Freitag, 31. Juli 2015

Rezension: Die Geheimnisse der Familie Templeton von Monica McInerney

Titel: Die Geheimnisse der Familie Templeton
Autorin: Monica McInerney
Originaltitel: At Home With The Templetons
Seitenanzahl: 608 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: 9,99 EUR
Verlag: Goldmann
Erschienen am 18.07.2011
www.goldmann-verlag.de

Klappentext:

Die Templetons sind keine gewöhnliche Familie: Sie residieren in einem alten Herrenhaus, geben dort Führungen in Kostümen und scheinen auch sonst in einer anderen Zeit zu leben – was im ländlichen Victoria in ihrer australischen Wahlheimat für allerhand Klatsch sorgt. Auch ihre Nachbarin Nina Donovan steht den Engländern zunächst skeptisch gegenüber. Doch nach und nach werden die Leben der beiden Familien auf schicksalhafte Weise miteinander verknüpft. Es entstehen Freundschaften, Affären und Liebesbeziehungen – bis das Schicksal sie eines Tages auf eine harte Probe stellt …

Meine Meinung:

Nachdem mich "Das Haus am Hyde Park" so begeistert hatte, wollte ich noch mehr von der Autorin lesen.

Die Geschichte spielt in Victoria (Australien). Es ist der Autorin sehr gut gelungen das weitläufige Land in ihre Geschichte zu integrieren. Im Vordergrund der Familie Templeton steht die Tochter Gracie. Von einem kurzen Prolog aus dem Jahre 2009 springt die Story in das Jahr 1993 und somit zu den Anfängen von Templeton Hall und seine Bewohner.
Gracie lebt mit ihren drei Geschwistern, ihrer Alkoholkranken Tante und ihren Eltern seit kurzem in dem alten Herrenhaus in Australien. Die Familie bietet Führungen an und versucht alles um die Neugier der Menschen auf ihr Anwesen zu lenken.

Die Nachbarin Nina und ihr Sohn Tom sind gleichermaßen fasziniert, wie vorsichtig. Es vergeht eine lange Zeit bevor sich ihre Welten berühren. Doch dann wird Nina immer weiter in den Strudel der Templeton Familienprobleme hineingezogen und kann sich einfach nicht dagegen wehren.

Der Schreibstil ist angenehm, allerdings setzt die Autorin in der Geschichte die falschen Schwerpunkte. Man ist fast nie im Geschehen dabei, sondern erfährt erst später und fast nebenbei, was alles so passiert ist. Dafür stehen belanglose Gespräche der Familienmitglieder im Vordergrund. Diese bringen die Geschichte allerdings kaum voran. 
Für mich fehlte in diesem Wälzer einfach die atmosphärische Dichte, die ich bei einer solchen Familiengeschichte erwarte. Es wird keine richtige Bindung zu irgendeiner Person aufgebaut. Viel zu lange bleibt unklar, welche Geheimnisse denn nun überhaupt da sind und wie die Menschen dazu stehen. 
Die Autorin hat es dabei nicht geschafft meine Neugier zu wecken. Obwohl ich das Buch ganz unterhaltsam fand, kommt es leider über ein Mittelmaß nicht hinaus. Ich habe die Genialität vermisst, die die Autorin bei "Das Haus am Hyde Park" an den Tag gelegt hat. Der Wortschatz ist ziemlich einfach gehalten (siehe Beispiel:)
Am meisten aber liebte Charlotte ihr Haus. Sie hatte bloß zwei Wochenenden für die Suche benötigt...Im Winter war es warm, im Sommer kühl, das ganze Jahr über hell, und es hatte die richtige Größe, es war geräumig genug, aber einfach sauber zu halten. Und es hatte, das war sehr wichtig, eine große, moderne Küche. Charlotte kochte leidenschaftlich gerne. Leider aß sie genauso gerne.... (Auszug Bl. 437)

Insgesamt wirkt die Geschichte einfach unausgereift. Viele Dinge werden begonnen und dann nie abschließend beendet und verlaufen im Sande. Da fragt man sich doch nach dem Sinn. Man erwartet bei einem solchen Buch einfach eine Verflechtung der Handlungstränge und dann eine interessante Auflösung. Das schafft die Autorin leider nur teilweise.

Was wirklich gut gelungen ist, ist die Einzigartigkeit der einzelnen Personen. Jeder der Templetons ist wirklich spleenig und hebt sich dadurch deutlich von anderen Personen aus diesem Genre ab. Besonders Henry Templeton hat mir durch seine geschwollene Redeart öfter ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Das Ende hat mir ebenfalls ganz gut gefallen. Trotzdem lässt mich das Buch ziemlich zwiespältig zurück.

Fazit:

Insgesamt fehlt diesem Familienroman die atmosphärische Dichte. Die Geschichte wirkt irgendwie unfertig und unausgereift. Trotzdem konnte mich das Buch ganz gut unterhalten. Familie Templeton ist "spleenig" und hebt sich dadurch deutlich von anderen Personen ab. Das macht sie einzigartig und konnte mich doch noch positiv für dieses Buch stimmen. Von mir gibt es drei neutrale Sterne. Es gibt sicher bessere Bücher in diesem Genre.

Weitere Bücher:


Autorin:

Monica McInerney ist mit ihren sechs Geschwistern in Clare Valley in Australien aufgewachsen. Ihre Romane stehen sowohl dort als auch in ihrer neuen Heimat Irland immer wieder auf den Bestsellerlisten. Für »Die Töchter der Familie Faraday« wurde ihr in Australien die Auszeichnung »General Fiction Book of the Year« verliehen, und auch für »Die Frauen von Clare Valley« und »Das Haus am Hyde Park« war sie wieder nominiert. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann in Dublin. (Quelle: Amazon)

Donnerstag, 30. Juli 2015

Rezension: Der Wind in den Weiden von Kenneth Grahame

Titel: Der Wind in den Weiden
Autor: Kenneth Grahame
Originaltitel: The Wind in the Willows
Seitenanzahl: 208 Seiten
Genre: Kinderbuch
Reihe: Nein
Preis: Sonderausgabe 4,95 EUR
Verlag: cbj
Ersterscheinung 1908
www.cbj-verlag.de 

Klappentext:

Es ist Frühling - und eigentlich Zeit für den Frühjahrsputz. Doch dazu hat der Maulwurf keine Lust und macht lieber einen Ausflug. Als er dabei Ratz, die Wasserratte, den sympathischen Angeber Kröterich und den hilfsbereiten Dachs kennen lernt, beginnt für alle vier eine aufregenden Zeit.
Ihr Freundschaft muss sich bewähren, als es gilt, Kröterichs Landsitz "Krötenhall" von den Bewohnern des Wilden Waldes zurückzuerobern.

Meine Meinung:

Mich hat die Geschichte um die vier verschiedenen Tiere, die seit über 100 Jahren veröffentlich wird, richtig neugierig gemacht.

Obwohl man an den vielen altmodischen Wörtern und Redewendungen das Alter des Buches erkennt, konnte man doch alles flüssig weglesen. Die Tiere haben alle menschliche Züge und Eigenheiten. Dabei spart der Autor nicht an Optimismus und Höflichkeiten. Die ganze fabelhafte Welt wird in blumigen Farben und Beschreibungen erklärt.
Im Vordergrund steht der Maulwurf. Er beschließt eines Tages einen Ausflug zu machen und lernt dabei Ratz, die Wasseratte kennen. Beide Tiere werden sofort die dicksten Freunde und Ratz zeigt dem Maulwurf, was es heißt sich zu entspannen und den Tag zu genießen.
Maulwurf wird ein loyaler Freund.

Bei den Ausflügen lernt er auch Kröterich kennen. Eine von sich selbst total überzeugte Kröte, der nie etwas genug ist und die immer nach Höherem und Besserem strebt.
Außerdem stoßen sie auf den hilfsbereiten Dachs, der ihnen mehr als einmal hilfreich zur Seite steht.

Mir fehlte manchmal der rote Faden in dem Buch. Es sind eher abgeschlossene Kurzgeschichten mit denselben Personen. Im Nachwort wird jedoch erklärt, dass der Autor die Geschichten als Gute-Nacht-Geschichten für seinen Sohn aufgeschrieben hat und sie erst später veröffentlicht hat. Daher gibt es wahrscheinlich kein Grundgerüst für ein ganzes Buch.

Die Geschichte wird durch wundervolle Illustrationen abgerundet. In jedem Kapitel gibt es ein süßes Bildchen auf dem die Tiere bei ihren Abenteuern dargestellt werden. Das macht alles sehr anschaulich.

Fazit:

Die Charaktere sind alle sehr liebenswürdig und man kann gar nicht anders, als sie in sein Herz zu schließen.
Die Geschichte handelt von Freundschaften, Heim- und Fernweh, Übermut und Courage. Nach Abschluss des Buches kann ich verstehen, warum die Geschichte seit über 100 Jahren verlegt wird. Es ist tatsächlich ein zeitloser Klassiker, nicht nur für Kinder. Von mir gibt es vier tolle Sterne.

Autor:

Kenneth Grahame wurde 1859 im schottischen Edinburgh geboren. Nach einer Ausbildung in Oxford war er von 1879 bis 1908 Angestellter der Bank von England. Er schrieb in verschiedenen Zeitschriften satirische Beiträge und 1908 erschien sein Buch »The Wind in the Willows«, das ihn weltberühmt machte und das zu den unvergänglichen Klassikern der Kinderliteratur zählt. (Quelle: Amazon)

Samstag, 25. Juli 2015

Rezension: Wenn du dich traust von Kira Gembri

Titel: Wenn du dich traust
Autorin: Kira Gembri
Seitenanzahl: 336 Seiten
Genre: Roman
Reihe: nein
Preis: ab 9,99 EUR
Verlag: In Eigenregie veröffentlicht, 
seit 01.06.2015 Arena Verlag
www.arena-verlag.de 

Klappentext:

Lea zählt - ihre Schritte, Risse im Asphalt, die Erbsen auf ihrem Teller. Seit sie wegen ihrer Zwangserkrankung in einer Klinik gelandet ist, zählt sie aber vor allen Dingen eins: die Tage, bis sie endlich wieder von dort verschwinden kann. Zumindest in diesem Punkt hat sie etwas mit Jay gemeinsam. Vom Jugendgericht zu Sozialstunden verdonnert, kann sich der 20-jährige Bad Boy nichts Schlimmeres vorstellen, als in einer Klapsmühle den Wischmopp zu schwingen. Damit nicht genug, wird er im Büro der Klinikleitung auch noch von Lea beim Klauen erwischt. Anstatt ihn anzuzeigen, schlägt sie ihm allerdings einen Handel vor. Im Tausch gegen ihr Stillschweigen - und eine wertvolle Halskette - lässt er sich zähneknirschend darauf ein ...

Meine Meinung:

Bisher habe ich nur Gutes über dieses Buch gehört und war daher sehr gespannt. Zwar hat mich die Inhaltsangabe zuerst an den Film "Barfuß" erinnert (mit Til Schweiger etc.), doch die Geschichte entwickelt sich ganz anders.

Es geht um Lea und Jay. Beide haben in ihren jungen Jahren schon einiges erlebt, was sie geprägt hat. Lea leidet an Zwangsstörungen. Um ihre Panikattacken in den Griff zu kriegen, muss sie ständig Dinge zählen. Als es immer schwieriger für sie wird, lässt sie sich selbst in die Psychiatrie einweisen.

Dort trifft sie auf den BadBoy Jay. Er wurde gerade zu Sozialstunden verdonnert und hat große Geldprobleme. Ehe er sich versieht, geht er mit Lea einen Deal ein und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Trotz der vielen tragischen Momente, schafft es die Autorin ziemlich gut, alles mit einer Prise Humor zu würzen. Die Charaktere wirken glaubhaft und sind liebenswürdig
Abwechselnd wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Jay und Lea erzählt. Dadurch kann man sich sehr gut in beide Personen hineinversetzen.
Der Schreibstil ist locker und gut zu lesen. Es gibt viele witzige Momente und Details. Anderseits gibt es auch wieder Szenen die einem die Tränen in die Augen treiben.

Das Buch bietet viele Überraschungen und wird nie langweilig. Mir hat gut gefallen, wie die Autorin das BadBoy Klischee auf die Schippe genommen hat und in der Geschichte damit spielt. Auch die beiden Mitbewohner von Jay sind gut gelungen.
Insgesamt hat die Story eine richtige Sogwirkung entfaltet, so dass ich das Buch innerhalb eines Tages (und der Nacht) durchlesen musste. Es war einfach nicht möglich aufzuhören.

Fazit:

Dieses Buch ist im Young-Adult-Bereich ein wirkliches Highlight. Es gibt eine fesselnde Story, überzeugende Charaktere und jede Menge Tragik und Humor. Man muss es einfach in einem Rutsch lesen und Lea und Jay werden dabei zu echten Freunden. Von mir gibt es alle fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.


Autorin:

Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes von fünf Kindern in Wien geboren. Dieser schönen Stadt blieb sie auch nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft treu. Wenn sie nicht gerade Tandem fährt, Cello spielt, ihrem Kater - einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat - hinterherjagt oder in einem der Bücher schmökert, die sich in ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten. (Quelle: Amazon)

Donnerstag, 16. Juli 2015

Top Ten Thursday #47 (Bücherhighlights 2015)

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
Eure bisherigen 10 Bücherhighlights 2015

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Die Auflistung ist kein Ranking. Ich habe einfach die ersten 10 Bücher genommen, an die ich mich positiv aus diesem Jahr erinnere.
  1. Wie Blut so rot - Marissa Meyer (432 Seiten)
  2. Wenn du dich traust - Kira Gembri (Rezi folgt)
  3. Sylter Wolken - Sarah Mundt (226 Seiten)
  4. Bevor die Nacht geht - Patrycja Spychalski (288 Seiten)
  5. Glücksdrachenzeit - Karin Zipse (272 Seiten)
  6. Fette Fische - Carl Hiaasen (304 Seiten)
  7. Das Haus am Hyde Park - Monica McInerney (480 Seiten)
  8. Der Tag der Krokodile - Michael Williams (272 Seiten)
  9. Häkelenten tanzen nicht - J. Wolf/A. Fuchs (251 Seiten)
  10. Winterzauber wider Willen - Sarah Morgan (384 Seiten)

Nächste Woche geht es um:
10 Bücher, die du gegen eine Leseflaute empfiehlst

Und jetzt bin ich auf Eure Bücherhighlights gespannt. :-)

Samstag, 4. Juli 2015

Kurz Meinung: Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner von Kerstin Gier

11845951Titel: Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner
Autorin: Kerstin Gier
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Nein
Preis: 12,99 EUR
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback)
Erschienen am 11.11.2011


Klappentext:

Kati ist mit Felix glücklich, aber nach fünf Jahren hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen – und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit ihm alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennen lernt und sich in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist – fünf Jahre zuvor.
Würden Sie alles genauso machen, wenn Sie die letzten fünf Jahre noch einmal leben könnten? Was würden Sie ändern?
Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen – und sich für den richtigen Mann entscheiden. 


Meine (kurze) Meinung:

Auch in diesem Buch von Kerstin Gier steht die Unterhaltung wieder im Vordergrund. Sie hat einfach einen genial lustigen Schreibstil, den man entweder mag oder eben nicht.
Ich kann sehr gut über ihre Pointen lachen und mag ihre Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann.

Diesmal muss man sich die Frage stellen: Was wäre wenn?
Kati kann nocheinmal ganz von vorne anfangen, als sie durch einen Zufall fünf Jahre in der Zeit zurückspringt. In eine Zeit wo sie Felix gerade kennenlernt. Und diesmal möchte sie sich anders entscheiden (vielleicht für Mathias?).

Ich möchte gar nicht viel verraten. Natürlich ist die Story nicht realistisch, es ist vielmehr ein modernes Märchen und dient der reinen Unterhaltung. Man darf auch nicht alles hinterfragen, sondern muss sich einfach nur zurücklehnen, lesen und lachen.
Zwischendurch erreicht die Geschichte leider einen kleinen Tiefpunkt und zieht sich etwas. Das ist etwas schade, aber ich konnte mich trotzdem zum weiterlesen animieren.

Es ist sicher nicht Kerstin Giers bestes Buch (für mich immer noch die Edelstein-Trilogie bzw "Ein unmoralisches Sonderangebot"), aber für ihre Fans und alle die es werden wollen, definitiv ein Must-Read.

Fazit:

Autorin:

1995 begann die zu dieser Zeit nicht wirklich ausgelastete Diplom-Pädagogin mit dem Schreiben. Seither hat Kerstin Gier zahlreiche Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Gleich die erste Veröffentlichung, "Männer und andere Katastrophen", wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. 2005 wurde Kerstin Giers Buch "Ein unmoralisches Sonderangebot" mit dem DeLiA-Literaturpreis als bester deutschsprachiger Liebesroman des Jahres ausgezeichnet. Besonderer Beliebtheit erfreut sich auch die humorvolle Reihe rund um die "Mütter-Mafia". Unterbeschäftigung wie in der Zeit vor der Schriftstellerei hat die Autorin vermutlich länger nicht mehr erlebt. (Quelle: Amazon)

Freitag, 3. Juli 2015

Rezension: Night School- Du darfst keinem trauen von C.J. Daugherty

Titel: Night School - Du darfst keinem trauen
Autorin: C.J. Daugherty
Originaltitel: Night School  
Seitenanzahl: 464 Seiten
Genre: Jugendbuch (ab 14 J.)
Reihe: Teil 1 von 5
Preis: ab 8,99 EUR
Verlag: Oetinger
Erschienen im Juli 2012
www.oetinger.de 

Klappentext:

Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert und wird von ihren Eltern auf das Internat Cimmeria geschickt, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen umworben. Gleichzeitig häufen sich eigenartige Vorfälle auf Cimmeria, und als ein Mord geschieht, gerät Allie unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Wem kann sie jetzt noch trauen?

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich mit dieser Reihe beginnen und jetzt habe ich Teil 1 endlich geschafft.

Es geht um die fünfzehnjährige Allie, die nach Problemen mit der Polizei, von ihren Eltern auf das Internat Cimmeria geschickt wird. Dort ist alles ziemlich altertümlich und geheimnisvoll. Abgeschottet von dem Rest der Welt werden die Jugendlichen unterrichtet. Es gibt strenge Regeln und Rituale
Allie ist natürlich nicht begeistert, dass sie zukünftig in dem Internat leben soll, doch sie gibt ihre Anti-Haltung ziemlich schnell auf, findet Freunde und fühlt sich schnell wohl.
Allerdings gibt es ziemlich viele Geheimnisse. Es ist von einer Night School die Rede und niemand weiß genau, was sich dahinter verbirgt. Dann geschieht ein Mord und Allie fallen die ganzen Ungereimtheiten auf. Wer steckt dahinter und wieso soll der Mord vertuscht werden? Allie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann und wer die Wahrheit sagt.

Die Grundidee der Geschichte finde ich richtig gut. Die Story hat großes Potenzial und es gefällt mir, dass die Autorin komplett auf das Übersinnliche verzichtet. Über den gesamten Zeitraum wird Spannung erzeugt und dadurch möchte man immer weiterlesen.

Der Schreibstil war mir allerdings zu distanziert und oberflächlich. Ich konnte keine wirkliche Bindung zu Allie aufbauen und ihre Handlungen waren für mich manchmal nicht nachvollziehbar. 
Der Einstieg der Geschichte ist mir besonders schwer gefallen. Dann wurde es langsam besser. Doch auch vom Ende bin ich etwas enttäuscht. Natürlich ist es hilfreich, dass man sofort mit dem zweiten Band weiterlesen könnte.

Die Autorin spielt mit den verschiedenen Charakteren, so dass man besonders von den Jungs (Sylvain und Carter) nie weiß, wer jetzt Freund oder Feind ist. Das sollte natürlich die Spannung anheizen und war für mich eine neue Erfahrung, da ich sonst eher Geschichten lese, wo die Strukturen klar verteilt sind und man weiß, wer welche Motive hat. Das alles bleibt hier lange im Dunkeln.
Andererseits bedient sie sich auch total in der Klischee-Schublade. Es gibt den total beliebten Jungen, den jedes Mädchen möchte (=Sylvain) und den Bad-Boy Außenseiter Carter, der auf den zweiten Blick natürlich nicht so böse ist.
Zusätzlich gibt es die beliebte Mädchen-Zicken-Clique und einen romantischen Ball und so weiter.
Eigentlich werden auch wichtige Themen wie Alkoholmissbrauch und Esstörungen angeschnitten, aber wie beim Rest der Geschichte wird alles nur oberflächlich angerissen.
Insgesamt fehlt der Geschichte einfach der Tiefgang. Durch das enorme Tempo bleibt alles irgendwie nur an der Oberfläche und das ist schade.

Trotz allem bleibt die Story bis zum Ende unvorhersehbar und geheimnisvoll. Es passieren ständig Dinge, die man sich niemals vorgestellt hätte. Das war einerseits spannend, aber manchmal hat es mich auch genervt, da ich gerne mal gewusst hätte, worauf die Autorin nun hinaus möchte. Es bleiben viele Fragen offen, was für einen Reihenauftakt nicht ungewöhnlich ist.
Es bleibt auf jeden Fall noch Luft nach oben und ich bin gespannt, wie die Autorin die Geschichte fortführt.

Fazit:

Ich bin hin- und hergerissen. Viele Dinge haben mir gut gefallen (ungewöhnliche Story, hohes Tempo, Schauplatz des Buches) und andere weniger gut (fehlender Tiefgang, distanzierter Schreibstil, Klischees). Trotzdem halte ich das Buch für einen Reihenauftakt gut gelungen. Es hat viel Potenzial nach oben und ich bin gespannt wie es weiter geht. Von mir gibt es drei gute Sterne.

Reihe:

  1. Du darfst keinem trauen
  2. Der den Zweifel sät
  3. Denn Wahrheit musst du suchen
  4. Um der Hoffnung willen
  5. Und Gewissheit wirst du haben

Autorin:

C.J. Daugherty, Autorin und Redakteurin, arbeitete zunächst als Gerichtsreporterin, u.a. für die New York Times und die Nachrichtenagentur Reuters. Später veröffentlichte sie Reiseführer, zum Teil zusammen mit ihrem Mann, dem Autor und Filmproduzenten Jack Jewers. Mit großer Leidenschaft schreibt C.J. nun spannende Bücher für junge Erwachsene. Sie lebt und arbeitet in Südengland. Mehr auf ihrer Website www.cjdaugherty.com.  (Quelle: Amazon)

Donnerstag, 2. Juli 2015

Top Ten Thursday #46 (Bücher Sommer)

 

Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
10 Bücher, die du gerne diesen Sommer lesen möchtest
 
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Alle diese Bücher befinden sich auf meinem SUB und ich habe mir fest vorgenommen, so viele wie möglich davon zu lesen. Mal sehen, ob es klappt. :-) Wenn ihr mir von den Büchern eines besonders empfehlen könnt, dann los! 

Nächste Woche geht es um:
10 Bücher aus dem Mira Verlag

Mittwoch, 1. Juli 2015

Monatsrückblick Juni 2015

Hallo zusammen, diesen Monat war lesetechnisch etwas der Wurm drin :-). Durch eine Krankheit bin ich kaum zum lesen gekommen, aber ein paar Bücher konnte ich zum Glück trotzdem beenden. Außerdem habe ich "Dorfbeben" und "Cottage gesucht, Held gefunden" angefangen zu lesen, aber immer noch nicht beendet.

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  1. Sternschnuppenträume - Julie Leuze (352 Seiten) 4****
  2. Verliebt in der Nachspielzeit - Poppy J. Anderson (260 Seiten) 4****
  3. Night School - Du darfst keinem trauen - C.J.Daugherty (464 Seiten) (Rezi folgt)
  4. Ein guter Fang - Birgit Hasselbusch (192 Seiten) 3***
  5. ZDOZM - Zu dir oder zu mir? - Valentina F. (288 Seiten) 4****
  6. Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner - Kerstin Gier (288 Seiten) Rezi folgt

Gelesene Seiten: 1844   
Täglich gelesene Seiten: 61
Gelesene Bücher: 6
Gekaufte Bücher:
Rezensionsexemplare: 0
Gewonnene Bücher: 0
Geschenkt bekommene Bücher: 0 
Geliehene Bücher: 0
Derzeitiger SuB: 206 (vorher 212) 



Mein Monatshighlight:



Die drei beliebtesten Bücher Posts waren:   
1) Verliebt in der Nachspielzeit
  2) HDGDL - Hab dich ganz doll lieb
  3) Sternschnuppenträume   

Andere beliebte Posts:
 
 

Im Juli möchte ich folgende Bücher lesen:

  1. Das kleine große Glück von Lucy Dillon
  2. Cottage gesucht, Held gefunden - Susan E. Phillips
  3. Ein Herzschlag danach - Sarah Alderson
  4. Die Geheimnisse der Familie Templeton - Monica McInerney

 Und wie war Euer Monat Juni?
 PS: Wenn ihr mir euren Link da lasst, dann schaue ich mir gerne eure Monatsrückblicke an!