig überzeugen und daher gibt es drei neutrale Sterne. Spannung war durchaus da, jedoch muss das Gesamtpaket passen.

 

Autorin:

Susanne Mischke, geboren in Kempten im Allgäu, studierte zunächst BWL, bevor sie 1993 beschloss, Schriftstellerin zu werden. Seitdem hat sie zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht, darunter ihre bekannte Hannover-Krimiserie sowie mehrere Jugendthriller und Kurzgeschichten. Bei Arena sind von ihr u.a. erschienen: "Rosengift", "Zickenjagd", "Röslein stach" und "Schneeweiß, blutrot". Die Autorin lebt in der Nähe von Hannover. (Quelle: Verlag)

Samstag, 21. Januar 2017

Rezension: George von Alex Gino

Titel: George
Autor: Alex Gino
Originaltitel: George
Seitenanzahl: 208 Seiten
Genre: Kinderbuch ab 10 Jahren
Reihe: Nein
Preis: 14,99 EUR
ISBN: 978-3-7373-4032-8
Verlag: Fischer KJB

Erschienen am 25.08.2016
www.fischerverlage.de 

Klappentext:

Sei, wer du bist!
George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen.

›George‹ erzählt einfühlsam und unprätentiös vom Anderssein und ermutigt, den eigenen Weg zu gehen. Der erste Kinderroman zum Thema Transgender, der auch ältere Leser fesseln wird und der die Botschaft vermittelt: Sei, wer du bist!


Meine Meinung:

Das Cover springt einem sofort ins Auge und macht neugierig. Ich wollte daher wissen, was es mit George auf sich hat.

George ist ein 10-jähriger Junge, der sich selbst als Mädchen "fühlt". Sie kann nicht verstehen, warum die Welt sie nicht auch so sieht und wird immer verzweifelter. Um endlich auf sich aufmerksam zu machen, möchte George eine weibliche Hauptrolle im Schultheaterstück spielen. Damit stößt sie allerdings auf Widerstand.

Die Geschichte wird im Erzählstil geschildert und der Autor spricht dabei immer von "ihr". Es geht um alltägliche Erlebnisse, die Kinder in dem Alter wichtig sind. George weiß, dass sie anders ist und weiß auch, dass sie mit niemanden darüber sprechen kann. Durch das Internet ist ihr der Begriff Transgender geläufig (Der Begriff „Transgender“ bezeichnet Menschen, deren körperliches Geschlecht nicht mit ihrem gefühlten Geschlecht übereinstimmt).

Das Buch zeigt, wie George versucht aus ihrem Kreis auszubrechen. Während ihre Mutter das Thema zuerst gar nicht richtig Ernst nimmt, findet George Unterstützung bei ihrer besten Freundin Kelly

Es gibt hier kein richtiges Ende oder eine perfekte Lösung. Ich denke, der Autor möchte anderen Kindern Mut machen, zu sich zu stehen und über ihre Gefühle zu reden. Außerdem möchte er Akzeptanz schaffen und plädiert unterschwellig für mehr Offenheit gegenüber transidenten Menschen.

Bei 200 Seiten wird das Thema natürlich nicht allzu tiefgründig, aber für ein Kinderbuch ist es genau ausreichend. Mich konnte Alex Gino mit George jedenfalls berühren und aufrütteln. Ich habe mir vorher nie so richtig Gedanken darüber gemacht, mit welchen Ängsten Kinder leben müssen, die sich so anders fühlen.

Wer also mal in das Thema reinschnuppern möchte, kann mit George nichts verkehrt machen. 


Fazit:

Durch George wird das Thema Transgender gekonnt in ein Kinderbuch integriert und erklärt. Unterschwellig wird für Offenheit plädiert und mehr Mut, um zu sich zu stehen. Feinfühlig schildert der Autor Georges Alltag und ihren Versuch anderen zu zeigen, dass in ihr ein Mädchen steckt. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Ruhig und auch für Erwachsene lesenswert.


Autor:

Alex Gino, geboren und aufgewachsen in Staten Island, New York, mag die Natur und Geschichten, die die Vielfalt des Lebens widerspiegeln. Heute lebt Alex Gino mit Partner und zwei Katzen in Kalifornien, USA. Alex Gino ist seit über zwanzig Jahren in der queeren und transgender Bewegung aktiv. Persönliche Erfahrungen und das Wissen, dass transgender Kinder Romane brauchen, die sie bestärken und ihnen Mut machen, waren der Anlass George zu schreiben. (Quelle: Verlag)

Donnerstag, 19. Januar 2017

Top Ten Thursday #70 (Flops 2016)

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
9 Bücherflops aus 2016


279951292557068423519340226032351792842023626289233775571908454829071410 

Das sind alle Bücher aus dem letzten Jahr, von denen ich mir mehr versprochen habe. Es sind also eher persönliche Flops
 
Besonders enttäuscht hat mich "Gläsernes Schwert". Auch "Weil ich Layken liebe" konnte meine hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Über "All die verdammt perfekten Tage" habe ich mich auch lange aufgeregt.
Alle anderen Bücher waren mittlerer Durchschnitt, aber nicht wirklich schlecht.

Zum Glück ist das ja alles Geschmackssache und Euch können die Bücher ja trotzdem gefallen. :-)
 
Welche Bücherflops hattet ihr denn 2016?

Montag, 16. Januar 2017

Mein Serienmonat Dezember #1 (SaB, TWD...)

Als ich den Blog vor drei Jahren ins Leben gerufen habe, hatte er den Titel 
Anruba - Bücher, Filme, Serien....
Und mittlerweile habe ich gemerkt, dass ich auch zu Filmen und Serien Beiträge veröffentlichen möchte. Wie und in welchen Umfang das passiert, weiß ich noch nicht. Ich werde es erstmal mit monatlichen Posts probieren.

Heute geht es um die Serien, die ich im Dezember gesehen habe.

💓💓💓💓

Club der roten Bänder (Staffel 2)

 

(Bildquelle: amazon)
Ich schaue selten deutsche Serien, aber Club der roten Bänder hat es mir wirklich angetan. Es ist keine typische Krankenhausserie, da es nicht um die Angestellten geht, sondern um die Patienten. Das ganze basiert auf einer Romanvorlage von Albert Espinosa, der die Geschichte teilweise selbst erlebt hat. Die Idee wurde in viele Länder verkauft, aber nur selten war die Umsetzung so erfolgreich wie in Deutschland. Drehte sich in der ersten Staffel noch alles nach der Buchvorlage, wurde die zweite Staffel von den Drehbuchautoren total neu erfunden. Es war also spannend, ob das Niveau von Staffel 1 gehalten werden konnte. 

 Der Club der roten Bänder besteht aus Leo, Jonas, Hugo, Alex, Emma und Toni. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Bewältigung ihrer Krankheiten. Ich finde die schauspielerische Leistung aller Personen echt klasse. Es ist glaubwürdig und rührt mich oft zu Tränen.
In der ersten Staffel ist der Club entstanden und in der zweiten Staffel geht es um die Probleme, als Club zusammenzubleiben, da einige Mitglieder das Krankenhaus verlassen dürfen.

Emma versucht sich ein Leben außerhalb der Klinik aufzubauen, was für sie gar nicht so einfach ist.
Auch Jonas kommt wieder nach Hause, aber weiß gar nicht wie er mit der Trennung der Eltern und seinen "alten" Freunden umgehen soll.
Leo kämpft derweil erneut gegen den Krebs und muss sich um seinen Freund Benito kümmern, dem es immer schlechter geht. Auch eine neue Patientin braucht seine Hilfe. Leo merkt, dass er der einzige ist, der den Club zusammenhalten kann.
Unterstützt wird er dabei von Toni, der alles tut, um seine Freunde wieder zu vereinen.
Hugo macht enorme Fortschritte und kümmert sich auch um andere Kinder in der Klinik.

Es passiert wieder soviel und ist keine Sekunde langweilig.
Es geht um Freundschaft, Angst, Trauer, Loyalität und der Wunsch nach einem normalen Leben außerhalb der Krankenhausmauern.
Man selbst wird dazu gedrängt, viele Dinge glücklicher zu schätzen und sich nicht mehr über Kleinigkeiten zu ärgern. Die eigene Gesundheit wird viel zu selten wertgeschätzt.

Für mich konnte die zweite Staffel auf jeden Fall mit der ersten mithalten und ich kann Euch die Serie wirklich nur empfehlen.
 💥💥💥💥💥


Switched at Birth (Staffel 1-3)

(Bildquelle: serienjunkies)
Switched at Birth hatte mich bisher nie angesprochen und ich bin eigentlich nur durch Zufall über die Pilotfolge gestolpert. Es geht um zwei Mädchen, die bei der Geburt vertauscht wurden. Bay ist bei reichen Eltern aufgewachsen, während Daphne bei einer alleinerziehenden Mutter aus bürgerlichen Verhältnissen gewohnt hat. Als die Vertauschung ans Licht kommt, ziehen beide Familien auf ein Grundstück um die jeweils andere Tochter kennenzulernen. Das besondere ist Daphnes Gehörlosigkeit, die alle Beteiligten auf die Probe stellt.
Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören zu gucken. Innerhalb von 14 Tagen habe ich alle 73 Folgen der ersten drei Staffeln gesehen und warte nun sehnsüchtig auf die letzten beiden Staffeln.

Es ist eine herzliche Familienserie, die wunderbar mit dem Thema Gehörlosigkeit umgeht und auch die Probleme aufzeigt, ohne moralisch zu sein. Gleichzeitig gibt es den Armes Mädchen/reiches Mädchen Konflikt. Es ist für alle Beteiligten nicht einfach mit der Situation umzugehen. 
In den Staffeln gibt es viele Verwicklungen und Ereignisse. Es geht um die erste Liebe, Vertrauen und die Frage, was wirklich im Leben zählt. Wie wichtig ist meine Herkunft und wie wurde ich von meinen Eltern bzw. meinen Nicht-Eltern geprägt?  

In der Serie spielen so viele tolle Personen mit, die mir teilweise richtig ans Herz gewachsen sind. Und man wird immer wieder neu überrascht.
Bisher lief die Serie im Free-TV auf Disney Channel oder bei Amazon Prime. Schaut doch mal rein. Ich kann sie wirklich empfehlen.
 👋👋👋👋👋

Bitten (Staffel 3)

Ich mag die Serie um die einzige Werwölfin Elena zwischen den ansonsten nur männlichen Wölfen in den Wäldern Kanadas ganz gerne.

Staffel 3 kam noch blutiger daher und hat Personen aus Elenas Kindheit ins Spiel gebracht. Es erklärt, weshalb Elena die einzige Frau ist, die je einen Werwolfbiss überlebt hat und beantwortet viele Fragen.
Inhaltlich geht es um die Machtverhältnisse zwischen den verschiedenen Rudeln und um Loyalität gegenüber seinem Alpha. Es wird deutlich, dass viele Wölfe die alten Regeln nicht mehr beibehalten möchten und Elena nimmt die Sache in die Hand.

Die dritte Staffel beendet die Reihe und ich kann gut mit dem Ende leben. 
Die Serie ist hat nicht die besten Effekte und wirkt an manchen Stellen schon etwas "billig" produziert, aber ich habe trotzdem gerne zugeguckt. 
Es ist aber an vielen Stellen schon sehr gewalttätig und grausam (jedenfalls für Leute, die eher zart besaitet sind, wie mich).
❤❤❤❤❤
 

The Walking Dead (Staffel 7.1)

(Bildquelle: Fox)


Ich bin ein TWD Fan der ersten Stunde und konnte daher kaum den Start der neuen Staffel abwarten. Der gemeine Cliffhanger der letzten Folge und das lange Warten haben an meinen Nerven gezerrt.
Mein einziger Lichtblick war, dass der neue Charakter Negan von Jeffrey Dean Morgan gespielt wird, den ich sehr gerne mag.

Mittlerweile spielen die Zombies fast nur noch eine Nebenrolle. Es geht vielmehr um die Konflikte zwischen den Überlebenen. 
Die Saviors sind eine Gruppe von Leuten, die für Negan arbeiten. Sie haben mittlerweile überall ihre Finger im Spiel und setzen die verschiedenen Kolonien unter Druck.
Während Rick und seine Leute in Alexandria einknicken und für Negan arbeiten, wollen sich einzelne Personen nicht damit abfinden.
Ich fand es ganz schrecklich, wie unterwürfig sich Rick verhalten hat. Das tat mir in der Seele weh. Natürlich muss man kein Hellseher sein um zu wissen, dass er sich bestimmt noch irgendwann wehren wird.
Carol und Morgan sind derweil im Königreich angekommen. König Ezekiel hat aber auch seine Probleme mit den Saviors und versucht alles um die Sache unter Verschluss zu halten.
Eine tolle Überraschung gibt es von Maggie. Sie zeigt in Hiltorp allen was in ihr steckt. Das hat mir echt gefallen.
So gibt es noch ganz viel Zündstoff für den zweiten Teil der siebten Staffel. Kann es kaum erwarten, bis es endlich weitergeht.

Insgesamt finde ich die Serie immer echt spannend. Natürlich wiederholen sich mittlerweile einige Dinge, aber unterm Strich bin ich immer noch gefesselt und gespannt, wie es weitergeht.
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Reingeschnuppert

(= Serien, die ich angetestet habe)

Red Oaks



(Bildquelle: Fernsehserien.de)
Die Serie spielt in dem Country Club Red Oaks in den 80er Jahren. Es geht um David, der sich über seine berufliche Zukunft klar werden möchte und in den Ferien im Club als Tennislehrer arbeitet.
Die Pilotfolge war ok, aber so richtig konnte mich die Serie bisher nicht in den Bann ziehen. Ja, die Kostüme und das 80er Jahre Flair sind ziemlich klasse, und vielleicht müsste man noch weiter schauen um mehr sagen zu können. Die Serie gibt es exklusiv bei Amazon Prime. Mittlerweile ist eine zweite Staffel erschienen. 

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Girlfriends' Guide to Divorce

(Bildquelle: Serienjunkies)
Die Serie handelt von der Anfang-40-jährigen Selbsthilfe-Buchautorin Abby, die kurz vor ihrer Scheidung steht, und die ganze Sache mit ihrem chaotischen Privatleben unter einen Hut bringen muss. Ich habe mir die ersten zwei Folgen angeschaut und finde es bis jetzt ganz interessant. Es geht auch um Abbys Freundinnen, die ebenfalls vor der Scheidung stehen oder geschieden sind. Es geht um Schlammschlachten um die Kinder und das Vermögen (hier sind es mal die Frauen, die die Kohle haben).

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Jetzt habt ihr einen Überblick über meine Serien bekommen. Guckt ihr davon auch etwas oder könnt ihr mir eine tolle Serie empfehlen? Für Tipps bin ich immer dankbar.

 

Donnerstag, 12. Januar 2017

Top Ten Thursday #69 (Neuzugänge)

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
Deine 10 letzten Neuzugänge

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  1. Eine Woche voller Montage - Jessica Brody
  2. kiss you - Carrie Elks
  3. Zurück ins Leben geliebt - Colleen Hoover
  4. Für einen Sommer und immer - Julie Leuze
  5. Herzmuschelsommer - Julie Leuze
  6. Glück ist, wenn trotzdem liebt - Petra Hülsmann
  7. Silfur - Nina Blazon
  8. Winterzauber in Manhattan - Mandy Baggot
  9. Das Nest - Cynthia D'aprix Sweeney
  10. Wenn du mich küsst - Juliana Stone 
 
Das sind meine letzten 10 Printneuzugänge und ich bekomme total Lust einige davon gleich zu lesen. 
Wie sieht es bei Euch aus? 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Rezension: Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land von Jennifer Ryan

Titel: Montana Dreams - So ungezähmt wie das Land
Autorin: Jennifer Ryan
Originaltitel: At Wolf Ranch
Seitenanzahl: 304 Seiten
Genre: Liebesroman
Reihe: Teil 1 von 3
Preis: 9,99 EUR
ISBN: 9783956499517
Verlag: mtb
Erschienen am 07.11.2016
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Klappentext:

Für Gabe Bowden läuft fast alles perfekt. Er ist auf dem Weg, sich den großen Traum von einer eigenen Ranch zu erfüllen. Aber er weiß, dass er sein ganzes Glück erst mit einer Frau finden kann, die sein Herz für immer erobert. Inmitten eines tosenden Schneesturms findet er die wunderschöne, halb erfrorene Ella und rettet sie aus dem Unwetter. Doch warum taucht sie ausgerechnet jetzt auf? Das Geheimnis, das Ella hütet, wird die beiden auf die größte Probe ihres Lebens stellt. 

Meine Meinung:

Seitdem ich die Cowboy Reihe in der Verlagsvorschau gesehen hatte, wollte ich das Buch lesen.

Der Anfang der Geschichte ist wirklich vielversprechend. Ehe man sich versieht, wird man mit der Protagonistin Ella Zeuge eines Mordes und muss fliehen. Die junge Frau möchte den Täter überführen und muss dazu nach Montana reisen. Auf den Spuren ihrer Vergangenheit lernt sie den Ranchbesitzer Gabe kennen und lieben.

Doch nach den ersten 100 Seiten wurde es leider ziemlich dröge. Ich würde wirklich gerne etwas anderes schreiben, denn ich finde die Grundidee des Buches genial. Die Umsetzung ist es leider nicht. Es war langatmig und ohne große Entwicklung.

Ella recherchiert eigentlich die ganze Zeit nur am Computer. Als Leser bleibt man außen vor. Was sie da genau macht, erfährt man erst ziemlich spät. Sie ist in ihrer Trauer gefangen, was man verstehen kann, wenn man bedenkt, was ihrer Familie zugestoßen ist. Es entwickelt sich nur leider nicht weiter. Die Geschichte tritt auf der Stelle. Es werden immer die gleichen Gedanken durchgekaut, ohne das es vorangeht . Das fand ich schade. Denn es wäre soviel Potenzial da gewesen, aber die Autorin hat es einfach nicht genutzt.

Bei Gabe ist es genauso. Er ist total smart, aber ein richtiger Softi, auch wenn er dem ein oder anderen Bösewicht mal auf die Nase haut. Er tut alles um Ella zu beschützen, sagt immer das Richtige und ist total verständnisvoll. Das war mir zuviel Selbstlosigkeit, um noch glaubwürdig oder prickelnd zu sein. Auch er ist in seinem Gedankenkarussell gefangen, denn er denkt, dass er wohl nie eine Frau finden wird, die mit ihm auf seiner Ranch leben will.
Bei der Liebesgeschichte fehlte mir einfach die Annährung und die süßen Momente. Die beiden treffen sich und es ist klar, dass sie zusammengehören. Doch für eine unbeschwerte Liebe gibt es aufgrund Ellas Trauer gar keinen richtigen Platz. Das ist einerseits glaubwürdig, aber anderseits lese ich nunmal Liebesgeschichten um genau dieses Kribbeln zu erleben. Ich möchte nicht die ganze Zeit mit der Protogonistin leiden.

Um es nicht zu einfach zu machen, wird ein Problem künstlich erzeugt und 200 Seiten hochgezüchtet, um am Ende in zwei Absätzen aufgelöst zu werden. Damit hätte ich leben können, wenn wenigstens zwischendurch die Seiten knistern würden, wenn es echte Liebesmomente geben würde. Aber stattdessen, hält Ella Gabe immer auf Abstand, weiht ihn in keinen ihrer Pläne ein und stellt ihn am Ende vor vollendete Tatsachen.

Ich hätte auch gut damit leben können, wenn der Fokus nicht auf der Liebesgeschichte, sondern auf dem Krimiplot gelegen hätte. Aber auch bezüglich des Mordes passiert in der Mitte des Buches fast gar nichts. So ist es irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Erst am Ende kann Ella bei mir wieder punkten, als sie sich in eine coole Frau zurückverwandelt und die Sache in die Hand nimmt. Das war alles ziemlich clever gemacht, doch leider auch viel zu schnell und einfach. Hier hätte die ein oder andere Überraschung nicht geschadet. 
Ich habe mich gefühlt, als wäre ich 200 Seiten sinnlos hingehalten worden, um dann endlich die Auflösung präsentiert zu bekommen. Das war zermürbend.

Der Schreibstil ist sehr emotional und leicht schwülstig, was aber ziemlich gut gepasst hat. Abwechselnd wird im Erzählstil von Ella und Gabe berichtet, doch auch der Bösewicht bekommt ein paar Kapitel, damit man ungefähr weiß, was er plant.

Die Charaktere sind gut gelungen. Ella ist eine taffe Frau, die kurz davor steht, ihren Platz im Leben zu finden. Sie ist es gewohnt, dass alles nach ihren Vorstellungen läuft ohne arrogant zu sein.
Gabe ist auch ein toller Mann. Aber insgesamt war er mir doch zu glatt und wirkte etwas langweilig. Einen Cowboy habe ich mir irgendwie aufregender vorgestellt. 

Erfrischend ist auf jeden Fall die Harmonie zwischen Ella und Gabe. Es gibt kein blödes Gezicke und das ist zur Abwechslung mal ein Pluspunkt.

Insgesamt bin ich trotzdem etwas enttäuscht von der Geschichte, aber vielleicht hatte ich auch einfach zu hohe oder falsche Erwartungen an das Buch. Für mich fehlte unterm Strich das gewisse Etwas, dass die Reihe von anderen Büchern abhebt. So bleibt es leider nur gutes Mittelmaß.

Den zweiten Teil werde ich aber wohl trotzdem lesen, denn die Brüder von Gabe verdienen eine faire Chance.

Fazit:

Anfang und Ende der Geschichte konnten mich begeistern. Ich mag auch die Charaktere und die Grundidee des Buches. Leider ist der Mittelteil etwas zu belanglos und langatmig. Das ewige Gedankenkarussell der Protagonisten ist zermürbend und verdrängt jegliche Romantik. Es geht einfach nicht voran. Die Autorin hätte in meinen Augen soviel mehr daraus machen können. Sie hätte sich nur entscheiden müssen, ob sie eine Liebesgeschichte oder einen Krimi schreiben möchte. So ist es von allem ein bisschen, aber nichts richtig. Von mir gibt es drei mittelmäßige Sterne. Man hätte wirklich mehr daraus machen können.

Reihe:

 
  1. So ungezähmt wie das Land
  2. So wild wie das Leben (erscheint am 06.03.2017)
  3. So berauschend wie die Liebe (erscheint am 10.07.2017) 

Autorin:

21911333Jennifer Ryan lebt mit ihrer Familie in der San Francisco Bay Area. Wenn sie nicht gerade an einem ihrer Bücher schreibt, liest sie. Ihre Leidenschaft zu Büchern in jeglicher Form lässt sie manchmal alles um sie herum vergessen. Und wenn sie dann einmal ihre Fantasiewelten verlässt, findet man sie meist in ihrem Garten, während sie in Gedanken noch immer bei den Menschen ist, die nur in ihrem Kopf existieren, bevor sie sie für ihre Leser auf dem Papier zum Leben erweckt. (Quelle: Verlag)
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