Sonntag, 31. August 2014

Rezension: HDGDL- Hab dich ganz doll lieb von Valentina F.

Titel: HDGDL- Hab dich ganz doll lieb
Autorin: Valentina F.
Originaltitel: TVUKDB - Ti voglio un kasino di bene
Seitenanzahl: 208 Seiten
Genre: Jugendbuch (ab 12)
Reihe: Teil 1 von bisher 4
Preis: 7,95 EUR
Verlag: Fischer (Schatzinsel)
Erschienen am 04.04.2008
www.fischerverlage.de






Klappentext:   

Bisher hat sich alles nur um Freundschaft gedreht bei Valentina und ihrer absolut besten Freundin Marta. Jetzt werden sie aktiv – aktiv in Sachen Jungs. Hohe Absätze, Lippenstift, neue Frisur – eine ausgefeilte Liste soll ihnen dabei helfen. Doch für das, was nach dem ersten Kennenlernen alles passieren kann, sind die beiden nicht gewappnet ...

Meine Meinung: 

Eine fünfzehnjährige Autorin schreibt über ihre erste große Liebe – der Überraschungserfolg aus Italien.

Diese Tatsache ist gleichzeitig positiv und negativ.

Positiv: Diese Geschichte ist wahrscheinlich näher am Geschehen wie kein anderes Buch es je sein kann, da eine Gleichaltrige über das erste Verliebtsein schreibt. Die Gefühle, die Scham, die Verlegenheit und Unsicherheit könnten nie so von einem Erwachsenen geschildert werden. Ich glaube als Erwachsener hat man diese Gefühle einfach verdrängt oder vergessen, einfach weil man sich weiterentwickelt hat.
Die vierzehnjährige Vale erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Sie erzählt von ihren Schwärmereien für Jungs, stellt mit ihren Freundinnen eine Liste auf, wie man unwiderstehlich wird und alles was sie interessiert, ist wie sie aussieht und auf Jungs wirkt. Sie ist unsicher und fühlt sich unsichtbar. Als dann endlich ihr Schwarm Ale mehr für sie empfindet ist sie hin und weg.

Negativ: Bücher schreiben ist eben doch ein Handwerk und muss gelernt werden. Man merkt deutlich, dass es ein Erstlingswerk ist und das ist nicht unbedingt vom Alter der Autorin abhängig. Es gibt viele kurze Absätze und Dinge die ins Leere führen oder total irrelevant sind. Da das Buch aber nur 200 Seiten hat ist es zum Glück nicht allzu nervig.
Es wird sehr viel im Erzählstil abgehandelt, d.h. sie beginnt von einem Gespräch zu berichten und dann scheint es ihr zu lange zu dauern und sie fasst das Geschehene für uns schnell zusammen. So sind wir selten im Geschehen dabei und bekommen immer nur eine Zusammenfassung. Bei "unwichtigen" Szenen ist es dann wieder zu ausführlich. Das hat mich etwas gestört.

Unterm Strich ist es aber sehr unterhaltsam und ich musste ein paar Mal herzhaft lachen.
Dieses Buch ist definitiv nicht schlecht, allerdings ist es in meinen Augen kein Buch für Erwachsene. In meinen Augen ist Valentina einfach viel zu kindisch und ihr ewiges Gekreische und Gekichere ist nervig. Allerdings hätte es mir mit fünfzehn wahrscheinlich richtig gut gefallen. Und so möchte ich auch die Bewertung ausfallen lassen.

Fazit:  

Eine lustige Geschichte über den ersten Freund und alles was einen mit vierzehn so interessiert, einschließlich aller Probleme und Sorgen. Als Erwachsener kann man diese "Probleme" nicht unbedingt so nachvollziehen. Für die empfohlene Altersklasse ist es aber ein gutes Buch mit kleinen Schwächen und bekommt daher von mir 4/5 Sterne.

 

Reihenfolge: 

HDGDL- Hab dich ganz doll lieb
ZDOZM- Zu dir oder zu mir
SGUTS- Schlaf gut und träum süß
2L8- Too late (erscheint im Januar 2015)

Autorin:    

Valentina F. hat mit fünfzehn ihren ersten Roman veröffentlicht, mit siebzehn legt sie schon den dritten Band über die sympathische Heldin Valentina vor – mit umwerfendem Erfolg! Sie lebt in Rom und arbeitet bereits an weiteren Romanen.

Samstag, 30. August 2014

Rezension: Sag nicht ich liebe dich von Corien Botman

Titel: Sag nicht ich liebe dich
Autor: Corien Botman
Originaltitel: Leif, mijn lief
Genre: Jugendbuch (13-16 Jahre)
Seitenanzahl: 176 Seiten
Preis: 4,99 EUR
Reihe: Nein
Verlag: Carlsen
Erschienen im April 2012
www.carlsen.de


Es klingt nach dem perfekten Sommer: ein tolles Haus auf Ibiza, viele nette Leute und mit dabei die beste Freundin. Doch perfekt ist zwischen Cornelie und Bies schon lange nichts mehr - genauer gesagt, seit Seger aufgetaucht ist. Für Cornelie ist er die große Liebe, für Bies nur ein großer Idiot.
Zwei Jahre lang herrschte Funkstille zwischen den Mädchen. Dann steht Cornelie plötzlich vor Bies' Tür und sie beschließen spontan gemeinsam zu verreisen. Doch schon im Flieger kommen Cornelie Zweifel: Will sie wirklich erzählen, was passiert ist, nur damit alles so wird wie früher?

In kurzen Kapiteln schildert Cornelie aus ihrer Sicht die Geschichte. Sie beginnt im Flugzeug auf dem Weg nach Ibiza. In Rückblicken erfahren wir was vorher passiert ist.
Die Autorin schafft es mit wenigen Worten viel zu sagen. Kleinigkeiten muss man zwischen den Zeilen lesen.
Es geht um die erste große Liebe und die Probleme die damit auftauchen. Die Eltern die vielleicht nicht wirklich begeistert sind und der Konflikt beste Freundin/erster Freund.
Cornelie ist nicht der Mensch vieler Worte und eher schweigsam. 
Ihre beste Freundin Bies und sie kennen sich schon seit der Grundschule und in diesem Urlaub schaffen sie es endlich über alle Probleme zu sprechen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Durch die wenigen Seiten verzichtet die Autorin auf eine lange Einleitung und auch die Charaktere werden nur oberflächlich beschrieben, dieses ist hier aber gar nichts negatives. Im Gegenteil. Es war einmal sehr erfrischend einfach "nur" eine Geschichte zu lesen, ohne großes Drama und viel "Drumherum". 
Der Krach mit Seger ist jetzt nichts super ausgefallenes, aber es reicht um Cornelie aufzurütteln und die Beziehung zu überdenken.
Der Schauplatz Ibiza kam sehr gut zur Geltung. Man konnte sich die Sonne und das Meer regelrecht vorstellen.
Der Schreibstil ist flüssig, aber nicht ausschweifend. Wenige Worte reichen um die Geschichte zu erzählen.




Ein schönes Jugendbuch über die erste Liebe bzw. ihre Probleme die sie mitbringt. Die Geschichte birgt keine großen Überraschungen ist aber eine nette Unterhaltung für zwischendurch. Von mir gibt es vier Sterne. 






Corien Botman, geboren 1961, studierte Niederländisch. Sie arbeitete als Sportredakteurin, war Herausgeberin eines multikulturellen Kochbuchs und stellte ihr eigenes Familienwörterbuch zusammen. Für Kinder hat sie Lieder, Gedichte, Erzählungen und Romane geschrieben.

Freitag, 29. August 2014

Follow Friday #5 (Geheimtipp)


 

Bei Sonja von a Bookshelf full of sunshine gibt es Freitag den Follow Friday. 
Ziel des Ganzen ist es, unser Netzwerk zu erweitern, neue Blogger und Blogs kennenzulernen und vor allem, um Spaß zu haben! Für weitere Infos schaut einfach auf ihrem Blog vorbei. Diesmal geht es um das Thema:




Wir suchen Geheimtipps! Habt ihr ein Buch, von dem ihr denkt, das es unbedingt gelesen werden muss? Bestimmt! Einzige Schwierigkeit: Es darf keine Reihe sein, sondern ein Einzelband. (Angefangene Reihen haben wir wahrscheinlich alle mehr als genug!)


Mein Geheimtipp: 


Inhaltsangabe:

Die 16-jährige Vassar hat alles genau geplant: bester Schulabschluss, Promotion, Hochzeit mit einem Chirurgen (wahlweise Richter), Pulitzerpreis. Schließlich haben ihre Eltern sie nicht umsonst nach einer Eliteuniversität benannt. Warum also um alles in der Welt bestehen sie plötzlich darauf, dass sie ihre verrückte Großmutter in Südostasien besucht, so kurz vor den Prüfungen? Widerstand zwecklos. Ausgerüstet mit zehn Koffern reist Vassar in den Dschungel. Doch schon bald muss sie einsehen, dass selbst ein aufblasbarer Toilettenaufsatz nicht weiterhilft, wenn man ein Familiengeheimnis enthüllen will - oder sich unsterblich verliebt. 

Mich konnte das Buch in diesem Jahr total begeistern. Ein lustiger Roadtrip durch Südostasien mit einem total lustigen Cover.
Hier geht es zur Rezi für alle, die mehr erfahren wollen. 

 

Donnerstag, 28. August 2014

Rezension: Emily lives loudly von Tanja Voosen

Titel: Emily lives loudly
Autorin: Tanja Voosen
Seitenanzahl: 351 Seiten
Reihe: Nein
Genre: Jugendbuch
Preis: 3,99 EUR
Verlag: Impress
Erschienen am 07.08.2014
www.carlsen.de


Klappentext:

Verliebe dich in den besten Freund deines Bruders! Ausgerechnet über dieses Klischee möchte die siebzehnjährige Emily einen Film drehen. Und ganz klar selbst die Hauptrolle darin übernehmen. Nicht so klar ist allerdings, was daraufhin passiert. Wer könnte denn auch ahnen, dass Klischees nicht immer klischeemäßig verlaufen und dass dunkle Geheimnisse selbst dann ans Licht kommen, wenn man es mehr als alles andere verhindern will … Und wieso taucht Austin, der gutaussehende, aber absolut nicht vertrauenswürdige Bad Boy der Schule, plötzlich überall da auf, wo Emily ist? Aber ihr Blog heißt ja nicht umsonst »Emily lives loudly« und ist der perfekte Ort, um das alles sich und den anderen zu erklären. 

Meine Meinung:

Fangen wir vorne an :-).
Das Cover ist total gut gelungen und definitiv eines meiner Jahreshighlights. Die Stimmung des Buches wird ziemlich gut ausgedrückt und man bekommt sofort Lust zu lesen. Die Inhaltsangabe ist ebenfalls ganz nach meinem Geschmack und klingt nach einer locker, leichten Liebesgeschichte. Und das von Impress? Wirklich kein Fantasy? Ich konnte es gar nicht glauben.

Die siebzehnjährige Emily möchte sich mit einem Filmprojekt an einer Kunsthochschule bewerben. Ihr erster Entwurf wird abgelehnt und sie bekommt eine zweite Chance. Der neue Film sollte mehr "Herz" enthalten und daraufhin entwickelt sie die Idee sich in den besten Freund ihres Bruders zu verlieben um damit einige Klischees zu bedienen und daraus einen Film zu machen. Denn laut Emily besteht jede Liebesgeschichte aus Klischees. Leider hat sie nicht damit gerechnet, dass ihr der süße Bad Boy Austin immer wieder in die Quere kommt und leider auch in ihr Herz.

Der Einstieg in das Buch erfolgt über einen Blogeintrag von Emilylivesloudly. Der Leser erfährt etwas über das Filmprojekt und lernt auf den weiteren Seiten Emily und ihre Freunde kennen.  
Bryn und June sind als beste Freundinnen und Nebenfiguren in Ordnung. Emily erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Der Stil ist umgangssprachlich und sehr passend, denn es handelt sich ja um eine Veröffentlichung auf ihrem Blog.

Emily bleibt für mich bis zum Ende undurchschaubar. Sie nennt sich selbst sarkastisch, aber auf mich wirkte sie stellenhaft auch sehr kindisch und flapsig. Im Buch wird sie ebenfalls als unberechenbar betitelt. Das trifft es genau. Sie sagt was sie denkt und tritt immer für ihre Freunde ein. Das macht sie wiederum sehr sympathisch. Aber ihre Art ihre Ängste mit coolen Sprüchen zu überspielen war mir manchmal persönlich zu viel des Guten.

Austin (der Vergleich mit einer männlichen Veronica Mars ist sehr passend) war ebenfalls ein undurchsichtiger aber amüsanter Charakter. Schon fast stalkerhaft hängt er sich an Emilys Fersen und hält mit seinen Gefühlen nicht hinter dem Berg. 

Brick ist das genaue Gegenteil von Austin. Eher bodenständig und introvertiert geht er gegen Austin etwas unter. An seiner Stelle hätte ich Emily gar nicht weiter beachtet. Weshalb er sich auf diese Anti-Date-Geschichte einlässt bleibt mir weiterhin ein Rätsel.

Zu Parker als großer Bruder und Beschützer habe ich ebenfalls keinen rechten Zugang gefunden. Seine Motive ins Ausland abzuhauen waren mir zu schwammig und auch seine "Flucht" am Ende sowie die Versöhnung wirkten sehr gestellt.

Rätsel bietet die Geschichte ohne Ende. Ich bekam schnell das Gefühl, dass man einige Dinge einfach hinnehmen muss, denn ansonsten wäre die Story noch verwirrter geworden, als ohnehin schon. Einige Dinge ergaben für mich einfach keinen Sinn und sollten am besten nicht hinterfragt werden, so auch der Fehler in der zeitlichen Abfolge.
Durch Anspielungen wurde der Leser auf das "große" Geheimnis am Ende vorbereitet, doch als es dann zur Auflösung kam, stellten sich mir noch mehr offene Fragen, die leider nur teilweise beantwortet wurden.
Die Auflösung passte nicht so richtig zum Rest der Geschichte, da es sich nicht durch das entsprechende Verhalten der betroffenen Personen angekündigt hatte und somit sehr gewollt und gestellt wirkte.
Außerdem wurde das Ende sehr schnell abgehandelt.

Doch trotz der ganzen Kritik gibt es auch viel Positives. Lustig fand ich die vielen Anspielungen auf Filme und Bücher. Die Geschichte ist rasant und enthält viele unvorhergesehene Wendungen. Dadurch wird der Leser ständig bei Laune gehalten. Wie gesagt, man darf nur manche Sachen nicht allzusehr hinterfragen. 
Emily und Austin sind sehr süß zusammen. Und so möchte ich die Geschichte auch gerne sehen. Als eine schöne seichte Lovestory mit viel Wortwitz und interessanten Charakteren.

Meine Lieblingsszene ist definitiv die Fahrt durch die "Love Lane" :-).

Der Filmdreh und das Bloggen spielen nur eine Nebenrolle, aber auch das ist nicht weiter schlimm.
Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich gut weglesen. 


Lieblingszitate:


 

Fazit:

Emily lives loudly ist eine süße Lovestory mit vielen Wendungen und viel Wortwitz. Leider auch vielen Ungereimtheiten. Da mir die offene Fragen doch etwas den Lesespaß vermiest haben, bekommt das Buch gute drei Sterne. Am besten bildet ihr euch selbst eine Meinung.


Autorin:

21399568Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute auch dort. Nach ihrem Abitur begann sie sich sozial zu engagieren und studiert nun Sozialwissenschaften. Ihre Liebe zu Büchern entdeckte sie erst sehr spät. Auch mit dem Schreiben begann sie erst vor wenigen Jahren. Geheimnisse des Himmels, ist der Auftakt zu einer Serie, deren Idee ihr während ihrer Schulzeit kam. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu finden, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum. (Quelle: Amazon

Top Ten Thursday #8 (Titel aus einem Wort)


Bei Steffis Bücher Bloggeria findet der Top Ten Thursday statt. Jede Woche mit einem anderen Thema. Diese Woche geht es um:
10 Bücher, deren Titel aus nur einem Wort besteht

31501001) Herzflittern von Jill Mansell 
Ich liebe die Bücher der Autorin auch wenn sie immer nach dem selben Schema geschrieben sind. Leichte, kitschige Kost, die in England spielt.




22594422 
2) Herzkirschen von Hannah Kaiser 
Eines meiner Monatshighlights. Rezi siehe hier!
Ein toller Liebesroman für zwischendurch.





77487433) Erebos von Ursula Poznanski
Auch dieses Buch habe ich erst vor vier Wochen gelesen. Es war spannend und hat mir wirklich gut gefallen.
Wen es interessiert, findet die Rezi hier!  



1404921 
4) Wüstenblume von Waris Darie
Ein Buch was ich schon vor langer Zeit gelesen habe, was mich aber immer noch beschäftigt. Es geht um die Flucht aus Afrika und die Beschneidung von Mädchen. Hartes Thema.




188123105) Orangentage von Iva Prochazkova
Das Buch liegt seit kurzem auf meinem SUB und ich bin schon sehr gespannt.
Weitere Infos hier!





75446906) Hummeldumm von Tommy Jaud  
Wenn man diesen Humor mag, dann ist es der lustigste Reisebericht aller Zeiten. Matze in Namibia! 




 18276383 
7) Lieblingsmomente von Adriana Popescu
Mich konnte diese Liebesgeschichte nicht ganz so überzeugen, aber es ist trotzdem ein echt tolles Buch und seitdem möchte ich gerne mal nach Stuttgart reisen.


20554940 
8) Unschuldslamm von Judith Arendt
Ebenfalls noch auf meinem SUB, aber ganz weit oben ist der erste Teil dieser Krimi Reihe. Bin schon sehr gespannt.





225959319) Himbeermond von Mella Dumont 
Eines meiner neuesten SUB Bücher. Titel, Inhaltsangabe und Cover haben mich sofort begeistert.






9860690 
10) Dorfbeben von Agnes Hammer
In Zukunft möchte ich wieder mehr Thriller lesen und daher durfte dieses Buch noch auf meinem SUB einziehen. Infos hier!






Wie gefällt Euch meine Auswahl? Kennt ihr schon eines der Bücher! Kommentare sind erwünscht! :-)
 
Nächste Woche geht es um dieses Thema

10 Bücher mit Zahlen im Titel

Dienstag, 26. August 2014

Gemeinsam Lesen #14 (Letztendlich sind wir dem Universum egal)


Klicke auf das Bild für weitere Infos!


Achtung! Achtung! :-) Die Aktion ist von Asaviels Bücher-Allerlei zu Schlunzen-Bücher und Weltenwanderer umgezogen.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?  
Ich lese "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan und bin bei 25 Prozent.


Inhaltsangabe: 

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Jeder will an eine höhere Macht glauben.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 

Cover und Titel haben mich gleich angesprochen. Das ist wie Liebe auf den ersten Blick. Wenn das bei einem Buch passiert, dann muss ich es lesen :-).
Bisher ist die Geschichte sehr gut, auch wenn ich noch nicht hinter den Grund gekommen bin, warum A jeden Tag den Körper wechselt. Ich hoffe das erfährt der Leser noch irgendwann, sonst wäre ich doch sehr enttäuscht.
Ich denke die Botschaft des Buches ist klar: "Die inneren Werte zählen!". Außerdem sollte man hinterfragen, ob es "ok" ist sein Leben so zu verbringen, wie man es bisher tut oder ob da mehr sein könnte!

4. Suchst du dir für deinen Urlaub spezielle Urlaubsbücher aus, oder liest du einfach das, worauf du gerade Lust hast, bzw. wo du zuhause schon dran warst?


Wenn mein Koffer schon vorher zu schwer ist, dann wähle ich leichte Bücher oder den Kindle aus. Ansonsten auch Bücher, die man mit an den Strand nehmen kann ohne Angst vor Dreck und Knicken zu haben. Das mag ich nicht jedem meiner Bücher antun :-)
Wenn ich ein Buch zu Hause angefangen habe, lese ich es aber grundsätzlich im Urlaub weiter. Oft passiert es mir, dass ich im Urlaub dann keine Lust mehr auf die Bücher habe, die ich eingepackt habe und kaufe mir dann gerne andere (super Grund!).


Wer Lust hat mit uns zu lesen, darf jederzeit mitmachen!

Montag, 25. August 2014

Rezension: Noah und Echo von Katie McGarry

Titel: Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen
Autorin: Katie McGarry
Originaltitel: Pushing the limits
Seiten: 416 Seiten
Genre: Jugendroman
Reihe: ja
Preis: 18,95 EUR
Verlag: Oetinger
Erschienen am 20.02.2014 www.oetinger.de

Echo war das beliebteste Mädchen der Schule. Bis zu jener Nacht, die ihr Leben für immer veränderte. Was damals wirklich passiert ist, weiß sie selbst nicht. Sie weiß nur eins: Alles soll wieder normal werden.
Noah ist der coole Draufgänger und berüchtigte Mädchenschwarm. Er hält sich nicht an Regeln und normal kennt er schon lange nicht mehr.
Echo und Noah haben nichts gemeinsam, ihre Vergangenheit steht zwischen ihnen. Und doch können sie nicht voneinander lassen... 

Ich hatte vorher schon so viel Gutes über dieses Buch gelesen, dass meine Erwartungen relativ hoch waren. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Es war noch viel, viel besser.
Echo und Noah erzählen abwechselnd aus ihrer Sicht die Geschichte. Dabei merkt man deutlich, wer gerade erzählt. Der Autorin ist es gut gelungen den Unterschied der beiden hervorzuheben.
Beide haben aus ihrer Vergangenheit ein großes Päckchen an Problemen zu tragen und zu bewältigen. Durch die Therapiestunden bei Mrs Collins lernen die beiden sich besser kennen.
Auf den ersten Blick wirken die beiden verschieden, merken aber schnell, dass sie sich viel ähnlicher sind, als alle denken. Beide sind auf der Suche nach "normal" und wollen von jemanden geliebt werden.
Noahs Ruf als Mädchenschwarm lässt Echo zögern und auch er glaubt zu Beginn, dass ein Mädchen wie Echo viel zu gut für ihn ist.
Sie lernen sich zu vertrauen und hecken gemeinsame Pläne aus um ihre Probleme zu lösen. 
Dabei liegt ein steiniger Weg vor ihnen.

Die Probleme der beiden sind gut und glaubwürdig dargestellt. Es wirkte nicht so inszeniert wie in anderen Büchern dieser Art. Die Geschichte ging mir wirklich unter die Haut. Noahs Sorge um seine Brüder und sein Wunsch mit ihnen zu leben. Echos Albträume und die Frage, was in der einen Nacht wirklich passiert ist. Es machte die Geschichte authentisch und die Charaktere wirkten dadurch sehr sympathisch.
Klar gibt es auch ein paar Klischees: Noah der Badboy, der dann gar nicht so hart ist. Echo, das beliebteste Mädchen, die böse Schwiegermutter usw. Aber diese Sachen braucht so ein Buch irgendwie. 
Der Schreibstil ist flüssig und der Aufbau der Geschichte ist spannend bis zum Schluss. Echos Gedankennebel löst sich nach und nach, so dass man Stückchenhaft erfährt, was denn nun passiert ist.
Auch Noah muss sich entscheiden, wie er weitermachen möchte. 
Beide Charaktere machen eine unheimliche Entwicklung in dieser Geschichte durch. Das berührt.

Wer Geschichten von Simone Elkeles und Julie Leuze mag, sollte das Buch auf jeden Fall lesen. In diesem Genre ist es ein wirklicher Geheimtipp.

Das Buch gehört zu einer Reihe ist aber in sich abgeschlossen.



Noah und Echo ist ein echter Geheimtipp in diesem Genre. Wer Jugendbücher mit einer echt fesselnden Hintergrundgeschichte mag, wird dieses Buch lieben. Ein paar Klischees müssen sein. Unterm Strich passt alles zusammen. Tolle Charaktere, interessante Story, keine Längen. Perfekt. Von mir gibt es alle 5 Sterne.









Katie McGarry war zu Zeiten von Grunge und Boy Bands ein Teenager und beschreibt diese Zeit als die besten und schlimmsten Jahre ihres Lebens. Sie liebt Musik, Happy Ends, Realtity-TV und Basketball. Noah und Echo ist ihr Debüt.
Katie freut sich über Nachrichtern ihrer Leser. Besuch sie auf ihrer Homepage. 
www.Katielmcgarry.com, folge ihr auf twitter@KatieMcGArry oder werde ein -Fan auf facebook oder goodreads.

Sonntag, 24. August 2014

Rezension: Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Autorin: Jojo Moyes
Originaltitel: Me Before You
Genre: Liebesroman
Seitenanzahl: 512
Reihe: Nein
Preis: ab 12,99 EUR
Verlag: rowohlt polaris
Erschienen am 21.03.2013

Lou & Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Ich bin hin- und hergerissen und weiß nicht, ob ich begeistert oder enttäuscht von dem Buch sein soll. Wie so oft bei Bestsellern frage ich mich, was die anderen Leser so mitgerissen hat?
Die Story ist nicht neu und erinnert teilweise an ein Märchen. Erfolgreicher, gutaussehender Mann erleidet einen schweren Schicksalsschlag und mutiert zum gebrochenen Einsiedler.
Eine hübsche Frau aus ärmlichen Verhältnissen schafft es ihn aus seiner Einöde zu retten. Jedenfalls fast!
Zwischendurch habe ich mich gefragt, weshalb die Autorin dafür über fünfhundert Seiten angesetzt hat. Dann habe ich begriffen, dass der Leser diese Zeit braucht um eine emotionale Bindung zu Lou und Will aufzubauen. 
Ab der Hälfte, wenn man das Ende der Geschichte erahnt, ist es einfach nur noch ein verzweifeltes Hoffen und Warten. In diesem Teil passierte mir leider zu wenig. Ich hätte mehr "Liebesgeschichte" gebraucht.
Für einen Liebesroman ist es mir eindeutig zu wenig "Liebe". Lou wird sich ihrer Gefühle erst sehr spät bewusst, als längst schon dem letzter Leser klar ist was sie eigentlich fühlt. Im Vordergrund stehen ihre verzweifelte Versuche Will neuen Lebensmut zu geben. Dabei muss sie einige Rückschläge hinnehmen und das hat mich sehr berührt.

Die Charaktere bleiben leider ziemlich flach und irgendwie klischeehaft. Lou ging mir manchmal sehr auf die Nerven mit ihrer unsicheren Art. Als man dahinter kam, weshalb sie so in sich gekehrt ist, wurde es etwas besser. Da konnte ich plötzlich Verständnis für sie aufbringen. 
Ich fande es schade, dass Will nur dieses Schwarz-Weiß-Denken hatte und er sich nicht mit seinem veränderten Leben anfreunden konnte. Dadurch wird dem Leser vermittelt, dass ein Leben als Behinderter nichts mehr wert ist. (=Klischee!)
Wills Eltern habe ich bis zum Schluss ebenfalls nicht verstanden. Ihnen ist wirklich keine andere Idee gekommen ihren Sohn umzustimmen, als eine Pflegekraft/Babysitter einzustellen?
 
Wer einen Behinderten im wahren Leben kennt, merkt schnell, dass nicht alles so Friede, Freude, Eierkuchen abläuft, wie bei Will zu Hause. Lou schläft die ganze Nacht neben ihm ruhig im Bett ohne ihn zu drehen?! Sehr unrealistisch, denn Schwerstpflegebedürftige benötigen viel mehr Pflege und Aufmerksamkeit, als es hier geschildert wird. Auch ein Zwölf-Stunden-Flug ist nicht ohne weiteres möglich.
Aber da Bücher auch dazu da sind eine heile Märchenwelt vorzugaukeln, möchte ich nicht an den einzelnen Details rumnörgeln. Glauben wir einfach, dass es der betrunkenen Lou ohne Probleme gelang, Will nach der Hochzeit vom Stuhl ins Bett zu heben, auch wenn sie ein paar mal auf die Erde gefallen sind.

Am Ende hat mich Lou's Trauer doch sehr mitgenommen, aber es blieb auch ein fader Beigeschmack. Ich kann Will's Entscheidung verstehen, aber wie oben erwähnt, wertet es auch das Leben eines Behinderten ab, und das finde ich als Botschaft unpassend.

Der Schreibstil ist flüssig, aber leider auch platt und erinnerte mich teilweise an einen Schlunzenroman. Von hochtrabender Literatur ist das Buch weit entfernt. Aber auch das ist vertretbar, so lassen sich die fünfhundert Seiten wenigstens gut weglesen.

Wie man merkt, bin ich hin- und hergerissen, ob ich das Buch jetzt gut finden soll oder nicht.
Da ich so viel über die Geschichte nachgedacht habe, hat sie mich wirklich berührt und das sollte doch ein gutes Buch ausmachen. Oder? Auch wenn mir nicht alles gefallen hat. Das Thema lässt niemanden kalt.

Daher empfehle ich jedem sich eine eigene Meinung zu bilden.



Wer über den platten Schreibstil und die schlecht recherchierte Geschichte hinwegsieht, wen es nicht stört, dass es kein herkömmlicher Liebesroman mit Happy End ist, dem kann dieses Buch auf jeden Fall gefallen. Ich gebe zu, dass ich sehr kritisch war. Die Geschichte regt auf jeden Fall dazu an, über seine Träume und Wünsche nachzudenken und vielleicht zukünftig mehr aus seinem Leben zu machen. Von mir bekommt das Buch knappe 4/5 Sterne.



16163526
Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. Mit ihrem Roman «Ein ganzes halbes Jahr», der aktuell in Hollywood verfilmt wird, gelang ihr international der Durchbruch - auch in Deutschland stand der Roman monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste. (Quelle: Amazon)


 

Samstag, 23. August 2014

Gewonnen: Das Mondgeheimnis!

Bei der Lesewoche (siehe hier) habe ich das Buch:



Das Mondgeheimnis von Stefan. M. Fischer gewonnen!

Zum Inhalt:
Alena ist eine bildhübsche Studentin, die sich aufgrund eines traumatischen Kindheitserlebnisses der Liebe und dem Leben verschließt. Sie spinnt als Schutz ein Netz aus Lebenslügen um ihre Seele. Doch als sie den Künstler Ondrej kennenlernt, merkt sie, dass sie mehr vom Leben will.

Doch da ist nicht nur ihre emotionslose Beziehung mit Vlado, sondern auch die Sache mit ihrer Mutter - und das Mondgeheimnis. 

Das klingt nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack und ich freue mich sehr darauf!

Freitag, 22. August 2014

Follow Friday #4 (Überraschungsbuch)


Bei Sonja von a Bookshelf full of sunshine gibt es Freitag den Follow Friday. 
Ziel des Ganzen ist es, unser Netzwerk zu erweitern, neue Blogger und Blogs kennenzulernen und vor allem, um Spaß zu haben! Für weitere Infos schaut einfach auf ihrem Blog vorbei. Diesmal geht es um das Thema:



Stellt euch mit geschlossenen Augen vor euer Bücherregal und dann macht sie auf. Nennt mir das erste Buch, auf das euer Blick fällt. Und nicht schummeln!





Ich stand vor meinem SUB Regal und der Blick fiel auf "Giraffen in Finnland" von Kari Ehrhardt. Ich liebe dieses Cover und bin schon gespannt auf das Buch. 


Zum Inhalt: 
Gefühlsduseleien sind nicht so Finns Sache. Sie hat genug damit zu tun, zwischen der WG ihres schriftstellernden Vaters - komplett mit Hund und erschreckend attraktivem „Bruder ehrenhalber”-, und der Wohnung ihrer Mutter - mit Urologen-Lebensabschnittpartner und Mr Spock-Riesenposter - ihren Platz zu finden. Und während sie damit beschäftigt ist, ihre zwei vollkommen gegensätzlichen Welten zusammenzuhalten, sich in der Schule nicht zu sehr mit den Zicken anzulegen und ihrem ersten festen Freund gerecht zu werden, verliebt sich ihre beste Freundin Collie in einem Internetportal. Was zunächst nach einer absurden Online-Beziehung aussieht, wird auch für Finn bald zur Feuerprobe ihrer Freundschaft. 

Von der Autorin habe ich bisher ( Reise mit Kaktus <-- Rezi) gelesen und es hat mir total gut gefallen.

Doppel- Rezension: Sannah & Ham von Tom Ellen/Lucy Ivison



Titel: Sannah & Ham
Autoren: Tom Ellen/Lucy Ivison
Originaltitel: Lobsters
Reihe: Einzelband
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Jugendbuch (14-17Jahre)
Preis: 14,99 EUR
Erschienen am 22.08.2014 bei Chicken House www.chickenhouse.de




Genau einen Sommer lang brauchen Hannah und Sam, um ein echtes Liebespaar zu werden.
Dabei ist bereits die erste Begegnung für beide unvergesslich. Wer verliebt sich schon auf dem Klo? Aber bevor das Schicksal sie endlich zueinander führt, müssen sie peinliche Situationen überstehen und die gutgemeinten, aber hirnrissigen Ratschläge ihrer Freunde umsetzen. Und dann können sie sich – hurra! - vom schrecklichsten aller schrecklichen Albträume verabschieden: womöglich NIEMALS ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.



Ingrid: Hannah und Sam begegnen sich ganz ungewöhnlich auf einer Toilette. Das soll der Start einer Liebesgeschichte sein? Wer verliebt sich schon auf dem Klo? Aber ist es nicht egal, wo und wie man die große Liebe kennenlernt? Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den Beiden, denn sie müssen einen steinigen Weg gehen, bis sie ein echtes Liebespaar werden.
  

Andrea: Beide haben gerade ihren Abschluss hinter sich, warten gespannt auf die Noten um sich für eine Uni bewerben zu können und haben bisher kaum Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht. Sie hoffen das ein großartiger Sommer vor ihnen liegt.

 



Durch den jugendlichen Inhalt bin ich wirklich leicht in die Handlung gekommen. Immer abwechselnd erzählen dabei Hannah und Sam ihre Probleme und ihre Story.


Die Aufteilung des Buches ist klasse. Hannahs Passagen sind linksbündig gedruckt, Sam's rechtsbündig. So weiß man immer sofort wer gerade erzählt.

Die abwechselnde Erzählweise ist wirklich raffiniert umgesetzt. So bekommt man nicht nur einen tiefen Einblick in beide Protagonisten, sondern man merkt auch deutlich, dass zwei Autoren an dem Buch geschrieben haben. 
Sams Abschnitte sind jungenhafter und derber, aber dennoch schön zu lesen. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass man live in der Geschichte von zwei Personen steckt. Wirklich sehr authentisch! Allein deswegen hatte ich viel Spaß beim lesen dieser leichten Sommerlektüre. Man fühlt sich wieder in die Jugend versetzt und man ist nicht nur ein stiller Zuschauer - man ist mitten in der Handlung.

Die Sprache ist umgangssprachlich und manchmal unter der Gürtellinie, aber ich fande es passend. Die Jungs untereinander gehen "härter" miteinander um, als die Mädchen und das ist glaubhaft. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten lassen sich gut "weglesen".

 


Hannah ist sympathisch, steht aber sehr im Schatten ihrer Freundin. Sie ist noch in dem Alter, in dem man sich so etwas bieten lässt. Anfangs kam sie mir deswegen etwas farblos und charakterschwach vor, aber ich denke es liegt einfach am Alter. Stück für Stück schafft sie es auch sich etwas Mehr durchzusetzen - für meinen Geschmack aber deutlich zu wenig.


Am Anfang wusste ich nicht was ich ich von Hannah halten sollte. Sie stellt sich selbst in den Schatten ihrer besten Freundin Stella. Zusammen mit Tilly und Grace bilden sie eine Mädchenclique, die allerdings nur sehr oberflächlich zusammenhält. Tiefergehende Probleme werden kaum angesprochen, da Stella mit ihrer aufgesetzten Art alles andere torpediert. Da die anderen Mädchen sie gewähren lassen, beansprucht Stella alles für sich. Die tollen Jungs, die schönsten Kleider. Anderseits hält sie die Freundinnen auch zusammen, da sie sich immer überall einmischt und sich um alle kümmert. Auch wenn es manchmal zu viel des Guten ist. Hannah traut sich bis zum Schluss nicht ihr wirklich die Stirn zu bieten.

Sam hingegen ist der nette Junge von nebenan mit dem man sofort Pferde stehlen kann. Trotz dass er sympathisch ist und wirklich liebenswert, begeht er einige dämliche Fehler, die ich ihm nicht vollends verzeihen kann.

Sam war mir sehr sympathisch. Mehr als einmal musste ich schallend lachen. Auch wenn er sich öfter blamiert hat, merkt man seine sensible Seite. Er ist einfach ein echt toller Typ á la "Zu nett für diese Welt". Seinen "Ausrutscher" konnte ich ihm fast verzeihen, da seine Motive verständlich waren. Es passte zu seinem stoffeligen Charakter.
Robin und Chris haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sie tun zwar immer so hart, aber im Prinzip sind sie echt tolle Freunde und stehen immer für Sam ein.
Hannah hat es mit ihren Freundinnen schon schwerer, weil dort eher ein Konkurrenzkampf herrscht. 




Manchmal hatte ich das Gefühl, die Autoren haben absichtlich Probleme eingeworfen um die Spannung aufrecht zu erhalten. Schließlich können die zwei sich nicht von Anfang an kriegen. Deswegen kamen mir manche Probleme absolut nicht nachvollziehbar und sehr gestellt vor. Gerade das Problem gegen Ende schien mir ziemlich aufgebauscht vor und ich bin mir nicht sicher, ob die Reaktionen der Beiden wirklich angemessen waren. Alles in allem musste ich auch hier einen Bewertungspunkt abziehen.

Hannah und Sam verlieben sich ineinander. Trotzdem müssen sie einige Hürden überwinden, bevor sie endlich zusammen sein können. 
Beide versuchen (schon fast verzweifelt) in diesen Sommer ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Teilweise kam es mir schon so vor, als wäre "Jungfrau" sein, eine Krankheit. Es dreht sich die ganze Zeit immer um das andere Geschlecht, wie man aussieht, wer was gesagt oder getan hat. Es ist vieles immer sofort ein Drama. Übertrieben? 
Wohl nicht, wenn man siebzehn und ein Teenager in voller Blüte ist.
Die Probleme sind nachvollziehbar, sofern man in dem jeweiligen Alter ist.

Es schien so, als wäre Jungfrau zu sein, das schlimmste Problem der Welt. Auch wenn die Handlung damit sicher zum heutigen Lebenstil der Jugendlichen passt, finde ich es doch etwas überspitzt dargestellt. Aber vielleicht soll gerade dies jugendliche Leser dazu überzeugen nachzudenken, ob sie sich so unter Druck stellen wollen oder ob sie auf den Richtigen warten und ein schönes Erlebnis haben.
Leider hat mich der Schreibstil und die Umgehensweise mit der Thematik Stellenweise so arg gestört, dass ich dafür einen ganzen Punkt in der Bewertung abziehen muss.

 Das Ende war für mich etwas merkwürdig, da das Verlieren der Jungfräulichkeit ziemlich lieblos dargestellt wurde bzw. gar nicht zum Aufbau und dem Rest der Geschichte passte. Meiner Meinung nach hätte man auf die Details auch gerne verzichten können. Man hätte nichts verpasst. Ich habe mich gefragt, ob die Autoren damit zeigen wollen, dass das "erste Mal" eben nicht immer perfekt läuft. Man hätte das Buch lieber vorher beenden sollen. So hat es mir ein bisschen die Illusion der großen Liebe und Gefühle der Beiden geraubt.

Was mir wirklich missfallen hat, war der gossenhafte Schreibstil. Mir war es einfach zu rüde - da hätte man einiges schöner und passender ausdrücken können ohne prüde zu wirken. Das Sex eine wichtige Rolle in dem Buch spielt, hat mich dabei weniger gestört, sondern eher der Umgang mit der Thematik. Man muss ja nicht alles in Watte packen, aber man muss auch nicht immer alles ins Derbe ziehen. 


Ich hätte mich außerdem gefreut, wenn der Konflikt mit Stella anders ausgegangen wäre. Hannah macht einfach weiter wie bisher auch wenn sie ihre Einstellung zu dem Thema geändert hat.  




Trotz allem geht es hier um eine süße Lovestory mit Höhen und Tiefen, bei der ich beim Lesen viel Spaß hatte und auch oft gelacht habe. Wer leichte Unterhaltung für nebenbei sucht, sollte hier unbedingt zugreifen. Die Gespräche zwischen den Protagonisten sind einfach himmlisch und man wünscht sich, sich sofort selbst neu zu verlieben.


Das Buch hat mir gut gefallen. Ich mochte die Charaktere und die Schauplätze. Schön, dass dieses Teeniebuch einmal nicht in Amerika spielt, sondern in meiner Lieblingsstadt London und in dessen Umland.
Meine Lieblingsszene ist das Vierer Blind Date im Café. Ich habe so doll mit Hannah mitgelitten.






Cover und Titel machen unglaublich neugierig. Einerseits hatte ich Angst, dass sich die Geschichte um ein "Wir-Pärchen" dreht, welches die einzelnen Individuen einer Beziehung zu einem kollektivem 'Wir' verschmelzen lässt, anderseits wollte ich unbedingt wissen: Worum geht es hier?
Das Buch ist auch von Innen interessant gestaltet. Die zwei Sichtweisen werden jeweils optisch durch eine Einrückung nach links oder rechts abgegrenzt - was mir ziemlich gut gefallen hat.

 

Das Cover ist sehr gelungen. So kann ich mir die beiden auf jeden Fall vorstellen. Der Originaltitel: "Lobsters" passt genauso gut, wie die deutsche Version "Sannah & Ham". 
Die Mädchen glauben, dass  Hummer sich fürs Leben paaren und sind daher auf der Suche nach ihrem "Lobster". Gleichzeitig bilden sie wilde Namenszusammenlegungen mit ihrem Namen und dem ihres Freundes.


 

Das Buch ist inhaltlich abgeschlossen. Diese Rezension ist genau wie das Buch etwas besonderes, denn sie wurde aus zwei Sichten geschrieben.
 

Für Fans von
* "Dylan und Gray" von Katie Kacvinski
* "Noah und Echo" von Katie McGarry



Leser die Geschichten von Simone Elkeles oder Jessica Sorensen mögen, werden das Buch lieben.








"Sannah und Ham" erzählt keine typische Liebesgeschichte, sondern zeigt wie verschiedene Probleme eine angehende Beziehung erschweren können. Auch wenn nicht immer alle Probleme nachvollziehbar waren, so konnte mich die abwechselnde Erzählweise und witzige Passagen überzeugen. Alles in allem hätte ich mir mehr Tiefe in der Charakterentwicklung gewünscht.

Bewertung 3,5/5



"Sannah und Ham" hat mich wirklich sehr gut unterhalten. Es hat alles was ein Jugendbuch braucht. Die Probleme sind Alterstypisch, die Charaktere liebenswürdig und die Details genial. Einige kleine Längen und das Ende lassen mich einen Punkt abziehen. Ich vergebe gute 4/5 Punkte.


Danke an Alle, die den gesamten Text gelesen haben :-)
Ich habe mich sehr gefreut, dass Ingrid von lebensleseliebelust.blogspot.de sich sofort bereit erklärt hat mit mir zusammen dieses Buch zu lesen. Wir beide waren uns schnell einig, dass wir uns ebenfalls Zac Efron übers Bett hängen würden, wenn wir noch siebzehn wären und auch sonst hat das Zusammenlesen sehr gut funktioniert. Vielen Dank nochmal. 

Danke auch an den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Die ganze Aktion hat sehr viel Spaß gemacht. 

Darauf können wir ja heißes Ribena trinken :-)